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– Juli 2021 –

Donnerstag, 1. Juli 2021

Die Kinos dürfen wieder öffnen. Nach anderthalb Jahren Netflix sich endlich wieder in einen dunklen Raum setzen dürfen und Filme angucken können – das hat ja allen so gefehlt!

 

 

 

Montag, 5. Juli 2021

An der Wikipedia kann jede und jeder mitschreiben. Theoretisch. Und auch praktisch. Letztens vernahm ich jedoch den Vorwurf, dass das vor allem alte weiße Männer aus dem industrialisierten Norden tun.

 

Meine Güte, wer hindert denn die braven Bauersfrauen aus Burkina Faso daran, auch mal was ins Wiki reinzutippen? Die rastlosen Rinderzüchterinnen aus Rumänien sollen halt auch mal ein Lexem editieren; abends, wenn das Vieh versorgt ist. Und bitte, liebe präpubertäre Plantagenpächterinnen aus Papua-Neuguinea, haltet auch ihr euch nicht zurück! (Tenkyu!)

 

 

 

Dienstag, 6. Juli 2021

Was wird das denn, wenn's fertig ist?

 

Baugerüst

 

Aha.

 

Baugerüst

 

 

 

Donnerstag, 8. Juli 2021

Alle Jahre wieder: 150 Tonnen Sand und schon wird der Katschhof zum Archimedischen Sandkasten.

 

Alle Jahre wieder: 150 Tonnen Sand und schon wird der Katschhof zum Archimedischen Sandkasten.

 

 

 

Auf dem Marktplatz, jenseits des Rathauses, spielte später eine Dixielandkapelle munter auf. Anlass war der »Mayors for Peace«-Tag gegen Atomwaffen.

 

Dafür gibt es einen Tag? Einen einzigen Tag?! Für Frieden sollte es Jahrhunderte geben!

 

 

(Naja, Dixieland oder Atomkrieg – ich wüsste jetzt auch nicht, wie ich mich im Ernstfall da entscheiden sollte …)

 

Die erste Rednerin machte bereits in ihrer Einleitung wortreich darauf aufmerksam, dass ja hauptsächlich Frauen anwesend und in der Initiative aktiv seien. Und die Männer eher schmückendes Beiwerk. (Okay, die durften tröten, trommeln und schrammeln – also mal wieder die Drecksarbeit machen.)

 

Und da dachte ich mir, komm, bloohß misch jitt! Wenn ihr da jedes Mal so eine große Nummer draus machen müsst, Mädels, müsst ihr euch auch nicht wundern, dass es niemals als normal angesehen werden wird, wenn Frauen auch mal selber was wuppen, ohne virtuelle Gegenspieler.

 

Wozu muss jedes Mal diese dämliche Geschlechterfrage in den Vordergrund gerückt werden? Es geht um den Atomkrieg, zefixnochamoal! (Bei Officer Ripley war es auch egal, dass es zufällig eine Frau war, die die Aliens besiegt hat. Lara Croft bolzt auch alles weg, was böse ist, obwohl sie Brüste hat! Und Grace Jones traue ich zu, jederzeit alles wegzubeißen, was Übles verspricht. Allesamt Frauen, soweit ich weiß. Aber egal!)

Es kann sein, dass sie später auch noch über diesen Atomkrieg oder Dixieland gesprochen hat – da war ich dann aber schon weg.

 

Mayors for Peace

 

 

 

Irgendwas fehlt hier doch …

 

Nachdem das Spielschiff von Bonifatius Stirnberg bereits im Februar auf Anraten der Dekra stellgelegt worden war, wurde es nun komplett demontiert und abgefahren.

 

Nachdem das Spielschiff von Bonifatius Stirnberg bereits im Februar auf Anraten der Dekra stellgelegt worden war, wurde es nun komplett demontiert und abgefahren.

 

Bilddokumente des Abbaus von vor ein paar Tagen liegen mir natürlich auch vor:

 

Nachdem das Spielschiff von Bonifatius Stirnberg bereits im Februar auf Anraten der Dekra stellgelegt worden war, wurde es nun komplett demontiert und abgefahren.

 

Der Grund: Sicherheitsbedenken. Nach 40 Jahren freier Zugänglichkeit … Klar, wer erinnert sich nicht an all die toten und versehrten Kinder, die da jede Woche abtransportiert werden mussten.

 

 

 

 

 

 

Freitag, 9. Juli 2021

Es geht voran! Nun muss ich aufpassen, wenn ich nur im dünnen Höschen durch die Wohnung springe, damit kernige Handwerksburschen mir nix weggucken …

 

Baugerüst

 

 

 

Inzidenzstufe 0, die »Clubs« dürfen wieder öffnen. Ohne Masken, ohne Termine, ohne Abstand, bloß mit dürftigen Kontaktdaten – dafür mit umso mehr Kontakt.

 

Also, Partypeople, genießt die vier Wochen, bevor wieder Schicht ist!

 

 

 

Exkurs: Warum heißen die Diskotheken inzwischen eigentlich alle Club?

 

Man muss dort nicht Mitglied sein wie im Golfclub, heimelige Atmo wie im Herrenclub mit hochflorigen Teppichen und Kognak aus schweren Schwenkern mit hochtrabendem Geraune im Ohrensessel haben die lauten Abschleppbuden auch eher selten, und exklusiv ist so ein Klub nur (für die anderen), wenn einen der Türsteher nicht mag oder man die falschen Schuhe anhat. Aber in dem Punkt unterscheidet sich ein Club nicht groß von einer herkömmlichen Disse.

 

An der Größe kann es auch nicht liegen: Derselbe Laden, der sich heute Club nennt, hieß früher Disko. (Und gaaanz früher Tanzlokal; ein Begriff, zu dem wir schnellstens wieder zurück sollten!) Wahrscheinlich weil es schicker und weltläufiger klingt; wie beim angelsächsischen Nightclub. (Wobei der ein ganzes Stück rotlichtiger daherkommt.)

 

Eine Definition von Club lautet: »Vereinigung von Personen mit gemeinsamen Zielen oder Interessen« Nun ja: Im Idealfall kommt es ja im Laufe der Nacht noch zu einer Vereinigung – doch dies eher nicht mehr auf der Tanzfläche selber …

 

 

 

Um den Berg zum Propheten zu kriegen, wird an diesem Wochenende für alle ab 16 das »Late-Night-Impfen« vor Ort angeboten. Da sagt die Tür beim Tanzschuppen dann: »Du komms hier net rein, mit den Schuhen – außer ich darf dich mal kurz pieksen!«

 

In den USA versucht man sogar, Impflinge mit Freibier, Gutscheinen, Gratis-Pommes und Lotterien mit Aussicht auf Millionengewinne zu ködern. Solche Überlegungen gibt es auch hierzulande. Eine Gratis-Impfung gegen ein fieses Virus und gegen weiterhin anhaltende Einschränkungen ist wohl nicht genug. Gebt mir mal noch ‘ne Tüte Fritten dazu! Oder eine Mio Euros, steuerfrei in kleinen Scheinen!

 

 

 

Geschenke sind ja mal der völlig falsche Ansatz! Man sollte die Impfungen kostenpflichtig machen, künstlich verknappen und nur noch einmal im Quartal dienstags um 5 Uhr bei Vollmond anbieten! Wenn man Jungfrau ist und eine schwarze Katze dabeihat. Dann wäre die Bude voll!

 

 

 

Der neueste Trend in Impfzentren und Hausarztpraxen: Die Leute schwänzen ihren zweiten Impftermin!

 

Wie blöd kann man sein? Wenn man schon die erste Injektion zugelassen hat, kann man wohl kaum mehr ein Impfgegner sein. Eher ein fauler Sack.

 

Ich halte ein für alle Mal fest: Wer einen ausgemachten Termin nicht absagt, dem sollen beim Spülen die Ärmel ins Wasser rutschen!

 

Egal bei welchem Termin!

 

 

 

(Wie gendert man eigentlich korrekt Impfschwänzer? – Impfschlitzerin?!)

 

 

 

Samstag, 10. Juli 2021

Nach über sieben Monaten nochmal eine Fahrt in die Eifel!

 

Die Bilanz: Ein Motorradfahrer fährt, um zu überholen, durch einen abgesperrten Bereich, drei Motorradfahrer drängeln sich an einer roten Ampel vor, vier Motorradfahrer überholen mit circa Tempo 100 im 70er Bereich, der letzte davon schneidet mich beim Einscheren mit nur einem Meter Abstand, und ein entgegenkommender Motorradfahrer fährt dekapitationswürdig weit auf meiner Spur.

 

Aber wir wollen es gerecht und ausgewogen betrachten: Ein Motorradfahrer immerhin ist mir entgegengekommen, der sich den Verkehrsregeln entsprechend verhalten hat! Ist doch eine gute Quote für einen bedeckten Tag.

 

Es ist nicht nur subjektives Empfinden, dass diese Motorradfahrerplage in der Eifel immer schlimmer wird. Mein Vater selig wies mich schon vor Jahren darauf hin, wie viele Biker ständig lautstark im Verbund die Waldstraße hoch- und runterbrettern. (Wo kommen die her, wo wollen die hin? Nach Büscheich, nach Salm?!)

 

Jedenfalls wenn die Sonne scheint. Bei Regen fahren diese Pussys ja nicht!

 

Und dann sind deren Maschinen auch noch massiv laut, und zwar teilweise höchst absichtlich – es kann mir keiner weismachen, dass das bloß was mit Fortbewegung zu tun hätte! Nach der fünften Kolonne wird man zum Spießer und wünscht sich Polizeikontrollen herbei. (Wobei ich den Begriff des »Spießers« ja für viel zu negativ besetzt halte.)

 

Apropos Kolonne: Einzeln trauen sie sich wohl mit ihrem Moped nicht unter Leute, diese Pussys!

 

Die Forderung des Vorziehenlassens an Ampeln wird des Öfteren als Sharepic propagiert. Es heißt, der fehlende Fahrtwind und die Lederkleidung und der heiße Asphalt lassen es an der Ampel arg unangenehm werden von unten, daher müssten Motorradfahrer von toleranten Autofahrern doch bitte vorgelassen werden.

 

Aha, und ich soll jetzt Mitleid bekommen?! Diese Biker sitzen doch freiwillig auf ihrem Ofen, weil das ja Freiheit, Wildheit, Abenteuer und toxi.. überschwängliche Männlichkeit ist. Diesen Spaß will ich ihnen doch nicht verderben! Sollen sie sich mal schön die Eier verbraten. (Oder meinetwegen die Eierstöcke – gendern ist ja so wichtig.)

 

Ich würde mich als Motorzyklist dann ja eher mal fragen, ob dies wohl die rechte Form der Fortbewegung ist, und nicht Nachsicht von anderen Verkehrsteilnehmern einfordern.

 

Aber Motorradfahrer sind ja Pussys, wie bereits ausführlich dargelegt.

 

 

 

Ich frage mich echt, wann ich den ersten von diesen Rambos plätten werde, weil er zu drei Vierteln auf meiner Fahrbahn fliegt. Weil er ja noch un-be-dingt überholen musste im kurvigen Eifler Tann.

 

Hey, dann muss ich dem auch noch Erste Hilfe leisten, verdammt!

 

 

 

Ohne einen einzigen Biker totgefahren zu haben, erreichten wir die Heimat. Im Keller entdeckte ich per Zufall ein paar alta, alta Stucka:

 

»Mannheim Maimarkt '86« – das Mothertape!

 

Genesis ein paar alta, alta Stucka: »Mannheim Maimarkt '86« – das Mothertape

 

Mein freilich nicht-lizenzierter Mitschnitt der SWF3-Live-Übertragung von Genesis‘ Invisible Touch-Tour. (In den Wochen danach lief mein Doppeldeck heiß, weil ich die halbe Schule mit Kopien davon versorgte.)

 

Ich verfüge inzwischen leider über kein Tapedeck, keinen Radiorekorder und keinen Walkman mehr, um mir dies‘ Werk auch noch mal selber anhören zu können. Falls das nach 34 Jahren überhaupt noch geht. Wenn ich dünnes Magnetband wäre, würde ich mich auf meiner Spule eigenmächtig durchkopieren – allein schon aus Langeweile.

 

Wobei mich das Internet Lügen strafen will: Laut dieser neuländischen Technologie, die sich wohl niemals durchsetzen wird, soll das betreffende Konzert erst am 20.06.1987 stattgefunden haben. Was ich auch für plausibel halte. Warum aber habe ich damals 1986 auf die Kassette geschrieben …?!

 

 

 

Gerolstein, Eifel

 

Gerolstein, Eifel

 

Gerolstein, Eifel

 

Gerolstein, Eifel

 

Gerolstein, Eifel

 

Gerolstein, Eifel

 

Der Felli im Sommer:

 

Gerolstein, Eifel

 

Gerolstein, Eifel

 

 

 

Sonntag, 11. Juli 2021

Gerolstein

 

Gerolstein

 

Gerolstein

 

 

 

In Niedereich, einem Ortsteil der Metropole Büscheich, einem der zahlreichen Stadtteile von Gerolstein (Eifel), erwartet einen ein unerwarteter Kunstgenuss: Ein Feld in Hanglage und eine kleine Galerie überraschen mit Dutzenden, wenn nicht gar Hunderten wunderbaren Kunstwerken verschiedenster Stilrichtungen – ich hab sie nicht gezählt –, die man sogar käuflich erwerben kann.

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Der Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich ist auf jeden Fall eine Entdeckung – hin da mal!

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

 

Der Skulpturengarten Gerolstein in Büscheich-Niedereich ist zwischen Juni und September 2021 mittwochs bis sonntags von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei! (Spenden sind erwünscht und sehr gerne gegeben.)

 

 

Ich habe da auch einen neuen Freund/eine neue Freundin gefunden: Ein nettes Katzentier kam mehrmals des Wegs und streifte jeweils mein haariges Bein. Ein Katzenkenner sagte mir, das sei ein unspektakuläres Begrüßungsritual, à la »Hallo, ich mag dich!«. – Hallo, ich mag dich auch!

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

Skulpturengarten Gerolstein in Niedereich

 

 

 

Montag, 12. Juli 2021

Italien hat England gestern im EM-Finale geschlagen, die Italiener sind somit Europameister. (Football is not coming home, is it?)

 

Davon spricht nun aber keiner mehr. Gesprochen wird nur noch über die rassistischen Anfeindungen und Übergriffe gegen die bedauernswerten englischen Jungs (19, 21 und 23 Jahre alt), die ihre Elfer verschossen haben, – weil sie zufällig eine dunkle Hautfarbe haben.

 

Entschuldigung, seit wann kann England Meisterschaften denn gewinnen?! Im Elfmeterschießen gar? Dabei verliert England doch seit über 50 Jahren verlässlich; da brauchen die doch niemandem extra einen Schwarzen Peter für zuzuschieben!

 

 

 

Höchste Zeit, endlich nochmal die Heimatstadt zu dokumentieren! Zum Beispiel die neue Kunst im Kreisverkehr beim Bahnhof: Ein hübsches Bahnsignal – wer hätte so eins nicht gerne selber im Garten?

 

 

Und den im Umbau begriffenen Bahnhof:

 

Gerolstein

 

Der alten Linde vor dem historischen Bahnhofsgebäude gebe ich allerdings nicht mehr lange: Irgendwo muss man sie doch auch noch Wurzeln schlagen können lassen!

 

Gerolstein

 

Sowie den immer wieder schönen Kyllpark.

 

Gerolstein

 

Man hat auf dem Brunnenplatz im Moment sogar eine Kinderkirmes arrangiert! (Die Mandeln da sind echt lecker. Wohl etwas weihnachtlich – aber das passt ja zum Wetter.)

 

Gerolstein

 

Die ehemalige Fußgängerzone Einkaufsmeile ist inzwischen zu einem Parkplatz mutiert.

 

Gerolstein

 

 

Und der Kaiserhof, der nach einem dieser verfickten Hohenzollern benannt ist, der Deutschland 1914 ins Unglück stürzte und sich 1913 weigerte, dort zu übernachten, weil die Gerolsteiner es ablehnten, ihren prominentesten Felsen nach so einem kleinen Pisser in »Kaiserley« umzubenennen, modert auch fröhlich vor sich hin.

 

Gerolstein

 

Bei Fred, inzwischen Linden-Apotheke, ehemals Hotel zur Linde, kann man sich nun ganz rustikal auch auf Corona testen lassen.

 

 

Apropos: Anlässlich Vaters Frühschoppen bei Fred kann Sohnemann eine Gerolsteiner Kola und einen Groschen für den Kandierte-Erdnuss-Automaten schon länger nicht mehr ordern …

 

 

 

 

Mahlzeit. Es ist unfassbar schwierig, in Gerolstein essen gehen zu wollen! An einem Montag zumal. Wir wollten mal den neuen Griechen namens »Athen« in der Altstadt ausprobieren. Der hat allerdings »wegen Corona« nur am Wochenende geöffnet.

 

(Haben die was nicht mitgekriegt?! Im Moment ist doch total viel erlaubt; genau jetzt ist die Zeit, sich die Backen vollzupacken vor dem langen deltamäßigen Herbst/Winter/Frühlings-Lockdown! Imagemäßig jedenfalls ein fetter Fauxpas.)

 

Die Schwarzbrennerei hatte auch zu. Ebenso Janko, der Kroate. Die Pizzerien haben wir uns nicht genauer angeguckt – Pizza kann ich selber. Und meist besser … Nur eine »Pizza Taco« wäre nochmal was gewesen – allerdings sitzt man im neuen Mamma Mia wie in einer Kantine für bei einem Italiener doch recht ungemütlich. Und das hat montags sowieso ebenfalls zu. (»Neu« ist hier sehr relativ; ich glaube, die sind schon seit über zehn Jahren am neuen Standort …)

 

Also fiel die Wahl auf das Poseidon – nicht das übelste Schicksal … Ευχαριστώ!

 

griechisches Restaurant Poseidon Gerolstein

 

griechisches Restaurant Poseidon Gerolstein

 

griechisches Restaurant Poseidon Gerolstein

 

griechisches Restaurant Poseidon Gerolstein

 

griechisches Restaurant Poseidon Gerolstein

 

 

Die Munterley bröckelt schon … Besuchen Sie die Eifel, solange sie noch steht!

 

griechisches Restaurant Poseidon Gerolstein

 

 

 

Dienstag, 13. Juli 2021

Das Baugerüst gegenüber ist fertig. Man darf gespannt sein, was sie Schönes dran rumwerkeln werden, nachdem sie für den Aufbau des schlichten Gerüsts schon tagelang gebraucht haben. Werden sie das Zink vergolden? Dann hab ich demnächst immer warmes Licht im Studio, denn die Hütte fungiert als Reflektor!

 

Baugerüst

 

 

 

Kaum ist man mal drei Tage fern des eigenen Haushalts, schon glauben die zurückgebliebenen Zitrusfrüchte, mobilmachen zu müssen, und entwickeln sich in meiner überbordenden Obstschale eigenmächtig zu biologischen Waffen:

 

Kaum ist man mal drei Tage fern von heimischen Gefilden, schon mobilisieren die Zitrusfrüchte und entwickeln sich in meiner überbordenden Obstschale eigenmächtig zu biologischen Waffen

 

Kaum ist man mal drei Tage fern von heimischen Gefilden, schon mobilisieren die Zitrusfrüchte und entwickeln sich in meiner überbordenden Obstschale eigenmächtig zu biologischen Waffen

 

Wieso eigentlich schimmeln einige Zitronen schon nach kurzer Zeit, während andere wochenlang durchhalten und allmählich zu kleinen, dunklen Schrumpfköpfen verdorren?

 

 

 

Ein Heer von Fruchtfliegen forderte mich auch wieder zum Kampf heraus.

 

Na wartet: Auch wenn ihr für die biologische Forschung Übermenschliches geleistet habt, serviere ich euch gerne ein Gläschen guten Apfelessigs. Ein bisschen Zucker dazu – sowas Faulig-Süßes mögt ihr doch, nicht wahr? Dann noch ein Tröpfchen Spüli hinein und ab dafür …

 

Sterbt, ihr gierigen Drosophilidae!

 

Fruchtfliegen Glas Essig Zucker Spüli - Sterbt!!!

 

Natur, Leben, Hoffnung – alles gut und schön. Aber doch bitte nicht in meiner Küche!

 

 

 

Mittwoch, 14. Juli 2021

Es ist schon Mittwoch, und noch immer gibt es keinen neuen Schein-Skandal.

Wann kommt der »Baerbock der Woche«?

 

 

 

Donnerstag, 15. Juli 2021

Am Dienstag hieß es in den Nachrichten, dass mit viel Niederschlag zu rechnen sei, weil das Tief Bernd nicht abziehen will und sich ausregnen würde.

 

Nun ja, dachte ich mir, dann wird es wohl ein paar vollgelaufene Keller und überspülte Straßen geben. Das ist ärgerlich, aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Keller auch wieder leerlaufen, sobald die Kanalisation es wieder packt.

 

Falls es noch eine Kanalisation gibt

 

Denn was dann kam, damit hatte keiner gerechnet: Es regnete und regnete und regnete. Und schüttete und prasselte und goss!

 

 

 

Freitag, 16. Juli 2021

 

 

 

Samstag, 17. Juli 2021

 

 

 

Sonntag, 18. Juli 2021

 

 

 

Montag, 19. Juli 2021

Es war mir in den letzten Tagen nicht danach zu schreiben, ich konnte nur gebannt und auf die Nachrichten rund um die Jahrtausendflut starren; die Bezeichnung Jahrhundertflut reicht angesichts der Verwüstungen einfach nicht mehr.

 

Bäche wurden zu reißenden Strömen, Keller und Erdgeschosse liefen voll, Straßen wurden unpassierbar, viele Leute kamen nicht mehr aus ihren Häusern oder wurden von den Fluten mitgerissen, es gab Hunderte Tote, Verletzte und Vermisste, Straßenzüge standen meterhoch unter Wasser, Hauswände brachen ein oder wurden weggerissen, Altenheime und Krankenhäuser wurden evakuiert, der Strom fiel aus, Autos und andere große Gegenstände schwammen einfach weg, Brücken stürzten ein, Bahngleise wurden unterspült, überspült und weggespült, die Trinkwasserversorgung fiel aus, ganze Straßenzüge wurden weggeschwemmt, fruchtbare Felder, Äcker und Wingerte wurden fortgespült, die Telefonleitungen und das Handynetz fielen aus, die sonstige Infrastruktur wurde zerstört und ganze Orte wurden zu Trümmerlandschaften.

 

 

Gerolstein hat es auch getroffen, wenn auch nicht so schlimm wie Schuld, Erftstadt, Altenahr, Stolberg, Bad Münstereifel und so viele andere Orte. Immerhin steht da das meiste noch. Bei »normalen« Hochwassern wird der Kirmesplatz überspült; was dieses Jahr kein Problem gewesen wäre, weil es pandemiebedingt ja keine Kirmes gibt. Doch diesmal floss das Wasser der Kyll bis in die Hauptstraße, bis ins Schaufenster von Foto Nieder in der Hauptstraße – etliche Läden hatten Land unter, und einiges an Straßen und Bauwerken ging kaputt.

 

Die Rekordmarken des Pegels Gerolstein lagen bisher bei 261 cm (2011), 273 cm (1995) und 274 cm (1991). Diesmal erreichte die Kyll aus dem Stand 4,10 Meter – bei einem Flüsschen, das sonst keinen halben Meter tief ist! Was auf eine umso unglaublichere Menge Wassers schließen lässt, weil die ausufernde Kyll ja auch die Breite des Tales nutzte.

 

 

Wenn ich nun manche Innenstadt sehe, wo Häuser und Straßen einfach mal weg sind, und höre, dass 600 Kilometer Gleise und diverse Bahninfrastruktur kaputt sind, wird mir schlecht. (Völlig unerwartet haben nämlich einige Leute Signalanlagen in ihren (ehemaligen) Gärten vorgefunden …) Die Spätfolgen werden uns sicher noch Jahre verfolgen; jeder Meter Weg und jede Wand muss nun ja auf Statik und nicht sichtbare Schäden durch Unterspülungen et cetera überprüft und der ganze Bums wiedereufgebaut werden. Wenn die nächste Eisenbahn nonstop von Köln in die Eifel fährt, werde ich wohl nicht mehr dabei sein.

 

 

Und als ob das noch nicht ausreicht, gibt es Plünderer, die sich bei überschwemmten Häusern und Geschäften bedienen, Gaffer und Handyknipser, die die Arbeiten der Hilfskräfte erschweren, Querdenker, die die Aufräumarbeiten sabotieren, und angebliche Polizisten, Spendensammler und Mitarbeiter von Versorgungsbetrieben, die durch Betrug an das Geld der Opfer zu gelangen versuchen – dieses Hochwasser hat auch den menschlichen Bodensatz nach oben gespült.

 

Was in den asozialen Netzwerken auch um sich greift: Lächerliche Politisierungen und Häme à la »Na, was würdet ihr jetzt ohne Dieselfahrzeuge machen? Eure E-Autos würden jetzt nicht mehr fahren.« Was Quatsch ist: Seit der Erfindung der Isolation kommen Elektrizität und Wasser sehr wohl miteinander aus – es gibt sogar U-Boote, die stromgetrieben sind. So ein normaler Verbrenner ohne Luftzufuhr gibt da schon eher den Geist auf. Wenn Wasser in den Zylinder kommt, gibt’s einen kurzen Wasserschlag und das war’s dann mit dem Motor. (Nebenbei bemerkt: Ohne Strom funktionieren auch Tankstellen nicht.)

 

 

Tröstlich: die Hilfsbereitschaft der Menschen. Man hilft sich untereinander, wo man kann, und selbst von weither kamen Hilfskräfte herbei, so dass die Behörden inzwischen sogar dazu aufrufen mussten, nicht mehr zu kommen, weil es zu voll wurde.

 

Es wurden Spendenaktionen und Benefizkonzerte organisiert, um Geld einzusammeln, und spontan Feriencamps für die Kinder aus den betroffenen Gebieten arrangiert. Es gibt Wäschewaschstationen und mobile Suppenküchen. Und Facebook ist voller Schwarzer Bretter, Hilfsbörsen und Aufrufe, um Alltagsgegenstände für die Betroffenen zu beschaffen, die innerhalb von Minuten ihr Haus, ihre Wohnung, ihre Nachbarschaft, ihre Vorräte, ihren Besitz, ihre Erinnerungen, ihre Firma, ihr Geschäft und ihren Arbeitsplatz verloren haben.

 

 

 

Dienstag, 20. Juli 2021

Eine ganz, ganz schlechte Figur als Krisenmanager gab Armin »aus irgendeinem Grund ist das Klimathema plötzlich ein weltweites Thema geworden« Laschet ab. Angesprochen auf die Flutkatastrophe als Anzeichen des Klimawandels und seine mäßigen Maßnahmen dagegen blaffte er: »Weil ein solcher Tag ist, ändert man nicht seine Politik.«

 

Doch, tut man!

 

Das ist derselbe Reflex, wie wenn in den USA mal wieder einer Amok gelaufen ist: »Natürlich wird man über die Waffengesetze reden müssen – aber nicht jetzt!« Und später folgt dann mal wieder: nichts!

 

Sonst ist er für heiteres Hin und Her doch auch zu haben: Morgens will er noch Klimamaßnahmen bremsen, nachmittags fordert er mehr Tempo beim Klimaschutz und abends ist dann doch wieder alles anders.

 

Bei Fernsehinterviews mit kritischen Fragen gab er sich sehr dünnhäutig und wenig souverän. Dabei ist reden doch die Kernkompetenz eines Politikers. (Auch wenn er nicht »junge Frau« zu Susanne Wieseler gesagt, sondern bloß rheinisch sowas wie »Entschuldi-jung, Frau äh …« gestammelt hat. Aber ein gefundenes Fressen für die aufgeregte Twitter-Blase ist das allemal.) Wenn er mal frei reden darf, klingt das sehr pastoral – glauben mag ich ihm aber nicht mehr.

 

 

Und dann lacht der Tuppes auch noch inmitten der Trümmerlandschaft von Erftstadt! Während der Bundespräsident vorne in der Verwüstung eine traurige Ansprache hält.

 

Gewiss, ein Lachen in der Krise wirkt befreiend. Wenn man seit Tagen Schlamm geschippt und Sperrmüll geschleppt hat, wäre das höchst verständlich. Aber im sauberen Jäckchen zu juxen und zu feixen, ist dann doch was anderes.

 

 

Solche Besuche von Katastrophentouris.. Politikern dienen vor allem dazu, sich ein Bild der Lage machen zu können. Der Nebenzweck ist jedoch, ein Bild von sich in der Lage gemacht zu bekommen. Wenn es also schon eine Showveranstaltung ist, dann sollte ein Profi dabei bitteschön auch nicht aus der Rolle fallen!

 

Laschet war schließlich nicht als verdammter Privatmann da, sondern als der verdammte NRW-Ministerpräsident, der professionell sein und sich zusammenreißen können sollte. Fürn Stündchen oder zwei! Vor allem, wenn er weiß, dass er im Schussfeld von Dutzenden Kameras steht.

 

Anschließend hat er eine windelweiche Entschuldigung vorgetragen, wie es inzwischen für viele Politiker leider typisch ist: Er bat nicht etwa um Verzeihung dafür, dass er im unpassenden Moment rumgealbert hat, sondern er »bedauert den Eindruck, der durch eine Gesprächssituation entstanden ist

 

Iiiiich bin nicht schuld! Sondern der Eindruck und die Situation! Lasch. Sehr lasch.

 

 

»In der Krise beweist sich der Charakter.« (Helmut Schmidt)

 

 

Immerhin brachte er ein bisschen Geld für die Opfer mit. (Ach übrigens, wer war das nochmal, der 2019 die unbürokratische Unwetter-Soforthilfe für Privatleute in NRW ersatzlos gestrichen hat, weil's zu teuer wurde?)

 

 

Sorry, auch wenn es ein Oecher Jong ist:

Auf Annalena hab ich mehr Bock.

 

(Wobei ich die auch so langsam nicht mehr hören kann. Kann die nicht mal was weniger und auch langsamer reden? Und so ein, zwei Oktaven tiefer?! Sie sollte sich mal ein Beispiel an Margaret Thatcher nehmen.)

 

 

Doch nach dem Hochwasser ist eh klar, wer der nächste Kanzler wird: Gerhard Schröder!

 

 

(Falls sich einer fragt, warum ich hier lose Reden schwinge und nicht etwa in Stolberg mitanpacke: Es ist mir körperlich derzeit nicht möglich.)

 

 

 

Mittwoch, 21. Juli 2021

Ich weiß nicht wieso, aber von mir aus kann das so bleiben!

 

Ursulinerstraße

 

 

 

Och WDR, da chartert ihr extra einen Hubi und flattert über die zerstörten Gebiete – und zeigt mehr verwackelte Bilder von der Reporterin, die im Cockpit unter Rotorenlärm einen Experten auf dem Rücksitz interviewt, als vom Ort des Geschehens unten drunter?!

 

 

 

Donnerstag, 22. Juli 2021

Die Katastrophe ist nun schon eine Woche her, aber es ist immer noch unfassbar.

 

Doch da wäre ja auch noch Corona: 22 – der Inzidenzwert der Städteregion ist den achten Tag in Folge über zehn – daher tritt ab Samstag wieder Inzidenzstufe 1 in Kraft. Angesichts der Schlangen vorm Nox und der Insta-Postings der Partypeople aus dem randvollen Apollo in den letzten Tagen würde es mich sehr wundern, wenn es nur bei Stufe 1 bliebe. (Da muss nur einer aus der schwitzigen Atmospäre infiziert sein, dann geht wieder die Post ab.)

 

 

 

Freitag, 23. Juli 2021

Ach verf*ckte Sche*ße, ich hasse, es Recht zu haben!

 

»Achtung: ›Apollo-Besucher‹ vom vergangenen Wochenende sollen sich in Quarantäne begeben.«

 

 

 

 

Nach einem Jahr Pause bin ich heute nochmal mit Cambio gefahren. Und habe ein ziemliches Knuppsauto erwischt!

 

Cambio

 

Cambio

 

Cambio

 

Cambio

 

Cambio

 

Cambio

 

Cambio

 

Cambio

 

Mit den traurigen Smileys werden bekannte Plötschen markiert, so dass man die nicht bei jedem Fahrtantritt erneut im Protokoll vermerken muss, nachdem man seine Kontrollrunde um den Wagen gemacht hat. (Zu Cambios Entlastung muss gesagt werden, dass eigentlich neue Fahrzeuge bestellt sind, es aber Lieferengpässe wegen fehlender Computerchips gibt.)

 

 

 

Auf dem Katschhof steht nun ein windschiefes Oktogon, mit sieben Ecken …

Was wird das wohl werden?

 

 

 

 

Samstag, 24. Juli 2021

Noch was zu den Motorradfahrern: Es tut mir leid, wenn ich den Eindruck erweckt haben sollte, sie seien rücksichtlos, laut und treten nur in Gruppen auf. Das muss ich zurücknehmen: Sie treten nicht nur in nervigen Gruppen auf!

 

Etliche dieser hobbylosen Knieschleifer knattern ständig auch einzeln mit ihren lauten Hobeln hier Runde um Runde übers Kopfsteinpflaster. In der 30er-Zone! Quads, also diese Motorräder für die motorisch Unbegabten mit eingebauten Stützrädern, und grotesk übermotorisierte Pkw-Flundern üben auch schonmal das Anfahren im Berg mit durchdrehenden Rädern bei gezogener Bremse.

 

Kinners: Einen Gashebel ziehen oder ein Gaspedal drücken zu können – das ist doch keine Leistung, auf die man mit aufheulendem Motor und quietschenden Reifen aufmerksam machen müsste! Wie klein bitte kann ein Penis sein?! (Allein aus akustischen Gründen wäre die Abschaffung von Benzin bereits sehr lobenswert!)

 

 

 

Sonntag, 25. Juli 2021

100 Jahre Paul Watzlawick!

 

Guter Mann! Soweit ich das konstruieren kann. Hier mal ein paar seiner schönsten Zitate:

 

 

 

 

 

 

Es hat zum Glück dann bald wieder aufgehört.

 

 

 

 

Montag, 26. Juli 2021

»'allo?!«

 

»'allo?!«

 

So, liebe Kinder, hat man früher telefoniert!

 

 

 

Letztens Richard Branson von Virgin, jetzt Jeff Bezos von Amazon und demnächst Elon Musk von Paypal/Tesla/wasweißich – seit diese weltweite Mindeststeuer angekündigt wurde, haben ein paar schwanzvergleichende Milliardäre es ziemlich eilig, die Erde zu verlassen …

 

Kennt eigentlich noch jemand die Muppets-Serie »Schweine im Weltall«?

 

 

 

Endlich nochmal Annalena!

 

Was hat sie diesmal getan? Süße kleine Katzenbabys ertränkt? Nur 1,49 m Abstand gehalten? Im hohen Bogen ans Kanzleramt gepinkelt? Bei einer Trauerrede des Bundespräsidenten gelächelt? – Nein, sie hat in einem Interview, in dem sie sich ganz klar gegen Antisemitismus und Rassismus aussprach, eine Begebenheit erzählt, bei der das Wort »Neger« eine zentrale Rolle spielte, und dabei das Wort »Neger« auch gesagt, weil es ja schließlich drin vorkam.

 

Also so richtig! Nicht etwa N-Wort oder N***r oder *piiiep*

 

Die mediale Empörungsmaschinerie lief sssofort heiß!

 

Aus gegebenem Anlass halten wir mal kurz fest: Man sollte niemanden mit diesem Wort bezeichnen, wenn man nett sein will. Aber es stirbt auch niemand gleich, wenn man dieses Wort bloß zitiert oder ausspricht.

 

Man darf übrigens jedes Wort aussprechen! So oft man will. Nagelpilz, Norwegerpulli, Nymphomanin, Neger, Nonsens, Neoklassizismus, Nippes, Nonchalance, Nirvana, Nazi, Nekrose und Nihilismus. Und das waren nur die mit N.

 

Plumperquatsch, Geleebanane, Vollpfosten, Synchronschwimmerin, Hakenkreuz, Voldemort, Fuck, Penis, Fitzlibutzli, Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz, Pippi, Kacka, Pfurz und mein Passwort lautet rÜbEnKrAuT167 gehen auch!

 

 

 

Am Rande bemerkt: Das »N-Wort« steht ursprünglich übrigens für das amerikanische »Nigger« – kaum ein Deutscher würde dem wohl eine positive Konnotation zugestehen.

 

Die etymologische Diskussion über das französische nègre, das spanische negro und das lateinische niger als »schwarz« spare ich jetzt mal aus.

 

 

 

Dienstag, 27. Juli 2021

In der Altstraße wurde letztens – wie in so vielen anderen Aachener Straßen auch – der Rote Teppich ausgerollt. Beziehungsweise auf den Asphalt lackiert. Für Radfahrer jedenfalls.

 

 

 

 

Auch wenn ich Sport bloß alle vier Jahre für ganz famos halte – hätte es das mal zu Schulzeiten gegeben! –, bin ich von den verspäteten Olympischen Spielen 2020 in Tokio, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, aber unter Einschluss von Corona-Infektionen, nicht so begeistert.

 

Nun laufen die Wettbewerbe dieser weiteren überflüssigen Sportgroßveranstaltung schon seit sieben Tagen, und erst jetzt hat »Deutschland« eine Goldmedaille geholt! Was sind denn da für Versager für uns am Start?!

 

Ricarda Funk wurde jetzt also Olympiasiegerin, im Kanuslalom im Einer-Kajak. (Beim Zeus, Disziplinen gibt es!)

 

Pikanterweise wurde sie in Bad Neuenahr-Ahrweiler geboren …

 

(Ein paar Medienschaffende fanden das eine super Gelegenheit, dort mal nachzufragen, was man davon so hält! Und tatsächlich fand man ein paar Leute, die vor der Kamera aufsagten, dass dieser Sieg einen gewissen Trost und ein bisschen Hoffnung bietet. Wenn Haus und Hof davongeschwommen sind …)

 

 

 

In antiker Zeit traten die Athleten bei Olympia ja alle splitternackt an. Und zwar nur männliche Athleten! Mit Frauen am Start hätten die Wettkämpfe nämlich nicht funktioniert: Die Spiele fanden ja zu Ehren des Göttervaters Zeus statt – und der alte Lustmolch hätte sicher alles weggeknattert, was nicht bei drei bei den Moiren war!

 

Inzwischen dürfen auch Frauen mitspielen. (Zeus sitzt seit ein paar tausend Jahren alleine auf dem Olymp, futtert Waldmeistergötterspeise und wirft nur hin und wieder gelangweilt einen Blitz runter.)

 

Der heutige Dresscode unterscheidet sich allerdings oft nicht von damals, Stichwort Beachvolleyball. Gegen den Trend sind die deutschen Turnerinnen bei den Olympischen Spielen nun erneut in langen Gymnastikanzügen angetreten. Straflos! Das muss man betonen, denn die Spielerinnen der norwegischen Handballmannschaft hatten jüngst bei ihrer Europameisterschaft statt der vorgeschriebenen Bikinihöschen etwas längere Sporthosen getragen. Dafür mussten sie eine Geldstrafe von 1.500 Euro zahlen, wegen »unangemessener Bekleidung« …

 

Also, ich mag halbnackte Frauenpopos ja. Echt! Frauen dürfen ihr Hinterteil gerne herzeigen. Von mir aus auch beim Turnen. Aber bitte nur, wenn sie das auch wollen, sich damit wohlfühlen und vor allem selber vorher entscheiden können, ob sie das tun oder nicht. Dann sind auch schärfere Aufnahmen voll in Ordnung. Zum Beweis:

 

 

 

 

Mittwoch, 28. Juli 2021

Die Hälfte der Deutschen ist gegen Covid-19 geimpft. Allerdings verläuft die Impfkampagne etwas schleppend. Von einer staatlich verordneten Impfpflicht für alle ist zwar immer mal wieder die Rede, doch erst mal versucht man es durch die Hintertür mit Appellen an Vernunft und Gemeinsinn, sowie mit Vergünstigungen.

 

Da mach ich doch mit!

 

 

 

Donnerstag, 29. Juli 2021

Vergesst den Wahl-O-Mat! Die Visualtech GmbH hat den Lasch-O-Mat entwickelt: Man fügt das Thema, das einem am meisten auf den Nägeln brennt, in das Formularfeld ein, und ein Generator spuckt angepasste Zitatbausteine aus, die Armin Laschet auf Twitter und anderen Medien veröffentlicht hat.

 

 

Da findet man für alles eine Lösung!

 

LASCH-O-MAT

 

LASCH-O-MAT

 

LASCH-O-MAT

 

 

 

Freitag, 30. Juli 2021

Huch!

 

 

Kann sich noch jemand an Olaf Scholz erinnern?

 

 

 

Übrigens: Nun kam raus, dass Armin Laschet in einem von ihm verfassten Buch von 2009 ebenfalls abgeschrieben hat. Und das auch noch von einem Wissenschaftler, tz … Natürlich ohne die Quelle anzugeben.

 

(Olaf Scholz überlegt grade ganz doll, ob er nicht unvorsichtigerweise auch mal ein Buch geschrieben hat und was da wohl drin steht …)

 

Das Buch, um das es geht, ist übrigens dasjenige, das auch in anderer Hinsicht anrüchig ist: Als NRW-Integrationsminister hatte Laschet für das Buch wohl auch auf die Hilfe seiner Mitarbeiter im Ministerium »zurückgegriffen«, *hüstel*. (Also hat er gar nicht abgeschrieben, sondern hat abschreiben lassen?!) Den Erlös des Buchverkaufs jedenfalls spendete er zwar generös, machte die Spendenquittung jedoch in seiner privaten Steuererklärung geltend. Ich umfahre den Streckenabschnitt Steuer zwar leidenschaftlich gerne (FU, ELSTER!), aber rein rechtlich gesehen ist das doch Steuerhinterziehung, oder?

 

 

 

Junge, Junge! Das wird eine Bundestagswahl der Petitessen im September! Wer hat wann wo ein falsches Wort gesagt, wer hat unglücklich gelacht, wer hat irgendwo was nicht korrekt zitiert, wer hat Steuern hinterzogen oder Steuerbetrug ermöglicht und wer wirkt generell langweilig.

 

Inhalte? Pffft!

 

Daher höret: Ich werde den August über nicht mehr auf Formfehler der Kandidaten eingehen! Innen auch nicht. Nur noch auf deren politische Ziele und wie sie sie umzusetzen gedenken. Da muss doch was zu holen sein!

 

 

 

A bissel was an Corona geht fei immer: Die Bundesregierung hat nochmal eine neue Regel rausgehauen: Heute wurde – recht spontan – beschlossen, dass man schon ab übermorgen einen negativen Test braucht, wenn man nach Deutschland einreisen will, ob zu Lande, zu Wasser oder über die Luft.

Irgendjemandem muss wohl aufgefallen sein, dass die Sommerferien in vier Bundesländern morgen beziehungsweise nächste Woche ja bereits wieder enden, also ¡ándale, ándale! Konnte man ja nicht mit rechnen! Sonst hätte man das den Urlaubern ja auch schon vor Tagen/Wochen mitteilen können.

 

Ich gehe schwer davon aus, dass ab nächster Woche wieder über Luftfilter in Schulen diskutiert werden wird. Wie letzten Sommer!

 

 

Der Inzidenzwert in Aachen und NRW hat sich überraschenderweise bei nur so Mitte 20 eingependelt. Okay, die Reiserückkehrerwelle steht ja noch aus … Dennoch hat die Landesregierung in einem Nebensatz ihrer neuen Verordnung den Rückfall auf Stufe 3 ausgebremst, falls wir wieder über 50 titschen sollten. Keiner weiß warum.

 

Auch was man wann wie wo darf, durchschaut inzwischen niemand mehr, sogar der Chef vom Gesundheitsamt der Städteregion sagt das. Sicherheitshalber halte ich weiter Abstand, nutze in Innenräumen eine Maske und hinterlasse meine Visitenkarte (das sorgt ja vielleicht auch wieder für neue Kundschaft).

 

Und nächste Woche krieg ich den zweiten Pieks – dann bin ich unsterblich, so!

 

 

 

Hier noch die Auflösung zum Bilderrätsel mit dem siebeneckigen Dachlattenverhau vorm Dom: Auf dem Katschhof wurde in der ersten Woche der Archimedischen Werkstatt zum Thema Vertical Gardening kräftig getüftelt, gesägt, geschraubt, gebaut, gemalt und gepflanzt:

 

Auf dem Katschhof wurde in der ersten Woche der Archimedischen Werkstatt zum Thema Vertical Gardening kräftig getüftelt, gesägt, geschraubt, gebaut, gemalt und gepflanzt:

 

Auf dem Katschhof wurde in der ersten Woche der Archimedischen Werkstatt zum Thema Vertical Gardening kräftig getüftelt, gesägt, geschraubt, gebaut, gemalt und gepflanzt:

 

Auf dem Katschhof wurde in der ersten Woche der Archimedischen Werkstatt zum Thema Vertical Gardening kräftig getüftelt, gesägt, geschraubt, gebaut, gemalt und gepflanzt:

 

Auf dem Katschhof wurde in der ersten Woche der Archimedischen Werkstatt zum Thema Vertical Gardening kräftig getüftelt, gesägt, geschraubt, gebaut, gemalt und gepflanzt:

 

Auf dem Katschhof wurde in der ersten Woche der Archimedischen Werkstatt zum Thema Vertical Gardening kräftig getüftelt, gesägt, geschraubt, gebaut, gemalt und gepflanzt:

 

Auf dem Katschhof wurde in der ersten Woche der Archimedischen Werkstatt zum Thema Vertical Gardening kräftig getüftelt, gesägt, geschraubt, gebaut, gemalt und gepflanzt:

 

Auf dem Katschhof wurde in der ersten Woche der Archimedischen Werkstatt zum Thema Vertical Gardening kräftig getüftelt, gesägt, geschraubt, gebaut, gemalt und gepflanzt:

 

Auf dem Katschhof wurde in der ersten Woche der Archimedischen Werkstatt zum Thema Vertical Gardening kräftig getüftelt, gesägt, geschraubt, gebaut, gemalt und gepflanzt:

 

Auf dem Katschhof wurde in der ersten Woche der Archimedischen Werkstatt zum Thema Vertical Gardening kräftig getüftelt, gesägt, geschraubt, gebaut, gemalt und gepflanzt:

 

Auf dem Katschhof wurde in der ersten Woche der Archimedischen Werkstatt zum Thema Vertical Gardening kräftig getüftelt, gesägt, geschraubt, gebaut, gemalt und gepflanzt:

 

 

 

Samstag, 31. Juli 2021

Apropos falsch zitieren: Zu dieser Zeit vor 25 Jahren habe ich meine Diplomarbeit zuende geschrieben. VroniPlag hat mich seither noch keines Plagiats überführen können. (Ich vermute hingegen, dass meine Diplomarbeit selber Vorlage für diverse Arbeiten war, steht sie doch schon seit 1999 frei verfügbar hier im Netz …)

 

Ein fetter Zitierfehler jedoch befindet sich sehr wohl darin! Also, das Zitat stimmt, und auch den zitierten Autor habe ich korrekt angegeben. Allerdings: Das Buch, aus dem der Satz stammen soll – das hat dieser Mensch nie geschrieben …

Beim Anfertigen des Literaturverzeichnisses – es musste schnell gehen! – hatte ich den Titel aus dem Kopf eingefügt und prompt daneben gelegen, was ich aber erst nach Abgabe bemerkte. (Hoffentlich ist das schon verjährt!)

 

Viel Spaß beim Suchen!

 

(Aber ich will ja auch nicht Bundeskanzlerin werden.)

 

 

 

»Jehova, Jehova!«

(Steinigt ihn!)

PEEEEE-ES: Ein Elefant ist übrigens nichts in Sachen nachtragend gegen mich!

 

Schon vor Jahren sagte mir jemand, den ich eigentlich immer als Freundin und an mir als Person interessiert angesehen hatte, dass dieses »Tagebuch« ja bloß eine Nabelschau wäre.

 

Einverstanden, das ist es ja auch. Also »auch«. Allgemeine Unterhaltung, Kommentierung des Weltgeschehens, Satire, Chronik des Lebens, Humor, Geschichtsschreibung, hanebüchenes Zeug, dummes Gesabbel und eventuell sogar sowas wie Literatur wohl ebenso. (Auch wenn ich Satzzeichen und Groß-/Kleinschreibung benutze.) Trotzdem liest man es immer wieder gerne; ich bekomme gelegentlich entsprechende Rückmeldung.

 

Bei einem neuerlichen zufälligen Treffen warf sie mir aus dem Stand an den Kopf, dass ich die Leute ja zwänge, sich das durchzulesen. Nun, das ist mitnichten so! Jeder und jedem steht es frei, einen Browser seiner Wahl zu starten, einen URL einzutippen (coole Leute haben ein Lesezeichen gesetzt und müssen nur die F5-Taste drücken!) und mithin diese Internetseite aufzurufen, um sich sodann in die Lektüre zu vertiefen – oder auch bloß die Bilderchen anzugucken. Wem nicht gefällt, was er lesen muss (und da wüsste ich so einiges!), dem sei das Kreuz im Browser rechts oben empfohlen. Klick und weg!

 

Diese grundlose Anfeindung musste ich mir übrigens anhören von jemandem, der gegen Geld wahllos sprachliche Ergüsse vertickt, nur weil sie sich in Form von Druckerschwärze auf totem Holz zwischen zwei Pappdeckeln befinden. Mitunter ziemlicher Mist, zusammenfabuliert von irgendwelchen Lauchs. (Okay, manchmal sind auch Bilder drin.)

 

»Gedrucktes ist tot.« (Egon Spengler)

 

Also, falls Du das zufällig doch liest: Lösch mich doch bitte aus Deinen Kontakten!

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