Juno 2026
Montag, 1. Juni 2026
Das Wort der letzten Woche war »Kanzlertausch«. (Und nicht etwa »Mehrzweckeier« … Aber mal sehen, wie es am 10. Oktober 2026 auf der Frankfurter Buchmesse aussieht.) Keine Nachrichtensendung jedenfalls kam ohne es aus. Mal abgesehen davon, dass so ein Auswechsel während der Spielzeit verfassungsrechtlich bedenklich wäre: Wer soll den Job denn machen?!
Der Herr Wüst hat jetzt gesagt, er stünde dafür nicht zur Verfügung. Der Herr Günther bezeichnet diese Personaldiskussionen als absurd. Der Herr Söder hat zwar eine generelle Bereitschaft zur Übernahme des Kanzleramtes signalisiert – aber nur wenn man ihn ganz doll drum bittet. (Würstlfressen tut er auch nicht mehr – da stimmt doch was nicht!) Der Herr Laschet hätte gerade Zeit, aber bei ihm ist scheint's wieder so ein Skandälchen im Anrollen.
Also lassen wir‘s beim Alten, kümmern uns ums Tagesgeschäft und bringen einen gescheiten Verbotsantrag für die AfD auf den Weg!
Denn es gibt höchste Zeit:

Eigentlich sollte ich meine FB-Liste dringend mal ausmisten. Denn darunter befinden sich ein paar erstklassige Spinner, perfide Giftspritzen und plumpe Hetzer. Doch lasse ich sie extra drin, Stichwort Feindbeobachtung!
Wenn wir eins aus dem Drama um Timmy gelernt haben: Wenn die Zeit gekommen ist, soll man Moribunde in Ruhe dahingehen lassen. Die FDP macht es gerade anders und genehmigt sich einen neuen Chef und ein neues Logo. (Sorry, ich kann’s nicht lassen – das ist wie Chips!)
Wolfgang Kubizki wurde mit knapp 60 Prozent zum Vorsitzenden gewählt – so Zahlen kennen die gar nicht mehr. Aus dem Stand über 5 %, Chateau!
Dass es nicht ein paar Promille mehr wurden, lag an Strack-Marie-Agnes-Zimmermann, die ganz überraschend und spontan gegenkandidierte. (Mit 20 Seiten vorbereitetem Redemanuskript …)
Das neues Logo mutet ebenfalls nicht so aufbrecherisch an: Man verabschiedete sich vom Lindnerschen Pink/Blau/Weiß und kehrte zum bewährten Genscher-Gelb zurück, nur diesmal auf staatstragendem Dunkelblau, also als Negativ.
Die Versalien sind serif- und schnörkellos gesetzt aus einem stabilen Helvetica-Derivat, so dass das neue Signet an IKEA, METRO und die LUFTHANSA in den 60ern erinnert. (Die Public-Sans Black ist übrigens kostenfrei zum Download abrufbar bei Google Fonts …)
Stunde Null – aber ohne viel Bock.
Und seeehr komisch: Die FDP hat ihr neues Logo nicht offiziell vorgestellt, sonstwie bekannt gemacht oder gar marketingmäßig ausgeschlachtet. Nee, so wird das nix!
Schade eigentlich; eine echt liberale Partei wär doch mal eine Alternative für Deutschland.
Dienstag, 2. Juni 2026
So, jetzt ist es raus: Ab 1. Juli wird der Eintritt in den Kölner Dom zwölf Euro kosten.
Echt jetzt? Domkapitel, meint ihr das ernst? Zwölf Euro?
Wie kann man solch eine Chance liegenlassen?! Euer Dom steht in Köln (am Rhein): Nehmt gefälligst 11,11 Euro! Der Ball lag auf dem Elfmeterpunkt, Alaaf!
Auch wenn sich nun erstmal alle aufregen (das ist normal heutzutage), könnte der Preis von Vorteil sein, wenn dadurch wieder Demut, Ruhe und Besinnlichkeit statt Schulklassengeschiebe, Bahnverspätungswartezeitüberbrückung und Hobbygeknipse in die Kathedrale einkehren.
(Im Dom beten ist nach wie vor umsonst.)
Fun-fact: In der Bilanz des Erzbistums wird das Gebäude nur mit einem symbolischen Buch-Euro geführt. Wenn der Dom allerdings nochmals neu gebaut werden müsste, würde er rund 10 Milliarden Euro kosten.
Die Post hat wohl keine Lust mehr, die Post zu bringen: Sie will sie sie lieber aufmachen, einscannen und dann vernichten.
»Nutzen Sie POSTSCAN für nur 14,99 € pro Monat und erhalten Sie Ihre Briefe als Scans – auch per E-Mail.«

Ein Service, den es so ähnlich in der DDR schon gab. (Damals wurde der Inhalt der Briefe sogar noch mit Sender und Empfänger in einem persönlichen Gespräch ausführlich erörtert. Sie hatten dafür extra ein paar funktionale Gästezimmer in Bautzen eingerichtet.)
»Die datenschutzkonforme und nachhaltige Vernichtung Ihrer gescannten Originale ist inklusive.« Im Zweifelsfall, wenn doch was rauskommt, gibt es kein Problem mit dem in Art. 10 GG grundgesetzlich garantierten Briefgeheimnis: Man hat ja sein Einverständnis gegeben!
Immerhin, man nimmt den Datenschutz ernst: Es wird gemäß ISO 21964, Schutzklasse 3, Sicherheitsstufe 4 gehäckselt.
Da wollte ich dann doch mehr wissen:
Schutzklasse 3 besagt, dass eine unberechtigte Weitergabe existenzbedrohende Auswirkungen hätte und eine Gefahr für Leib und Leben oder für die persönliche Freiheit des Betroffenen darstellte. Hui!
Aber warum nur Sicherheitsstufe 4? Es gibt derer sieben!
(Die deutsche DIN 66399 muss echt gut sein, denn sie wurde sogar in internationale ISO überführt, – und ist sowieso eine interessante Lektüre. In ihr sind zum Beispiel die Partikelgrößen festgelegt, in die die verschiedenen Materialien geschreddert werden müssen. Sicherheitsstufe 7 bedeutet, die Fitzelchen sind nur noch maximal 5 mm² groß sein dürfen: »Eine Reproduktion ist nach dem Stand von Wissenschaft und Technik unmöglich.« Richtig so! Erst dann könnte ich ruhig schlafen.)
Doch zurück zum Postscam:
Wer seine Post nach dem Scannen dann auch wirklich haben, in Händen halten und besitzen will, muss extra zahlen: »Eine Lagerung (1 Monat, 3 oder 6 Monate) und die anschließende Zustellung Ihrer Originale können zusätzlich gebucht werden.«
Das empfiehlt sich auch, wenn nämlich die Patentante ein, zwei Scheinchen zur Weihnacht mit ins Kuvert gelegt hat, eine neue Bankkarte unterwegs ist, man ein Code-Feld aufrubbeln muss oder die Uni sein mühsam erarbeitetes Diplom mit der Briefpost schickt, statt eine festliche Feierstunde zu organisieren, bei der man seinen eckigen Hut in die Luft wirft und ihn danach nicht wiederfindet!

Mittwoch, 3. Juni 2026
Erst wollte uns beim ESC keiner, nun zeigt die UN, dass auch ihr Sicherheitsrat eine harte Tür hat. (Warten wir mal auf die WM™.) Österreich und Portugal hingegen hatten wohl das richtige Outfit an für einen nicht-ständigen Sitz; wir dürfen noch nicht mal auf einen unanständigen Stehplatz, an den Katzentisch oder in zweiter Reihe parken!
Donnerstag, 4. Juni 2026
Letzter freier Feiertag bis Weihnachten, denn Dt. Einheit und Allerleiligen werden an einem Wochenende sein.
Danke Merz!
Vernissage »SpielRaum« in der Aula Carolina:





Und wo einem noch nicht Kunst genug ist, macht man sie sich selber:

Freitag, 5. Juni 2026
Die Software »Pangram« kann erkennen, ob ein Text mit KI produziert worden ist. Als Erkennungszeichen für KI-Generationen gelten Dreiklänge, Gedankenstriche und Verneinungen – ja wenn ich da jetzt mal nicht erledigt, fertig und am Ende bin!

Samstag, 6. Juni 2026
Heut Nacht, heut Nacht, heut Nacht spüre ich eine unsichtbare Berührung im Land der Konfusion. Ich bin viel zu tief drin in allem, was sie tut! Im Glühen der Nacht sehe ich den letzten Dominostein – und werfe alles weg.
Der Brasilianer

Hübsch dekonstruiert kann KI auch:

Sonntag, 7. Juni 2026
Immer die Radfahrer!

Eigentlich wollte ich nur kurz mal runter für ein paar Schnappschüsse.
Eigentlich …



Nachdem ich die Radrennstrecke rund um Dom und Rathaus anderthalbmal abgelaufen hatte, wurde ich zu einem kühlen Getränk bei der Galerie AIXART eingeladen.


Sooo macht Sport Spaß! Dort in der Jakobstraße saßen wir bis zum Schluss; sogar an der originalen Tour de France-Strecke von 2017!
Beim letzten Rennen fiel der Sprinter mit der Nummer 14 auf. Meine Fresse, was war der schnell! Laut Timecode auf meinen Aufnahmen hat er den Kilometer auf dem rumpeligen Kopfsteinpflaster teilweise in fast anderthalb Minuten geschafft. (Und das 80 mal hintereinander.) Daher war er unser Favorit.

So ein Wettbewerb ist viel amüsanter, wenn man mit einem Teilnehmer mitfiebern kann.
Leider hat er nicht gewonnen – aber sein Teamkollege.

Ups: Da hat's wohl geklingelt beim Zurücksetzen:

Das hätte auch ein Kind sein können!
Da hat das dämliche Gepiepse beim Rückwärtsfahren also auch nicht geholfen.
Gibt es eigentlich eine Pflicht für diese nervigen Rückfahrwarner? Inzwischen piept und fiept es ja ständig, sobald ein Laster oder Lieferwagen seinen Rückwärtsgang nur einlegt. Das kakophonische Konzert in *piiiep*-Dur beim Rangieren beginnt hier schon frühmorgens. (Der neueste Trend: synthetisches Weißes Rauschen als Schallzeichen. Sogenannte »Broadband Alarms« sollen als weniger störend empfunden werden – heißt es!)
Wer hat sich diesen infernalischen Scheiß ausgedacht? Ich verstehe
den Zweck der Dinger in mehrerlei Hinsicht nicht:
Als Lastwagenfahrer kann man dadurch kein bisschen besser in tote Winkel einsehen – und ist immer noch selbst schuld, wenn man einen hinter dem Fahrzeug befindlichen Fußgänger plättet.
Sowieso: Als ob ein Lkw ohne Piepser einen lautlos plattfahren könnte!
Außerdem scheren sich die meisten Leute inzwischen überhaupt nicht drum und latschen einfach weiter – schon allein weil es heutzutage immer überall wo piept und fiept; Stichwort Alarmmüdigkeit. Selbst bei krasseren Situationen: Wie oft erlebe ich, dass Rettungswagen mit entsetzlich lautem Tatütata anrauschen – und trotzdem schlappen Fußgänger unbeeindruckt über die Fahrbahn. (Hallo?! Ich hab grün! Mir doch egal, dass da wo wer stirbt!)
Viel mehr Sinn würden hier obligatorische Rückfahrkameras erbringen. Die wären wirklich ein Sicherheitsgewinn, denn der Fahrer sieht, ob jemand hinter dem Wagen steht, und kann selbst entscheiden.
Montag, 8. Juni 2026
Ich glaub, ich spinne, Mann, Herr Linnemann! Wieso legt es die Union es immer wieder darauf an, ungerührt Unsinn anzurühren? Ich bemühe mich echt, das Gute im Menschen zu sehen, aber d. CDU-Generalsekret. hat dieser Tage in einem Interview unwidersprochen behaupten dürfen: »Der Begriff Brandmauer ist ein linker Begriff.«
Erstens: Ist er nicht.
- Annegret Kramp-Karrenbauer 2020: »Wir haben eine Brandmauer nach rechts.«
- Friedrich Merz 2021: »Mit mir wird es eine Brandmauer zur AfD geben.«
- Carsten Linnemann 2023: »Die Brandmauer zur AfD steht.«
(Dass die alle links wären, ist mir neu.)
Zweitens: Was muss da ständig in rechts/links schubladisiert werden? Wer gegen Rechtsextremismus ist, ist nicht links! Sondern anständig, vernünftig und demokratisch – also normal.
Nicht die Brandmauer ist das Problem, sondern das Feuer dahinter!
(Und wenn ein paar Leute schon diesseits der Mauer zündeln.)
Netzfund:
»Eine Demokratie muss die AfD aushalten können«, klingt wie: »Eine Beziehung muss ein paar Schläge mit dem Gürtel aushalten können.«
Nein, ein bedrohter Partner muss den Schläger vor die Tür setzen, die Polizei rufen und die Schlösser austauschen!
Dienstag, 9. Juni 2026
Letzte News von Timmy:
- Timmy war ein Mädchen.
- Timmys Todesursache bleibt unklar.
- Timmy wird jetzt zu Biodiesel verarbeitet.
Oh Timmy: Pack den Buckelwal in den Tank!

Wie süß, was siw KI sich ungefragt einfallen lässt: Den süßen Walfisch in der Milch hatte ich nicht gepromptet!

Treue Leser erinnern sich: Mein »Wäldchen« im ansonsten tristen Hinterhof wurde letztes Jahr ja gerodet und durch eine schnöde Kiesfläche ersetzt. Doch irgend jemand scheint des Nachts mal eine Handvoll Sämereien auf das karge Flachdach nebenan geworfen zu haben …
Inzwischen kann man sich an den bunten Ergebnissen dieser Guerillaaktion erfreuen!

(Ich selber komme zwar nicht ran an die Blumenwiese, aber die Bienchen – und mein Tele.)





Nachdem ich mal ein bisschen Durchzug veranstaltet hatte, waren es hier um 23:15 Uhr gemütliche 15 Grad in der Butze – herrlich!

Davon werde ich noch Wochen und Monate zehren!
(Erwähnte ich schon, dass dem unzuverlässiger Erzähler dieses Periodikums nicht zu vertrauen ist …? Jedenfalls nicht innerhalb des aktuellen Monats.)
Mittwoch, 10. Juni 2026
¡100 Jahre RIP Gaudí!

Qui sap si hem donat el diploma a un boig o a un geni:
¡El temps ens ho dirà!
Donnerstag, 11. Juni 2026
La Sagrada Familia … wurde es heute leider nicht.

Mein kleiner Plan, mit der Eisenbahn erstmals in zwei Stunden und elf Minuten von Aachen nach Gerolstein zu rauschen, schlug fehl: In Düren hat man bloß vier Minuten für den Umstieg in die Bördebahn nach Euskirchen.
Schwierig, wenn man schon in Rothe Erde drei Minuten Delay hat! FU.
Bei der Einfahrt in DN stand ich wie ein Red-Bull-Basejumper mit dem Rucksack am Gatter, aber der Zug nach EU war schon weg.
Also weitergefahren und noch mal eine halbe Stunde zusätzlich in Köln (am Rhein) verbracht. Das geht ja ab dem 26. auch nicht mehr ohne weiteres, weil für einen Monat wieder geschafft werden muss am Geleis und drumherum.
Die Dompilze sind ja schon länger weg († 2013), nun wird die Nordseite der Kölner Domplatte komplett neu aufgelegt:

Bei Yayoi war noch wenig los:

(Wer noch nicht da war: Alle Slots bis Ausstellungsende sind ausverkauft!)

RHENUS FLUVIUS EST
Der Musical Dome neben dem Dom ist übrigens blau, weil das die Hauptfarbe des Musicals »Gaudí« war.

Heute würden sie wahrscheinlich plüschiges Rot nehmen, spectacular, spectacular!

En Jirrelsteen jitt ooch ornslich wat jeschafft:




Gut, hier könnte man mal beigehen …

Und hier sowieso!!!

Immerhin haben sie schon mal einen Gitterzaun drumherum aufgestellt, damit niemand vom kaiserhöflichen Debris erschlagen wird.

Auch hier weiß man wildwuchernde Wildblumen wertzuschätzen …

Wo einst der Sprudel stand, wurde heute der Gerolsteiner Stern-Park eröffnet.

Stilecht übers Dreestreppchen gelangten wir zum ehemaligen Sprudel-Gelände an der B 410.

(Beim Mecces aufpassen, dass man beim Straßenüberqueren nicht totgefahren wird!)
Gestiftet von einem nicht näher genannten Gerolsteiner Getränkehersteller (ich kann doch hier keine Reklame machen!) ist die große Grünfläche im malerischen Kylltal zwischen Löwenburg und Dolomiten laut Statuten gedacht als »Ort, an dem Natur, Bewegung und Begegnung zusammenkommen«. (Im Quellpavillon kann man Gerolsteiner Mineralwasser direkt aus der Quelle zapfen.)

Der scheidende Chef:


Cooles Rednerpult!

Meine Bürgermeister und ich!

Der neue Ministerpräsident war nicht anwesend. (Fun-fact: Bei der Sternpark-Eröffnung habe ich ungefragt von zwei Quellen unabhängig voneinander erfahren, dass sie in Birresborn gerade sagen: »Ma kann net mie besoffen durch et Dorf fahren – de janze Ort as voll mat Polizei!«)


Man kann sich – muss sich aber nicht! – sportlich betätigen:

Platz für mehr ist vorhanden – und Sicherheit wird sicher versichert:

Fragen bleiben offen: Entweder ist dieser Frittenschneider unnütz, weil links ja alles offen ist. Oder er ist – falls der Zaun zur Linken noch ergänzt wird – eine Frechheit für alle Leute mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Adipositas!

Ich wusste gar nicht, wie viele Wässer es da gibt:
- Gerolsteiner Sprudel (mit viel Kohlensäure)
- Gerolsteiner Medium (mit wenig Kohlensäure)
- Gerolsteiner Feinperlig (mit einem Hauch von Kohlensäure)
- Gerolsteiner Naturell (ohne Kohlensäure)
Unter den Darreichungsformen stechen die Gerolsteiner Longnecks hervor: »Wie kein anderes Gebinde steht die handliche 0,33-LiterLongneck-Glasflasche für eine junge Trinkkultur, für Begegnung und Austausch.«
Aha! (Welcher Kunde hat seine Pulle jemals Gebinde genannt?)

Aber viel wichtiger: Es gibt wieder Gerolsteiner Cola! Die trank ich als Bubele in den Siebzigern, stolz wie Oskar. (Das durfte ich, denn da war damals kein Koffein drin.)
Außerdem existieren nun so abenteuerliche Sorten wie »Grilled Watermelon Mint« …
Wer kommt denn auf die Idee, ausgerechnet eine Wassermelone zu grillen – und dann mit Minze versetzt als Limonade in Flaschen zu verzapfen?
Die gute alte Orangenlimo haben sie en passant per Passionsfrucht! ungenießbar gemacht – ich leide sehr. Wie in den Achtzigern, als in alles unbedingt dieses fiese Maracuja reingerührt werden musste! Ein Trend, der genauso wenig wie diese furchtbaren Frisuren und Schnurris hätte zurückkehren sollen. Aber ach …:

Beim »Labyrinth« sind den Planern zwei Fehler unterlaufen:

Na, wer erkennt's?
Erstens ist das kein Labyrinth, sondern ein Irrgarten (wenn auch klein und flach … ihn hätte ich mir großflächiger, verwinkelter und mit zweimeterhohem Buxus gewünscht).
Und zweitens hat der Gerolsterner Stein acht Zacken! Das da in der Mitte ist eher ein Drudenfuß ⛤.
Was steckt dahinter: Okkulte Magie etwa? Sollen Wassergeister und Nymphen beschworen werden? (Salmakis, Granus, Melusine – könnt ihr mich hören?) War der Landschaftsplaner zufällig Marokkaner? Oder Kommunist? Oder ist es gar eine Reminiszenz an David Bowie ★?
Per Shuttle-Bus konnte man sich nach oben ins Gerolsteiner-Werk chauffieren lassen und dort die neugestaltete »Erlebniswelt« (248 Meter tief unter der Erde …) und die Sprudel-Produktion anschauen.

Tatsächlich™ habe ich – obwohl waschechter Gerolsteiner – die Gerolsteiner Wasser-Fabrik noch nie besichtigt!
(Vor 50 Jahren waren wir mit dem Kindergarten mal im Werk der damaligen Flora – das war dann aber schon alles in Sachen Eifelwasser-Produktion.)
In der kindgerechten Erlebniswelt erfährt man von den Dinos G-REX, Mina und Sparky, wie und wo und warum das Mineralwasser herkommt. (Auf der Suche nach Kohlensäure hat der Geologe Wilhelm Castendyk damals den Drees entdeckt und vom Chemiker Carl Fresenius checken lassen. Gutes Zeug! Also raus damit in die Welt! Seit dem 1. Januar im Dreikaiserjahr 1888 gibt es die Marke Gerolsteiner.)
Ich vermute, G-REX ist die Kurzform für Gerolsteinerosaurus Rex, Mina steht wahrscheinlich für all die unterwegs aufgesammelten MINerAlien und Sparky kommt von Sparkling Water. Two cheers für die Marketingabteilung!
Three cheers würde es geben, wenn da auch ein Merch-Shop gewesen wäre: Praktizierende Plüschi-Aficionados hätten sich da sicher so einen Dino mitgeholt!
Getrübt wurde der Ausflug zum Vulkanring hierdurch: Auf der Besucherempore über den Produktionsanlagen darf man nicht photographieren, wie die Flaschen Looping fahren! Aber verständlich: Man muss sich der Industriespionage erwehren, wo man kann. Nicht auszudenken, wenn jemand von der Konkurrenz mit dem roten Dreieck, dem französischen Vulkankegel, dem hellblauen Bergmotiv oder dem grünen Emblem auf der Flasche rausbekommt, dass da im Wirrwarr der zig Fließbänder Gebinde sonder Zahl sortiert, gereinigt, neu aufgeblasen, befüllt und kontrolliert werden!
Es sei denn, er hat schon mal die »Sendung mit der Maus« gesehen …
Wegen dieser unmenschlichen Restriktionen gibt es jetzt nur ein Symbolbild aus dem Allerheiligsten, so!


Auf dem Heimweg erblickte ich eine Treppe, die ich bislang nicht kannte, geschweige denn je nutzte.

Genau so wie wahrscheinlich viele andere Gerolsteiner. (Ist sie bei den Ausschachtarbeiten für den monströsen Kreisel an der neuen Hochbrücke entdeckt worden? Stammt sie aus antiker Zeit? Müssen nun die Stadtarchäologen anrücken?)


Pro-Tipp: Man kann die heute gestartete MAFIFA-WM™ prima boykottieren, indem man ausschließlich die Spiele in Mexiko und Kanada anschaut! Und vor allem in netter Begleitung auf der elterlichen Couch.
(In der Partie FIFA gegen die UNO um die meisten Mitgliedsländer steht es übrigens 211 zu 193.)
Freitag, 12. Juni 2026
Merke: Eine Heimreise mit der Bahn am Freitagvormittag birgt zahlreiches Ungemach – zusätzlich zu den obligaten Verspätungen.
In Nettersheim stieg die gutgelaunte Mannschaft (oder der Fanclub) eines lokalen Fußballclubs mit viel Wegbier in den Händen zu. Glücklicherweise entschieden sich die Herren für ein anderes Abteil.
Doch schon in Kall enterte ein noch viel besser gelauntes Frauenclübchen den Waggon! Oh Schreck: Unwillkürlich schoss mir die Metapher »Schnatterzone einer Damentoilette« durch den Kopf. (Ich sollte wirklich nochmal ein Buch in die Tonne schmeißen!)
Der Grund für das gesellige Zusammenkommen des sechsköpfigen sechsschnäuzigen
Kaffeekränzchens blieb mir verborgen – obwohl ich trotz Stöpsel mit
Podcast in den Ohren und hohlraumversiegelnden Mickymäusen der Gehörschutzklasse 2
obendrüber eine Menge akustisches Material aus dem dicht geknüpften Klangteppich
mitbekam.
Zudem pflegten die angejahrten Damen eine exaltierte Ausdrucksweise: Mindestens dreimal rammte mir die wild gestikulierende Frau neben mir ihren Ellbogen in die Seite, obwohl ich mich mit dem Rucksack auf dem Schoß schon so schmal machte, wie das bei über zwei Zentnern physikalisch nur möglich ist.
Prosecco, Hugo oder Aperol Spritz hatte dieser Verein unbekannter Okkasion zum Glück (anscheinend) nicht getankt – ich will nicht wissen, wie die Damen auch noch alkoholisiert drauf gewesen wären!
Als sie dann auch noch anfingen, sich die Hände einzucremen (eine olfaktorische Zumutung – nur getoppt von Leuten, die sich in geschlossenen Räumen in der Öffentlichkeit ständig künstlich aromatisiertes Deospray draufballern, statt regelmäßig zu duschen), vermisste ich meine Fuppes-Jungs schon arg!
Nächstes Mal fress ich in der Bahn hartgekochte Eier oder verspeise einen fetten Döner mit Extra-Knobisauce! Dann hab ich das Abteil für mich allein.
Natürlich hatte mein Zug bei der Einfahrt in Köln (am Rhein) Verspätung.
Aber was macht man, wenn man seine Verbindung verpasst? Man nimmt einfach den Zug davor!
(Das verstehen nur Bahnfahrer.)
Während der Sichtung und Bearbeitung von Aufnahmen, die weiter oben bereits erschienen sind (it’s magic!), schaltete ich zur klanglichen Untermalung Spotify an. Als ich auf die neue Kachel »Alle Arten von Musik« klickte und eine gefällige Musikmischung auf Grundlage meiner bisherigen Liederauswahl erwartete, begrüßte mich ein 1.000-prozentig KI-generierter Moderator namens »Ben« und sagte Lieder so an wie diese Radio-Hanseln, wegen denen ich kein Radio mehr höre! WTF?
Samstag, 13. Juni 2026
Dagobert Duck muss jetzt sehr stark sein: Elon Musk ist der erste Billionär der Welt!
Die Nachrichten sind voll davon: Egon Molchs Vermögen stieg durch den Börsengang seines Raumfahrtkonzerns SpaceX über die »symbolische Marke« von einer Billion Dollar.
Eine Billion – das sind 1.000 Milliarden oder eine Million Millionen. Was man damit nicht alles anstellen könnte! Also außer zum Mars zu fliegen. Keine zwei Dutzend Länder der Erde haben so ein Bruttoinlandsprodukt. 2021 hatte Melon Wurst mal gesagt, er würde sofort den Hunger auf der Welt beenden – man müsste ihm nur sagen, was es kostet und wie das funktioniert. Also ob! Stattdessen hat diese miese Type Twitter gekauft und zu einem Shithole voller Hetze, Gore und übelstem Pr0n werden lassen.
Was kaum jemand berichtet: Es geht ja um eine Billion und ein paar Zerquetschte! Das Wirtschaftsmagazin »Forbes« präzisierte den Wert auf 1,1 Billionen. Die anderen Redaktionen denken sich wahrscheinlich, so ein bisschen ist vernachlässigbar; bei der eigenen Steuererklärung würde man ja auch hinter dem Komma abrunden. In diesem Fall entspricht dieser Kleinkram aber einfach nochmal verfickten 100 Milliarden Dollar!
Falls in der Vergangenheit gelegentlich der Eindruck entstanden sein sollte, dass ich per se etwas gegen die CDU hätte: Das ist mitnichten so!
Denn heute erfuhr ich, dass der NRW-Gesundheitsminister Laumann und der NRW-Innenminister Reul ihre Partei CDU, der sie seit Jahrzehnten angehören, verlassen würden, wenn diese mit der rechtextremen AfD zusammenarbeiten würde.
Außerdem hat die CDU allen AfD-Abgeordneten im Bundestag eine Broschüre namens »Abstieg für Deutschland« sowie eine Vorlage für ein Austritts-Schreiben zugeschickt – es ist noch nicht alles verloren!


Die AfD wurde ja mal als »Alternative« gegründet von Professoren, die was gegen den Euro hatten. Mit der Zeit ist sie ein Sammelbecken geworden für Versager, Straftäter und Menschenhasser, die unsere Demokratie zerstören wollen. Auch ehemalige Mitglieder warnen inzwischen vor ihr.
Sonntag, 14. Juni 2026
Heute zog es gans Aachen zum Neuen Kurhaus …

Wir erinnern uns: Der neoklassizistische Bau sollte für 50 Millionen Euro saniert werden. (Zu Beginn der Bauarbeiten durften wir 2017 mal reingucken.) Nun sind 58,5 Millionen Euro draus geworden.

In der Zeitung stand, dass der OB den Planern, Managern und Umsetzern der Revitalisierung der »guten Stube der Stadt« gedankt habe. »Nicht zuletzt auch, weil sie dafür gesorgt hätten, dass die Kosten des Projekts nicht in dem Maße gestiegen seien wie etwa bei der Elbphilharmonie oder Stuttgart 21.«
Also, ich würd jetzt nicht so dolle damit flexen: Von 50 auf 58,5 ist eine Erhöhung um 17 Prozent. Und wir reden hier nicht von Gummibärchen sondern von Millionen Euro!
(Während ein paar Taler für offizielle Aufnahmen eines professionellen Photographen vom Ehrenamtstag vor zwei Wochen beispielsweise leider, leider eingespart werden mussten …)

Fun-fact: Zu Kasino-Zeiten hing da weitgehend unbeachtet ein echter Warhol mit Elvis an der Wand. (Ohne Alarmanlage, sonstige Sicherung und nur befestigt mit einem einzigen in die Wand gedübelten Haken …) Der Verkauf dieses Bildes erlöste exakt 58 Mio – nur leider nicht fürs Oecher Stadtsäckel.
Beim Tag der Offenen Tür konnten sich die Bürger heute einen Eindruck davon machen, ob all ihre Millionen denn auch ornslich investiert wurden. Gewiss, die Hütte ist solide renoviert worden, man hat manierliches Material verbaut und auch an Brandschutz und Barrierefreiheit gedacht. (Beste Verbesserung: Man hat diese fürchterlichen Teppiche entfernt!)

Aber so richtig edel erscheinen mir viele Räume nicht. Hätte man da nicht etwas mehr Stuck und Blattgold verarbeiten können? Schaut doch mal nach Übersee, da wird grad ein Ballsaal gebaut …

Frage: Warum bringt man prominent in vier Metern Höhe über dem Portal eine Steckdose und eine Netzwerkbuchse an? Da wären doch schon mal ein paar Euros einzusparen gewesen.
Und warum nutzt man nicht das große ẞ, wenn man schon in Versalien schreiben muss?!

Den Großen Saal selbst finde ich jetzt gar nicht so schrecklich groß – sondern eher hoch und lang. Die Enge erweckt leider keine Gemütlichkeit sondern mehr ein Gefühl von Klaustrophobie.
Das vermeintliche Schmuckstück des Objekts strahlt auch wenig Charme aus. Das liegt zum einen daran, dass man das Tageslicht draußen gelassen und durch grausiges Kunstlicht ersetzt hat. (Mit dem Licht im Gebäude kam ich komplett nicht klar! Mal Sonnenschein, mal Lichtanlage, mal Leuchtstoffröhre – wie ich auch am Rädchen drehte, das sah alles komisch aus. Ich sollte in Schwarzweiß knipsen, falls ich mal für eine Hochzeit dort gebucht werde. Oder ich blitze alles platt.)
Zum anderen hat man bei der Wahl der Wandvertäfelung auf seelenloses Hellholz zurückgegriffen, wie es als Laminat in den Baumärkten der Neunziger Mode war. (Aber wahrscheinlich ist das egal, weil ja alle Farben mit diesem schrecklichen Violett-Lila-Pink zerlichtorgelt werden.)

Ich hätte das so gemacht:

Beim Tafelbesteck wurde ja auch nicht gespart!

Die Bühne ist auch eher klein gehalten: Da passt kein Orchester drauf und nur ganz wenig an Bühnenbild. Im Parkett sitzt man sehr schnell sehr weit hinten – und auf der Empore hat man entweder die Balustrade vor der Nase oder ganz bald eine heftige Nackenstarre nach rechts oder links!
Schön, dass man den historischen hölzernen Handlauf sowie das Treppengeländer beibehalten hat.

(Laut Bauordnungsrecht gilt in öffentlichen Bauten für eine mögliche Absturzhöhe von bis zu zwölf Metern eine Geländerhöhe von mindestens 100 Zentimetern. Ich habe nicht nachgemessen, aber das kam mir etwas knapp vor. Und mein Schwerpunkt liegt auf jeden Fall über der Kante!)
Aber ich will ja nicht nur moppern:
Die bunten Fresken im Vestibül, die historischen Kassettendecken, der lichtdurchflutete Lichthof und sieben neue Veranstaltungsräume in unterschiedlichen Größen für Empfänge, Tagungen oder Feiern – das alles hat schon was!
Bei der Neugestaltung der Bastei wäre ein bisschen mehr von irgendwas auch ganz schön gewesen …

’n Abend allerseits! Anscheinend haben »wir« beim Fußball gewonnen. Ich hab das Match weder gesehen noch gehört. Ich hatte angefangen, aber bei Tom Bartels wünscht man sich den zu Unrecht geschmähten Heribert Faßbender zurück! Es ist sehr anstrengend, wenn Moderatoren einen Satz anfangen, selber nicht wissen, wie er wohl enden wird, und man selbst mit ihnen bangt, ob sie ihn irgendwie heil nach Hause geschaukelt bekommen.
Aber ich wollte ja boykottieren.
»Wir« haben den Angstgegner Curaçao jedenfalls mit 7 zu 1 abgezogen. (Dadurch ist Curaçao jetzt genau so gut wie Brasilien!) Curaçao durfte zum ersten Mal mitspielen (Italien nicht, hihihi!) und hat gerade mal 158.006 Einwohner. Das bedeutet, dass jeder 14.364. Curaçaoer da auf dem Feld stehen musste! Fußballspielen gelernt haben sie früher wahrscheinlich alle auf dem Bolsplatz.

Der Nationaltrainer heißt übrigens Advocaat.

Curaçao hat 77.000 Einwohner weniger als Aachen. Und durch solch einen fulminaten Sieg beim ersten Spiel der Vorrunde selbstermächtigt sich der motorisierte Mob auf zwei oder vier Reifen, nur wenige Minuten nach dem Abpfiff mit wehenden Fahnen, laut hupend und mit qualmenden Reifen auf den Straßen eskalieren?

Und das auch noch Stunden später?!
Der Kollege mit dem Fräulein im Fenster hat sich übrigens mehrfach strafbar gemacht:

Missbrauch der Schallzeichenanlage, überhöhte Geschwindigkeit, mit nicht ordnungsgemäß befestigtem Passagier und mit der Bundesdienstflagge (die mit dem Adler) auf der Motorhaube: Die ist ausschließlich Repräsentanten des deutschen Staats vorbehalten. Ich gehe jetzt nicht davon aus, dass es der Bundespräsident war, der da marodierend durch die Oecher Nacht gedonnert ist!
Montag, 15. Juni 2026
Erhebt die Gläser! Äh: Schraubt die Gläser auf: Ab sofort darf Marmelade wieder Marmelade heißen!
Hat der Brexit also auch was Gutes. Because we got jammed: Die EU-Briten hatten damals nämlich gefordert, dass nur Marmelade aus Zitrusfrüchten auch so heißen dürfe, weil die sowas essen. Gelierter Fruchtaufstrich für Kuchenbrötchen aus Zucker und Pulpe oder Fruchtmark von eingekochten Erdbeeren, Marillen, Himbeeren, Sanddorn, Weichseln, Brombeeren, Ribiseln, Heidelbeeren, Mirabellen, Stachelbeeren, Pfirsichen, Hollerbeeren, Zwetschgen, Renekloden, Quitten, Weintrauben, Kiwis, Aroniabeeren, Hagebutten, Kaschuäpfeln, Preiselbeeren, Passionsfrüchten (Maracuja, pfui Deibel!), Papayas, Schlehen, Maulbeeren, Felsenbirnen, Berberitzen, Mispeln, Kakis, Granatäpfeln, Litschis, und Guaven hatten auf dem Kontinent gefälligst Konfitüre zu heißen, so!
Das erinnert mich an den Witz aus den Achtzigern:
Ein Breitmaulfrosch trifft einen Spitzmaulfrosch und fragt ihn: »Lieber Spitzmaulfrosch, wie kann ich meine Stimme auch so nett und fein und wohlklingend bekommen wie Deine?«
Der Spitzmaulfrosch antwortet: »Durch viel Übung! Sage jeden Tag mehrmals das Wort ›Konfitüre‹. ›Kon-fi-tüüüre‹!«
Nach ein paar Wochen treffen sich die beiden wieder, doch der Breitmaulfrosch hat immer noch seine breite, quäkige Stimme.
Der Spitzmaulfrosch fragt: »Ja hast Du denn nicht meine Übung gemacht?!«
Darauf der Breitmaulfrosch: »Doch, aber ich hatte das Wort vergessen – und da hab ich stattdessen immer ›Mamelaaade‹ gesagt!«
Kap Verde, die Kapverdischen Inseln, Cabo Verde, die Inseln des Grünen Vorgebirges – oder wie immer man die Republik im Zentralatlantik vor der Westküste des afrikanischen Kontinents auch nennt! – hat Spanien einfach mal mit 0 zu 0 unentschieden besiegt!
Diese Idee, einfach mal 48 Staaten gegeneinander antreten zu lassen, ist gar nicht mal so uninteressant. Denn man lernt dabei viel: Ich hatte die Kapverden bisher mit den Azoren verwechselt!
Weitere Paarungen des Turniers:
- Atlantis:Narnia
- Utopia:Lampukistan
- Schlumpfhausen:Taka-Tuka-Land
- Skyrim:Hammerfell
- Lilliput:Absurdistan
- Asgard:Bikini Bottom
- Coruscant:Arrakis
- Hades:Walhalla
- Legoland:Phantasialand
- Mittelerde:Mordor
- Arendelle:Wakanda
- Oz:Syldavien
- Giedi Prime:Outer Rim
- Panem:Ruritanien
- El Dorado:Solsbury Hill
- Bordurien:Lugash
- Tomorrowland:Dinotopia
- Endor:Shangri-La
- Dagobah:Caladan
- Waterdeep:Molwanîen
- Krypton:Pandora
- Mandalore:Xanadu
- Westeros:Braavos
- Gondor:Lummerland
- Zamunda:Ankh-Morpork
- Eurasien:Ostasien
- Naboo:Manderley
- Neverland:Fantásien
- Muminland:Entenhausen
- Bullerbü:Ozeanien
- Wunderland:Zamonien
- Zenda:Tatooine
- Vulcan:Alderaan
- Troja:Karthago
- Babylon:Westrom
- Byzanz:Heiliges Römisches Reich
- Preußen:Jugoslawien
- Sowjetunion:Sansibar
- Aragonien:Kastilien
- Kiewer Rus:Deutschordensstaat
- Walachei:Königreich beider Sizilien
- Hanse:Konföderierte Staaten von Amerika
- Rhodesien:Biafra
- Balkonien:Salmonellen
- Transjordanien:Mandschurei
- Saargebiet:Neuspanien
- Britisch-Indien:Protektorat Böhmen und Mähren
- Tibetisches Reich:Numidien
- Palmyra:Reich der Guanchen
- Königreich Dahomey:Benin-Reich
- Neutral-Moresnet:Orange-Freistaat
- Transvaal-Republik:Republik Texas
Und am Ende gewinnen doch die Bayern!
Was interessant ist: Kein einziger aktiver Fußballer outet sich – aber die Hälfte läuft jetzt mit rosa Schühchen auf dem Rasen rum!
Und untendrunter tragen viele ein sexy Bustier; wegen der Telemetriedaten.
Ja nee, is klar …
Apropos: Was da lous, Deutsche Bank? Diesjahr keine Regenbogenflagge? Ist doch Pride-Month!

Dienstag, 16. Juni 2026
Ich hab lange nichts mehr von Katharina Reiche gehört. (Oder geschrieben.) Sie hat jetzt wohl eine Werbeagentur engagiert, um ihr Image aufpolieren zu lassen. Kostenpunkt 1 Mio pro Jahr – und natürlich feinstes Steuergeld.
Un-Fun-fact: Um wie viel günstiger sie das haben könnte, wenn sie einfach mal gute Politik für die Menschen in Deutschland machen würde! Schwört man sowas Ähnliches nicht auch im Amtseid? Jedenfalls war in dem Schwur nicht enthalten, die Energiewende abzubremsen, Kernaufgaben des eigenen Hauses an externe Berater auszulagern oder die Firma, an der ihr Boyfriend beteiligt ist, mit ein paar hunderttausend Euro zu pampern. Ihr Image ist ihr kleinstes Problem!
Donnerstag, 18. Juni 2026
Glücklich, wer vor 06:43 Uhr wach und auf ist – und die vom nächtlichen Lüften sperrangelweit geöffneten Fenster schließen kann, bevor der Entsorgungswagen gegenüber unter pestilenzartigem Gestank die Kloake oder was weiß ich leersaugt!

Die USA und Iran haben ein Rahmenabkommen zum Friedensschluss unterzeichnet, früher als geplant. Emmanuel Macron hatte US-Präsident Trump nach dem Abschluss des G7-Gipfels spontan ins Schloss Versailles eingeladen, wo Trump vor edler Kulisse den Wisch signieren durfte, wahrscheinlich wieder mitm dicken Edding für Grobmotoriker.
Versailles – ein historischer Ort mit ordentlich Marmor, Gold und viiielen Spiiiegeln, in denen sich jeder Narzisst sehr wohlfühlen dürfte. Da sind schon mehrere Kapitulation unterschrieben worden.
Iran hat aus dem HO digital paraphiert. (In Teheran wird heute sicher die eine oder andere Flasche Champagner geköpft werden. Quatsch, Champagner wird da nicht geköpft.)
Freitag, 19. Juni 2026
Wozu kann man Schwüle über 30 Grad besser verwenden als für die Einkommensteuererklärung? Beschissener wird’s ja wohl nicht mehr!
Jedes Jahr kommen bei der ELSTER neue Gimmicks hinzu:

Man muss anscheinend sein Einkommen auch noch erklären, wenn man schon tot ist!
Samstag, 20. Juni 2026
Die Vögel zwitscherten, fluffige Wolken zogen sanft dahin – wie war der türkische Autokorso so ruhig und meerstille heute morgen …
(Das bedeutet ein fettes Minusgeschäft für Autovermietungen!)
Sie haben den Springbrunnen im Elisengarten nun mal mit Steinplatten eingefasst und den Strahl verkürzt:

Die Mülltonne zur Linken rundet das Ensemble ab …
Erst wenn man es ins Kreuzworträtsel der HÖRZU geschafft hat, hat man es wirklich geschafft!

Nächsten Deutschlandspiel. Kurz davor wurden die neuesten »Reformpläne« kundgetan. (Zufall?)
Was soll ich sagen, macht euch keine Sorgen wegen Rente et cetera: 2:1 gegen die Elfenbeinküste!
Es lügt, wer sagt, dass er nicht gerne mal schlanker Elfen Bein küsste!
Sonntag, 21. Juni 2026
Wenn dann doch in der Straße von Hormus Ruhe einkehren soll und die Ölpreise bereits deutlich fallen: Wie können dann bitte so Preissprünge gerechtfertigt sein?

(Von gestern 14:12 Uhr zu heute 08:11 Uhr.)
Wem die 5er-Linien Richtung Osten noch nicht international genug sind, der geht zum Multikultifest in den Kennedypark – denn den hat Trump noch nicht umbenannt.










Ich hab den Missing Link gefunden!
Ćevapčići aus dem ehemaligen Jugoslawien sind ja bekannt, ebenso Adana Kebap aus der Türkei. Doch in Bulgarien heißen gegrillte Hackfleischröllchen Kebaptscheta.
Kebap/Ćevapčići – wenn man’s ein bisschen schludrig ausspricht, hätte man da auch vorher draufkommen können …

Man kredenzte mir auch ein bulgarisches Mineralwasser, das aus 1.200 Meter Tiefe stammen soll. Alter, ist da das Gestein nicht noch flüssig?

Велинград scheint die bulgarische Vulkaneifel zu sein, denn in und um Welingrad gibt es über 90 Mineralwasserquellen. »Velingrad Alcalia ist ein natürliches, niedrig mineralisiertes Mineralwasser ohne Kohlensäure. Das alkalische Wasser wird aus der Quelle Velingrad Sondazh 5 Gorski Punkt gewonnen.« Aus welcher Tiefe genau jedoch es stammt, dazu fand ich keine Quelle.
Montag, 22. Juni 2026
Neues aus Engeland:
Thomas Morus (*1478, †1535) war ein englischer Staatsmann und humanistischer Autor der Renaissance und wurde hingerichtet, weil er sich weigerte, den geforderten Eid auf die königliche Oberherrschaft über die Kirche abzulegen. Heute gilt er als Patron der Regierenden und Politiker und Begründer des Genres des utopischen Romans.
Während der 10-Jahre-Brexit-Feierlichkeiten hat mal wieder hat ein britischer Premierminister hingeschmissen. Der sechste in elf Jahren. (Die Namen merk ich mir längst nicht mehr.) Oh dear: Brittania – das war mal ein Weltreich!
Dienstag, 23. Juni 2026
Trotz Hitze: Mein Blumenparadies gedeiht weiter.

Auch beim Domspringen ging es heiß her:





Fürs Gruppenphoto stand ich auf der völlig falschen Seite!


Sag mal Adobe, habt ihr auch zu viel Hitze im Oberstübchen: Da will ich ein Photo zuschneiden und mitten im Bildbearbeiten blendet ihr mir ernsthaft eine Reklame ein?! Und auch noch für Kram, den ich nicht brauche! (Ich hab nix und will nix mit i vorne!)

Ich zahle bereits eine Abo-Gebühr.
Es wird wärmer!

Ecki Hirschhausen: »Das könnte der kühlste Juni für den Rest unseres Lebens sein.«
Mittwoch, 24. Juni 2026
Nur noch sechs Monate bis Weihnachten!

Vielleicht hilft's ja:

Happy Johannistag Ants, Anže, Anžej, Ean, Eoin, Eòin, Evan, Ganix, Gehanns, Ghjuvan, Ghjuvanni, Gian, Gianis, Gianni, Giannino, Giannis, Giò, Giovanni, Giuanne, Gjon, Ġwann, Hampus, Hank, Hankin, Hann, Hanna, Hanne, Hannes, Hannu, Hans, Hänschen, Hänsel, Hansi, Hanuš, Hasse, Henig, Hennig, Henning, Hensel, Honza, Hovhannes, Hovik, Hovo, Howhannes, Iain, Ian, Iancu, Ianto, Iban, Ibán, Iefan, Ieuan, Ifan, Ioan, Ioane, Ioann, Iōannēs, Ioannis, Ioannu, Iohannes, Ion, Ionel, Ionuț, Ivan, Iván, Ivane, Ivano, Ivans, Ivica, Ivo, Iwan, Iwica, Iwo, Jaan, Jach, Jack, Jackie, Jackin, Jake, Jan, Ján, Jancsi, Janek, Janez, Jani, Janis, Jānis, Jankin, Janko, Janne, Jannick, Jannik, Jannis, János, Janusz, Jean, Jeannot, Jehan, jəhôḥānān, Jens, Jo, Joan, Jóannes, João, Joĉjo, Jógvan, Johan, jôḥānān, Johann, Jóhann, Jóhannes, Johano, John, Johnie, Johnnie, Johnny, Jon, Jón, Jonas, Jone, Joni, Jöns, Joop, Jouni, Jovan, Jovan, Jovhannes, Jovica, Jovika, Jowan, Jowika, Juan, Juancho, Juanito, Juanne, Juantxo, Juha, Juhan, Juhán, Juhana, Juhani, Juho, Jukka, Jussi, Keoni, Nelu, Nino, Nonni, Ohannes, Ruan, Sean, Seán, Seoc, Shane, Shaun, Shawn, Shayne, Shon, Siôn, Sione, Sjang, Sjeng, Van, Vancho, Vančo, Vanja, Vanni, Vano, Wanja, Xoán, Xuan, Yahya, Yanick, Yanis, Yann, Yannic, Yannick, Yannig, Yoan, Yoann, Yochannen, Yohan, Yohanes, Yohann, Yohannes, Yuhanna, Yvan, Žan und Zuan!
Hans, Ivo, Jan, Shawn, Jonas und Wanja – das ist alles das gleiche!
Die Vorkommnisse rund um den »Reflecting Pool« in Washington
spiegeln recht deutlich die Penetranz, das Unvermögen und die Uneinsichtigkeit
eines gewissen US-Machthabers Clowns wider. Sind die Ereignisse hier
bekannt? Meine FYP auf Tiktok ist seit Wochen jedenfalls voll davon. Hier
mal eine Chronologie:
- Donald Trump hatte die Renovierung als Prestigeprojekt in Auftrag gegeben – natürlich ohne Ausschreibung. (Die beauftragte Firma hat ihm in der Vergangenheit auch schon die Pools seiner Anwesen gemacht.)
- Die Kosten wurden mit 1,5 bis 2 Millionen Dollar angegeben – am Ende wurden es wohl 14,2 Mio.
- Auf einer PK protzte er rum und verglich die Länge des Beckens mit der Höhe von Gebäuden. (Klar, wenn sich das Empire State hinlegt, ist es kürzer als diese seichte Badewanne.)
- Die Arbeiter mussten unter erheblichem Zeitdruck werkeln, um die Sanierung rechtzeitig vor den Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA am 4. Juli fertigzustellen.
- Der Pool hat nun eine neue blaue Beschichtung (»American Flag Blue«) erhalten. Trump war ganz angetan davon: So beautiful, so strong und so powerful, dass man dem Pool selbst mit einem Messer keinen Schaden zufügen könnte, believe me. »This will last for at least 50 years.«
- Kurz nach der Wiederbefüllung des Pools traten Probleme auf: Das Wasser färbte sich grün wegen Algenwachstums.
- Als Gegenmaßnahme wurde dann wohl massig Wasserstoffperoxid ins Bassin gekippt. (»Herr Bürgermeister, seit ich bei dieser Truppe bin, habe ich Dinge gesehen, die einen erbleichen lassen!« – Whitey Whiteman)
- Daraufhin verschwand das Grün am Rand – allerdings lösten sich nun Teile der neuen blauen Beschichtung …
- Trump machte »Vandalismus« für die Schäden (und bestimmt auch für die Algenbildung …) verantwortlich. Da hätte jemand mit einem Messer der Lackierung 250 Fuß lange Schnitte beigebracht. (Wahrscheinlich ein Linksextremist. Wenn nicht Joe Biden. Oder Obama selbst!)
- Ein paar Menschen – darunter ein ehemaliger Olympiateilnehmer – wurden festgenommen, nachdem sie das Wasser berührt oder abgelöste Poolfolie angefasst haben sollen.
- Mehrere Medien stellten die Vandalismus-Vorwürfe infrage und verwiesen auf fehlende Belege. In einer Pressekonferenz behauptete Trump, es gäbe Videobeweise. (Was mich nicht wundert, denn so ein Kulturdenkmal wird sicher 24/7 überwacht.) Leider, leider konnte er kein einziges Video liefern, auf dem man diese bösen »Vandalen« auch sehen kann.
- Trump ließ dann Gitterzäune um das Bassin errichten. Gegen den »Vandalismus«, wie es heißt – aber vielleicht glaubt er ja auch, dass so ein Zaun gegen Algenwuchs und abplatzenden Lack hilft …
- Zwischenzeitlich drohte Trump Medienunternehmen mit rechtlichen Schritten wegen ihrer Berichterstattung über die Probleme des Pools.
- Es wurden schärfste Strafmaßnahmen angekündigt. (Na klar, aber die Rädelsführer des versuchten Staatsstreichs beim Sturm auf das Kapitol begnadigen …)
Ich erwarte nur noch, dass er den Pool mit BRAWNDO füllen lässt – es enthält Elektrolyte!
Aktuell wird wieder am Pool gearbeitet. Die Kosten dafür übernimmt die ausführende Firma im Rahmen der Gewährleistung/Garantie. (Sehr interessant, dass die freiwillig nachbessern – wo die Schäden doch durch Vandalismus verursacht sein sollen …)
Bisher wusste ich gar nicht, dass dieses flache Bassin vor dem Lincoln Memorial, wo schon Doktor Martin Luther King und Forrest Gump große Reden gehalten haben, Reflecting Pool heißt. Sieht schick aus – und damit lässt sich gegebenenfalls spärlich vorhandene Kultur auf einfache Art verdoppeln …
Auch war mir der architektonische Begriff Reflexionsbecken nicht bekannt: Es ist ein mit Wasser gefülltes flaches Becken mit stehendem Wasser, das als gestalterisches Element dazu dient, ein dahinter stehendes Gebäude zu spiegeln, zu betonen und besonders herauszustellen. Recht berühmt sind die Reflexionsbecken vor dem Taj Mahal in Agra, beim Völkerschlachtdenkmal in Leipzig – und neben dem Schloss Augustusburg in Brühl!

Eventuell ist diese peinliche Chose wieder nur ein medienwirksames Manöver, um von den Epstein-Files, dem Iran-Debakel, dem psychischen wie physischen Verfall Donald Trumps oder dass er und seine Mischpoke sich die Taschen vollmachen, abzulenken.
Apropos Physik: Dieser Tage sollte Trump die Medal of Honor am Hals eines Kriegshelden befestigen, scheiterte aber am Verschluss. Etwa eine Minute lang kämpfte er live vor Publikum und Kameras mit dem Band der Medaille. Ich vermute, es war ein Druckknopf – nicht jedermanns Sache.
Und der Herr Major kann froh sein, Afghanistan und die Strangulation durch seinen obersten Dienstherren überlebt zu haben!
Diese Ehrenmedaille – oft posthum verliehen – ist die höchste militärische Auszeichnung der amerikanischen Regierung. Mitglieder der Streitkräfte erhalten sie »conspicuously by gallantry and intrepidity at the risk of his life above and beyond the call of duty while engaged in an action against an enemy of the United States«. Enemy of the state?! Hätte er sich mal gut umgedreht, da hätte er einen gesehen!
Währenddessen bemüht Trump sich weiterhin, seinem Land und der Welt seinen Stempel aufzudrücken:
- Er ließ ein Drittel des weißen Hauses abreißen, um einen Ballsaal bauen zu lassen – dessen Fertigstellung er niemals erleben wird.
- Trump will sein Gesicht auf 250-$-Geldscheinen gedruckt sehen (die es nicht gibt).
- Er ließ das Kennedycenter (vergeblich) um seinen Namen ergänzen.
- Für seinen 80. Geburtstag ließ er ein mords Trumm von Bühne auf den Rasen vor dem Weißen Haus errichten, um dort einen Käfigkampf stattfinden zu lassen.
- Er will einen riesigen Triumphbogen neben dem Nationalfriedhof Arlington errichten lassen, fast dreimal so hoch wie das Brandenburger Tor.
- Der neue amerikanische Reisepass zeigt Trump, wie er sich auf seinen Schreibtisch stützt. (Sieht jedoch aus wie ein Tattergreis, der seinen Rollator schiebt.) Er postete ein Bild des »Patrioten-Pass‘« mit den Worten: »Welcome, but be good!« – anscheinend nicht wissend, dass so ein Pass für seine eigenen Leute gedacht ist …

Besonders lächerlich bei all dem Mega-Gaga-MAGA-Patridiotismus: Trumps Großeltern waren Einwanderer, seine erste Ehefrau war und seine dritte Ehefrau ist Einwanderer. (Das ist ein bisschen so, als käme der deutsche Kanzler aus dem Ausland, sagen wir mal Österreich.)
Aber klar, dass der Trumpel all die Protzbauten und Reminiszenzen jetzt sofort haben will. Niemand wird ihn ehren wollen, wenn er nicht mehr ist. Niemand! (Dann brauchen auch all die Schleimer, Arschkriecher und Speichellecker seine Rache nicht mehr zu fürchten.) Daher muss er jetzt noch flott Fakten schaffen.
Trump hat seinen Vorgänger Biden ja oft als »Sleepy Joe« diffamiert. Nachdem der orange Horrorclown in letzter Zeit immer öfter bei öffentlichen Auftritten im Weißen Haus, wichtigen internationalen Treffen und spannenden Sportveranstaltungen mit geschlossenen Augen gesichtet wurde, sollte man ihn folgerichtig »Dozy Don« nennen.

Wobei: Dass er die Augen zumacht, ist ja nicht das Problem, sondern …
(Ob’s live vor Kameras passiert? Und keiner traut sich dann hinzugehen, weil er Rache fürchtet? So wie bei Stalin.)
Donnerstag, 25. Juni 2026
Die Archäologen waren vor dem Theater entweder fertig – oder hatten einfach kein Bock mehr:

Deutschland spielt heute wieder. Und entscheidend is ja aufm Platz: Die AfD ist laut einem aktuellen Rechtsgutachten verfassungswidrig – und könnte verboten werden. Olé, olé, olé, olééé! Die Gesellschaft für Freiheitsrechte präsentierte eine fast 1.500 Seiten lange Untersuchung, deren Erkenntnisse lauten: Die AfD verstoße gegen das Demokratieprinzip und sie beabsichtige, grundlos politische Gegner zu unterdrücken. (Nicht dass wir das alles nicht vorher schon gewusst hätten … Und die Akten zu den Strafverfahren ihrer Akteure füllt wahrscheinlich hunderte Regalmeter.)
Ein Verbotsverfahren in Karlsruhe wäre nach Ansicht der Verfasser erfolgversprechend. Der Ball liegt also auf dem Elfmeterpunkt. Ja dann bitte schön: Anlauf nehmen und voll abziehen – Deutschland ist eine Turniermannschaft!
23:58 Uhr, Deutschland verliert gegen Ecuador. Ich erwarte eine absurde heiße, aber dennoch sehr ruhige Nacht.
Es sei denn, ich unterschätze die ecuadorianische Fanbase hierzulande.
Freitag, 26. Juni 2026
Und nun: das Wetter!
Es herrscht seit Tagen eine Affenhitze, mit Temperaturen dicht an 40 Grad. Auch nachts wird es nicht mehr richtig kühl. Heute morgen fing es bei 28 Grad an – nach dem Lüften. Mein armer Venti tut schon, was er kann, aber mehr als feuchten Waber zu verquirlen, kann auch er nicht. (Live-hack um ein bisschen kühle Luft in die Bude zu kriegen: Den Backofen auf höchste Stufe Umluft stellen und die Tür auflassen!)
Ja, Helga, Waltraut und Gisela, es gab auch früher schon heiße Tage. Und ihr nanntet es Sommer, Werner, Heinz und Friedrich. – Aber damals kamen die Hundstage erst zum August und dauerten auch nicht so lange!
Was man bei diesem Temperaturen in der Gemeinschaftssauna natürlich machen kann, ist schwitzen. Oder halt kollabieren. Weitere Tipps für heiße Tage: Anstrengungen vermeiden, Eislutschen, im Schatten bleiben, ein kühles Bierchen trinken, Stadt begrünen, fürs Klima streiken, nicht AfD wählen.
Vielleicht wäre gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, doch mal darüber nachzudenken, ob der weitere Einbau von Gasheizungen und die Neuzulassung von Öltimern über 2035 hinaus wirklich so eine gute Idee sind.
Man muss die Hitze inhaltlich stellen!
Was schenkt man jemandem wie Trump, der schon alles will?
Friedrich Merz entschied sich für ein Deutschland-Trikot mit der Nummer 47.
Würde mich nicht wundern, wenn der nun mitspielen will beim nächsten Mal!
Überraschung: Volkswagen will vier seiner Werke schließen und 100.000 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen. Mit Abgaswerten betrügen und Trends verschlafen, das können die Nieten in Nadelstreifen.
Robert Habeck hat 2019 noch als Grünen-Chef zum damaligen VW-Chef gesagt: »Wenn Sie 2025 kein E-Mobil für unter 20.000 anbieten, dann werden Sie – so fürchte ich – im Markt scheitern.«
Samstag, 27. Juni 2026
Kein Multikultifest, aber ein Monokultifest: Schon mein zweiter Japantag dieses Jahr! Trotz der heftigen Temperaturen kamen sehr viele Menschen zur VHS, schwitzten gemeinsam und hatten ihren Spaß.

Das mit den Fächern ist echt eine praktische Tradition!

Den japanischen Generalkonsul hatte ich dieses Jahr ja schon einmal vor der Linse.






Yayoi war auch dabei!


Fun-fact von der WM: Die japanischen Fans haben nach ihren Spielen den Müll im Stadion aufgesammelt – also den Müll von allen!
Wobei: Es wäre ja schon toll, wenn man seinen eigenen Abfall wieder mitnähme. Man hat seinen Kram mit hingebracht, man kann ihn auch wieder fortschaffen – ist ja leer jetzt! (Ich denke hier ausdrücklich auch an den Sternpark.)
Wo bleibt denn das versprochene kühlende Gewitter?! Das da ist es ja wohl nicht …

Sonntag, 28. Juni 2026
Freitag: 41,3 Grad – neuer Hitzerekord in Deutschland!
Samstag: 41,5 Grad – neuer Hitzerekord in Deutschland!
Sonntag: 41,7 Grad – neuer Hitzerekord in Deutschland!
Reicht jetzt mal! Es ist erst Juni und der Sommer gerade mal eine Woche alt.
Abends erschienen zufällig zwei coole Postings direkt untereinander in der FB-Timeline: Bekannte sind gerade auf den Lofoten und auf den Färöer-Inseln. (Lucky b♥st♥rds!)
Happy 100th Birthday, Melvin Kaminsky aka Mel Brooks!
(Der Arme! Er darf nun nicht mehr mit Lego spielen …)
Die Cappella Aquensis sang in St. Andreas:


Montag, 29. Juni 2026
Hallo?! Die Luft heute morgen ist ja atembar! Kennt man so gar nicht mehr.
Angesichts des weiteren Tagesverlaufs mutet es jedoch wie Selbst-Gaslighting an, wenn man sich einredet, dass 29 Grad kühl wären …
Heute ist Peter und Paul:
Also Bedros, Bitrus, Hausa, Pär, Peadar, Pece, Peder, Pedr, Pedrinho, Pedro, Pedru, Peeke, Peer, Peers, Peeter, Peetu, Pehr, Peio, Pèire, Pejo, Pekka, Pelle, Pencho, Penko, Per, Pere, Perica, Perig, Pero, Peru, Peťa, Petar, Pete, Peter, Péter, Petera, Pēteris, Peti, Petja, Petr, Petras, Petre, Petri, Petrică, Petřík, Petro, Petros, Petros, Petru, Petruccio, Petrus, Petruț, Petter, Petteri, Petur, Pétur, Piaras, Pier, Pierce, Pierino, Piero, Pierre, Pièrre, Pierrick, Piers, Piet, Pietari, Pieter, Pietro, Pika, Piotr, Pit, Pitter, Pjetër und Pjot.
Und Boghos, Paavali, Paavo, Pablo, Paĉjo, Pal, Pál, Pàl, Pål, Pali, Páll, Páll, Palle, Paol, Paolo, Paora, Pascha, Pau, Pauli, Paulinho, Paulo, Paŭlo, Paûlos, Pauls, Paulu, Pàulu, Paulus, Pauwel, Pavao, Pavel, Pāvels, Pavelu, Pāvils, Pavle, Pavli, Pavlos, Pavo, Pavol, Pawal, Pawel, Paweł, Pawle, Pawlo, Pawlu, Poghos, Pol, Pól, Pòl und Poul.
Und natürlich Petra und Paula:
Also Penka, Perrine, Peta, Peťa, Péťa, Petja, Petra, Petra, Petrana, Petrina, Petroula, Petrula, Petruška, Piera, Pierina, Pierrette, Pietra und Pietrina, sowie Pála, Paola, Paula, Pàula, Paule, Pauletta, Paulette, Paulina, Pauline, Paulinha, Paulita, Pavica und Pavla!
Abends Endspiel!
*duckundweg!*
Dienstag, 30. Juni 2026
Im Sechzehntelfinale haben wir uns dann also doch noch zum Boykott der WM entschieden … Nach dem Ausscheiden in der Nacht war es verhältnismäßig ruhig in der Stadt. Die lokale paraguayische Community scheint nur verhalten zu feiern – oder gar nicht existent zu sein. Doch auch eine Niederlage hält gewisse Pisser nicht davon ab, um kurz vor zwei zu eskalieren. Gebt doch zu, dass ihr nur auf den Abpfiff gewartet habt!

Die Nacht währte sehr kurz, denn schon um kurz nach sechs in der Früh fuhren und liefen marodierende Marokkaner umher.
Was bin ich froh, wenn diese Massenpsychose zu Ende ist, in drei Wochen …
Anscheinend schaut der Herr Bundeskanzler ebenfalls kein Fuppes …:

(Wenn das Ausscheiden schmerzt … sollte man dringend zum Proktologen!)
Das war das erste verlorene WM-Elfmeterschießen der deutschen Fußballgeschichte!
(Wenn ich’s richtig mitbekommen habe, hat Kai Havertz den ersten Elfer seit 42 Jahren versemmelt. Das klingt ja schon wie Habeck, war ja klar!)
Aber sonst hat Merz es mit Realitäten und passenden Worten ja auch nicht so …
Während der Hitzewelle letzte Woche sind mehrere hundert Menschen in Deutschland wegen der hohen Temperaturen gestorben. Bei anschaulicheren Naturkatastrophen steht die Prominenz gern schon mal in Regenstiefeln vor Ort oder sendet wenigstens Thoughts’n’Prayers. Diesmal: nix. Und Gegenmaßnahmen?! Bewahre, die Wirtschaft!
Zwischen 1881 und 2000 gab es einen Tag, an dem in Deutschland mehr als 40 Grad gemessen wurde. Vom 2000 bis 2025 gab es neun solcher Tage. Letzte Woche gab es davon vier. – Aber wahrscheinlich ist das wie bei Corona: Wenn man mehr testet und misst, findet man auch mehr …
»Wir gratulieren«: Peter Alexander (†) wäre heute 100 geworden. (In Schilling sind das sogar 700!)
Auf der Suche nach einem Synonym für ihn fielen mir die Bezeichnungen Sänger, Schauspieler, Parodist, Entertainer, Charmeur, Pianist, Wiener, Showmaster und Multitalent ein. (Wobei, Charmeur und Wiener, das ist doppelt, do müssen wa oan Punkt abziehen, Oida!)
Der Papa wird's schon richten, der Papa macht's schon gut, der Papa, der macht alles, was sonst keiner gerne tut.
Die vergangenen Tage sind meiner bunten Wiese nicht so gut bekommen …

There’s nothing you can do when you’re next in line:
You’ve got to go domino!

