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– Oktober 2021 –

Freitag, 1. Oktober 2021

Hui, die erste photographische Ganztagesbegleitung einer Hochzeit seit zwei Jahren!

 

die erste photographische Ganztagsbegleitung einer Hochzeit seit zwei Jahren!

 

Gefeiert wurde in La Maison Blanche, einem ehemaligen Gutshof an der Route Charlemagne in Lontzen, Ostbelgien, mit tollem Service und einer spitzen Küche, die ich nur empfehlen kann.

 

 

 

Montag, 4. Oktober 2021

Es ist etwas faul im Staate Neuland: Facebook down, Instagram down, Whatsapp down!

 

down

 

So fängt man heutzutage eine Revolution an. Oder den nächsten Weltkrieg. Wenn ich die Macht übernehmen wollte, schaltete ich als erstes die gängigen Kommunikationskanäle aus. Im Idealfall ersetzte ich sie unerkannt durch meine eigenen. Meine Truppen träfen dann auf Gegner, die noch nicht einmal wüssten, dass ein Krieg ausgebrochen ist!

 

Statt um einen Weltkrieg könnte es sich heute aber auch einfach nur um einen ruhigen Abend gehandelt haben …

 

 

 

Wer vermeldete den Ausfall? Der WDR. Und der hatte es bei Twitter gelesen … Weil Facebook in seiner Not es dort gepostet hatte …

 

FB down bei Twitter

 

(Das bedeutet, es lag nicht am schlechten Internet – man denkt ja erst immer, am Router wäre ein Kabel rausgerutscht oder der Provider macht Fisimatenten.)

 

 

Es hieß, es wären nur Produkte der Firma Facebook betroffen. Was aber nicht stimmt: Nur zum Test habe ich es überprüft: spiegel.de, trierischervolksfreund.de und aachenerzeitung.de waren zwischendurch auch offline. (youporn.com und onlyfans.com ebenfalls …) google.de war auch mal weg – da fühlt man sich wie vor 20 Jahren! (www.Thomas-Langens.de hingegen funzte!)

 

 

Ein bisschen komisch ist das ja schon: Erst kommt durch das Datenleck der Pandora-Papers heraus, dass etliche Mächtige, Reiche und Schöne mit verstecktem Reichtum, Steuervermeidung und in einigen Fällen auch Geldwäsche zu tun haben – und danach ist das halbe Internet down …

 

Prima Material für Verschwörungsideologen – also Leute, haut rein!

 

 

 

Dienstag, 5. Oktober 2021

Dank der Tagesschau weiß ich nun, dass Facebook wieder geht. Und wo haben sie diese Meldung gepostet? Genau, auf Facebook

 

 

 

 

In Berlin wird weiter fleißig sondiert:

Es wird wahrscheinlich auf eine grüne-gelbe Sprite-Koalition hinauslaufen, mit einem Spritzer Grenadine. Roter wird’s nicht. Denn was in der Wahlnachlese ein bisschen untergegangen ist: Der befürchtete Linksrutsch erfolgte irgendwie anders als erwartet …: Die Linke hat 4,3 Prozentpunkte verloren, hat dadurch die Fünfprozenthürde gerissen und ist nur wegen drei gewonnener Direktmandate in den Bundestag gerutscht.

 

 

 

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Ich war nochmal aus. Also so richtig: abends, in einer Kneipe und mit Hoch-die-Tassen! Das hab ich seit einem Jahr nicht mehr gemacht. Gleiche Besetzung, andere Lokalität. (Die Gelegenheit, ein Selfie zu machen, wurde diesmal verstreichen gelassen. Es war dafür aber auch viel zu dunkel in dem Bums.) Die Wahl fiel diesmal ausnahmsweise auf das Dumont, nicht etwa auf das Egmont. Aber Berg ist Berg.

 

2G-gecheckt saßen wir abermals beim Biere und schwadronierten und cinematisierten über die Zeitläufte aufs Vortrefflichste. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr, äh Mal.

 

Zunächst war der dämmrige Gastraum coronagewohnt menschenleer, was sich alsbald änderte: Um 22 Uhr war es zum Erbrechen brechend voll und laut. Und die Maßgabe, eine Maske zu tragen, wenn man sich zum Klo durchquetscht, erschien reichlich lächerlich. Also, wenn ich ein Virus wäre, wüsste ich da so meine Schleichwege … Aber bitte.

 

 

 

Die Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG mal wieder: Ich überlegte, mir nochmal ein monatliches Bus-Abonnement anzuschaffen. Zwecks dessen benötigt man einen Antrag, den man bis zum 10. Tag des Vormonats eingereicht haben muss.

 

Ich hatte letztens im ASEAG-Kundencenter vor Ort extra gefragt, ob man das Monats-Abo denn auch online beantragen könne. Die Antwort war knapp aber eindeutig: »Ja.«

 

Ausführlicherweise hätte die Dame hinter der Scheibe sagen müssen: »Ja, Sie können sich im Internet ein PDF runterladen, das dann ausdrucken, ausfüllen und uns mit der Post zuschicken oder selber vorbeibringen.«

 

ASEAG

 

Wir schreiben 2021 – wieso geht das nicht online? Man kann inzwischen jeden Scheiß im Internet bestellen oder buchen. Guckt Euch das mal an; ist eine nette Technologie.

 

Und warum braucht Ihr für die Bearbeitung drei Wochen?!

 

Natürlich ist das zweiseitige PDF-Formular farbig hinterlegt, so dass man seine Druckerpatrone im Gegenwert von vier Einzeltickets leerrotzen muss …

 

 

 

Samstag, 9. Oktober 2021

AKK und Peter Altmaier verzichten auf ihr Bundestagsmandat. Um der »Jugend« den Vorrang zu lassen und einen Generationenwechsel einzuleiten.

 

Entweder das. Oder sie haben so gar kein Bock auf ein Dasein als Hinterbänkler.

 

 

 

(Ich schlage vor, dass wir uns für heute in einem halben Jahr verabreden, ganz locker. Und dann schauen wir uns mal an, wer von den beiden mit seinem Adressbüchlein und seinem Insiderwissen mehr lukrative Aufsichtsratspöstchen an Land gezogen hat.)

 

 

 

Sonntag, 10. Oktober 2021

Es geht aufwärts!

 

PIC Benzinpreis

 

Dabei sind die Grünen doch noch gar nicht an der Macht! Das ist alles noch der GroKo Werk. Da schüttelt mann nach dem Tanken noch doller ab als nach dem Pinkeln auf einem öffentlichen Pissoir am Bushof.

 

Es werden mal wieder Forderungen laut, das wieder billiger zu machen. Okay, wäre eine Idee. Man könnte natürlich auch ein Tempolimit auf Autobahnen einführen – da sinken die Spritkosten automatisch. (Sowie Hektik, Unfallgefahr, Zahl der Verletzten und Toten et cetera.)

 

Interessanterweise scheint es aber immer noch Leute zu geben, die nur das allerallerfeinste Supreme-Super-Duper-Plus -Zeug in ihre verfickte Karre füllen – auch wenn das noch mal zehn Prozent teurer ist als E10.

 

Wem das alles zu teuer ist, der soll sich mal bitte ein Drei-Liter-Auto kaufen. Drei Liter Verbrauch, nicht Hubraum! Sowas hätte man schon vor 30 Jahren großflächig anbieten können, aber »der Kunde will das ja nicht«, laberte damals die Autoindustrie. Wo könnten wir heute sein!

 

Der nächste Holzweg, den sie befährt, ist, die ganzen tonnenschweren SUV-Boliden einfach mit E-Antrieb anzufertigen. 2.000 Kilo Auto um 100 Kilo Mensch zu befördern. Ja, solch eine Knautschzone ist schon schön, wenn man mit Tempo 200 ins Stauende donnert. Oder vorm Schulhof die Mitschüler der eigenen Brut plättet. Aber warum schnallt keiner, dass es Blödsinn ist, diese überdimensionierten Kisten einfach nur zu überdimensionierten E-Kisten zu machen?!

 

 

 

Ich finde Karneval vor dem Dreikönigstag ja schon so maximal daneben. Den 11.11. um 11 Uhr 11 als Jubeldatum lasse ich wegen der enthaltenen Schnapszahlen gerade noch so durchgehen. Aber dass die Aachener Karnevalisten, wie ich jetzt erfuhr, ihren Elften Elften jetzt schon am Siebten Elften am Holzgraben feiern wollen, ist schon lächerlich.

 

(Andererseits können die dann am Elftenelften zum richtigen Sessionsauftakt nach Köln fahren …)

 

 

 

Montag, 11. Oktober 2021

Weil wegen Regens ein Businessshooting ausgefallen war, bot sich die Gelegenheit, früh am Tage zum Lindt-Werksverkauf zu fahren und endlich mal einen Stapel Gutscheine einzulösen, bevor da der Weihnachts-Rush ausbricht und die Warteschlangen bis zum Lambertz-Werksverkauf stehen.

 

Die Gutscheine waren das Honorar für rezente Schoko-Verkostungen im Homeoffice – vor Corona musste man zum Testessen persönlich dort im Süsterfeld erscheinen, währenddessen bekam man die zu verkostende Schoki frei Haus geliefert.

 

Nun befinde ich mich im Besitz von fast zweieinhalb Kilo Fioretto im Straßenverkaufswert von über 70 Euro (Brennwert: ~13.256 kcal). Wobei die wenigsten Dealer am Kaiserplatz wohl Knusperpralinés von Lindt im Sortiment haben dürften, vermute ich mal; trotz Suchtfaktor. Aber ich muss die ja nicht alle auf einm.. alleine essen.

 

Fioretto

 

 

 

Auf dem Weg dorthin wurde ich Zeuge eines seltenen Schauspiels: Am Audimax stand zum heutigen Semesterbeginn eine lange Schlange Studis an und begehrte Einlass – die ersten Präsenzveranstaltungen seit anderthalb Jahren! Selbstverständlich wurden die mit Eifer sich Bemühenden einzeln 3G-kontrolliert. (Muss man sich das mal vorstellen: Die Ersties des letzten Wintersemesters haben ihre Uni bislang noch nie von innen gesehen!)

 

 

 

Es hat sich auch sonst was getan im Städtchen:

Der Erweiterungsbau der Schokoladenfabrik in Richtung Bendplatz wurde sichtbar in Angriff genommen. Wie auch ganz Aachen gerade einer Baustelle gleicht: Überall wird gebaut, sehr gerne auf, an und unter den Straßen. Die Farben der Stadt sind daher nicht mehr schwarz und gelb sondern rot und weiß. (Wo holen die die ganzen Warnbaken und Absperrgitter her?!)

 

Besonders herausfordernd für den motorisierten Verkehr scheint die Spontanbaustelle auf der Wilhelmstraße zu sein. Wegen einer Unterspülung mussten vorletzte Woche dort alle vier Spuren des Rings dichtgemacht werden. (Und erst jetzt haben die meisten Autofahrer und Reisebuspiloten auch verstanden, dass es daher nicht so günstig ist, in diese Sackgasse hinein zu fahren …)

 

 

 

Wo nicht gebaut wird, wird abgerissen. Zum Beispiel knabbert sich hier gerade ein gelber Dinosaurier aus Stahl durchs Büchel-Parkhaus, letztes Jahr um diese Zeit noch Aachens größte Streetart-Galerie.

 

Wo nicht gebaut wird, wird abgerissen. Zum Beispiel knabbert sich hier gerade ein gelber Dinosaurier aus Stahl durchs Büchel-Parkhaus, letztes Jahr um diese Zeit noch Aachens größte Streetart-Galerie.

 

 

 

Seit heute sind die Corona-Tests für die meisten Leute nicht mehr kostenlos. Da inzwischen jeder die Gelegenheit hatte, sich gratis impfen zu lassen, ist es nicht mehr vertretbar, weitere Milliarden Steuergelder für kostenfreie Bürgertests auszugeben. Ausnahmen sind Kinder, für die es noch keine Impfungen gibt, Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können, und Leute, die keine Nase haben.

 

(Die ganz Cleveren haben letzte Woche schnell noch ein paar Dutzend Tests auf Vorrat machen lassen …)

 

 

 

Ich habe übrigens keinerlei Verständnis mehr für Leute, die immer noch nicht gegen Covid geimpft sind! (Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können, wie gesagt natürlich ausgenommen.)

 

Wegen Impfgegnern aus Prinzip müssen wir hier wohl keine Worte mehr verschwenden. Eine Impfung ist derzeit der einzige Schutz gegen Covid – denn infizieren wird sich jeder irgendwann. Jeder! Ob geimpft oder ungeimpft. Der Unterschied ist nur, dass man geimpft die Krankheit einigermaßen glimpflich überstehen kann. Bis es eine Pille gegen Covid gibt, dauert noch was. Doch ist die Zahl der generellen Intelligenzgegner wahrscheinlich gar nicht so hoch.

 

Schwerer wiegen die Zeitgenossen, die es bisher leider noch nicht haben einrichten können. Was mussten diese Wichtigtuer in den letzten Monaten denn bitte so Dringendes erledigen, dass sie partout keine Zeit hatten für eine kleine Impfung? Es gibt sogar Impfbusse, die den Bummelanten den Arsch hinterhertragen die Impfe hinterherfahren!

 

Eine weitere Pestilenz sind die Skeptiker und Abwarter. Zu Erinnerung: Wir eiern jetzt seit anderthalb Jahren weltweit mit diversen Einschränkungen aller möglichen Lebensbereiche herum. (Die auch nicht gesund sind.) Doch nun gibt es bereits seit einem Dreivierteljahr Impfstoffe und inzwischen (hierzulande) auch ausreichende Mengen davon. Erforscht ist die grundlegende Technologie dahinter seit Jahren. Und bereits die Hälfte der Weltbevölkerung ist geimpft – und lebt immer noch! (Es wäre sicher schon irgendwie aufgefallen, wenn die halbe Menschheit plötzlich weg wäre.) Also: Eine größere In-vivo-Studie kriegt Ihr Zögerlinge nicht mehr. Es gibt wirklich keinen Grund zu sagen: »Oh, ich warte mal lieber noch was ab, vielleicht ist das ja irjenswie gefährlich.«

 

Dann gäbe es noch die Leute, die tatsächlich Angst vor einer kleinen, sekundenlangen Punktion haben. Gut, man muss heutzutage ja für alles und jedes Verständnis aufbringen. (*ächtz!* …) Und ich habe da auch leicht reden: Mit Unterbrechungen spende ich seit 1994 Blutplasma. Dabei wird einem ein 10er-Rohr von Kanüle in die Vene in der Armbeuge gerammt. (Wenn man Glück hat, wird besagte Vene auch direkt beim ersten Mal getroffen … Aber zur Not hat man in der Regel ja noch einen zweiten Arm dabei.) Und dann sitzt man für ein Stündchen da und kann bei Bedarf zugucken, wie das Blut aus seinem Arm rausläuft und die roten Blutkörperchen nach Zentrifugation wieder zurückgepumpt werden. Gestreckt mit gerinnungshemmender isotonischer Lösung, die citrathaltig ist und daher etwas kribbelt – und wenn das Spendepersonal sie nicht aufgewärmt hat, sich auch ganz komisch kalt anfühlt im Arm. Aber alles erträglich. Daher: Impfungspieks?! – Hau rein das Zeug!

 

(Um Spritzenphobikern jedoch ein wenig entgegenzukommen, wäre es echt nett, wenn Presse, Fernsehen und Internet nicht seit Monaten bei je-dem ein-zel-nen ver-damm-ten Bericht über Corona mindestens eine Injektion zeigen müssten! Der Teufel hole das Symbolbild!)

 

 

Die schlimmsten Impfverweigerer sind allerdings die aus Trotz: »Wie, ich soll da was tun, das gut ist für alle und das daher auch die meisten tun? Nix da! Und wenn ich dadurch nicht in 2G-Veranstaltungen reindarf, dann erst recht nicht!«

 

 

 

Dienstag, 12. Oktober 2021

Die Älteren werden sich erinnern: Die Mayersche Buchhandlung war in grauer Vorzeit einmal eine Buchhandlung. Ein Kaufhaus, in dem man Bücher kaufen konnte. (Das sind diese Dinger aus Papier, die nicht die ganze Zeit *beepbeepbeep* machen.) Inzwischen ist es eher ein Restaurationsbetrieb mit Cafés, Bistros und Imbissen auf sämtlichen vier Etagen – und mittlerweile auch auf dem Gehweg. Naja, man kann sich ja was zu lesen mitbringen.

 

Mayersche Buchhandlung Aachen

 

Es war aber ja klar, dass sowas kommen musste, denn: Gedrucktes ist tot!

 

(Und die Branche hat massive Probleme, an Papier zukommen.)

 

 

 

Sowieso: Der Einzelhandel befürchtet Lieferprobleme im Weihnachtsgeschäft. Das vom lieben Vater selig oft so bezeichnete »Fest der Langen Gesichter« (was es nie war), könnte nun wirklich eines werden!

 

Nun ja, watt dem eenen sing Uhl, is dem annern sing Nachtijall:

Gutscheine für Photoshootings sind ständig lieferbar, erfreuen Alt und Jung und machen sich ausgesprochen gut unterm Christbaum! (Und sind mindestens drei Jahre gültig.)

 

Who do you gonna call? 0241 / 33819

 

Or drop me a line, per guter alter E-Mail: TLangens@aol.com

 

 

 

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Während alle Welt rätselt, was die angehenden Koalitionäre hinter verschlossenen Türen – außer Selfies – wohl so machen, weil diesmal einfach niemand der Beteiligten etwas an die Blöd-Zeitung durchstechen mag, haben findige Journalisten einen vergleichenden Blick in die Wahlprogramme geworfen und nach synoptischer Exegese nun ausbaldowert, dass es tatsächlich Gemeinsamkeiten gibt: Zum Beispiel den Drang, Cannabis zu legalisieren. Alter, da kreist die Bong!

 

 

Auch wenn ich finde, dass jetzt schon genug Besuffskis, Druffis und Psychos auf der Straße rumlaufen, können wir die Pros und Kontras ja mal gechillt durchspielen:

 

Ein Großteil der Bevölkerung ist inzwischen für eine Legalisierung, Regulierung oder wenigstens Straflosigkeit. The times they are a-changing. (Die Älteren werden sich erinnern: Vor hundert Jahren gab es noch gar kein BTM – und Heroin wurde gegen Husten und Heiserkeit verschrieben … Einverstanden, so weit sollten wir vielleicht nicht zurück …)

 

Und warum auch nicht? Jeder Erwachsene soll mit seinem Körper tun dürfen, was er will. Man kann sich natürlich mit Weed zudrönen, bitteschön. Man muss aber dann auch mit den Konsequenzen leben. (Man darf ja auch mit eingestöpselten Buttplug durch die Gegend laufen, soll sich dann aber bitte nicht beschweren, wenn der Popo beim Hinsetzen weh tut.)

 

»Morgens ein Joint und der Tag ist dein Freund.« Wie es heißt, sehen Dope-Konsumenten das Leben lockerer – das wäre also vielleicht gar nicht mal so schlecht im grauen Alltag … (»Morgens ein Bier und der Tag gehört dir«, funktioniert nämlich nicht; ich hab's ausprobiert.)

 

Dass Cannabis eine »Einstiegsdroge« wäre, ist inzwischen widerlegt. Wir sind nicht mehr in den Achtzigern. Da kann der Wendt von der Polizeigewerkschaft das so oft wiederholen, wie er will. Aber der ist ja auch gar kein richtiger Polizist.

 

Der oft gehörte Vergleich, dass Alkohol ja auch gefährlich sei und viel mehr Todesopfer fordere, ist natürlich kein Argument dafür: Nur weil Alkohol gefährlich ist, wird Hasch ja nicht harmloser.

 

Man sollte Haschisch keinesfalls verharmlosen: Ich kenne nicht viele Kiffer, aber darunter sind mindestens zwei, die nach regelmäßigem Konsum psychotisch gestört durch die Lande gelaufen sind und sich verfolgt gefühlt haben. (Wobei nicht klar ist, ob sie diese Veranlagung nicht auch schon vorher hatten.)

 

Juristisch könnte man das Problem leicht lösen: Auf die in einem Interview gestellte Frage, warum Alkohol erlaubt und Cannabis verboten sei, antwortete die ehemalige Drogenbeauftragte der Bundesregierung einst sehr unentspannt: »Weil Cannabis eine illegale Droge ist. Punkt.«

Tja, wenn man das bloß irgendwie ändern könnte … (Neben dem logischen Zirkelschluss ist das patzige »Punkt« ein deutliches Zeichen dafür, dass eine ehemalige Bauersfrau aus Franken wohl nicht die beste Besetzung für dieses Amt ist.)

 

Ihre Nachfolgering pampte auf Nachfrage den Interviewer an: »Weil Olkohol unbestritten gefährlich ist, ist Cannabis kein Brokkoli. Okay?!« Auch sehr wenig gechillt. Warum holen die immer so unentspanntes fachfremdes Personal aus der CSU für diesen Job? (Etwa weil der Posten des Verkehrsministers schon besetzt war?!) Na, das hat ja bald ein Ende.

 

Doch zurück zu den Fakten: Dass Cannabis kein Brokkoli ist, ist soweit unstrittig. Das biologische Problem darin ist ein anderes als zunächst ersichtlich: Weil es eben kein Brokkoli und daher verboten ist, ist Cannabis kaum erforscht. Hey, vielleicht könnten wir noch was lernen? Für medizinische Anwendungen unter strengen Maßgaben wird es ja schon genutzt.

 

 

Wie wäre das denn: Wir legalisieren nicht – sondern regulieren!

 

Also strafloser Umgang mit Cannabisprodukten – aber unter harten Bedingungen! Denn wie man sieht, klappt Prohibition ja nicht so richtig. (Und hat das eigentlich noch nie.)

 

Staatliche Kontrolle von Anbau und Abgabe von Cannabisprodukten: Hallo Herr Finanzminster in spe: Wieviele Arbeitsplätze das wohl bringen würde! Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze! Und eine Steuer könnte man auch noch draufpacken, statt den Erlös von windigen Kriminellen einstreichen zu lassen. Steuerbanderole drum und ab dafür! (Das gibt blühende Landschaften. Blühende Landschaften!)

 

Ungestreckter Stoff mit standardisierter Wirkstoffmenge in einer sauberen Verkaufsstelle: Der Bürger müsste dann nicht mehr zum Dealer an die Ecke, der auch härtere Drogen im Sortiment hat. In dem Fall ist Hasch nämlich eine Einstiegsdroge!

 

Privater Besitz nur in haushaltsüblichen Mengen zum eigenen Verbrauch: Ich kenne mich da nicht aus, aber mit ein paar Gramm wird man doch über die Woche kommen, oder? Ein oder zwei oder sechs Gramm – da wird sich doch eine unjustiziables Maß finden lassen.

 

Es dürfte auch jeder zum Eigenbedarf eine bis drei Pflanzen selber zuhause hegen. (Dann hätte auch diese eine Neunzigjährige im Altersheim, die letztens von ihrer Pflegerin letztens angeschwärzt wurde, ihre Haustierpflanze behalten dürfen.)

 

Dann aber keine Teilnahme am motorisierten Straßenverkehr! Also gar keine. Wer sich ein Piece reinzieht, geht dann erst mal mindestens einen Tag lang zufuß! Frische Luft ist ja so gesund. (Und wer zwangsweise Bus mit der ASEAG fahren muss, kommt schnell auf den Trichter, dass Abstinenz auch ihr Gutes hat …) Wer sich aber partout nicht beherrschen kann und trotzdem stoned Auto fährt, büßt neben Geldstrafe und Fahrverbot jedes Mal ein Fingerglied ein – wollen wir doch mal sehen, wie oft das vorkommt. Die Anzahl der Griffel ist ja anatomisch begrenzt.

 

Kinder und Jugendliche bleiben außen vor! Also wirklich und echt und ohne Diskussion! Abgabe und Verkauf nur an Erwachsene ab 18, 21 oder 25 Jahren – was sich davon eben gesetzlich so umsetzen lässt. Umso höher das Alter, desto ausgereifter das Hirn, sagt man. (Wobei ich da spätenstens seit Corona so meine Zweifel dran habe …)

 

Wer dennoch Jugendlichen Stoff zukommen lässt, kriegt auf die Finger! Also so richtig! Falls er denn noch welche hat … Also keine Gutschgutschi-Urteile mehr. Wie auch sonst jeder Dealer so lange einfahren sollte, dass es ihm den Spaß am Schwarzmarkt auf immerdar gehörig verdürbe.

 

Abgesehen davon bräche der illegale Markt wohl sowieso ein. Wenn man sein Hasch problemlos und bundeszertifiziert made in Germany in der Apotheke, in der Drogerie (schließlich heißen die so!) oder im Weed-Shop nebenan kriegt, zieht es einen nicht mehr in dunkle Ecken am Kaiserplatz, wo man nur Zeug zweifelhafter Güte kriegt oder ein Messer in den Balg.

 

Es würde Polizei und Justiz massiv entlasten, nicht jeden kleinen Kiffer einzeln verfolgen zu müssen. Man könnte stattdessen en passant einen ordentlichen Teil der organisierten Kriminalität trockenlegen. (Auch wenn sich dann die Zahlen in der Erfolgsstatistik etwas ändern würden, denn Schwerverbrecher sind schwerer zu fassen – wie der Name schon sagt.)

 

Weniger staatliche Verfolgung würde auch Millionen an Steuergeldern einsparen! (Herr Finanzminister, sind Sie noch dabei?)

 

Ein Nachteil ist natürlich, dass die Hemmschwelle zum Ausprobieren sinkt. Ich stelle mir gerade vor, wie sich der Vati zuhause gemütlich eine Tüte dreht und der vierzehnjährige Sohnemann Gelüste kriegt … (Sein erstes Bier trinkt man am besten ja auch unter väterlicher Aufsicht.) Das werden delikate Diskussionen, wenn Vattern sich einen durchzieht und den Sprössling vertröstet: »In vier Jahren darfst Du auch.« (Oder in sieben. Oder in neun …)

 

Dass es keine Werbung für Drogen geben darf, ist ja klar. Stattdessen sollte man die Aufklärung über die Risiken verstärken. Und zwar nicht nur in der Schule, sondern lebensrealistisch in der Freizeit, in der Peergroup und auf Onlinekanälen. Und vor allem in einer Sprache ohne Zeigefinger. (Das sollte man ohnehin, egal ob mit oder ohne Legalisierung von Hasch.)

 

Sowieso sollte man die Problemlage grundsätzlicher angehen: Warum nimmt man denn eigentlich Drogen? Zur Entspannung. Zur Ablenkung. Zur Schmerzunterdrückung. Um dem irdischen Jammertal zu entgehen.

 

Hier rächt sich, dass ich meine Diplomarbeit anno 1996 nicht wie ursprünglich mal überlegt zum Thema »Suchtprävention im Vorschulalter« angefertigt habe. Das war nämlich ein interessanter Ansatz: Starke Kinder, starke Persönlichkeit – kein Bedarf an Drogen! Doch leider, leider hatte der einzige Psycho-Professor an der FH, der die Dipl.-Arbeit hätte betreuen können, auf diesem Feld schon was publiziert. Das wäre ein hübsches Minenfeld geworden! Außerdem hielt ich nicht viel von ihm …

 

 

Im Kopf erklingt gerade dieses eine Lied, das Skoob Anfang der Neunziger jeden Sonntagabend im Wild Rover zur Melodie von »Country Roads« sang, als das noch in der Pontstraße war und nicht im Hirschgraben:

I travelled down to Amsterdam,

the town I like the most,

they put hashish in your coffee

and hashish on your toast.

 

Country dope

get's you stoned

(Anno 1992 führte mich Erstie meine Kaltbachgässchen-WG allsonntäglich dorthin. Zum Wochenendausklang ein paar Stout – so konnte die Woche beginnen!)

 

 

So, und wieder einmal sehen wir nun betroffen den Vorhang zu und alle Fragen offen. Das waren jetzt aber viele Wörter zur Sache! Sicher mehr als 420. Vielleicht muss man einfach nur ein bisschen Gras über die Sache rauchen lassen … Dabei muss ich das alles ja gar nicht entscheiden. Und darf es auch gar nicht.

 

Aber ein Fazit wäre nun ja schon gut, irgendwie. Also:

Ich finde, dass jetzt schon genug Besuffskis, Druffis und Psychos auf der Straße rumlaufen!

 

 

(Was ich mir bei der ganzen Diskussion aber wirklich dringend wünschte: Dass die Duellanten das Wort Cannabis [ˈkanabɪs] ausprechen, nicht [ˈka:nābɪs] – da stehen zwei N und kein Admiral der Wehrmacht!)

 

 

 

William Shatner war im Weltall, und zwar per Jeff Bezos‘ überdimensioniertem Penis Rakete von Blue Origin. Es sei ihm gegönnt, schließlich ist er 90 und hat schon mal ein Raumschiff der Sternenflotte kommandiert.

 

Aber hoffentlich kommt jetzt nicht jeder Heiopei auf die Idee, unter massivem Energie- und Rohstoffverbrauch für zehn Minuten da hochfliegen zu müssen, nur um wieder unten dann zu salbadern, wie prächtig, aber auch zerbrechlich unser Planet doch aussähe, wie das ein jeder tut und wie es wohl auch vorher schon klar war!

 

 

 

Donnerstag, 14. Oktober 2021

Im Adler- und Wolfspark Kasselburg:

 

Adler- und Wolfspark Kasselburg Pelm Gerolstein

 

Adler- und Wolfspark Kasselburg Pelm Gerolstein

 

Adler- und Wolfspark Kasselburg Pelm Gerolstein

 

Adler- und Wolfspark Kasselburg Pelm Gerolstein

 

Adler- und Wolfspark Kasselburg Pelm Gerolstein

 

Adler- und Wolfspark Kasselburg Pelm Gerolstein

 

Adler- und Wolfspark Kasselburg Pelm Gerolstein

 

Adler- und Wolfspark Kasselburg Pelm Gerolstein

 

Adler- und Wolfspark Kasselburg Pelm Gerolstein

 

 

Da ich inzwischen nicht mehr ganz so schnell in die Knie gehen kann, positionierte ich mich ein wenig abseits der üblichen Flugrouten. Son Geier macht sein Ding, egal was die andern sagen. Und egal wer da grad im Weg rumsteht. In jüngeren Jahren – oder bei weniger matschigem Untergrund – hätte ich mich sicher in den Staub geworfen, um die spektakulärste Perspektive zu erhaschen.

 

 

Die Wolfsfütterung ist wohl auch ganz nett, aber Hunde interessieren mich ja generell nicht so.

 

Adler- und Wolfspark Kasselburg Pelm Gerolstein

 

 

Im nächsten Leben werde ich ein Seeadler!

 

Adler- und Wolfspark Kasselburg Pelm Gerolstein

 

Nichten

 

 

 

Im heimatlichen Keller schaute ich im Vorbeigehen nochmals in diesen einen Schuhkarton, in dem ich das letzte Mal die Genesis-Maimarkt-Kassette entdeckte hatte. Diesmal stieß mir die Packung »Finnische Birkenkohle« ins Auge, die mir meine Tante vor ungefähr dreieinhalb Jahrzehnten mal geschenkt hatte. Ich dachte, ich hätte alles davon hier oder schon verbraucht, aber das kleine Schächtelchen war noch halb voll.

 

Finnische Birkenkohle

 

Und meine Nichten wiederum hatten dann ihre Freude daran, damit zu malen und zu zeichnen. Und gar nicht mal schlecht! (Erwähnte ich bereits, dass ich die coolsten Nichten der Welt habe?)

 

 

 

Nach über 30 Jahren traf ich auch meiner Schwester treuen Kumpan Flummi wieder; allerdings nur als weihnachtsgeschenkliches Aquarellgemälde – dessen Existenz ich über die Jahrzehnte komplett vergessen hatte.

 

Flummi Aquarell

 

 

 

Wir haben nun auch mal das neue, frisch zubereitete Sushi aus dem Edeka getestet. Nun ja, es war in Ordnung, aber auch nicht viel mehr. Was Wickel- und Schnitttechnik angeht, ist da noch viel Luft nach oben. Ich verlange bei einem Takeaway im Supermarkt in der tiefen Eifel ja keine zehnjährige Sushimeisterausbildung mit Schweigegelübde im Zenkloster auf einem einsamen Eiland zwischen Ryūkyū- und Nampō-shotō-Inseln, aber eine Reisrolle in acht ungefähr gleichgroße Maki-Röllchen zu zerschneiden, sollte man dann doch beherrschen.

 

Sushi Gerolstein

 

Kreativität legten die Sushiistas allerdings auch beim Sushi-Design an den Tag: Die von mir bevorzugten eher schlichten Varianten waren rar. Mir reichen ja meist die einfachen Röllchen, vielleicht die etwas aufwendigeren California-Rolls oder bloß Nigiri: simple (aber leckere) Reisballen mit einer Scheibe Fisch obendrauf. Und da dann gerne Thunfisch – doch den hatten sie gar nicht im Sortiment.

 

In der Auslage herrschte ein frohes Farbenspiel. Da wurde mit Roter-Bete koloriert, Rucola mit in den Reis eingerollt, undefinierbare Saucen darübergegossen und mit Sesam und anderen Bröseln garniert. Solchen Schnickschnack braucht Sushi eigentlich gar nicht. Guter Reis, guter Fisch – kein Gericht der Welt ist simpler.

 

(Sushi simpel?! – Jeder Itamae rammt sich gerade mit Schwung sein Yanagiba in den Balg!)

 

Zur Not kann man den Reis auch ganz weglassen und Sashimi machen. Andererseits: Vielleicht ist dieses knallbunte Design der Schlüssel zu neuen Käufergruppen auf dem Lande …

 

Von der mitgelieferten Sojasauce rate ich jedoch ab! Die schmeckt wie Maggi. Da sollte man schon eine gute Flasche mit Sojasauce von Kikkoman oder ähnlichem im Haus haben. Oder direkt echten/echte/echtes Maggi nehmen.

 

(Was für ein Genus hat Maggi eigentlich?! Der Maggi, die Maggi, das Maggi? Das ist wohl ähnlich diskussionsfähig wie bei Nutella.)

 

 

 

Freitag, 15. Oktober 2021

Happy 80th Birthday in heaven ♥

 

Happy 80th Birthday in heaven ?

 

 

 

Die Apfelernte dieses Jahr fällt frugal aus …

 

 

Dafür ballert der Herbst alles an Farben und Formen raus, was er im Köcher hat:

 

Herbstfarben Gerolstein

 

Herbstfarben Gerolstein

 

Herbstfarben Gerolstein

 

Herbstfarben Gerolstein

 

Herbstfarben Gerolstein

 

Herbstfarben Gerolstein

 

Herbstfarben Gerolstein

 

Herbstfarben Gerolstein

 

Herbstfarben Gerolstein

 

Herbstfarben Gerolstein

 

Herbstfarben Gerolstein

 

Herbstfarben Gerolstein

 

 

 

Auf dem Brunnenplatz war Herbstkirmes. Die Betreiber ziehen es voll durch und tun einfach so, als wäre diese Versammlung von einem halben Dutzend bunter Buden ein Riesen-Rummel, so mit den typischen Lautsprecheransagen am Mambo-Dance-Fahrgeschäft, *whoop-whoop*! Für einen hungrigen Freitagnachmittag im Nieselregen war sogar mehr los als gedacht. Die Kiddies hatten jedenfalls Spaß.

 

Auf dem Brunnenplatz war Herbstkirmes

 

Was als zugkräftiger Publikumsmagnet allerdings fehlte: Ein Bierpavillon!

 

Wobei ich den eh nicht hätte nutzen können, war ich doch ausnahmsweise mal mit einem Automobil unterwegs. Zunächst machte ich mir Sorgen, wo ich da denn wohl parken könne – die Parkplatzsituation hat sich ja geändert, seit ich das letzte Mal in der Gerolsteiner Innenstadt parkte. So vor 30 Jahren …

 

Ein einzelnes schnuckeliges Plätzchen nahebei fand ich dann doch noch:

 

Parkplatz in Gerolstein

 

 

 

Samstag, 16. Oktober 2021

Einer der wenigen Vorteile der Corona-Zeit ist passé: Im Studio der ZDF heute-show ist wieder Publikum … Dieses dämliche Klatschvieh, dass sich bei jedem krummen Stück Holz wegwirft vor Lachen und johlt, als gäbe es kein Morgen, habe ich echt nicht vermisst!

 

 

 

Sonntag, 17. Oktober 2021

Im November kommt nun endlich der neue Bußgeldkatalog für Fehlverhalten im Straßenverkehr. Viele Verwarngelder werden verdoppelt, Kösterchen!

(Leider sind die Straftatbestände Posing, Cruising und Nerving-wie-Sau immer noch nicht enthalten.)

 

 

 

Na, von welcher Partei werden diese E-Roller denn gesponsert?!

 

Na, von welcher Partei werden diese E-Roller denn gesponsert?!

 

(Immerhin, sie stehen sauber und orrrdentlich am Rande des Trottoirs.)

 

 

 

Montag, 18. Oktober 2021

Der kölsche Muezzin darf jetzt per Lautsprecher seine Message vom Minarett kundtun. Auf Arabisch … Wieso nicht auf Kölsch?!

 

 

Selfie mit drei Burkas

 

 

 

Dienstag, 19. Oktober 2021

Noiiin!!!

 

Bierpreis

 

2021 ist und bleibt eben ein annus horribilis. Ich kann ja verstehen, dass Deutschlands Brauereien schwierige Zeiten hinter sich haben. (Eventphotographie ist ja auch was teurer geworden …) Energie- und Logistikkosten sind gestiegen, und während der Coronapandemie mit den monatelangen Schließungen in der Gastronomie mussten viele Brauer ihre Biervorräte wegen Ablaufs des Haltbarkeitsdatums vernichten. Dann kam noch das Hochwasser, das viel vom schönen Bitburger Siegelhopfen bei Holsthum im Prümtal mitgerissen hat. (Wie ist eigentlich die Lage in der Hallertau? Wächst da alles und gedeiht?) Preiserhöhungen sind also voll verständlich. Jedoch: Noiiin!!!

 

 

 

Äußerte ich mich gelegentlich positiv über den Service von Flink? (Spoiler: Ja!) Heute haben sie’s übertrieben. Die App wirbt ja mit einer Lieferung innerhalb von zehn Minuten. Angegeben waren aktuell zwölf Minuten, was auch voll in Ordnung gehen würde. Etwas erschrocken habe ich mich, als der Lieferant schon nach unfassbaren acht (!) Minuten an der Haustür klingelte! (Ich befürchte, die Feuerwehr bräuchte länger, je nachdem …)

 

FLINK!

 

Und ich kann mir nach wie vor nicht erklären, wie sie das hinkriegen. Ist es Magie, Zauberei oder Voodoo? Und was davon gibt es auf dem indischen Subkontinent? Denn nach fünf Lieferungen fällt dann doch auf, dass alle Lieferanten und Lieferantinnen dem indischen/ tamilischen/pakistanischen/bangladeschischen Phänotypus anzugehören scheinen.

 

 

Außer der korrekten Lieferung in Hyperschall gab es auch noch eine kleine Packung Gratis-Kekse, Golden Oreo. Nett. Was ich aber nun nicht so ganz verstehe: Dieses gehypte Oreo-Gebäck ist doch sonst nur ein Ding, weil es tiefschwarz ist, nicht blond …

 

 

 

Nanu?! Wer turnt denn da spätnachts auf meinem Dom herum?

 

Nanu?! Wer turnt denn da spätnachts auf meinem Dom herum?

 

 

 

Mittwoch, 20. Oktober 2021

In Frankfurt startete heute die Frankfurter Buchmesse nochmal in Präsenz, zunächst nur für das Fachpublikum. Hey, zu diesem gehörte ich auch einst! Vor xunddreißig Jahren fuhren wir als Redaktion der sagenumwobenen Schülerzeitung »Im Brennpunkt« (Sie hieß so, lange bevor die ARD sich diesen Claim für ihre Sondersendungen um Viertel nach acht krallte.) nämlich regelmäßig im Herbst nach Mainhatten/Bankfurt und schauten, was es wohl Neues rund ums Buch gäbe.

 

Im Brennpunkt SMG

 

Wir Eifelkinder machten jedes Mal große Augen ob der Dimensionen dieser Messe. Und dieser Stadt sowieso. (Man kann sich da ja quasi nicht verlaufen, weil immer ein paar Wolkenkratzer zur triangulatorischen Peilung dienen.) Es war schon cool, zwischen all diesen wichtigen Leuten im Anzug oder Businesskostüm herumzuwuseln. (Das Ambiente änderte sich erst nachmittags, wenn die Aktenkoffer vermehrt durch Plastiktüten ersetzt wurden, weil dann der gemeine Mob von der Straße auch aufs Gelände durfte.)

 

Wir freuten uns wie Bolle, wenn wir gelegentlich einen Promi erkannten. Ich erinnere mich da an Uta Ranke-Heinemann (die ich am Vorabend noch in einer Livesendung gesehen hatte), Marcel Reich-Ranicki und Johannes Mario Simmel, von dem mir auch ein Schnappschuss gelang (Ach, wenn doch mein Schwarzweiß-Negativ-Archiv gut mal komplett digitalisiert wäre!), und Jean Pütz – kurz: nur die größten Literaten der Zeit.

 

 

Einmal durften wir sogar die Frankfurter Allgemeine Zeitung besuchen, Redaktion und Druckerei. Sehr interessant.

 

Die Anekdote von der einen Mitschülerin, die ständig über die Miefigkeit und Piefigkeit der Eifel lästerte, dann aber nach einem netten Gespräch mit dem Redakteur, der sich viel Zeit für uns genommen hatte, im Gehen trotzdem ein paar Aschenbecher klaute – und dabei erwischt wurde! – lasse ich aus Pietät jetzt mal aus. Es war nämlich sehr peinlich, als wir nach der Verabschiedung vorm Aufzug standen und ihr das Diebesgut aus der Jacke rutschte und auf dem Boden zerschellte. Dieser tat sich leider nicht auf. Auch nicht die Aufzugtür. Dafür öffnete der nette Redakteur einen Spind im Nebenraum – und schenkte uns einen Stapel FAZ-Aschenbecher …

 

(Damit wäre bewiesen: Nicht nur alle Hesse sinn Verbreschäh, denn sie klaue Aschebeschäh.)

 

 

 

Sonntag, 24. Oktober 2021

Die ARD will ihr Programm umgestalten und vor allem ihre Mediathek stärken. (Tschüssi, lineares Fernsehen!) Das tut auch bitter Not: Denn um was Gescheites zu finden, braucht man länger als bei Netflix. Und will man dort am frühen Abend einen Frei-ab-16-Film gucken, nötigt einen die App, sich per QR-Code anzumelden und dann seinen Personalausweis einzuscannen. Ja, scheiß mal auf Datenschutz!

 

 

Erstens: Jede Vierzehnjährige wird es hinkriegen, kurz Muttis Perso dafür zu verwenden.

 

Zweitens: Was sonst so tagsüber an Sex und Crime und allgemeiner Verwahrlosung im TV läuft, kriegen die Rangen doch auch ungefragt auf die Netzhaut geballert.

 

Drittens: Andere Webseiten halten das Prüfprozedere doch auch einfacher:

 

 

 

Montag, 25. Oktober 2021

Voll 1 nicer Move, Bro: Die Babos von der Langenscheidt-Crowd haben für »cringe« als Jugendwort des Jahres 2021 gevotet. Sheesh!

 

Immerhin hat man das vorher schon mal gehört. Sonst erfährt die Jugend selbst ja immer erst dann von der schieren Existenz ihres Wortes, nachdem es zum Jugendwort gekürt worden ist. Zwei Fragen dazu dennoch: Warum wählen die Almans ständig Anglizismen? Und warum nur als Ersatz für Wörter, die es schon längst gibt? Das ist doch peinlich, sehr unangenehm und zum Fremdschämen.

 

 

 

Dienstag, 26. Oktober 2021

»Das Amtsverhältnis der Bundeskanzlerin Doktor Angela Merkel hat mit Zusammentritt des 20. Bundestags am 26. Oktober 2021 seine Beendigung gefunden.« (Frank-Walter Steinmeier)

 

Tschö, Frau Kommissar! Wenn sich die sich gerade zusammenraufende Ampel-Koalition (In der es übrigens viel zu gelb leuchtet! Bei der richtigen Ampel ist das doch auch die unwichtigste Farbe.) noch bis nach dem 17. Dezember 2021 Zeit lässt, einen Vertrag zusammenzustoppeln, parteiintern drüber abstimmen zu lassen und den Wisch zu unterschreiben, wird Kohls Mädchen 5.870 Tage lang im Amt gewesen sein – und damit länger als der alte Kohl selbst. Also nur noch 51 Tage, 2 Stunden, 29 Minuten und 47 Sekunden – durchhalten!

 

(Noch zu Lebzeiten soll Angela Merkel eine Straße gewidmet werden: der Merkel-muss-Weg)

 

 

 

Mittwoch, 27. Oktober 2021

Als einer der wahrscheinlich drei letzten deutschlandweit nutze ich ja noch eine AOL-Mailadresse. (Hallo?! Die ist doch noch gut! Erst 23 Jahre alt.) Ich mache doch nicht jeden modernen Quatsch mit. (Diese Adresse zu ändern, wäre aber auch eine Herkulesaufgabe, denn bei drölfzig Web-Services bin ich mit eben dieser angemeldet.

 

Weit weniger treu zu sich selbst ist die Firma/sind die Firmen, die das ehemalige AOL-Geschäft jeweils führen: Nun informiert mich Verizon Media EMEA Limited, dass ihre Muttergesellschaft kürzlich (mal wieder!) übernommen wurde und sie fürderhin lieber Yahoo EMEA Limited heißen möchte. Sonst bleibt alles beim Alten.

 

AOL

 

 

Sie hatten Glück, dass mich diese Nachricht überhaupt erreicht hat. Auch wenn es eine echte, offizielle und von AOL »zertifizierte eMail« war: Der meiste Spam der letzten Monate besteht nämlich aus Fake-AOL-Mails, die mich – und hundert andere sichtbar im CC … – jedesmal auffordern, meine Daten auf einer ominösen Seite zu aktualisieren, weil sonst am Juli/August/September/ff. mein Konto gelöscht werden müsse – da zuckt der Klickfinger stets rasch Richtung Löschknopf.

 

Und nur ein paar Minuten nach der offiziellen Mail kam auch gleich der nächste Phishing-Versuch:

 

AOL-Spam

 

 

 

Donnerstag, 28. Oktober 2021

Och Corona! Ich dachte, wir kämen jetzt so langsam mal in ruhiges Fahrwasser. Doch die bundesweite Inzidenz liegt nun durchschnittlich wieder bei über 130 und die Belastung der Arztpraxen und Krankenhäuser steigt ebenfalls. Besonders der Osten und der Süden sind auf der Warnkarte tiefrot eingefärbt. Prepare yourself, der zweite Coronawinter is coming!

 

Noch-Bundesjens Spahn allerdings will trotz anbrandender vierten Welle den die epidemische Lage von nationaler Tragweite beenden. Ich halte das für ein falsches Signal. Wir haben in dieser Pandemie gelernt, dass der psychologische Aspekt, von allem, was gesagt oder getan wird, nicht unterschätzt werden sollte. Für einige Spezialisten klingt das bestimmt wie: »Es ist vorbei.«

 

Apropos speziell: Gegen den Rat und die Bitte medizinischen Verbände und Experten will die hiesige Schulhasserin Schulministerin Gebauer die Maskenpflicht in der Schule am Sitzplatz nächste Woche abschaffen. Ist ja nicht so, dass schon jetzt wegen Neuinfektionen viele Schüler wieder zuhause bleiben müssen …

 

 

So ein Fußballspieler tönt indessen medienresonant rum, er wolle »lieber noch abwarten« mit seiner Impfung …

 

Meinungsfreiheit ist ein gar feines Ding. Aber kann bitte diese ganze Bundesligabagage, die als erste in der Coronakrise wieder normales Programm fahren durfte, während der Rest der Showbranche heute noch zu leiden hat, sich ihrer Vorbildfunktion bewusst werden und einfach mal geschlossen die Fresse halten? Ja?! Danke.

 

 

 

Freitag, 29. Oktober 2021

Laubbläser – der Sound einer ganzen Degeneration! Er ist außerdem das perfekte Symbol unserer Zeit: Er verlagert ein Problem von einem Ort an einen anderen ohne es zu lösen, verbraucht dafür wertvolle Energie und macht dabei eine Menge Lärm. (Und verlässlich pickt der Bauhof stets den Verhaltensgestörtesten aus seiner Kolonne heraus, der das Ding in freier Wildbahn bedienen darf.)

 

Laub

 

 

 

Das Ausmaß an bedingungsloser Zustimmung, das die Sparkasse ihren Kunden da alternativlos abverlangt, grenzt an Nötigung:

 

Sparkasse Bedingungen

 

 

 

Deutschlands schönstes Krankenhaus. Von außen.

 

UKA Klinikum Aachen. Deutschlands schönstes Krankenhaus. Von außen.

 

 

 

Samstag, 30. Oktober 2021

Und es fahren immer noch Leute vor, die da parken wollen …

 

Und es fahren immer noch Leute vor, die da parken wollen …

 

 

 

Sonntag, 31. Oktober 2021

Happy Halloween wünschte gestern die Auslage der Fleischtheke im Rewe:

 

Happy Halloween wünschte gestern die Auslage der Fleischtheke im Rewe; mit echter Leber und Nierchen:

 

(Leber, Nierchen und Darm sind echt.)

 

 

 

Um zu wissen, was auf deutschen Schulhöfen gerade Phase ist, bingten wir die gehypte Netflix-Serie »Squid Game« von vorne bis hinten durch. Die Kurzrezension:

  1. Hundsbrutal und mit so viel Blut, dass dagegen manche Fleischtheke wie ein Paradies für Vegetarier erscheinen mag. Hat auf Schulhöfen so gar nichts verloren.
  2. Ein Blick in den Abgrund der menschlichen Verhaltensweisen; wenig Tröstliches.
  3. Interessante moralphilosophische Fragestellungen. (Die wahrscheinlich nur wenige mitbekommen oder interessieren, weil sie noch von Punkt 1. fasziniert/angewidert sind.)
  4. Schöne Farbästhetik, was Kostüme und Bauten angeht.
  5. Ein visuelles Fest für die Freunde der hierzulande kaum bekannten filigranen und zurückhaltenden koreanischen Schauspielkunst …

 

 

 

 

Man soll das Kind nicht loben,

bevor es in den Brunnen gefallen ist.

PS: Na, wer hat’s bemerkt? Ich habe einen Monat lang nichts über Armin Laschet geschrieben!

PPS: Warum auch?

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