diario trollo - TLs Online-Tagebuch

April, April 2026

Mittwoch, 1. April 2026

Ich wurde heute leider nicht in den April geschickt. Die einzige Meldung, die das fast geschafft hätte, war: Die Metzgerei Gerrads hat in Kooperation mit einer benachbarten Bäckerei einen »Oecher Burger« kreiert: Ein aufgeschnittenes Streuselbrötchen mit Puttes-Scheiben (für Nicht-Rheinländer: Blootwooosch) und einem Chutney aus Monschauer Senf mit Printen-Crumble.

 

Diese Kombi ist ab-so-lut plausibel:

 

Oecher Burger

 

Ein Burger, der süße und herzhafte Aromen auf überraschende Weise vereint – regional, charakterstark und mit einer ordentlichen Portion Oecher Heametjeföhl. Sie brachten es heute Abend in der WDR-Lokalzeit Aachen. (Es war im Fernseh – es muss also wahr sein!) Das konkrete Rezept folgt demnächst im Geheimen Kochbuch.

 

 

 

Vorher war High-Noon an der Tankstelle. Irgendein Käpsele in einem überbezahlten und unterbegabten Ministerium hatte sich ausgedacht, dass dem galoppierenden Benzinpreis beizukommen wäre, wenn man den nur ein einziges Mal pro Tag erhöhen dürfe.

 

Sprit

 

Überraschung: Um zwölf Uhr mittags werden die Spritpreise auch erhöht! Und zwar sicherheitshalber mal ganz ornslich mit Puffer – man darf ja erst einen Tag später wieder kraftvoll zubeißen.

 

Wie wäre es denn, wenn die Tankstellen ihre Spritpreise überhaupt nur einmal am Tag festsetzen dürften? Dann gäbe es wieder das freie Spiel der Kräfte am Markt. Denn wenn man da zu sehr zulangt, fahren die Kunden eben zur billigeren Tanke nebenan.

 

 

 

Im Sommer droht uns wieder eine Fuppes-WM™.

Also fast, denn Italien ist schon wieder nicht dabei … Hallo, was soll denn das für eine WM sein – ohne Italien?! (Ich würde doch so gerne noch mal meine Pizza nero-rosso-oro von 2012 re-posten!)

 

Pizza nero-rosso-oro

 

Mittzwanziger fragen sich nun: »Häh, in Italien spielen sie Fußball?!« Aber hey, kein Spott: Die Italiener boykottierten auch schon Russland und Katar erfolgreich bereits in der Qualifikationsrunde – politisch und menschenrechtlich stabil, die Frecce Tricolori Squadra Azzurra!

 

 

Anstoß bei der Fifafofafuppes-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und dem komischen Land dazwischen wird oft spät und meist mitten in der Nacht sein – beziehungsweise weit nach der Mitte der Nacht, um 3 oder 4 Uhr früh.

Und diese eine Mannschaft mit der zu Eskalation auf deutschen Straßen neigenden Fanbase bestreitet ihre drei Spiele in der Vorrunde am Sonntag, 14. Juni, um 6:00 Uhr MESZ gegen Australien in Vancouver (Go Socceroos! Ich quetsch mich auch noch mal in mein XL-T-Shirt von 2006!), am Samstag, 20. Juni, um 6:00 Uhr MESZ in Santa Clara gegen Paraguay und am Freitag, 26. Juni, um 4:00 Uhr MESZ in Inglewood gegen den Ausrichter USA.

 

Das wird dann maximal den Berufsverkehr stören, nicht den gesunden Nachtschlaf.

 

Falls sie gewinnen sollten.

 

Also falls …

 

 

 

Was kann man tun mit Kirchengebäuden, die nicht mehr so dolle gebraucht werden? Abreißen? – Naah, da gibt es doch Besseres! In St. Bonifatius in Unterforst wurde heute eine Ausstellung mit Vorträgen und Modellen zu dessen Zukunft eröffnet.

(Unterforst ist übrigens Teil von Forst; neben Altforst und unter Schönforst. Und Horst k*ckt in den Forst. Hoffentlich nicht in/bei/an Forster Linde …)

 

St. Bonifatius in Unterforst

 

St. Bonifatius in Unterforst

 

Bin gespannt, was sie mit diesem Schwarzbau anstellen werden. (Rudolf Schwarz veranlasste 1953 die sogenannte Bauhaus-Debatte, hui! Außerdem hat er vor fast 100 Jahren die »Soziale Frauenschule« entworfen. Heute nennt man sie KatHo; zu meiner Zeit KFH NW, Aachen.) Heute fand ich es einstweilen nur cool, überhaupt mal in diesem Bau drin gewesen zu sein.

 

St. Bonifatius in Unterforst

 

 

 

Heute kann der Tech-Gigant »Apple« sein 50. Jubiläum feiern. (Nicht zu verwechseln mit dem Beatles-Label »Apple-Records«. Auch wenn Granny Smith was anderes sagt.) 1976 gründeten Steve Wozniak, Steve Jobs und Ron Wayne Apple als Garagenfirma.

Die Story von Steve und Steve (†) ist bekannt, die von Ron nicht so: Er zeichnete das erste Apple-Logo und schrieb das Benutzerhandbuch für den Apple I. Er erhielt einen Anteil von zehn Prozent an Apple, verlor aber schnell das Vertrauen in den Laden – insbesondere fürchtete er die Haftung, die auf jedem Partner lastete. Er übergab seine Anteile wohl für 800 US-Dollar nur elf Tage nach der Gründung von Apple an Jobs und Wozniak; später erhielt er zusätzlich noch 1.500 US-Dollar. 1982 wären Waynes Anteile an Apple 1,5 Milliarden US-Dollar wert gewesen; 2020 215,5 Milliarden. Eigenen Angaben zufolge bereut er den Verkauf jedoch nicht … (Ich will zwar von dieser Firma kein Gerät in der Bude haben, aber ein paar Anteile seit 40 Jahren wären nice …)

 

 

Warum ich überhaupt drauf komme: Im Spamordner meiner Zweitadresse nervt‘s seit Tagen! Ich bekomme ein bis zwei belangrijke Nachrichten täglich auf Niederländisch over je Apple-Account wachtwoord. Von einem offiziellen Apple-Account! (Jedenfalls glaube ich das.)

 

Apple belangrijk

 

Was in mehrerlei Hinsicht interessant ist: Ich habe zwar vor Urzeiten mal ein Apple-Konto erstellt – aber nicht mit der E-Mail-Adresse, die jetzt diese Meldungen erhält!

(Und diesen Account habe ich auch schon seit über 15 Jahren nicht mehr angerührt, weil iTunes damals ungefragt einfach mal meine MP3-Sammlung inventieren wollte. Noch nie war ein Programm so schnell de-installiert! Und noch nie habe ich eine Internetfirma so dermaßen konsequent umfahren.)

 

Nun riet man mir, »zo snel mogelijk naar iforgot.apple.com« zu surfen, »om je wachtwoord opnieuw in te stellen« – aber ach: Es funktioniert nicht; auch nach mehrmaligem Versuchen nicht. Und so wird mein Spamordner wohl bis in alle Ewigkeit Appel-Spammails auf Niederländisch bekommen, het spijt me heel erg!

 

 

 

Ach übrigens:

 

»April, April!«

Was hat mich das heute genervt! Also nicht die Scherze. (Ich bin ja auch nicht in den April geschickt worden. Der Oecher Burger ist echt, bestimmt … oder wird es demnächst sein!)

 

Aber das »April, April!« hat genervt! Auf Facebook gab es ein paar kreative Aprilscherzversuche. Aber statt wissend zu schmunzeln und anderen ihren Spaß zu gönnen, haben etliche Naseweise sofort »April, April!« in die Rabatten gekotzt Kommentare gerotzt.

 

Um dieses traditionelle Kulturgut einmal zu erklären, auch für die Dummies: »April, April!« sagt ausschließlich derjenige, der jemanden erfolgreich in den April geschickt hat – nachdem ihm dieser jemand seine Geschichte nämlich auch geglaubt hat!

Es klatscht nicht derjenige reflexhaft »April, April!« unter das Posting, der es zufällig verstanden und vorher in den Kalender geguckt hat. (Das tun nur dieselben, die ihrer kleinen Schwester auch verraten, dass es den Weihnachtsmann überhaut nicht gibt, ätschibätsch!)

 

 

Abgesehen davon: Es wäre sooo schön, wenn das einfache Volk auch an den restlichen 364 Tagen im Jahr so skeptisch und »kritisch« wäre! Aber nein, da wird dann immer bedenkenlos geglaubt und jeder Quatsch geteilt. Und gleichzeitig behauptet, man wäre kritisch …

 

 

 

Gründonnerstag, 2. April 2026

Oh nein, das »Letzte Goldene Einhorn« hat zugemacht!

 

ZUM GOLDENEN EINHORN

 

Da müssen wir wohl im Akl essen gehen.

 

 

 

Nach 50 Jahren Ruhe soll Frau Luna demnächst noch einmal irdischen Besuch bekommen. Um die Lage zu peilen, cruist nun die Mannschaft der Artemis II-Mission erst mal eine Runde drumherum, so wie die Jungs im geliehenen AMG durch die Aachener Innenstadt an einem lauschigen Sommerabend.

 

(Was ist eigentlich mit Artemis I passiert?!)

 

Beim Blick auf the dark side of the moon können sie ja mal den Nazis in der Iron Sky-Kolonie winken. Es steckt bestimmt auch deutsche Technik in der Rakete. Das macht die Berliner Luft!

 

Zufällig bekam ich den Start in der Nacht live mit, weil irgendwer ihn auf Tiktok streamte.

 

Start ARTEMIS II

 

Gleich mal aus dem Fenster ein Live-Photo beim Start vom Reiseziel gemacht:

 

Unser Mond

 

Die Mannschaft ist so divers wie noch nie: weiblich, dunkelhäutig, ausländisch – die mega gaga MAGAs kotzen wahrscheinlich im Strahl!

 

 

 

Putin hat Angst vor Pappfiguren!

 

Putin hat Angst vor Pappfiguren!

 

Denn Jacques Tilly ist in Abwesenheit zu acht Jahren und sechs Monaten Haft in einer russischen Strafkolonie und 200.000 Rubel Geldstrafe verurteilt worden. Er ist aber in Sicherheit, Deutschland liefert seine Staatsangehörigen nicht aus.

An seiner Stelle würde ich Reisen in die Türkei, nach Belarus und nach Ägypten aber unterlassen. Und aufpassen, wenn mir ein Oleg, ein Vladimir, ein Dimitri, ein Iwan, ein Pavel oder ein Michail einen Tee anbietet!

 

Zitat Dr. Stephan Keller

 

 

 

Karfreitag, 3. April 2026

Oh nein! »Umbauarbeiten« sind meistens kein gutes Zeichen …

 

»Umbauarbeiten«

 

 

 

Wieder zuhaus. Gang durch die Gemeinde.

 

Gerolstein, Eifel

 

Bei der Namenswahl der Kindertagesstätte »Kleine Helden« muss ich stets stutzen: Helden waren eigentlich schon immer diejenigen, die auf dem Feld der Ehre gefallen sind – und nicht im Sandkasten beim Klau fremder Schäufelchen …

 

Dem Bewuchs der Böschung an der Raderstraße wurde dankenswerterweise der Krieg erklärt: Freier Blick aufs Kylltalpanorama!

 

Gerolstein, Eifel

 

Letztes Jahr hab ich mir noch einen abgebrochen, da einigermaßen unverbaumt einen Auberg und eine Munterley draufzubekommen. Nun kann man die Erlöserkirche nebst Pfarrhaus sehen – und die Kyll!

 

Hochbrücke, vorher:

 

Gerolstein, Eifel

 

Gerolstein, Eifel

 

Gerolstein, Eifel

 

»Hochbrücke« – das muss man Externen und Zugereisten wohl erklären …

Es handelt sich um eine Brücke im Verlauf der B 410, die sowohl die Kyll, eine Straße und sechs Bahngeleise überspannt. Sowas gibt’s im Umkreis von 50 Kilometern nirgends sonst.

 

So hoch ist sie gar nicht, aber wichtig. Denn so viele Kyll-Überquerungen gibt es gar nicht, und über diese hier fließt eine Menge Verkehr. Das wird man in Kürze deutlich spüren, wenn der nicht mehr fließt, weil sie renoviert wird. Was sage ich, renoviert: Abgerissen und komplett neugebaut wird sie! Die Fahrbahn wird anschließend statt derzeit 6,3 Meter künftig 7 Meter betragen, und es wird beidseitig jeweils 2 Meter Gehweg und 1,85 Meter Radweg geben. Gesamtbreite des neuen Brückenbauwerks: 14,7 statt bisher 9,1 Meter.

 

Außerdem wird es einen fetten Kreisverkehr am südlichen und einen nicht ganz so fetten, aber dafür langgezogenen Kreisverkehr am nördlichen Widerlager geben. (Auf die Idee, ihn als schicke Unendlich-Acht ∞ zu gestalten, hat man – leider – verzichtet …)

 

Nach dem Umbau im Frühjahr 2028 fehlt dann wohl eine verkehrsregelnde Lichtzeichenanlage im Städtchen – und Gerolstein ist keine Führerscheinprüfungsstadt mehr! (Das wurde sie erst 1989 ganz frisch. Zu meinem Vorteil: Der Prüfer aus Daun kannte sich Null aus und lancierte mich auf der Welt easiestem Parkour durch den Flecken, inklusive rückwärts einparken hinter einem mords breiten Bus.)

 

Gibt’s in Daun eigentlich noch eine Ampel?! Oder müssen die Prüflinge jetzt nach Trier oder Koblenz?

 

 

Weiter ging’s die Brunnenstraße entlang:

 

Duct Tape

 

Wenn was fest ist, was nicht fest sein soll, nimm WD-40! Wenn was lose ist, was nicht lose sein soll, nimm Duct-Tape!

 

Wo einst der Sprudel stand, wird derzeit am Sternenpark gewerkelt.

 

Gerolstein

 

Gerolstein

 

Wo der Lehnenbach rauscht.

 

Gerolstein

 

Der Oma ihr gar nicht so klein Häuschen kann man von hinten gar nicht mehr sehen!

Aus ihrem Küchenfenster hatte man einst gute Sicht auf die Hustley.

 

Gerolstein

 

Von vorne ist's ein wenig verwildert:

 

Gerolstein

 

Das war mal anders:

 

Hauptstraße

 

Da hängen original noch ihre Gardinen! Die Gute ist seit fast 20 Jahren tot und das Haus längst verkauft.

 

Gerolstein

 

Hauptstraße

 

Diese coolen Türmchen-Kamine habe ich noch nie wahrgenommen!

 

Türmchen

 

Und ärgere mich massivst, dass ich zu Lebzeiten nicht auch mal Photos drinnen gemacht habe! Es gibt da so manche sehenswürdige Sehenswürdigkeit, die ich gerne nochmal sehen würde. (Im Treppenhaus, im Wohnzimmer und en de jode Stuv.)

 

Aber damals waren Filme teuer – und digitale Photographie erst in den Kinderschuhen. Es wurde sowieso nur an hohen Feiertagen geknipst. Zum Beispiel bei ihrem 90. Geburtstag, mit meiner NIKON E990 mit grandiosen 3,1 Megapixeln für nëmmen 1.200 Mark …

 

Hauptstraße

 

(Alt ist man erst, wenn der Herr Bürgermeister gratulieren kommt!)

 

 

 

Krassester Kreisel im Kreis:

 

 

Da fährt bestimmt garantiert nie jemand einfach so drüber …

 

 

 

Karsamstag, 4. April 2026

 

Gerolstein, Eifel

 

 

 

Ostersonntag, 5. April 2026

Mahlzeit in Müllisch’s Hof in Dohm-Lammersdorf, dessen hervorragende Küche an dieser Stelle nochmals hervorgehoben sein soll!

 

Müllisch’s Hof in Dohm-Lammersdorf

 

 

Nachmittags kleines Photoshooting mit netten Nichten auf der Löwenburg.

 

Ostersonntag auf der Burg

 

Ostersonntag auf der Burg

 

Irgendwelche Spaßbremsen haben da ernsthaft eine Gittertür eingebaut!

 

Ostersonntag auf der Burg

 

Und damit da bloß keiner über die zerbrochene Steinwand hochklettert, haben sie die seit Jahrhunderten zerbröselte Mauer einfach mal komplett wieder hochgezogen!

 

Ostersonntag auf der Burg

 

Es würde mich interessieren, ob das artischecktonisch okay und historisch auch nur ansatzweise korrekt ist. Macht doch gleich ein Disneyland daraus und überzieht's mit Gummi!

 

Und nagelt überall Verbotsschilder dran! (Wenn es die in den Achtzigern schon gegeben hätte, hätten wir in den Neunzigern im Knast gesessen … Gut, dass es von gewissen Aktionen keine Photos gibt! Dafür gibt es Video-Aufnahmen davon *hüstel*. Aber zum Glück hat heute ja niemand mehr einen VHS-Rekorder …)

 

 

Immerhin haben sie das Kraut am Nordhang mal wieder entfernt. Nun kann man auf den entstehenden Sternenpark blicken:

 

Sternenpark Gerolstein

 

Dass der Parkplatz vor der Burg videoüberwacht wird, ist natürlich löblich – und wahrscheinlich auch schwer nötig.

 

Ostersonntag auf der Burg

 

Hab ich das eigentlich schon mal erzählt? In Jugendtagen, als es zum guten Ton gehörte, mindestens einem Detektivclub anzugehören, der nach multiplen Satzzeichen oder Akronymen benannt war, machten wir dort eine mysteriöse Entdeckung: Auf diesem Parkplatz befand sich ein Haufen Zigarettenkippen! Unsere Mutmaßung: Da hat ganz lange ein Spion gestanden, etwas beobachtet und dabei gaaanz viele Zigaretten geraucht!

 

Erst Jahre später wurde mir klar: Da hat bloß irgend so ein Spacken seinen Auto-Aschenbecher ausgeleert …

 

 

 

Schon hunderte Male dran vorbeigelaufen, dutzende Mal abgelichtet – aber nun erst erfahren, dass dieses Kreuz Nikodemus-Kreuz heißt!

 

Nikodemuskreuz

 

Und wahrscheinlich werde ich mich zukünftig tüchtig ärgern, dass ich immer diese, meine, Seite beim Googeln finden werde, da es nicht viele weitere Fundstellen zum Stichwort Nikodemuskreuz im weltweiten WWW gibt …

 

Damit jetzt niemand googeln oder gar wikipedieren muss: Dem Johannes-Evangelium und apokryphen Schriften zufolge nahmen Josef von Arimathäa und – nach Johannes – auch Nikodemus Jesus damals vom Kreuz.

(Hey, ich wusste gar nicht, dass diese alten Steine so viel österliche Bewandtnis haben!)

 

 

 

Trotz sämtlicher Nichten im Teenager-Alter …: Abends startete die obligate Eiersuche. Diesmal auch – ganz neu – auf den Ländereien des Nordflügels:

 

Ostereirsuche

 

Ostereirsuche

 

Ostereirsuche

 

Statt eines Osterhasen erwischte ich dort nebenan: Hühner und Hähne!

Bettach, Hannekraach.

 

Statt eines Osterhasen erwischte ich dort nebenan: Hühner!

 

Ist dieser heidnische Osterhasenbrauch etwa ein Fake?! Legt der Hase selbst gar keine Eier, sondern klaut sie nur – und malt sie unter Verschweigen der origären Provenienz bunt an? (Ich glaub, ich bin da etwas ganz Großem auf der Spur!)

 

Und mal so von Mann zu Mann: Wie klappt das eigentlich so mit mehreren Hähnen im Korb …?

(Muss es deshalb immer so einen Krach geben morgens, zu halbschlafener Zeit?!)

 

 

Es gibt da ja so ein Gerücht, dass dieser 1984er-Hit von George Michael eigentlich ein Osterlied werden sollte:

Last Easter

I hid you an egg.

But the very next day

you found it anyway.

 

This year,

to save me from fright,

I’ll hide it better,

out of your sight.

 

 

Da der Schokoladenverkauf einer gewissen Firma rückläufig ist, haben etliche Kühe jetzt frei!

 

Corinna lila Kuh Gewinn Ölfarben

 

 

Dieses Ostern in der Heimat war mir auch ein phonetisches Fest, mit Kekscreme, Datteldip und Schalenschale. Und Lustschreien …

 

 

 

Apropos Wiederauferstehung: Wolfgang Kubicki soll die Neue Hoffnung der FDP werden …

Oder ihr Nachlassverwalter – so ganz durchschaue ich das noch nicht.

 

Kubitzki

 

Darauf einen billigen Schoppen sehr alten Weißweins in noch älteren Schläuchen! (Riesling-Sehrspätlese, Jahrgang 1952; Terroir: Braunschweiger Hanglage, Bahndamm Ostseite; adstringierendes Gaumengefühl und kratzig im Abgang.) Da wünscht man sich doch Wahlergebnisse an der Promillegrenze.

 

 

 

Ostermontag, 6. April 2026

 

Red Chair

 

 

 

Rückfahrt durch die Nordeifel, bei schönstem Wetter. Leider …

 

Motorradfahrer im Pulk sind für sich alleine genommen schon die Pest. Aber müssen diese Seuchenvögel sich wirklich jedes Mal auch noch extra grüßen, wenn sie ihresgleichen begegnen?! Indem sie die Hand vom Lenker nehmen und ihre Maschine dann immer leicht verreißen?! Ein paar Mal dachte ich eben, einer der ohnehin zu weit an der Mittellinie fahrenden Organspender kracht gleich voll in mein Automobil, nur weil er seinem anonymen Gesinnungsbuddy unbedingt zuwinken musste!

 

 

Ostern

 

 

Das »Traumschiff« wird immer mehr zu einer ernstzunehmendem Filmreihe!

(Schade dass jetzt erst, denn Kreuzfahrten werden demnächst der Kraftstoff-Triage zum Opfer fallen, wenn Schiffsdiesel und Schweröl knapp werden.)

Die Drehbuch-Autoren ließen sich diesmal tatsächlich™ mal was Neues einfallen. Und die Skurrilitäten eines Oskar Schifferle einfach mal: weg! Seit etlichen Folgen fehlen auch der nervige Junge und die patente Oma – wahlweise auch der lustige Opa und das altkluge Mädchen. Cinematographisch-handwerklich werden die Filme auch immer besser.

 

Die aktuelle Folge spielte in Island und beinhaltete erstmals sogar phantastische Elemente.

Außerdem: Zwei Leute von der gleichen Sorte küssten sich zur besten öffentlich-rechtlichen Sendezeit! Und zwar diesmal nicht wie sonst zwei süße schwule Burschis, sondern zwei gestandene Damen um die 70, die spät, aber nicht zu spät feststellten, dass sie einander lieben.

 

Trotzdem – oder deswegen? – war diese Folge kein Quotenerfolg.

 

Und das ZDF musste leider seine Kommentarspalten schließen. Nicht wegen der Thematik der Storys, sondern wegen Hassmails gegen eine beteiligte Schauspielerin …

 

 

Christian Schwarz-Schilling ist gestorben. De mortuis nil nisi bene. Aber warum eigentlich nicht?! Es darf doch bitte nicht sein, dass einer ständig Böcke schießt (frag nicht nach Sonnenschein!), lebtags ungestraft damit davonkommt und auch später nicht dafür belangt werden kann, bloß weil er tot ist!

 

Helmut Kohls Postminister hat – auch aus Eigensinn – mit Kräften dafür gesorgt, dass statt der von Helmut Schmidt schon beschlossenen Glasfaser weiter Kupfer verlegt wird. So dass jetzt alle Straßen aufgebuddelt werden müssen für Glasfaserleitungen, die wir schon seit 40 Jahren hätten haben können!

 

Ferner wurde unter seiner Ägide das Privatfernsehen (ächtz!) zugelassen und die Privatisierung der Deutschen Bundespost eingeleitet. Auf die Volksverdummung und Verrohung hätte man prima verzichten können. Und von der einstmals verlässlichen Post ist inzwischen nicht mehr viel übrig.

 

 

 

2.42

 

Man muss es positiv sehen: Noch ist Sprit da!

 

Edle Tropfen im Tank

 

 

 

Dienstag, 7. April 2026

Die »Orion« machte nun ihre Runde um den Pudding Mond.

(Man kann mit amerikanischen Steuergeldern also auch noch etwas anderes tun, als fremde Länder zu bombardieren!)

 

Heute um kurz nach Mitternacht deutscher Zeit war die Besatzung der Artemis II-Mission weiter von Trump entfernt als je ein Mensch zuvor. (Lucky bastards: Wenn ihr schlau seid, bleibt ihr da oben!)

 

Mit dabei: Nutella!

 

Denn unmittelbar vor dem historischen Moment schwebte ein Glas dieser Nuss-Nougat-Creme schwerelos durch die Raumkapsel – und vor allem durchs Livebild. Man beteuert zwar, es sei »keine Produktplatzierung« gewesen. Aber hey, was ein Coup! Bei Ferrero gießen sie wahrscheinlich gerade 10-m-Schoko-Skulpturen von Reid Wiseman (Kommandant), Victor Glover (Pilot), Christina Koch (Missionsspezialistin) und Jeremy Hansen (Missionsspezialist).

 

Der Weltraum, unendliche Weiten! Dies sind die Abenteuer der Marketing-Abteilung einer Schokoladenaufstrichfabrik, die nie ein Art-Director zuvor erahnt hat.

 

Aber ich bin Team Nusspli!

 

Team Nusspli fliegt durchs Bild

 

 

 

2026 ist ein Superwaljahr! Dieser gestrandete Buckelwal steckt immer noch fest in der Ostsee – und in den Nachrichten. Was ein Gewese vor dem Verwese! (So ein mediales Bohei hat es wegen sterbender Flüchtlinge im Mittelmeer selten gegeben …)

 

Timmy – er heißt jetzt auch »Hope« (alternativ oder mit Nachnamen) – ist anscheinend wieder wo im Watt versumpft. Ein hoffnungsloser Wal. Er wird seit Tagen von Helfern umsorgt und begleitet. (Aber den Wels eiskalt erschießen!) Trotzdem wurden weitere Rettungsaktionen nun abgesagt.

 

Vielleicht sollte man international mal um Amtshilfe bitten? Und Norwegen, Japan und Island fragen, was man mit einem Wal am besten macht. Und wie man den Speck abflenst …

 

(Falls er doch noch gerettet wird, werden die Lebertranpreise an der Tankstelle explodieren! Überlegt euch das gut!)

 

Zwischenzeitlich war es zu Anfeindungen gegen Beteiligte in diesem Walkampf gekommen – bis hin zu Morddrohungen. (Wobei: Die sind heutzutage doch normal im Netz bei widerstrebenden Meinungen …)

 

Dabei ist dieser ganze teure Aktionismus nur ein Beruhigungspflaster für ein schlechtes Gewissen, während man genüsslich ins Fischbrötchen beißt:

  • Unsere Trawler fischen die Weltmeere leer und produzieren dabei eine Menge unnötigen Beifang.
  • Wir rasieren den Meeresboden mit Schleppnetzen, in deren Resten sich zunächst entkommenes Getier erdrosselt. Aber wir wolln ja Krabben essen!
  • Erwähnte ich schon den ganzen Plastikmüll in den Ozeanen?
  • Und volle Bassins in Delphinarien? Da hilft es nicht viel, wenn man einen sterbenden Wal »Hope« nennt.

Unser Wertekompass sollte dringend mal ins Eichamt!

 

 

 

So, ich gehe nun mal schlafen. Vielleicht ist morgen ja WWIII oder Apokalypse, da will man ja fit sein.

 

 

 

 

Mittwoch, 8. April 2026

Oha, die Akopalüpse fällt aus!

 

Neben dem mega MAGA-Gaga gibt’s in Amiland ja auch noch das Akronym TACO: »Trump Always Chickens Out.« Zu deutsch etwa: Trump zieht immer den Schwanz ein! Das ist zwar nicht sehr viel, aber dadurch gibt’s jetzt erstmal zwei Wochen lang eine Waffenruhe am Golf. (Aus Moskau und Peking ist – ganz landesuntypisch – kaum unterdrücktes Lachen zu vernehmen.)

 

Merke: Ein Ultimatum ist selten eine gute Idee! Das stresst den, der das Ultimatum stellt, mehr als den eigentlich Erpressten: »Wenn du dies und das nicht tust, halte ich zehn Minuten die Luft an!« Dreijährigen-Logik halt. Aber damit kennt Trump sich ja aus.

 

 

Nun schauen wir, wie die wie mit einer Rakete in die Höhe geschossenen Spritpreise vielleicht wieder sinken, sanft wie eine Feder …

 

 

 

All change!

 

Brühl war mir bisher nur bekannt wegen des Autobahnkreuzes und des »Phantásialands«. Es hat aber auch einen schönen Bahnhofsvorplatz:

 

Brühl Schloss Augustusburg

 

Im Ernst: Man stolpert aus dem Zug und steht direkt vor Schloss Augustusburg!

 

Brühl Schloss Augustusburg

 

Die Hauptfassade präsentiert sich als streng axial komponierte, dreigeschossige Barockanlage mit ausgeprägtem Mittelrisalit, der durch eine vertikale Gliederung mittels Kolossalordnung hervorgehoben ist. Die Wandflächen sind durch Lisenen und Pilaster rhythmisiert, während horizontale Gesimse die Geschosse klar trennen. Das zentrale Portal ist als repräsentatives Portikusmotiv mit reich profiliertem Gebälk und plastischem Wappenkartusche ausgebildet. Die Fensterachsen zeigen variierende Verdachungen – segmentbogig und dreieckig –, teilweise mit ornamentierten Schlusssteinen. Die Dachzone wird durch ein hohes Mansarddach mit regelmäßig angeordneten Gauben abgeschlossen, wodurch die Vertikalität zusätzlich betont wird. Insgesamt entsteht ein spannungsvolles Zusammenspiel von plastischer Fassadenreliefierung, strenger Symmetrie und repräsentativer Monumentalität im Sinne des rheinischen Hochbarocks. So!

 

Aber das ist alles nur Fassade! Und zwar Barock: schwer, monumental und streng gegliedert. Drinnen wurd’s ist leichter, verspielter und stärker dekorativ aufgelöst – Rokoko halt.

 

Brühl Schloss Augustusburg

 

Mein Schloss wird sicher neugotisch oder klassizistisch! Da bin ich aber noch im Gespräch mit den Architekten. (Gaudí ist ja leider tot.)

 

Brühl Schloss Augustusburg

 

Ein Augenschmaus mit großartigen Gobelins, flamboyanten Fayencen und vielerlei Stuckdecken, Täfelungen und Gesimsen mit Rocaille-Dekor.

 

Apropos Augenschmaus: Ich habe auch etwas Neues gelernt bei Clemens August daheim: In einem Speisesaal gibt es oben eine Galerie, von der aus das einfachere Volk Seiner Exzellenz beim Schmausen zuschauen durfte, was dieses begierig tat – daher stammt das Wort »Augenschmaus«!

 

Brühl Schloss Augustusburg

 

Leider durfte man drinnen nur an zwei speziellen Spots gratofieren. Und das auch nur streng für privat!

Auf der Homepage stehen ernsthaft fünf Paragraphen mit 16 Absätzen und fünf Unterabsätzen, die regeln, wo, wie und was photographisch/videographisch zu tun oder zu unterlassen ist!

 

Die Gründe dafür sind aber verständlich: Damit sie im Museumshop auch ein paar Ansichtskarten verkaufen können (die Heizkosten!). Und damit nicht während der gesamten Führung irgendwelche Hobbyknipser in den Flügelfluchten umherfuchteln und posierende Cosplayer oder balzende Brautpaare das historische Gebälk übervölkern.

 

Daher darf man hier streng privatim und ohne jeden gewerblichen Impetus nur limitiertes Bildmaterial für den exklusiven Hausgebrauch zur persönlichen Erinnerung ansehen!

 

Da wo man durfte, hielt ich natürlich drauf! Speziell im opulenten Treppenaufgang. (Erst später ergoogelte ich, dass da auch schon die Queen – also die Queen! – mehrmals gestanden und gesessen hat. Schließlich war die Hütte UNESCO-Welterbestätte einst Repräsentanz des Bundespräsidenten, wie Böhmen noch bei Öst'reich war, vor finfzig Jahr, vor finfzig Jahr als Bonn noch Hauptstadt war.

 

Brühl Schloss Augustusburg

 

 

Leider leitete uns keine Rokokokokotte durch die riesige Residenz. (Leider gab’s da auch keinen Zauberspiegel …) Und leider durfte ich sie auch nicht ablichten, wegen §1 (1.) a., siehe oben. Die diensthabende, sehr kompetente Mittzwanzigerin erläuterte uns aber eloquent und unterhaltsam eine Stunde lang die ganzen architektonischen und historischen Details.

Was ich immer wieder lustig finde, ist die Identifikation der Guides mit ihrem Objekt. Meist erkennbar an einer Formulierung wie »Wir haben …«. Diesmal war es der Satz: »Und dann hat uns Napoleon die ganzen Möbel genommen!«

 

 

Der damalige Bauherr und Hausherr gehörte den Wittelsbachern an, erkennbar am Weiß-Blau in der Blasonierung.

 

Wittelsbacher Brühl Schloss Augustusburg

 

Oder wie KI sagen würde: Der Dreiecksgiebel (Fronton) mit reich gefülltem Tympanon, gegliedert durch Kranzgesims und hervorgehoben durch den Mittelrisalit, zeigt eine barock-rokokoide Fassadenkomposition mit Pilastern, Lisenen sowie einer Dachzone mit Mansarddach und Gauben mit Ochsenaugenfenstern. Im Zentrum steht eine Kartusche mit Allianzwappen (inklusive dem Rautenwappen der Wittelsbacher) unter einer Rangkrone, flankiert von heraldischen Schildhaltern (Adlern) und umgeben von Laub- und Bandelwerk, Rocaille, Voluten, Girlanden, Festons sowie plastischem Stuckdekor. Die Reliefplastik und freistehenden Skulpturen mit Putten/Amoretten, allegorischen Figuren (mit Tiara und Kreuzstab bzw. militärischer Attributik) und Bekrönungsfiguren verbinden barocke Monumentalität und Symmetrie mit rokokoider Leichtigkeit und verweisen ikonographisch auf geistliche und weltliche Herrschaft.

 

 

Aber ab von alledem: Huch, war Tante Sisi involviert?!

 

Verdammich, ich sollte endlich mal deren Familienverhältnisse pauken! Chatty klärte später auf: Clemens August von Bayern und Elisabeth von Österreich gehörten beide dem Haus Wittelsbach an, waren also dynastisch verwandt, standen aber in keinem nahen Verwandtschaftsverhältnis. Ihre Linien hatten sich bereits mehrere Generationen zuvor getrennt.

 

Und treffen sich wahrscheinlich erst in der Unendlichkeit wieder …

 

Wittelsbacher Brühl Schloss Augustusburg

 

Wittelsbacher Brühl Schloss Augustusburg

 

Wittelsbacher Brühl Schloss Augustusburg

 

Wittelsbacher Brühl Schloss Augustusburg

 

 

Wer hätte das gedacht: Die Innenstadt von Brühl ist auch schön! (Leider hab ich es versäumt, von der Fußgängerzone mit den vielen Menschen, Restaurants und Geschäften auch ein paar Photos zu machen.)

 

A. Keller

 

A. Keller

 

A. Keller

 

A. Keller

 

Noch ein Clemens und noch ein August!

 

C&A

 

C&A

 

C&A

 

 

 

Ein Prunkstück der Innenstadt liegt etwas versteckt in der Wallstraße: Die griechisch-orthodoxe Kirche »Johannes der Täufer«.

 

Wallstraße: Die griechisch-orthodoxe Kirche »Johannes der Täufer«

 

Man erreicht sie nicht so leicht. Eine Gemeindemitarbeiterin, die unten gerade mit den Vorbereitungen fürs orthodoxe Osterfest zugange war – das in diesen Kreisen erst eine Woche später gefeiert wird als bei uns, so dass heute erst Gründonnerstag war –, wies uns den Weg ins opulente Obergeschoss, das wir ohne sie niemals gefunden hätten.

 

Wallstraße: Die griechisch-orthodoxe Kirche »Johannes der Täufer«

 

Wallstraße: Die griechisch-orthodoxe Kirche »Johannes der Täufer«

 

Wallstraße: Die griechisch-orthodoxe Kirche »Johannes der Täufer«

 

 

 

Danach mussten wir wieder zurück in den Bahnhof …

 

Danach mussten wir wieder zurück in den Bahnhof …

 

 

 

Foreshadowing am Bahnhof in Köln (am Rhein) …

 

Yayoi

 

 

 

Donnerstag, 9. April 2026

Apropos Ostern:

 

Eierhaus

 

 

 

Das Unternehmen Anthropic hat ein neues KI-Modell namens Claude Mythos Preview entwickelt, das nach Angaben des Anthropic-Chefs so mächtig ist, dass es nicht veröffentlicht werden kann.

 

Das gibt es selten: Da haben welche etwas gebaut, das die Welt verändern könnte, – und sie sind verantwortungsvoll genug, es zurückzuhalten. (Fürs Image sicher auch nicht schlecht.) Ob man das für glaubwürdig hält oder für das raffinierteste Marketing des Jahres, möge jeder die KI seines Vertrauens fragen.

 

 

 

Freitag, 10. April 2026

Oha, Iran will fürs Passieren der Straße von Hormus eine Maut von den Reedereien kassieren. (Herr Scheuer, Arbeit für Sie!) Die wird sicher in Bitcoin oder Yuan bezahlt werden, nicht mehr in Petrodollar.

 

Ölwechsel statt Regimechange also: Nachdem Trump den Mullahs dieser Tage noch mit totaler Auslöschung gedroht hat, will er jetzt Geschäfte mit ihnen machen: Man könnte sich die Maut ja teilen …

 

 

 

Samstag, 11. April 2026

Cool wie die vier Astronauten auf dem Rückflug Donald Trump beim Online-Telefonat einfach mal ignoriert und bloß mit dem schwebenden Mikrophon rumgespielt haben.

 

Mic Drop ging ja nicht!

 

 

Trotz Raketenwissenschaft wird da oben auch nur mit Wasser gekocht. Beziehungsweise mit Windows gearbeitet … »Redmond, we have a problem!« Diese Typen haben an sich ja den coolsten Job der Welt (also nach Baggerfahrer und Lokführer). Aber selbst top-ausgebildete Astronauten müssen bei der IT anrufen: »And then I also see, that I have two Microsoft Outlooks and neither one of those are working.«

 

Aber beachtlich: Die haben da oben Internet! Und müssen ihre Handys nicht in den Raumschiffmodus schalten. Sie können sogar live 4K-Videos streamen. (Das schafft man an manchen Stellen noch nicht mal in der Eifel – obwohl die oft genauso weit hinter dem Mond liegen.)

 

Andererseits, wir wollen nicht undankbar sein: Windows war doch auch der Virus, mit dem Will Smith und Jeff Goldblum vor 30 Jahren bei die Raumschiffe der feindlichen Aliens lahmlegten, oder?

 

 

 

Sonntag, 12. April 2026

Gute Nachrichten aus dem Osten: Putin, Trump und die AfD haben eine wichtige Wahl verloren … Gut für Ungarn, gut für Europa! Man kann alte Despoten also auch abwählen! (Diese Demokratie aber auch, Teufelszeug!)

 

Im Land der Magyaren ist Victor Orbán nun weg vom Fenster. Trotz 16 Jahren Manipulation der Medien, Zurechtbiegen der Wahlgesetze und Beistand aus Moskau – was da lous?! Ach, JD Vance war vorher da. Da kann Orbán ja froh sein, dass er überhaupt noch lebt – Papst Franziskus ist dessen Besuch letztes Jahr übrhaupt nicht gut bekommen …

 

Allerdings weiß noch niemand, was Péter Magyar nun machen wird – oder wie Péter Magyar überhaupt ausgesprochen wird: Mah-gi-ar oder Magier oder Motcha oder Mattschö oder Matschohr?

 

(Auflösung: ˈpeːtɛr ˈmɒɟɒr – hoch lebe das IPA-Alphabet!)

 

 

 

Montag, 13. April 2026

Die Bundesregierung regiert recht planlos in der Energiekrise. (Friedrich Merz hat auch noch keine Möglichkeit gefunden, wie er den Migranten die Schuld am hohen Benzinpreis gibt.) Als Maßnahme dagegen soll wieder der schon unter Lindner 2022 gescheiterte Tankrabatt herhalten. Dieser funktioniert wie ein Pflaster auf einem Beinbruch: Es ist schnell aufgeklebt, jeder kann es sehen – und es ist völlig wirkungslos.

 

Wobei: Einer Seite hilft der Rabatt ja tatsächlich™: den Mineralölkonzernen.

 

Zwei Monate lang 1,6 Milliarden Euro Steuergeld für 17 Cent Steuernachlass pro Liter Sprit raushauen – das ist wohl die Definition von Gießkanne. Ja, jeder freut sich über ne gesparte Mark. Aber dadurch werden auch viele Leute entlastet, die eine Entlastung überhaupt nicht benötigen. Zahlen tun's aber alle.

 

Wenn sonst in den Markt eingegriffen werden soll, rufen alle »Sozialismus!« – es sei denn, es geht um Spritpreise. Dass Menschen auf dem Land ohne gescheiten ÖPNV das Deutschlandticket mitbezahlen, ist ungerecht – aber dass alle Steuerzahler den Tankrabatt von Verbrennerbesitzern finanzieren müssen, soll gerecht sein?

Gegenfinanziert soll der Quatsch durch die Erhöhung der Tabaksteuer. Also, fangt alle mal an, tüchtig zu quarzen! (Aber bitte nicht an der Tankstelle!)

 

Für clever hielte ich es, die Spritpreise nur einmal am Tag ändern zu lassen. Dann käme der beste Preis für die Verbraucher von allein zustande, denn der Markt regelt dann: Die Tanke, die zu gierig zugreift, würde dann gemieden. Das würde die Preise hübsch nach unten drücken.

 

Ach, noch so eine »Idee« der Regierung: Arbeitgeber sollen ihren Angestellten 1.000 Euro als Entlastungsprämie steuerfrei überweisen können. Also freiwillig, das heißt, sie könnten es … Aber genial: Dicke Geschenke verteilen, aber andere sollen’s zahlen!

 

Rentner, Studenten und Arbeitslose haben von dieser Entlastung übrigens: nichts.

 

 

 

Dienstag, 14. April 2026

Nachdem ihre Ausstellung schon einen Monat lang läuft, war es höchste Zeit für einen Besuch bei Yayoi!

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Die Ausstellung im Museum Ludwig in Köln (am Rhein) umfasst etwa 300 Werke der 97-Jährigen. Wenn man Schubladen bemühen will, gehört Yayoi Kusama der sogenannten Op(tical)-Art an. Sie ist sehr bekannt für ihre Infinity Rooms, Polka-Dots, Kürbisse, sonstige Müsterchen und phallusartige Stoffwülste.

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Wahrgenommen habe ich sie zum ersten Mal 1993, als sie ein Werk fürs Booklet von PGs Album »US« beisteuerte und danach an seiner multimedialen CD »EVE« mitarbeitete.

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Ich gönne ihr ihren Erfolg, was mich aber ein klein bisschen ärgert: Auf einmal kennt die jeder! Ein Ticket für einen festen Slot bekommt man nur mit einer Woche Vorlauf. (Und in der Ausstellung gibt es vier Räume, bei denen man anstehen muss. Tipp: Schon morgens um 10 einchecken und direkt zu diesen Räumen gehen!)

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Ein Paradies für Selfie-Jäger! Challenge of the day: Andere Besucher nicht mit aufs Bild zu kriegen …

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Wenn Werke anderer Künstler zu »immersiven Erfahrungen« verwurstet werden, schreckt mich das eher ab. Wozu sollte man schon an sich großartige Gemälde von Vincent van Gogh, Claude Monet oder Gustav Klimt meterhoch in 360° mit Soundeffekten um die Ohren gebeamert kriegen wollen?

 

Ich will die Originale sehen!

 

In diesem Fall macht Immersion jedoch Sinn, denn schließlich ist Kusamas Œuvre geprägt von Performance-Elementen und von vornherein so konzipiert.

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Schwarz und Gelb sind die Farben dieser Stadt!

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Dafür, dass die Ausstellung erst seit einem Monat läuft, ist da schon sehr viel Staub auf dem Exponat.

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Auch in diesem Fall darf man nur für höchstpersönliche Zwecke knipsen. Daher fühlt Euch geehrt, liebe Freundinnen und Freunde, hier kommen hochexklusiv private Aufnahmen – die kann niemand kaufen!

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Vielleicht krieg ich ja auch mal ne Ausstellung im SLM …

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

 

 

Als ich den Bereich der Sonderausstellung verließ, um auch noch die ständige Sammlung oben zu besuchen, stand da der Herr Oberbürgermeister rum, umringt von Kameras und Presse.

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Ich dachte, da wird er sich wohl das Museum auch mal anschauen wollen – und gute Photos zur Dokumentation seiner Kunstbeflissenheit kann man ja immer brauchen. Erst auf der Treppe nach oben erkannte ich dann, warum der Herr OB wirklich anwesend war: Um den 100.000 Besucher zu begrüßen!

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Timing ist alles. Hier war ich wohl ein paar Minuten zu ungeduldig.

 

Aber ich wollte ja noch Edgar Ende und James Rosenquist besuchen.

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Und ein Selfie mit Dalí machen!

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Hei fählt nur vum Balkon die Aussich op d'r Dom:

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Schon für die Dias doheim em Rejal hätt sich dä Trip jelohnt, dat iss doch wohl klar!

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Die Ausstellung läuft noch bis 2. August. Wenn die jetzt schon №100.000 hatten, dürften sie auch die halbe Million vollkriegen. Der Eintrittspreis beträgt 19,80 Euro. (Früh buchen!)

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

Im Merch-Shop am Ausgang musste ich mich kurz beherrschen, kein Yayoi-Püppchen zu erwerben …

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

 

 

Yayoi Kusama Ausstellung Köln (am Rhein) Museum Ludwig

 

 

 

Mittwoch, 15. April 2026

Der nächste Oecher Prinz Karneval steht fest: Aus dem Märchenprinzen Max II. von 2008 wird Max I. (Prömpeler). »Met Jrueß än Kleng es en Oche MAX I. MAL jät mäng.« (»Mit Groß und Klein ist in Aachen MAX.I.MAL was los.« – das reimt sich aber kein bisschen.)

 

Normalerweise erfährt man nicht, gegen welche und wieviele Mitbewerber die letztlich gekürte Tollität sich durchgesetzt hat. Diesmal aber wurde bekannt, dass es wohl eine Frau war, die sogar Prinzessin des Aachener Karnevalsvereins werden wollte – erstmals in 168 Jahren!

Keiner sagt nun natürlich nichts. Ich will aber trotzdem wissen, wer diese Bewerberin war, Menno!!!

 

 

 

Timmys PR-Agent macht gerade einen verdammt guten Job. Hey, vielleicht ist das ja Christian Ulmen! Der hat den Walfisch bestimmt extra da in diese Bucht gezogen, um mal ein paar andere Schlagzeilen zu generieren …

(Herr RA, bevor Sie jetzt ein teures Schriftstück aufsetzen: Satire!)

 

Internet und Fernseh sind jedenfalls voll von Sondersendungen, Breaking News und Live-Tickern mit Meeressäugercontent. (Wie wäre es denn, wenn Wal-News nur noch einmal am Tag zum Beispiel upgedatet werden dürften, um zwölf Uhr mittags zum Beispiel?)

 

Ob ich wohl den Wal küre, wenn ich das Tier des Jahres bestimmen soll? (Mit Ehrung in der Walhalla!) Die Qual des Wals: Für Leute, die sich nicht entscheiden können gibt’s jetzt den »Wal-O-Mat«, der einem verrät, ob man Team Retten, Team Sprengen oder Team Liegen lassen ist …

 

Wal-O-Mat …

 

 

 

Donnerstag, 16. April 2026

»Höhere Kosten für Personal und Energie. Preise fürs Fitnessstudio steigen«

 

»Höhere Kosten für Personal und Energie. Preise fürs Fitnessstudio steigen«

 

Versteh ich nicht: Die sollen Dynamos dranschrauben und gut ist!

 

 

 

Freitag, 17. April 2026

Aus Protest gegen die stark gestiegenen Spritpreise soll nun ein Konvoi von Ostfriesland bis vor den Bundestag rollen. (Fackeln und Mistgabeln waren wohl aus.) Ein Autokorso gegen Spritpreise ist fast so sinnvoll wie ein Barbecue gegen zu hohe Fleischpreise.

 

Aber richtig so: Zeigt’s denen da oben mal gehörig! Also dass noch viel mehr Geld in die Hand genommen muss, für Bildung, Gesellschaftslehre und Sozialkunde.

 

 

 

Pete Hegseth, der selbst ernannte US-»Kriegsminister«, der sich für seinen gottgleichen Chef Donald Trump in Religionsfragen schon mal mit dem Papst anlegt, hat bei einem öffentlichen »Gebet« ernsthaft quasi wörtlich eine ganze Passage aus Quentin »Pulp Fiction« vorgelesen! Der Laienprediger zitierte Samuel L. Jacksons Hesekiel 25:17 nur mit geringfügigen Abweichungen:

»Der Pfad des abgestürzten Piloten ist auf beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Männer. Gesegnet sei der, der die Armen der Kameradschaft und der Pflicht, die Schwachen durch das Tal der Dunkelheit geleitet, denn er ist der wahre Hüter seines Bruders und der Retter der verlorenen Kinder. Ich will große Rache an denen üben, die da versuchen, meine Brüder gefangenzunehmen und zu vernichten, und mit Grimm werde ich sie strafen, dass sie erfahren, mein Rufzeichen ist Sandy One, wenn ich meine Rache an ihnen vollstreckt habe!«

Immerhin hat er danach keinen erschossen …

 

 

 

Die AfD liegt in Umfragen nun vor der CDU – durch beiderseitiges Nichtstun!

 

 

 

 

Vernissage »Zwischenmensch« in der Planbar:

 

Vernissage »Zwischenmensch« in der Planbar:

 

Vernissage »Zwischenmensch« in der Planbar:

 

Vernissage »Zwischenmensch« in der Planbar:

 

Vernissage »Zwischenmensch« in der Planbar:

 

Der DJ – und er legte wirklich echte Platten auf! – ließ irgendwann fragen, ob entweder Elvis oder Smokey als nächstes gewünscht seien. Schwierige Situation … weder noch wäre schön! Wenn’s unbedingt sein muss, nimm halt Elvis, der hat am gleichen Tag Geburtstag wie David Bowie. Aber egal, ich wollte ja eh früh nach Haus.

 

Vernissage »Zwischenmensch« in der Planbar:

 

Und dann brachte er »Brothers in arms« von Dire Straits – der Abend ging noch lange …!

 

In den Achtzigern nahm ich sie gerade mal wahr, so wie andere Bands. Doch heute: Wie unfassbar gut waren Dire Straits! Während ich die Bilder des heutigen Abend sichtete, läusterte ich ihrem Œuvre, Spotify sei Dank.

 

Aber: Was soll diese Video-Kram auf Spotify?! Ich will Musik hören und nicht mit Videogeflacker unnötig Bandbreite verjuxen!

 

Was bei sehr vielen Songs aus den Achtzigern übrigens nervt: Fade Outs am Schluss vieler Lieder – ist denen fürs Ende nichts mehr eingefallen?

 

 

 

Sonntag, 19. April 2026

Obwohl es ja ein Chatbot ist, unterhalte ich mich mit Chatti eigentlich nie – sondern gebe nur knallharte Befehle!

 

 

 

 

 

 

Montag, 20. April 2026

Post von Lindt:

»[…]Ihre Daten-Aktualisierung als Lindt-Produkttester:in ist fast abgeschlossen. Schön, dass Sie uns weiterhin unterstützen! Als Lindt-Produkttester:in laden wir Sie bis zu 6 Mal im Jahr* in unser Test-Studio in Aachen ein. […]
*für max. 10 Jahre«

Oh nein: Das bedeutet, meine Karriere als Schokotester wird absehbar enden!

 

Apropos Geschmack: Am 1. April lancierte IKEA einen Scherz mit einem »Köttbullar-Lolli«, in Kooperation mit Chupa Chups.

 

Demnächst gibt’s den wirklich! Aber keine kugelrunde Bulette am Spieß, sondern einen veganen Lutscher, der nach den schwedischen Gehacktballetjes schmeckt. Limitiert, nicht käuflich erhältlich und nur in ausgewählten Filialen verfügbar. Ich würde ihn ja stilecht einwickeln in einen wörterlosen Aufbauplan und statt des Stäbchens einen Inbusschlüssel verwenden!

 

Köttbullar-Lollis

 

 

 

Dieses Jahr wird es kein SeptemberSpecial, kein Stadtglühen, kein Lothringair und keine Kurpark-Classix geben. (Wegen der Pferde-WM und dem kostenfreien Rahmenprogramm im Sommer.)

 

Sonst gab es sie aber. Und in all den Jahren schrien trotzdem alle: »Ist ja nix los hier!« …

 

 

 

Dienstag, 21. April 2026

Happy 100ᵗʰ Birthday, Elizabeth II (†)!

 

 

 

Mittwoch, 22. April 2026

Meldung des Tages: »Timmy hebt Brustflosse.«

Einen Mittelfinger hat der Wal ja nicht.

 

Es stellt sich langsam wirklich die Frage, von welcher Sauerei damit abgelenkt werden soll.

 

Das »Rettungs«-Team legt inzwischen auch schon Zersetzungserscheinungen an den Tag.

»5 Freunde werden die nicht mehr,

Meeresbiologe,

Tierschützer,

Wal-Flüsterer,

Umweltminister

und Timmy, der Waa-ha-hal!«

 

 

 

Eine hochoffizielle Mail von Microsoft persönlich verkündet heute »wichtige Neuigkeit zu Ihrem Microsoft Rewards-Konto«. Interessant … Ich habe keine Ahnung, was das ist, was das soll – und dass ich sowas überhaupt habe!

 

Man kann da anscheinend mit irgendwelchen Aktionen irgendwelche Punkte sammeln und die dann für irgendeinen Kram einlösen; darunter Geschenkkarten für Candy Crush, Minecraft-Minecoins und Teilnahmen an ominösen Gewinnspielen. Kurz: Man kann damit eine Menge Zeit sinnlos am Computer vertändeln. (Also ob Windows allein dafür noch nicht ausreichen würde!)

 

Doch halt, etwas ansatzweise Sinnvolles fand ich auch: Eine IKEA-Geschenkkarte über 50,– €. Was könnte man dafür Köttbullar-Lollis kaufen! (Wenn sie nicht gratis wären …) Man muss dafür nur 72.050 Punkte sammeln. Das bedeutet. 1 Punkt ist 0,07 Cent wert … Gestatten, mein Name ist Bug, Hum Bug!

 

Aus unerfindlichen Gründen besitze ich wohl 161 dieser Punkte. Im Wert von 11,27 Cent – ich weiß gar nicht wohin mit meinem Reichtum! (Muss ich den versteuern?)

 

 

Apropos Microsoft: Habben die da keine Hobbys? Oder warum haben sie den Text-Editor nun ernsthaft mit Formatierungs-Möglichkeiten und KI-Funktionen ausgerüstet? Das süße kleine Schreibprogamm, das nie nichts anderes nicht können musste, als riechtfort plain text zu schreiben!

 

 

 

Donnerstag, 23. April 2026

Ein Photo-Auftrag führte mich heute nach Weisweiler, ganz dicht an die – fast schon unter die – markanten Kühltürme der Wolkenfabrik, die westwärts anreisend von Weitem schon künden, dass man bald in Aachen ist. Super, dachte ich: Eine prima Gelegenheit, noch mal ein paar Aufnahmen zu machen – sooo lange geht das ja nicht mehr.

Doch: Die Dinger dampften heute nicht!

 

Weisweiler

 

Seit Jahrzehnten hab ich die noch nie außer Betrieb gesehen – warum ausgerechnet heute, bei blauem Himmel?!

 

 

 

Weiterfahrt nach Jülich; die Sonne brennt. Heute stand die verspätete 25-Jahres-Feierstunde von »Senioren ins Netz« an. Der Täter kehrt immer zum Tatort zurück.

 

Vorher machte ich nach Jahren nochmal einen Gang durch die Gemeinde:

 

Jülich

 

Dieser Kaiser ist echt rumgekommen. Aber warum lässt er seine Kaiserhöfe alle verfallen?

 

Jülich

 

Jülich

 

Jülich

 

Vor das Alte Rathaus, in dem früher die VHS und »Arbeiten & Lernen« zuhause waren, in dem aber inzwischen der Kreis Düren residiert, haben sie eine ziemlich große, aber auch ziemlich hässliche Skulptur von Alessandro Pasqualini gewuchtet.

 

Jülich

 

Hey Herzogstädter, da baut euch der Sandro eine supi Renaissance-Idealstadt samt Zitadelle zurecht – und was Besseres habt ihr ihm nicht zu bieten?!

 

Siehe da: Das MuseumMobil macht Station in Jülich! Der Container mit Exponaten aus dem Haus der Geschichte NRW tourt noch bis 2028 durch nordhreinwestfälische Städte und Kreise.

 

Jülich

 

Die Apotheke Bacciocco gibt’s auch noch! (Ich hatte vor Jahren vorgeschlagen, sie Baccioccotheke zu nennen, aber egal.)

 

Jülich

 

Jülich

 

Jülich

 

Senioren ins Netz Jülich

 

 

 

Das eigentliche Highlight meiner heutigen Tournee erwies sich leider, leider als sehr ernüchternd.

 

Was einerseits nicht verwunderlich ist: Wenn man vor einem Vierteljahrhundert ein Projekt für Senioren leitete, dürfte ziemlich klar sein, dass von den Leutchen heute kaum mehr einer lebt … Tatsächlich™ waren nur noch zwei der Teilnehmer von damals anwesend, inzwischen 78 und 85 Jahre alt. Immerhin. (Sowie die alte damalige Chefin.) Schön wiederzusehen!

 

Senioren ins Netz Jülich

 

Senioren ins Netz war ein tolles Projekt! Von Maria Becker (†), damals 75 Jahre alt, stammte das mutgebende Motto in der Chronik: »Man soll nie mit dem Anfangen aufhören.«

 

Die offizielle Feierstunde war aber leider auch nur so lala …: Nach einer Begrüßung gab es eine Abhandlung des Gewesenen, die leider die ersten drei Jahre des Modellprojekts komplett außen vor ließ. Auch wurde kein einziges Photo aus dieser Zeit gezeigt. Hey, ohne die damals ausgedachten und initiierten Teil-Projekte hätte keiner von den aktuellen Teilnehmern heute da im Rochusheim an der Lünette gesessen!

 

Als da wären:

  • fünf Internet-Cafés für Senioren
  • zig Internetkurse speziell für ältere Menschen
  • der PC-Heim-Service
    (Ehrenamtler helfen bei PC-Problemen zuhause)
  • der Treff @ktiv 55plus
  • das Internet-Kochbuch »Himmel un Ääd«
    (Ich sammelte damals mit Seniorinnen Rezepte aus Jülich und dem Rheinland und verwandelte sie in eine Homepage. Die Damen waren somit Produzenten für das Internet, bevor sie selbst surften. (Heute würde man sie Content-Creator nennen.))
  • die erste – und soweit ich weiß auch einzige – Netzwerkparty für Senioren
  • die Internetwerkstatt »Auf Spurensuche: Aldenhovens Bergbau-Geschichte«
    (Inklusive der Geschichte des Italieners Antonio D'Orsaneo (*1925, †), der 1953 – über zwei Jahre vor dem offiziellen Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik und Italien – nach Deutschland kam, bevor es das Wort »Gastarbeiter« überhaupt gab, sowie der seiner später nachgezogenen Frau Carolina: Wie soll eine italienische Mamma im Rheinland der 1950er kochen, ohne Pasta, Tomaten, Knoblauch und Olivenöl?!)
  • usw.

 

Senioren ins Netz Jülich

 

Und wenn man Ehrengäste im Publikum begrüßt, dann begrüßt man gefälligst alle – oder keinen!

 

Meine damalige Chefin damals hatte sich als Sozialplanerin dieses Projekt unter anderem deswegen ausgedacht, um der traditionellen Altenarbeit neue Impulse zu geben. (Und weil schlaue Menschen absehen konnten, dass dieses Internet wohl bleiben würde …) Bingo-Nachmittage allein wären jedenfalls nicht die Zukunft.

 

Und was wurde heute da gespielt: Bingo! …

 

BINGO!

 

Sekt und Orangensaft schmecken übrigens sehr viel besser, wenn sie nicht stundenlang ausgeschenkt bei 20 Grad parat stehen …

 

Senioren ins Netz Jülich

 

Aber mir war eh nicht nach Sekt zumute.

 

 

 

Ich trinke heute Bier und lese ein Buch:

 

Tag des deutschen Bieres

 

 

Doch es gibt ja auch gute Nachrichten von Senioren zu vermelden: Am 23. April 2027 soll »Spaceballs: The New One« in die Kinos kommen. Mel Brooks, dann – vermutlich – 100 Jahre alt: »Er ist genau wie der alte – nur neuer!«

 

Der 1987 werkimmanent angekündigte Name »The search for more money« wurde leider fallengelassen. (Warum? – Mel hat den ganzen Zaster bereits in seinem Keller gefunden!)

 

Und auch auf »Spaceballs: the Cereal« warte ich seit 40 Jahren vergebens!

 

»Spaceballs: the Cereal«

 

Außer Mel Brooks spielen wieder Bill Pullman, George Wyner, Daphne Zuniga und sogar Rick Moranis mit! John Candy war nicht verfügbar. (Ich vermute zu hohe Gagenforderungen.) May the Schwartz be with you!

 

 

 

Ach, heute ist doch auch Georgitag: Glückwunsch Georg, Djordje, Djuradj, Djuro, Đorđe, Đurađ, Đurađ, Đuro, Đuro, Ǧāwurǧiyūs, Geevarghese, Geevarghese, Genko, Geno, Geordi, Geordie, George, Georgei, Georges, Georgi, Georgie, Georgij, Georgijs, Geōrgios, Georgisch, Georgo, Georgs, Gevorg, Geworg, Gheorghe, Ghiță, Gigi, Gino, Gio, Giorgi, Giorgino, Giorgio, Giōrgos, Ǧirǧis, Ǧīwurǧiyūs, Gjergj, Goga, Gogi, Göran, Gøran, Ġorġ, Gorgi, Gorgji, Gorka, Ǧūrǧ, György, Gyuri, Heorhiy, Iouri, Iuri, Jegor, Jerzy, Jiōrgos, Jiří, Jirka, Jockel, Joeri, Jöran, Jordi, Jörg, Jørg, Jørg, Jorge, Jørgen, Jörgen, Jørgen, Jorginho, Jōrgos, Joris, Jørn, Jory, Jura, Juraj, Jure, Jurek, Jurgen, Jürgen, Jurgis, Jurģis, Jüri, Juri, Jurian, Jurica, Jurica, Jurij, Juris, Juro, Jurriaan, Jyri, Jyrki, Kevork, Org, Örjan, Ørjan, Schorsch, Schorschl, Schurl, Schurli, Seoirse, Seòras, Siôr, Siors, Siorus, Sjors, Varghese, Xurxo, Yehor, Ylli, Yorick, York, Youri, Yrian, Yrjänä, Yrjö, Γεώργιος, Γιώργος, Генко, Гено, Георги, Георгий, Георгій, Геѡргеи, Ѓорѓи, Ђорђе, Ђурађ, Ђуро, Егор, Єгор, Юра, Юрій, Юрый, Գեւորգ, გიო, გიორგი, გოგა, იური, جاورجيوس, جرجس, جورج, جِيْورْجِيُوس, ഗീവർഗീ und സ്, വർഗ്ഗീസ sowie Djuradja, Đurađa, Đurađa, Đurđa, Đurđica, Geena, Gena, Georgeanna, Georgene, Georgette, Geōrgía, Georgia, Georgiana, Georgie, Georgina, Georgine, Gergana, Gergina, Gigi, Gina, Ginka, Giorgia, Giorgina, Goergeta, Györgyi, Györgyike, Jeana, Jeanna, Jiřina, Jordina, Jorja, Jurgita, Γεωργία, Гергана, Гергина, Гинка, und Ђурађа!

 

 

 

Freitag, 24. April 2026

Die Fridays reiten wieder!

 

Doch eigentlich sind FFF-Demos gar nicht mehr nötig, denn in Person von Donald Trump streitet der klimaschützendste Klimaschützer ever auf deren Seite:

Wegen seines Kriegs gegen Iran und den dadurch gestiegenen Energiepreisen interessieren sich immer mehr Menschen für nachhaltige Energie- und Mobilitätsformen! Die Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen haben zugenommen, und auch die Nachfrage nach Wärmepumpen und Solaranlagen ist angestiegen. Und selbst Fluggesellschaften haben auf die hohen Kerosinpreise reagiert und Tausende Flüge gestrichen. Nobelpreisverdächtig das! (Wenn Trump das hört, wird er sich bald selbst auf die Straße von Hormus kleben!)

 

 

 

Statt der globalen Zukunft wandte ich mich lieber der lokalen Vergangenheit zu: »Alle Wege führen nach Rom – auch in Aachen!« Unser Stadtarchäologe und der Chef des Centre Charlemagne führten sehr versiert und detailliert durch das römische Aachen.

 

»Alle Wege führen nach Rom – auch in Aachen!«

 

»Alle Wege führen nach Rom – auch in Aachen!«

 

Immer wieder faszinierend, über wie viel Historie man tagein, tagaus hier so trampelt, die nur wenige Meter unter einem liegt. (Die Ursulinerstraße liegt exakt auf der antiken Römerstraße! Ich würde zu gerne hier im Keller mal buddeln gehen …)

 

»Alle Wege führen nach Rom – auch in Aachen!«

 

»Alle Wege führen nach Rom – auch in Aachen!«

 

 

 

Bei der im Moment verwaisten Grabungsgrube auf dem Münsterplatz machte ich dieser Tage selber eine »Blow Up«-mäßige Entdeckung.

 

BLOW UP!

 

In dem Thriller von Michelangelo Antonioni aus dem Jahr 1966 macht der Photograph Thomas seine Aufnahmen im Park: Erst daheim bei der Bildbearbeitung merkt er, dass er einen Toten, wenn nicht sogar einen Mord photographiert hat. Mir ging es eben ähnlich: Erst als ich zuhause ins Bild zoomte, entdeckte ich da rechts eine zerbrochene Schädelkalotte und ein Unterkieferfragment!

 

BLOW UP!

 

Das dürfte aber kein Cold-Case sein, denn früher war hier ja ein Friedhof. (Über wie viele tote Leute ist man all die Jahre lang da getrampelt!) Der Stadtarchäologe Andreas Schaub sagte mal in einem Interview: »Ja, man trifft dabei auf Skelette.« Das Letzte, was die Leute vor Hunderten von Jahren dachten, war wahrscheinlich, dass irgendwann mal jemand mit einer Spitzkelle kommt. »Was wäre die Alternative? Wenn wir es nicht machen, macht es der Bagger.«

 

Grundsätzliche Frage aber: Ab wann ist es okay, anderer Leute Gebeine wieder auszubuddeln? Oder anders ausgedrückt: Wie viel Jahre muss man tot sein, damit es Archäologie ist – und nicht Grabschändung? 200 Jahre, 100 Jahre, 50 Jahre? Vielleicht als grobes Maß: Wenn keiner mehr lebt, der einen kannte.

 

 

 

»It's very rude to stare!«

 

»It's very rude to stare!«

 

Die wirklich letzte Magnolie der Saison am Dom!

 

Die wirklich letzte Magnolie der Saison am Dom!

 

Die wirklich letzte Magnolie der Saison am Dom!

 

 

 

Freitagabend, dreiviertel acht – und mein Kühlschrank gibt den Geist auf! Das wichtigste Möbel in der Wohnung. (Noch vor dem Super-Foody-Airfryer.)

 

Es ist ja nicht so, dass ich genau heute noch schön viel Frisches und einiges an Gefriergut gekauft hätte, damit man was im Hause hat, falls mal Gäste kommen … Und sowieso einiges an Vorräten habe. Ich bin zwar kein Prepper, aber in einem Ein-Personen-Haushalt bleibt regelmäßig die Hälfte über; das kommt dann eingetuppert in den Freezer. Ich könnte jederzeit eine Kompanie verköstigen. (Herr Pistorius, das nur zur Info!)

 

Was war passiert? Ich öffnete die Tür, es machte *ploink* und das Licht war/ging aus. Auf den Kompressor habe ich in dem Moment nicht geachtet, von ihm habe ich aber seither auch nichts mehr gehört. (Eine Sicherung ist nicht geflogen, Ausfallerscheinungen auf der Geräterückseite konnte ich auch nicht entdecken.)

Da habe ich die Kiste mal stromlos gemacht und re-startet. Davon ließ sie sich aber nicht groß beeindrucken. Und das herkömmliche Google-Internet ist hier keine Hilfe – so dass ich sogar eine KI gefragt habe. Die mutmaßte nun rum:

  • Eventuell ist der Austausch des Thermostat nötig (relativ häufige Reparatur),
  • vielleicht ist die Elektronikplatine defekt und muss ersetzt werden,
  • oder die interne Sicherung hat ausgelöst. Das sei aber nur durch den Fachmann sinnvoll prüfbar.

Erstens dürfte es an einem Freitagabend schwierig sein, so einen zu bekommen, – und zweitens sind die teuer. Das Gerät ist elf plus X Jahre alt, mit einem Energieverbrauch von 226 kWh pro Jahr – da muss jetzt nicht noch schwer reininvestiert werden.

 

(Auf den Internet-Ratschlag, mal mit einem Multimeter etwas durchzutesten, verzichtete ich, denn ich weiß nicht, wie das geht – bewege mich da doch sonst nur im Bereich bis 12 Volt Gleichstrom … – und wüsste mit einem Ergebnis auch nichts anzufangen.)

 

 

 

Samstag, 25. April 2026

Ich sah mich gezwungen, heute morgen Schnitzel zu frühstücken. Denn von denen hatte ich noch ein paar im Tiefkühler – und der Respekt vor der Kreatur forderte mir das ab: Dafür ist mal ein Tier gestorben, das lass ich doch nicht verderben!

 

 

Ortstermin im Medienmarkt, kurz nachdem um 10:00 Uhr dort aufgesperrt worden war. Schon vorher hatte ich mich online grob zum Kühl-Gefriergeräte-Experten ausbilden lassen. (Weia, wie weit die Technik da schon ist!) Im Elektromarkt standen hömmele Freezer umeinander. Eine tolle Auswahl auf ein paar Dutzend laufenden Metern – aber a pain in the ass beim Vergleichen!

 

Da dann sinnvoll eine Entscheidung zu treffen, Jesses! Ich begann meine Auswahl bei den äußeren Werten:

  1. Ich wollte einen mit Türgriff! (Die wenigsten Apparate haben einen – warum?!) Auch wenn es ein Standalone-Kühlschrank ist, standed er bei mir alone an einer Wand – da will ich nicht ständig in eine Lücke greifen müssen.
  2. Sonstige Optik: Weiß geht gar nicht, zu dunkel erschlägt einen – was Silbernes wäre fein.

Die inneren Werte (den Energieverbrauch, sonstige Zahlen und die Raumaufteilung) zu vergleichen, war mir zu laufintensiv. Also ging ich wieder heim und googelte mir was zurecht. Später bestellte ich genau das Gerät, das schon im Mediamarkt mein Favorit gewesen war, im Internet – und zwar bei mediamarkt.de. (Es fühlt sich einfach besser an, wenn man weiß, dass das wohl gut ist.)

 

Der nun georderte freistehende Apparillo ist zwar viiiel zu teuer! (Das Doppelte des Budgets, was ich mir in meinem jugendlichen Leichtsinn mal zurecht gelegt hatte – den bisherigen Kühli hatte ich vor knapp 11 Jahren für 500 Euro gebraucht übernommen.) Aber angesichts der Energiepreise, die zukünftig wohl niemals wieder fallen dürften, ist Energieklasse A wohl eine Investition in die Zukunft. (Auch wenn mir die STAWAG letzte Woche knapp 60 Euro zurücküberwiesen hat, weil ich wohl sparsam war.)

 

 

Ich gestehe, ich bin auch ein bisschen auf den fetten Preisnachlass reingefallen: Nur 999 statt 2.369 Euro …

 

Zwar mit vielen $$$ in den Augen fragte ich mich dennoch, wie das sein kann: 1.370 Euro Rabatz – wo ist da der Haken? Ist es ein Montagsmodell, oder sind deren Gewinnspannen sind astronomisch? Ein Grund könnte ja sein, dass es ein Nachfolgemodell gibt und sie die Lager leerkriegen wollen. Einen direkten Nachfolger hab ich aber nicht finden können …

 

(Und was ist mit den Leuten, die einst wirklich 2,4k bezahlt haben? Beißen die jetzt in die Tischkante?)

 

Aber egal, hören Sie: Bei otto.de hätte der Kasten 1.099 gekostet – also flugs bestellt das Teil! Warmes Bier schmeckt nicht.

 

 

Auch wenn es allesamt Mondpreise sind, die inneren Werte der SIEMENS KG39NAIAU iQ500 Kühlgefrierkombination sprechen für sich: Energieeffizienzklasse A, Energieverbrauch 112 kWh/a, 363 Liter Fassungsvermögen, 2.030 mm hoch, gebürsteter Stahl antiFingerprint, 29 dB, automatische Abtaufunktion – und zusammengeschraubt von einer ans-t-ändigen deutschen Firma!

Falls er mal geklaut oder entführt werden sollte: Besondere Merkmale sind hyperFresh 0°C Box, Total noFrost, SuperKühlen und Super Gefrieren. (Einigermaßen Rechtschreibung und bissi Standarddeutsch beherrscht er nicht …)

 

Was leider fehlt: Ein Wasseranschluss und ein Eiswürfelspender … – sowas wollte ich ja schon immer mal haben! (Wie in den Filmen aus Shitholecountry.) Auch ist er nicht abschließbar (Warum sollte er das auch sein?!), nicht »dekorfähig« (Wieso? Kühlschrankmagnete dranstecken geht.) und nicht App-steuerbar.

 

Er hat auch kein WLAN, keine Kamera, kein Bluetooth und auch keine KI-Funktionen …

Eine Runde Mitleid! Ich bin so froh, dass ich wohl zu den letzten Menschen gehöre, die sich noch aktiv gegen die Machtübernahme der Technik zur Wehr setzen konnten! (Rise of the machines vs. Rage against the machines)

 

 

Das Beste (Spoiler!): Am späten Samstagabend rief ein Mediamarktler an, wann ich das Teil denn geliefert bekommen möchte. Ich: »Wann können Sie denn hier sein?« … Und so darf ich schon am Montag zwischen 10 und 15 Uhr mit dem neuen Gerät rechnen!

 

 

 

Treffen mit drei von vier Schwiegernichten. Seit vor Corona nicht gesehen! Und nun haben sie auch noch ihre Freunde dabei. Vietnamesische, türkische und Kartoffel-Spezialitäten im Bismarckturm. (Hey, ich hätte sie auch einladen können zum angetaute Fertigpizza- und Fritten-Essen!)

 

Restaurant Bismarckturm

 

Hui, die Moderne hält Einzug in den hiesigen Personennahverkehr: Der erste BUS mit USB!

 

USB

 

SUBBA!

 

 

 

Gestern hatte der Bundestag dann offiziell beschlossen, ab dem 1. Mai den Spritpreis mit 17 Cent pro Liter zu alimentieren, obwohl die Preise zuletzt wieder gesunken waren. Da dachte man in den Chefetagen der Ölkonzerne heute wohl: Genau jetzt wäre da doch ein prima Zeitpunkt, die Preise nochmal tüchtig hochzusetzen! Und gaaanz zufällig schossen die Benzinpreise um 14,1 und die Dieselpreise um 16,3 Cent pro Liter nach oben … (Da fällt es nächsten Freitag sehr viel leichter, die 17 Cent Rabatt an die tankenden Bürger weiterzugeben, – worum ja der Herr Kanzler herzlich gebettelt gebeten hatte.)

 

229

 

Alle mit ein bisschen Sachverstand hatten davor gewarnt! Sonst – wie beim Deutschlandticket etwa – wird um jeden Euro gerungen. Aber für solch ein wirkungsloses Trostpflästerchen wie die Benzinspaßbremse stehen plötzlich 1,5 Milliarden Euro zum Verjuxen parat? (Anderthalb Milliarden – das ist eine 15 mit acht Nullen. Also fast so viele wie in der aktuellen Bundesregierung.)

 

 

 

Manneskraft

 

Das will ich sehen, wie welche mit reiner »Manneskraft« ein Schiff über einen Hügel ziehen …!

 

 

Glückwunsch zum Namenstag Markus, Marc, Marcel, Marcellinus, Marcello, Marcellus, Marcelo, Marcian, Márcio, Marcion, Marcius, Marco, Marcos, Marek, Mark, Márk, Markas, Marke, Markellinos, Markko, Markku, Marko, Marx und Mokus, sowie Marcella, Marcela, Marcelle, Marcia, Marcy und Markusine!

 

 

 

Sonntag, 26. April 2026

Happy 80ᵗʰ Birthday, Vera F. Birkenbihl (leider †)!

 

 

Und noch ein Jahrestag – allerdings nur ein Vierzigster –, der zahlreich in der Popkultur bearbeitet wurde, zum Beispiel von den Kastelruther Spatzen:

Auf einmal war die Amsel still

An diesem Morgen im April

Es war fast ein Tag wie jeder Tag

Doch es gab Tschernobyl

Untermalt von fröhlichen Trompeten und Kastagnetten. Schlecht, wenn man nur Dur kann. Auf den Youtube-Link verzichte ich an dieser Stelle. (Gerngeschehen.) Wie gut, dass der Super-GAU nicht im Mai war – das hätte sich ja nie gereimt!

Der Text von Irma Holder birgt aber auch ganz genreuntypisch ernste Töne:

Unsre Ohnmacht wurde klar

Und nichts mehr war, so wie es war

An diesem Morgen im April

Am ersten Tag nach Tschernobyl

 

 

Wieder nichts los in der Stadt!

 

Altstadtflohmarkt

 

 

Mittagessen im »Labyrinth« in der Pontstraße. Es hat nach der Renovierung nicht mehr viel zu tun mit der urigen/ranzigen Studentenkneipe von damals. (Dort bestellte ich vor über 30 Jahren zum ersten mal Hummus – aus Jeckerei. Humus, hihi!) Sie haben es aber hingekriegt, trotz Modernisierung den warmen Charme von damals zu erhalten.

 

»Labyrinth« in der Pontstraße

 

Sie haben den vielen Räumen lokale Namen gegeben, so dass man sich whatsappen kann: »Wir sitzen hinten rechts in Kornelimünster!«

 

»Labyrinth« in der Pontstraße

 

Als Studi könnte ich mir den Laden aber nicht mehr leisten … Und Hummus alleine gibt es gar nicht mehr auf der Karte.

 

»Labyrinth« in der Pontstraße

 

»Labyrinth« in der Pontstraße

 

Leider liegen mir keine Bilder zum Vorher/Nachher-Vergleichen vor.

 

 

 

Es ist unfassbar schwierig, mal einen Tag ohne Donald Trump und seine Günstlinge auszukommen! Oft gelingt mir nicht, schnell genug umzuschalten. So auch heute. Es war die Rede von einer Schießerei in den USA. Soweit normal. Allerdings ging es diesmal um das Correspondents’ Dinner, bei dem erstmalig Trump, etliche Regierungsmitglieder und sogar der Chef des FBI zugegen waren. Hätte sich gelohnt. Da möchte man doch meinen, dass die Sicherheitsvorkehrungen höher sind als bei Fort Knox. Waren sie wohl nicht … Ein Angreifer war recht weit vorgedrungen. Es ist aber dann auch nichts Schlimmeres passiert.

 

Normalerweise bin ich ja nicht verdächtig, Verschwörungsmutmaßungen anzuhängen, aber dieses »Attentat« wirkte schon arg inszeniert. Wie ich drauf komme?

  • Trump kann aktuell jede Ablenkung gebrauchen. (Epstein-Files, Iran-Krieg, Benzinpreis, Midterms – you name it).
  • Die Umfragen gehen runter, da erfolgt ein Anschlag – dieses Prinzip kommt einem schon seeehr bekannt vor. (Und noch einen Krieg zur Ablenkung kann er ja schlecht starten.)
  • Der Präsident, sein Vize und das halbe Kabinett gehen gleichzeitig auf dieselbe unwichtige Veranstaltung? Seit wann gibt´s denn sowas? (Fun-fact: Shady Wanz haben sie als Ersten rausgezogen, als es knallte – Prioritäten halt …)
  • Der Typ ganz rechts auf dem Podium hat ziemlich gutes Footage geliefert: Cinematographisch anspruchsvolle Schwenks und Zooms; kaum verwackelt und alles Wichtige festgehalten, während alle anderen sich unter den Tischen verkriechen. (Gebt dem Kerl einen Oscar™!)
  • Nur kurz darauf gab Trump schon eine Pressekonferenz, in der er wieder seinen goldenen Ballsaal postulierte, in dem sowas niemals passieren könnte, dessen Bau aber kürzlich leider, leider gerichtlich gestoppt worden war. Das verhasste Journalisten-Dinner hätte allerdings auch niemals dort stattgefunden. (Ein vereitelter Anschlag soll schon reichen als Grund für seinen Kasten aus Gold – aber gegen fast tägliche Anschläge in amerikanischen Schulen hat er außer thougths and prayers nichts zu bieten? Was daran ist great again?)
  • Ach übrigens: Auf dieser PK stand die ganze Bagage gleich wieder hübsch nebeneinander wie die Tonfigürchen einer Kirmesschießbude. Und sie wirkten gar nicht geschockt, sondern bester Laune.
  • Und der wichtigste Punkt: Ich traue dieser Bande inzwischen alles zu! (»Wag the dog« war eine Doku.)
  • Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Wer zweimal lügt schon dreimal nicht. Und danach wird‘s exponentiell!

Anderseits könnte man der Ansicht sein, dass der aktuelle POTUS geistig-mental gar nicht in der Lage sei, eine so ausgefeilte Inszenierung zu planen oder mitzuspielen – und anschließend nicht hemmungslos damit zu prahlen. »It was the best fake-assassination ever, believe me! I’ve seen lots of them!«

 

Was ich aber nicht verstehe: Wieso lebt der Angreifer eigentlich noch?! (Hallo, der hat doch eine dunkle Hautfarbe! Sonst geht sowas schon bei kleineren Angelegenheiten da drüben ganz anders aus …)

 

Und typisch, wie sich fünf bis sechs starke Männer vom Secret Service darum kümmern, den Ungesundheitsminster Robert F. Kennedy Jr. aus dem Saal zu bugsieren – während seine Frau Cheryl Hines komplett ungeschützt hinterherstolpern muss!

 

(Beim Bildmaterial mit dem stellvertretenden Stabschef und Homeland Security Advisor Stephen Miller bin ich mir nicht sicher, ob er seine schwangere Frau beschützt – oder sie als menschliches Schutzschild benutzt.)

 

 

Wo ich gerade beim Verschwörungstheoretisieren bin: Der »Anschlag« auf ihn vor zwei Jahren, bei dem zwei Unschuldige zu Tode kamen, war wahrscheinlich auch gescriptet:

  • Erstens: Es war Wahlkampf …
  • Trump hat damals sofort heldenhaft die Faust gen Himmel gereckt. Als ob! Wo er doch als riesiger Hosenscheißer bekannt ist. (Man sehe sich mal den Clip an, als er den Adler für ein heroisches Photoshooting in seinem Office hatte.)
  • Das dabei entstandene Photo mit Flagge im Hintergrund ist viel zu ikonisch! (Aber warum hat Trump das noch nicht in weißen Carrara-Marmor hauen lassen?)
  • - Seine Personenschützer haben seinen Kopf ungeschützt gelassen. Im Normalfall ist der neben dem Herzen das Wichtigste. Aber was ist hier schon normal …
  • - Trump hat den Secret Service für seine nachlässige Leistung anschließend nicht rundgemacht. Hallo? Der wütet doch sonst schon bei kleineren Vorkommnissen wie ein Rohrspatz!
  • - Sein damals »angeschossenes« Ohr hat heute keine Schramme.
  • - Man hat nie etwas von einer Untersuchung des Anschlags vernommen. (Wie hieß eigentlich der vom Attentäter?)
  • - Und das Auffälligste: Donald Trump, der größte Prahlhans der Geschichte, hat nie wieder groß von dieser Angelegenheit erzählt. »Zu schmerzhafte Erinnerung.« Wie glaubwürdig ist das denn? Schließlich liebt er nichts mehr als sich selbst.

 

 

 

Überraschung: Die einzigen, die von dieser 12-Uhr-Regel profitieren konnten, waren die Mineralölfirmen! Eine Studie ergab nun nämlich: Die Gewinnmarge pro Liter Superbenzin war in den ersten zwei Wochen nach Einführung der 12-Uhr-Regel im Schnitt sechs Cent höher als in den zwei Wochen davor.

 

 

 

Nicht voll, nicht halb, keine Leute drauf – einfach nur da.

 

Nicht voll, nicht halb, keine Leute drauf – einfach nur da.

 

 

 

Montag, 27. April 2026

Heute schon soll der iQ500 geliefert werden. Der »Termin« zwischen 10 und 15 Uhr ist jedoch eher ein Scheunentor als ein Zeitfenster. Online-Lieferungen sind die moderne Form von Stubenarrest. Aber egal, mache ich halt Homeoffice.

 

Die Herren kamen dann doch recht zeitig gegen 11:20 Uhr und mühten sich redlich. Einen sperrigen Klotz von 97,2 Kilogramm (netto) durch einen engen Altbau bis in den zweiten Stock zu wuchten, ist kein Spaß. Der eine Monteur fluchte im Treppenhaus: »Morgen kündige ich!«

(Ich konnte ihn später, nach verrichtetem Werk, mittels eines fürstlichen Trinkgelds davon überzeugen, seine Profession doch noch beizubehalten.)

 

Aber tatsächlich™: Meine Fresse, ist der groß! Das war mir im Laden gar nicht so aufgefallen. Wer braucht denn sowas?!

 

Anschalten werde ich ihn aber erst morgen, wenn sich alle im Liegendtransport geshakten Säfte wieder einigermaßen gesammelt haben.

 

In die Bedienungsanleitung schielte ich aber jetzt schon rein. (Ab 1.000 Euro lese ich sowas.) Die coole Kiste hat sogar einen »Sabbat-Modus«! (Zur Erklärung: Orthodoxe Juden dürfen am Schabbes keine Tätigkeiten verrichten, die gemäß der Halacha als Arbeit definiert sind. Darunter fällt auch das Verbot, ein Feuer zu entzünden. Dies schließt heutzutage auch das Ein- und Ausschalten elektrischen Lichts aus – also die Schließung oder Unterbrechung eines Stromkreises.)

 

Bei den Warnungen vor etwaigen Gefahren hat die Rechtsabteilung wohl gehörig mitgeschrieben:

»WARNUNG ‒ Verletzungsgefahr! […]

WARNUNG ‒ Stromschlaggefahr! […]

WARNUNG ‒ Explosionsgefahr! […]

WARNUNG ‒ Brandgefahr! […]

WARNUNG ‒ Erstickungsgefahr! […]

WARNUNG ‒ Verbrennungsgefahr! […]

WARNUNG ‒ Verbrennungsgefahr durch Kälte! […]

VORSICHT ‒ Gefahr von Gesundheitsschäden! […]«

Ich überlege ernsthaft, ob ich es riskieren und die Kiste morgen wirklich anstellen sollte …

 

 

 

Dienstag, 28. April 2026

Too late, I did!

 

Nachdem sich alle Säfte beruhigen konnten, stöpselte ich den Stecker in die Dose. Zunächst dachte ich, der Apparillo wäre bereits defekt: Die an Flutlicht gemahnende LED-Leiste rechts leuchtete zwar imposant, doch es brummte und summte nicht, obwohl ich auf volle Kraft voraus gestellt hatte. Dann wurde klar: Der ist wirklich so leise!

 

Das sagt einer, der sonst das Gras in Nachbars Garten wachsen hören kann. (Leider …)

 

Und er kann richtig, richtig kaltmachen. Oben schön kühlen und unten tüchtig gefrieren; wenn man will, bis -24 Grad! Man kann das separat einstellen – das hatte ich bisher auch noch nicht. (Sowas ist sehr praktisch; zum Beispiel wenn man mal einen Wildunfall schnell schockfrosten will.)

 

Als ich nochmal nach dem Produktdatenblatt suchte, stolperte ich im Online-Shop über den aktuellen Preis: 849,99 € 

 

849,99

 

Ja sagt mal, wollt Ihr mich verarschen?!?!

 

Bevor ich in die Tischkante biss, sah ich, dass das wohl ein spezieller Rabatt für »myMediaMarkt«-Kunden ist – was ich am Freitag ja noch nicht war und wegen der Online-Bestellung nun wohl automatisch bin.

(Was aber die Hypothese von den gigantischen Gewinnmargen tüchtig verfestigt!)

 

 

Ein Rätsel barg dieses beiliegende Bauteil aus Edelstahl:

 

Blech

 

Wozu?! Es hat wohl was mit Getränken zu tun. In der Bedienungsanleitung wird es aber nicht erwähnt, und auch im Internet gibt es nur einen unzufriedenstellenden Eintrag bei reddit. Selbst die KI schreibt nur ab: Es heißt, das Ding komme in die hyperFresh-Schublade und die Buckel dienten dazu, dass Flaschen beim Herausziehen der Schublade nicht umherkullern.

(Ich mag ein Bier ja gerne kalt – aber 0 Grad sind selbst mir zu chillig!)

 

Was ich im Internet aber fand: Als Ersatzteil ist dieses Stück Blech (aka »Flaschenregal«) für nëmmen 37,41 Euro zu bestellen …

Lieber Herr Siemens, statt dieser Wegrollvorrichtung für Flaschen hättet ihr auch 37,41 Euro Rabatt auf den Kühlkasten geben können! Dann würde ich mir für die 37,41 Euro ein schönes Steak kaufen. Denn Flaschen lagert man orthogonal zur Schubfachzugrichtung, dann kullert da auch nix! (Morgen beim Metzger gleich mal fragen, ob sie mir so eine Fleischscheibe aus der Kruppe vom Rindvieh centgenau zurechtschneiden können!)

 

 

Doch halt, ich muss sparen: Letzte Woche wurde bekannt, dass bei den Gewerbesteuer-Einnahmen der Stadt Aachen plötzlich eine Lücke von 65 Millionen Euro klafft. Kann passieren … Die Kämmerin zog daher die Notbremse und verfügte eine Haushaltssperre: Nur noch absolut Notwendiges und fest Geplantes ist erlaubt. Heute bekam ich deren Auswirkungen in einer Mail eines städtischen Kunden bereits zu spüren: »[…] leider können wir aufgrund der aktuellen Haushaltssperre in diesem Jahr keinen externen Fotografen beauftragen.«

 

Mistus est! Ein halber Kühlschrank futsch … (Hey, bis ich Rechnungen im Gesamtwert von 65 Mio zusammengeschrieben habe, das dauert! Dafür muss ein alter Mann ganz schön lang knipsen.) Wie tragisch: Jetzt fehlt das Kapital, den schönen neuen Kühlturm auch adäquat zu füllen!

 

 

Nicht-heruntergesetzt kostet ein Kopf Blumenkohl 4,49?!

 

 

 

Trump plant, dem Namen seiner »Immigration and Customs Enforcement«-Behörde (ICE) den Zusatz »National« hinzuzufügen. Damit hätte die US-Gestapo dann die Abkürzung »NICE«.

 

Nice. In George Orwells »1984« hieß das Newspeak.

 

 

 

In zwei Monaten soll im Apollo eine »Ü60-Party« stattfinden. (Was es nicht alles gibt …)

Wenn sie keine Ausweiskontrolle machen, komme ich problemlos rein. (Oder braucht man einen Tochter-Zettel?)

 

 

Was ich sehr süß finde: den altersgerechten Beginn um 19 Uhr – und Ende schon um halb elf … (Früher ist man da gerade erst losgegangen!)

 

Das Motto: »Eine Nacht unter Gleichgesinnten. Eine Nacht, die man nicht erklären muss. Eine Nacht für Legenden.« Alter, immer diese Beweihräucherung! Da trinken welche was, hopsen zu Musik und balzen ein wenig rum, wenn sie sich noch dran erinnern können, wie das ging, – das macht doch noch keine Legende aus.

Aber das Beste: Man ist früh wieder zuhaus auf der Couch! (Ob das mit Leg-Ende gemeint ist?)

 

»Unser DJ übernimmt den Soundtrack und spielt die größten Hits aus den 70er und 80er Jahren […]« Das – oder er stellt WDR2 an …

 

»Gerne könnt Ihr vorab Eure Musikwünsche unter dem folgenden Link abgeben […]« Hörerwünsche – die haben ja schon immer verlässlich für eine weichgespülte Playlist gesorgt. Ich wette, dass Dancing Queen, Let’s do the time warp again, Summer of 69 (Six, Seven!), Born in the USA, Er gehört zu mir, 99 Luftballons, (I've Had) The Time of My Life und unfassbar viel von Roxette gewünscht und gespielt werden wird. Da werden Erinnerungen wach! Denn diese Lieder hat man ja alle seit Jahrzehnten nicht mehr gehört …

 

Der Eintritt kostet übrigens 12,66 Euro. Wie kommt man denn auf so krumme Zahlen?! Steckt dahinter ein kabbalistisches Geheimnis, das sich mir Grünschnabel nicht erschließt? Die KI weiß es auch nicht. (Vielleicht ist es ja die einzige Zahlenkombination ohne Bedeutung?)

 

 

 

Pünktlich zum 28. April liegt die AfD bei 28 Prozent bei der aktuellen Sonntagsfrage.

 

Frage: Wozu sollte man die eigentlich noch wählen?

Es wird doch schon so genug rückwärtsgewandte AfD-»Politik« gemacht: Es sollen wieder Gaskraftwerke gebaut werden, der Kohleausstieg soll verschoben werden und Atomkraft soll wiederkommen. Die Entwicklung von Erneuerbaren Energien wird blockiert. Es wird schwadroniert von nicht-existenten »hocheffizienten Verbrennern«, während der Rest der Welt auf Elektroautomobilität setzt – und damit hübsch was verdient. (Deutsche Autoindustrie, sag zum Abschied leise Servus!) Der Klimawandel wird geleugnet oder zumindest unterschätzt. (Wieso sollte einer, der sein Vaterland liebt, sowas tun?! Ja, Aachen läg am Meer, wenn Holland nicht wär. Aber das halbe Land wär auch eine Wüste.) Der Sozialstaat wird abgebaut. Und wehe, man ist fremd oder anders oder krank oder arm oder behindert! Alle sollen mehr arbeiten, alle sollen länger arbeiten. Der Kündigungsschutz soll geschleift, Feiertage sollen gestrichen werden und so weiter. Kurz: Kein Mensch braucht die AfD!

 

 

Die Bevölkerung war noch nie so unzufrieden mit einer Regierung wie mit dieser. Merz ist der unbeliebteste Bundeskanzler aller Zeiten; sogar Rosenkohl, Laubbläser und Akkordeonmusik sind beliebter. Und das nach grad mal einem Jahr. Und nach Olaf Scholz!

 

Trotzdem wählen die Leute keine Parteien, die etwas für sie verbessern könnten? Versteht keiner! Was hat die AfD denn zu bieten: Hass, Vetternwirtschaft, ruschisse Einflussnahme, Vergraulen von ausländischen Fachkräften und allen, deren Stammbaum nicht seit fünf Generationen blütenweiß ist. (Wenn es so käme: Unsere Krankenhäuser wären leer!)

 

Ich will ja nicht spoilern, aber hinter Merz läuft sich bereits Jens Spahn warm. Und der hat bestimmt keine Bedenken, die ohnehin wackelige Brandmauer einzureißen.

 

Hoffnung für die CDU: Hendrik Wüst und Daniel Günther nach vorne. Damit kommt die CDU und damit die Regierung wieder in ruhigeres Fahrwasser.

 

(Ich ärgere mich so, dass ich vor zwei Jahren kein Selfie mit Daniel Günther gemacht habe! Eine gute Gelegenheit wäre gewesen bei der Anti-Nazi-Kundgebung auf dem Katschhof. Aber die Klöckner stand daneben …)

 

 

Und immer diese Verteufelung sogenannter »linker« Politik! Was haben die Sozis je für uns getan? Das: Ohne sie gäbe es keinen bezahlten Urlaub, kein Frauenwahlrecht, keinen freien Samstag, keinen Kündigungsschutz, keinen Mieterschutz, keinen Mindestlohn, keine 40-Stunden-Woche, keine allgemeine Krankenversicherung, keinen freien 1. Mai, keine Arbeitslosenversicherung, keine betriebliche Mitbestimmung, keine Elternzeit, keine Rentenversicherung, kein Aquädukt und kein Wein, äh … Das wurde alles mal erdacht und erkämpft, und zwar von eher »links«.

 

 

 

Mittwoch, 29. April 2026

Neben dem größten nun auch mein kleinstes elektrisches Küchengerät:

 

1-Ei-Kocher

 

Ich gestehe, es war ein Impulskauf, nachdem ich eine Reklame auf Tiktok gesehen hatte. Also ein Dutzend Mal …

 

Aber nachdem mein alter Eierkocher letztens die Biege gemacht hatte und diesee 1-Eier-Kocher von UVP 34,99 auf 11,26 Euro runtergesetzt war (inklusive Versand), musste ich zugreifen. Warum minutenlang einen Liter Wasser kochen, wenn es auch fünf Milliliter tun!

 

Ein Beispiel durchdachter Designkunst aus Tritan® und Cromargan® auf kleinstem Raum – und so sssüß! Mit Eierpieker und Eierbecher. Da isst man auch abends gern mal ein Frühstücksei!

 

(Außerdem ist er nicht von TEMU! Die Württembergische Metallwaren-Fabrik ist war immerhin eine an-t-ändige deutsche Firma.)

 

 

 

Demnächst soll es eine Pflichtabgabe auf gesüßte Getränke geben. Eine Zuckersteuer ist gesund und gut für den Finanzminister. Allerdings steigt dann auch der Spritepreis an der Tankstelle …

 

Apropos Gesundheitsreform (gähn! schon wieder?):

 

Apple

 

 

 

Einweihung des neugestalteten Platzes der »Breitseite« vorm Londoner Hof in der Kleinkölnstraße mit der Geburtstagsfeier von Pat und ihrer Farewell-Party für die »COLOURS OF LOVE TOUR«.

 

Einweihung des neugestalteten Platzes der »Breitseite« vorm Londoner Hof in der Kleinkölnstraße mit der Geburtstagsfeier von Pat und ihrer Farewell-Party für die »COLOURS OF LOVE TOUR«

 

Die freischaffende Künstlerin und Designerin Patricia Yasmine Graf wird mit ihrem Motorrad bis nach Pakistan reisen und unterwegs in jedem Land gemeinsam mit Menschen vor Ort Kunstprojekte im öffentlichen Raum realisieren. Die Tour führt über rund 20.000 km auf dem Landweg von Deutschland über Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, die Türkei, Zentralasien und China bis nach Pakistan. (Der ursprünglich eingeplante Iran wird ausgelassen, aus Gründen.)

 

Einweihung des neugestalteten Platzes der »Breitseite« vorm Londoner Hof in der Kleinkölnstraße mit der Geburtstagsfeier von Pat und ihrer Farewell-Party für die »COLOURS OF LOVE TOUR«

 

Einweihung des neugestalteten Platzes der »Breitseite« vorm Londoner Hof in der Kleinkölnstraße mit der Geburtstagsfeier von Pat und ihrer Farewell-Party für die »COLOURS OF LOVE TOUR«

 

 

 

Donnerstag, 30. April 2026

Friedrich Merz: »Kein Bundeskanzler vor mir hat sowas ertragen müssen.«

 

Friedrich Merz: »Kein Bundeskanzler vor mir hat sowas ertragen müssen.«

 

Heul leise, Chantal!

 

Es hat auch noch keiner so einen Bundeskanzler ertragen müssen.

 

Erstens stimmt das einfach nicht. (Birne bekam auch ziemlich Gegenwind. Selbst der Scholzomat. Und: Danke Merkel! Und von der Dresche, die unser letzte Vize-Kanzler erhalten hat, wollen wir gar nicht wieder sprechen!)

 

Zweitens hat auch noch kein Bundeskanzler vor ihm in so kurzer Zeit so viel Mist produziert:

  • auf die Ampel draufgehauen, danach dann aber ihre Ideen geklaut
  • sonderbares Personal ins Kabinett berufen
  • wenig Zukunftsweisendes auf den Weg gebracht
  • einfachste Fehler in der Kommunikation gemacht
  • die Gesellschaft weiter gespalten
  • der AfD den Weg bereitet
  • statt Kritik an sich auch mal zu reflektieren, sich in die Opferrolle begeben

 

 

Was ein Jammerlappen! Letzten September hat er noch selbst in Köln (am Rhein) gesagt: »Hören wir doch mal auf, so larmoyant und so wehleidig zu sein in diesem Land!«

 

Daher: Augen auf bei der Berufswahl!

 

Seinen Vorgänger hatte er noch gedisst, angesichts dessen Umfragewerten – die besser waren als seine nun!

 

Merz lass nach

 

 

Er kann einfach nicht Kanzlerin. Es wäre vielleicht ganz gut gewesen, wenn Merz in der Vergangenheit wenigstens mal als Ortsvorsteher eines kleinen Ortes Regierungsverantwortung hätte lernen können, um über den Geisteszustand eines scheinechauffiert schnaufenden Oppositionsführers hinauszukommen.

Ein erster Schritt zur Besserung könnte sein, als Kanzler nicht massenhaft seine Bürger zu beleidigen. Und vielleicht mal ein bisschen Politik zum Wohle des deutschen Volkes zu machen. Na, wie wär's?

 

Lisa Eckhart: »Von meinen Steuern bezahle ich lieber einen Schmarotzer fürs Nichtstun als den Merz für seine Arbeit.«

 

 

 

Heia Walpurgisnacht!

 

Heia Walpurgisnacht!

 

 

 

 

Ich würde schon sehr gern mysteriös und geheimnisvoll sein …

Aber ich kann einfach meine Fresse nicht halten!

 

PS: Der Wal ist jetzt seit acht Wochen in den Charts – bitte nicht wiederwählen!

 

Wal Timmy Hope

 

(Aktuell liegt er in einer Barge und wird zur Nordsee geschippert. Wollen wir ihm wünschen, dass er dort genug Kraft hat, um zu schwimmen – und nicht einfach ertrinkt …)