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– Juni 2021 –

Dienstag, 1. Juni 2021

Fatal MistakesI guess an apology is due ... I made fatal mistakes! Treue Leser innen und außen erinnern sich: Ich beschwerte mich im letzten Monat doch über das aktuelle Werk von Del Amitri, welches mir nach dreimaligem Hören keinen Ohrwurm zu verschaffen vermochte.

Doch hier nun das Geheimnis zum Genuss: Am nächsten Tag nochmals anhören! Aller guten Dinge sind vier.

You can’t go back, All hail blind love, Close your eyes and think of England, I’m losing the will to die, Otherwise, Missing person, Second staircase and all the others on »Fatal Mistakes«!

 

Vielen Bands wird ja vorgeworfen, dass sie nicht mehr wie früher klingen. Hier haben wir den entgegengesetzten Fall: Tun sie! Und man fühlt sich plötzlich wieder 20, 30 Jahre jünger. Dankeschön dafür.

 

(Wobei die Dels auch schon damals viel besser klangen, wenn man selbst gerade an Liebeskummer litt – ein Gefühl, das ich seit zig Jahren nicht mehr kenne.)

 

 

 

Mittwoch, 2. Juni 2021

Corona – war da was? Die Einkaufsstraße ist schwarz vor Menschen. Masken sieht man eher selten, und von Abstand ist auch schwerlich zu sprechen. Die Außengastro hat wieder auf – und wenn ein frühsommerlicher Gewitterguss runterkommt, wird sich halt unter den Terrassenschirmen zusammengekuschelt. Also, ich trau dem Braten noch nicht.

 

But change my mind!

 

 

 

Donnerstag, 3. Juni 2021

Der Leuteunterbrecher Markus Lanz möchte auch in Zukunft keine Zuschauer mehr im Studio haben: Das Fehlen des Klatschviehs Publikums vor Ort habe die Sendung intensiver gemacht.

 

Kein Publikum mehr bei Lanz? Nicht verkehrt. Wenn sie jetzt noch den Moderator austauschen, schaue ich mir »Markus Lanz« glatt nochmal an!

 

 

 

Freitag, 4. Juni 2021

Ich bin ja sooooo froh über die Anrufer-unterdrücken-Funktion meines Telefons!

 

Ich bin ja sooooo froh über die Anrufer-unterdrücken-Funktion meines Telefons!

 

Denn die Angriffe der Callcenter-Mafia haben in letzter Zeit wieder zugenommen. Ich bin kurz davor, eine Trillerpfeife neben den Apparat zu legen! Ja, ja, Körperverletzung, ich weiß … Blohs misch jett! Wer mich wehrlos in meiner persönlichen Privatheit terrorisiert, um mir unerlaubt seinen Scheißdreck anzudrehen, hat diverse seiner Menschenrechte verwirkt.

 

 

 

Samstag, 5. Juni 2021

Hallo FAZ, bitte was: Ich soll mit meiner F+ lesen?!

 

 

Freundschaft plus – ich habe sowas ja nicht. Aber lesen wäre wohl das letzte, was ich mit ihr täte!

 

 

 

Sonntag, 6. Juni 2021

Lilibet Diana Mountbatten-Windsor (* 04.06.2021) heißt der jüngste Spross des britischen Königshauses – und damit sind diese abtrünnigen Sussexes ja schon fast wieder sympathisch. Aber eine fette Bürde für so ein kleines Würmchen ist so ein Name ja schon …

 

Die Hüter der Wikipedia haben den sie betreffenden Artikel auf den Seiten der Qualitätssicherung eingetragen. »Die umfassende Würdigung der Lebensleistung (wurde geboren), bedarf doch etwas mehr Text.« Na, wartet mal ab: Lili auf Platz acht wird den Laden tüchtig aufmischen! Das reicht für Staffel sieben, acht und neun.

 

 

 

Montag, 7. Juni 2021

Die heutige Corona-Lage, -Logik und -Logistik in kurz:

 

Es ist zwar nicht genug Impfstoff am Start, es sind noch nicht alle besonders Gefährdeten aus der Priorisierungsgruppe 2 durchgeimpft – aber lass trotzdem mal die Impfpriorisierung aufheben und die Arztpraxen mit ungeduldigen Anrufern aus Prio 3 und darunter bombardieren!

 

 

Wie Jens Spahn vor einem Jahr schon sagte: Wir werden uns am Ende der Pandemie eine Menge Dinge gegenseitig verzeihen müssen.

 

Wobei ich nicht wüsste, was Jens Spahn mir verzeihen müsste …

 

 

 

Dienstag, 8. Juni 2021

Facebook wird auch immer mehr zum K*ckhaufen! Wenn ich da meine eigene Photoseite suche und aufrufen will, wird es mir erst verwehrt, und dann werde ich gewarnt, ob ich denn auch wirklich fortfahren möchte:

 

FB Bullshit

 

FB Bullshit

 

»Möglicherweise drastische Gewaltdarstellungen« – die kann ich liefern, wenn ich den Versager erwische, der das verbrochen hat! War aber wahrscheinlich nur ein fehlgeleiteter Algorithmus; und auf solche einzuschlagen, ergibt ja keinen Sinn.

 

Oder FB nimmt mir übel, dass ich da seit einem halben Jahr nichts Neues mehr dort gepostet habe.

 

 

 

Mittwoch, 9. Juni 2021

Die städteregionale Inzidenz liegt den fünften Tag in Folge unter 35 – am Freitag es gibt hitzefrei! Äh, Stufe 1.

 

Inzidenz 20

 

 

 

Dennoch ließ ich heute meine erste Testung auf das SARS-CoV-2-Virus über mich ergehen vornehmen. Ich dachte, der Kelch ginge an mir vorrüber, doch heute Abend bin ich nochmal für eine öffentliche Veranstaltung gebucht, da braucht es das. Plus Maske plus Abstand plus et cetera.

 

(Ja, ein Event – sowas gibt es noch! Beziehungsweise startet es schüchtern nun wohl wieder.)

 

 

Man darf man ja keinem sagen, aber: Ich bin bisher noch nie getestet worden … Und hätte diese Serie gerne beibehalten, bis ich geimpft bin, die Bevölkerung herdenimmun ist und dieser ganze Spuk also vorbei wäre. Wozu habe ich mich das letzte Dreivierteljahr schließlich verkrochen?! Naja, was soll’s, man muss halt Abstriche machen. Da habe ich nun halt hier wieder was zu schreiben, was inzwischen wohl jeder schon mal erlebt hat.

 

Zum Glück nahm man den Abstrich an der Nase vor. Denn Rachen geht gar nicht – dabei kotzte ich denen stantepede das Parkett in der Baracke voll. Nase ist normalerweise auch so eine Sache: Die darf niemand nie noch nicht mal von außen nicht anfassen! (Daher höre ich schon mal die Drohung »Ich weiß, wo Deine Nase wohnt!«, wenn ich mal wieder frech bin.)

 

Diese Lollitests für Grundschüler, die wären genau mein Ding!

 

Es geschah nach schneller Termin-Buchung im Internet bei den netten Leuten von RapidCare im Container vorm Stadttheater. Der Name war Programm: Hallo sagen, Code scannen, Zettelchen kriegen, hinsetzen, Kopf in den Nacken, Stäbchen rein – wham, bam, thank you ma’am!

 

Keine 15 Minuten später kam das Ergebnis per Mail. (Vorsicht Spoiler: negativ.)

 

Das ist nun auch dokumentiert in der Corona-Warn-App – so hat die auf ihre alten Tage dann doch noch einen Sinn bekommen. Zusätzlich hab ich mir dieses Dokument auf edler Elefantenhaut für die Ewigkeit ausgedruckt – auch wenn es in gut 23 Stunden seine Relevanz wieder verliert.

 

 

(BTW: I love to mess with data!)

 

 

 

Anlass für die Testung war der »digitalSUMMIT Aachen 2021«, veranstaltet vom digitalHUB Aachen in der digitalCHURCH, formerly known as Elisabethkirche. Hauptredner des Abends war Richard David Precht, und zwar so ganz undigital, sondern vielmehr leibhaftig, stofflich, konkret, real und zum Anfassen – wenn Corona nicht noch wäre.

 

Richard David Precht digitalSUMMIT Aachen 2021 digitalHUB digitalCHURCH Elisabethkirche

 

Er hielt eine sehr interessante Keynote zum Thema Digitalisierung, Zukunft der Arbeit und Bedingungslosem Grundeinkommen. (Verführerische Idee, zu deren Realistik allerdings noch zwei, drei kritische Sätze zu sagen wären. Aber nicht jetzt und nicht hier.)

 

Luftiges Auditorium:

 

Richard David Precht digitalSUMMIT Aachen 2021 digitalHUB digitalCHURCH Elisabethkirche

 

Preisverleihung zeitgemäß kontaktlos per Drohne!

 

Richard David Precht digitalSUMMIT Aachen 2021 digitalHUB digitalCHURCH Elisabethkirche

 

Richard David Precht digitalSUMMIT Aachen 2021 digitalHUB digitalCHURCH Elisabethkirche

 

Das erste öffentliche Ereignis in diesem Jahr! (Beziehungsweise seit einem dreiviertel Jahr, je nachdem ob man kleinere Veranstaltung wie eine standesamtliche Hochzeit zu fünft als Event zählt.)

 

Und das war sie nicht nur für den Photographen, sondern natürlich auch für alle Gäste, Sprecher und Organisatoren. Ziemlich fette Veranstaltung sogar: Für den zusätzlichen Livestream wurde das ganz große Besteck ausgepackt, für Licht, Ton und Video, wie man sehen konnte, wenn man hinter die Kulissen durfte.

 

Richard David Precht digitalSUMMIT Aachen 2021 digitalHUB digitalCHURCH Elisabethkirche

 

Richard David Precht digitalSUMMIT Aachen 2021 digitalHUB digitalCHURCH Elisabethkirche

 

Interaktiv wie sie war, konnte man bei der Veranstaltung auf Aufforderung auch online mittun. Gerolstein war auch am Start! (Na, wer von Euch war es?)

 

Richard David Precht digitalSUMMIT Aachen 2021 digitalHUB digitalCHURCH Elisabethkirche

 

Der Photograph kam recht schnell wieder rein in den Aufnahmemodus. Ich glaube, Eventphotographie liegt mir einfach. (Ich sollte das beruflich machen!) Der Neustart war wohl anstrengend: Fünf Stunden lang zumeist mit FFP2-Maske bei sommerlichen Temperaturen zur Heuschnupfenzeit vor Ort auf den Beinen – seit einem Dreivierteljahr hat kein Bier zu Feierabend sooo gut geschmeckt!

 

(Ein Bier … Erwähnte ich schon mal, dass ich den Unterschied Singular/Plural erst in der siebten Klasse verstanden habe, als wir Latein kriegten? Jedenfalls, hören Sie! – bald muss ich wohl wieder die Flaschenpost oder den Durstlöscher kontaktieren …)

 

Selfie mit Precht

 

 

Der Kunde wünschte sich die Photos für morgen früh. Nachtschicht! Aber mit einem Käffchen um Mitternacht und »Fatal Mistakes« in Dauerschleife ist das Bildmaterial sicher schnell gesichtet und bearbeitet!

 

 

 

Donnerstag, 10. Juni 2021

Libuše Šafránková ist gestorben. Die mochte man wegen ihrer Süßigkeit im ansonsten fürchterlichen »Aschenbrödel« seit 50 Jahren dutzendfach in jeder Weihnachtssaison (okay, die Titelmusik und Schloss Moritzburg sind auch schön, aber die Story ist totaler Käse) und natürlich wegen der süßen diakritischen Zeichen im Namen, wie zum Beispiel dem Hatschek. (Gesundheit!)

 

 

 

Eine weitere Ära ging heute zuende: Nach 22 Jahren sollte ich die Homepage geburtstagshit.de plattmachen!

 

geburtstagshit.de

 

Wie charmant der Geburtstagshit als persönliches, mit dem eigenen Namen des Jubilars gesungenes Lied auch war, den Niedergang der CD als das Speichermedium der Musikbranche konnte auch er nicht aufhalten. Es hat ja kaum mehr jemand ein Laufwerk für die silbrigen Scheiben.

 

Digital weiterzumachen, erschien nicht opportun: Einen Download an der Geburtstagstafel feierlich zu überreichen, gestaltet sich im Detail als äußerst diffizil … Man binde mal ein Geschenkbändchen um einen Stream! Und Datenpakete auszupacken, macht auch keinen Spaß.

 

 

 

Es kehrt immer mehr Normalität in den Alltag ein: Für die Sommerferien droht die Erpresserban.. Gewerkschaft GDL mit Streik bei der Deutschen Bahn.

 

 

 

Apropos längerer Hebel:

Die von der Schwerindustrie installierte und massiv geförderte Lobbyfirma Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH mobbt gerade Annalena Baerbock, indem sie sie auf teuren Anzeigen als Moses mit zwei Tafeln mit den »Zehn Verboten« darstellen lässt. »Du darfst nicht blablabla.« (Auf den inhärenten Antisemitismus gehe ich jetzt mal nicht näher ein.) Das war nicht das erste Mal, dass die INSM tief ins Klo gegriffen hat und reichhaltig fündig wurde.

 

Aber wenn ein Schmähbild mal so richtig danebengelegen hat, dann diesmal: Moses war es schließlich, der sein Volk ins Gelobte Land führte!

 

 

Die Grünen brauchen aber auch gar keine gegnerische Industrielobbyfirma, um ihren Höhenflug zu beenden:

Sie haben unvorsichtigerweise das Wort Benzinpreis in den Mund genommen, gut 100 Tage vor der Wahl. (Aua!) Zwar mit dem Zusatz, dass dessen Erhöhung sozialverträglich abgefedert werden muss. Und eine genaue Anweisung, wie das gehen soll, haben sie auch mitgeliefert. Doch ohne störende Details lassen sich viel schönere Schlagzeilen daraus drechseln! Und wer liest schon ganze Artikel, bevor er in die Kommentarspalten kübelt?

 

Die Neunziger haben angerufen und wollen ihre Themen zurück! Der Liter Sprit kostet immer noch keine fünf Mark!

 

Zum Beweis:

 

Heiermann

 

 

Ich verrate jetzt mal ein Geheimnis: Benzin wird unter jeder Regierung teurer werden! CO2, Klima, Erderwärmung, gesetzliche Vorgaben – you name it. Wer Atemluft und Atmosphäre verpestet, soll das halt bezahlen. Hey, das ist doch ein Deal!

 

In der Arktis wurden im Mai übrigens über 30 Grad gemessen. Aber lasst uns doch lieber über Benzinpreise hier lamentieren. Und jetzt komme mir bitte keiner mit: »Aber die Chinesen!« Deutschland ist die viertgrößte industrialisierte Volkswirtschaft der Erde, und technologische Führungsmacht

 

Gegen die dräuende Klima-Krise wird die Corona-Krise wie ein Pfurz im Wind sein!

Dagegen gibt's nämlich keine Tests, Impfungen oder Quarantäne.

 

Warming stripes Nordrein-Westfalen 1881–2020

(Warming stripes Nordrein-Westfalen 1881–2020; credits Ed Hawkins, University of Reading, showyourstripes.info)

 

 

Sprit ist derzeit übrigens billig im Vergleich zu vor ein paar Jahren. 1,32 für einen Liter Diesel. Man blättere dazu ein bisschen nach hinten – gelegentlich habe ich ein Preisschild an der Tanke geknipst und auf diesen Seiten veröffentlicht. Das hier zum Beispiel am 19. August 2012:

 

 

Und in Relation zur heutzutage dafür aufgewendeten Arbeitszeit ist Benzin derzeit geradezu spottbillig.

 

 

Exkurs:

Die Genderguerilla beschwert sich doch immer über die Benachteiligung des Femininums.

 

Hier haben wir mal das Gegenteil: Die Tanke ist total positiv besetzt. (Wo sonst bekommt man schließlich um zwei Uhr nachts noch Tiefkühlpizza, Chips, Eiscreme und Bier her?)

 

Wohingegen ein Tanker grundsätzlich böse ist: Der verheizt Schweröl, blockiert Suezkanäle, und wenn er havariert, verpestet er auch noch die umliegende Flora, Fauna und Fiona.

 

 

Sowieso Spritpreise: In wenigen Jahren wird sich niemand mehr dafür interessieren. Die paar verbleibenden Verbrenner-Oldtimer werden sich ihr Benzin dann wieder in der Apotheke holen – das hat doch früher auch geklappt, man frage mal Berta Benz.

 

 

Wer ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel hat, wird sich erinnern:

 

 

 

Doch zurück in die Niederungen des Alltags.

 

Frau ACABierbauch hat ihren Lebenslauf wohl etwas »aufgehübscht«. Und zum Beispiel schlichte Mitgliedschaften zu leitenden Tätigkeiten gepusht.

 

Als ehemals tätiger Bewerbungstrainer kann ich da nur sagen: Normaaal! Schließlich soll der Chef einen auch einstellen wollen; da darf man auch mal ein wenig glänzen mit dem, was man so hat.

 

Als linksgrünversiffter aufmerksamer Bürger muss ich allerdings sagen: Wie doof kann man sein? Wir schreiben 2021, da kommt doch alles raus! Schon mal was vom Internet gehört?!

 

Das Tricksen überlässt man doch sonst auch anderen.

 

 

Apropos rauskommen: Ein anderer Kanzlerkandidat hat in seinem Lebenslauf 16 Jahre unrühmlich geendeter Dozententätigkeit an der RWTH Aachen University einfach mal ausgelassen. (Warum wohl?)

Dass er mal sitzengeblieben ist, muss man auch selber nachrechnen. Und dass er untauglich gemustert wurde und kein zweites Staatsexamen als Jurist hat und somit kein Volljurist ist, verschweige ich hier geflissentlich – bei der CDU gelten ja andere Maßstäbe.

 

PIC Würfel-Armin

 

Hätte Baerbock doch mal bloß Millionen/Milliarden versenkt, minderwertige Masken bestellt oder sich schmieren lassen!

 

 

 

Unvorsichtigerweise hatte ich nochmal was im Internet bestellt. (Warum versendet Gerstaecker eigentlich immer um kurz nach Mitternacht?) Obwohl ich seit Montag doch schon wieder im lokalen Ladenlokal einkaufen darf und der Listmann gegenüber wieder auf hat – Asche auf mein Haupt. Oder Zeichenkohle. Aber kein Mensch hat Lust, humpelnd einen Sixpack 70×100er-Keilrahmen über die Straße zu schleppen. Auch wegen der dort aufgerufenen Preise.

 

Ja, ich bin nun was größer unterwegs. Nolens volens. Denn die kleineren Leinwände sind ja ausverkauft; immer noch. Und es hat sich herausgestellt, dass das klassische 50×70 für das lustbetonte Austoben in Öl tatsächlich etwas klein ist. DIN A4 ist langweilig und 20×100 ein schon sehr spezielles Format.

 

DPD war präzise: »Das Paket ist in Zustellung und wird heute zwischen 12:35 und 13:35 Uhr zugestellt.« Sooo soll das sein!

 

Doch zu früh gefreut:

»Das Paket ist in Zustellung und wird heute zwischen 13:41 und 15:05 Uhr zugestellt.«

 

Beziehungsweise:

»Das Paket ist in Zustellung und wird heute zwischen 14:05 und 15:05 Uhr zugestellt.«

 

DPD

 

Zugestellt wurde es schließlich um 15:25 Uhr …

 

Immerhin stimmte der Tag. Und der Bote klingelte sogar! Denn meine Appetenz, so ein Trumm in einem Paketshop am Ende des Universums aufzulesen, konvergiert gegen Null.

 

 

 

Freitag, 11. Juni 2021

Die Gastro darf wieder öffnen, draußen und drinnen, ohne Test! Pünktlich zum Start der nächsten Epidemie Fußball-EM mit 32 Mannschaften in elf Ländern. Und pünktlich zur Ausbreitung der indischen Mutante. Wir müssen höllisch aufpassen, dass das Virus nicht die Artengrenze überspringt und statt Fußballfans plötzlich auch normale Menschen befällt!

 

 

Übrigens: Um keinerlei Länder zu diskriminieren, spricht man ab sofort nicht man nicht mehr von dem Land, in dem die Variante zuerst auftrat, sondern benennt sie mit griechischen Buchstaben …

 

Also theoretisch. Praktisch höre ich in den Medien ständig von der britischen Alpha-Variante B.1.1.7, von der südafrikanischen Beta-Variante B.1.351, der brasilianischen Gamma-Variante B.1.1.28 (P.1) und der indischen Delta-Variante B.1.617.

 

Wenn wir bei der kartesianischen Pi-Variante B.3.14 ankommen, geht's richtig rund!

 

 

 

Angesichts der Lautstärke des nachts wünscht man sich die nächste Ausgangssperre dringend herbei. Seit ein paar Tagen sind die Besuffskis und Partypeople wieder impertinent penetrant. Sowie diese Hühner, die des abends unter meinem Fenster glauben, öffentlich pubertieren zu müssen.

 

Müssen die so eskalieren?! Man könnte meinen, die hätten noch nie eine Pandemie überlebt!

 

 

 

Randnotiz im allgemeinen Prassel: Der schon fast vergessene Staatstrojaner kommt nun doch! Damit können Anschläge von Terrorosten, Islamisten und Kopisten auf dem Keyboard zuverlässig nachverfolgt und kostengünstig geahndet werden. Auch entfallen zeitraubende Erklärungen fürs Finanzamt, weil alle Geldbewegungen per ELSTER-API rückstandslos durchgemeldet werden. Demnächst auf Ihrer Festplatte, Ihrem USB-Stick und Ihrer Datasette!

 

(Wer sich nicht gedulden mag, kann ihn sich hier schon runterladen: bundestrojaner.exe)

 

 

 

Samstag, 12. Juni 2021

Ach so, deshalb was das so ruhig gestern Abend in der Stadt …:

 

TURITA 0-3

 

 

 

Noch ist die eine Pandemie nicht ganz vorbei, da naht schon die nächste Krankheit. Und zwar in Form eines Kinderspielzeugs.

 

Es erinnert von Ferne an eine leere Toffifee-Packung: In einer solchen befinden sich ja Wölbungen, in denen vormals die Leckereien steckten, die man nach Genuss derselben mit dem Finger eindrücken kann; anschließend dreht man das Ganze um und kann dasselbe gleich nochmal machen. Und wieder und wieder. Und wieder. Der Suchtfaktor entspricht in etwa dem von Luftpolsterfolie. Ich meine mich erinnern zu können, dass mein Lieblingsbruder diese Verpackung für die Pralinen zu 12 % aus Schokolade, zu 41 % aus Karamell, zu 37 % aus Nuss-Nougat-Creme und mit einem ganzen Haselnusskern im Inneren damals im Kleinkindalter zum Spielen verwendet hat, als angenommene Computertastatur.

 

 

Die aktuelle Version besteht aus festem, regenbogenbuntem Plastik – und jedes Mal, wenn man darauf drückt, erklingt ein Plopp!-Geräusch – damit die Umgebung auch was davon hat.

 

Ich sah heute Nachmittag ein paar verhaltensauffällige Kinder im Bus damit hantieren. Um herauszubekommen, wie dieser nervige Zeitvertreib wohl heißen mag, googelte ich »spiel trend plastik plopp«, was das Ergebnis recht anschaulich vorwegnahm. Im Internet ist man sich nämlich auch nicht ganz einig, wie man diese Gerätschaft wohl bezeichnen sollte. Man kennt es dort als Bubble Fidget, Bubble Pop, Dimple Fidget, Squeeze Toy, Pop It, Sensory Toy, Push Gadget, Bubble Sensory Fidget, Push Pop Bubble, Fidget-Spielzeug, Push Pop Pop und Silent Classroom Fidget.

 

Unter den Suchbegriffen »stressabbau autismus zappeln« wäre ich wohl auch fündig geworden. Unklar ist indes, ob Autismus damit bekämpft werden soll – oder eine Grundvoraussetzung zum Gebrauch ist.

 

Sensorisch wertvoll oder nicht – es ist in jedem Fall eine echt nervige Albernheit.

 

Und morgen hol ich mir auch so ein Dingen!

 

(Oder eine Packung Toffifee.)

 

 

 

Sonntag, 13. Juni 2021

In der Innenstadt performten ein paar buntgewandete Tänzer flashmobartig zu Perkussion aus dem Koffer. Distanz und Verbundenheit, Autonomie und Abhängigkeit – in der Aktionsreihe dance/re/public zeigte das TanztheaterMobil eine Kostprobe seiner neuen Produktion »Let´s twist again«. Darstellende Kunst im öffentlichen Raum; sogar fast vor der Haustür – es geht wieder los! (Nicht sich beklagen, was alles nicht geht, sondern etwas tun – das ist die Aufgabe von Künstlern!)

 

dance/re/public TanzTheater mobil Let's twist again Aachen

 

TanzTheater mobil Let's twist again Aachen

 

TanzTheater mobil Let's twist again Aachen

 

TanzTheater mobil Let's twist again Aachen

 

TanzTheater mobil Let's twist again Aachen

 

 

Anschließend gab es zur Belohnung für die Compagnie und den Photographen das eine oder andere Kaltgetränk in der Gastronomie; erstmals seit einem Dreivierteljahr! Wir hatten einen sehr netten Kellner, der uns aus reiner Menschenliebe einen austat! Noch bemerkenswerter: Wir hatten einen Kellner! Servicekräfte sind nämlich die neuen systemrelevanten Berufe!

 

TanzTheater mobil Let's twist again Aachen

 

Im Außenbereich des Café Kittel wurde bei sommerlichen über das Wesen der Kunst und vieles mehr räsoniert. (Wie schon der große Philosoph Hobbes wusste: »Mir gefällt es einfach, Kittel zu sagen. Kittel, Kittel, Kittel, Kittel, Kittel, Kittel!«)

 

 

 

Mal wieder eine Perle der Genderei, die nicht verschwiegen sein will:

Für ein Projekt wurde kürzlich einer Dame der Posten der Schirmherrschaft angetragen. Selbigen anzunehmen war sie bereit, bestand aber auf der Bezeichnung Schirmfrau statt Schirmherrin.

 

Aus gegebenem Anlass hier mal ein paar Definitionen für die sprachlich Zurückgebliebenen:

 

(Vgl. hierzu auch die Causa »Schwanzhund« in: Loriot. »Ödipussi«, Deutschland 1988)

 

 

 

Montag, 14. Juni 2021

Inzidenz: 16

 

Ist Corona tatsächlich vorbei? Oder liegt’s nur an den Temperaturen?

 

 

 

Hey, ich habe ein Impfangebot gemacht bekommen!

 

Vor zwei Wochen ließ ich mich auf die Warteliste setzen, seit letzter Woche dürfen die Hausärzte impfen, heute kam der Anruf – und nächste Woche hab ich den Termin!

 

Das ging jetzt ja mal zackig! Kennt man ja sonst so gar nicht.

 

Ich durfte mir sogar aussuchen, was für ein Zeug sie mir reinhämmern werden! BionTech soll es sein. AstraZeneca hatten sie auch im Angebot. Hätte auch Johnson&Johnson genommen, weil einmal hin, alles drin, aber da passten Ort und Datum nicht.

 

 

 

Dienstag, 15. Juni 2021

Inzidenz: 12

 

In Worten: zwölf! – So Zahlen kennt man ja gar nicht mehr!

 

 

 

Statt Long-Covid hoffe ich aus Corona-Zeiten als Langzeitfolge bloß die im Moment noch herrschende freundliche Distanz beizubehalten. Kein Zurück zu Bussi-Bussi und all den Umarmungen nach dem Lockdown! Ein knappes Händeschütteln soll reichen, wenn es denn unbedingt sein muss. (Wobei: Der tote Fisch und der Fingerzerbrösler blieben einem dann auch erspart.) Von mir aus reicht auch ein huldvolles Nicken. Oder ein Knicks.

 

Das vor Jahren aus mediterranen Gefilden importierte Küsschen-Ritual war mir stets suspekt. Wie macht man es richtig? Einmal oder zweimal oder dreimal den Knutscher andeuten? Erst rechts, dann links – oder andersrum? (Bei Uneinigkeit traf man sich in der Mitte …) Nicht selten wurde nicht nur angedeutet, sondern tatsächlich ein feuchter Schmatzer aufgedrückt. Ihhh! Hinweg mit dem Geschlabber!

 

Diese ständige Umarmerei wirkte auch immer recht besitzergreifend und sagte aus: Du entkommst mir nicht, du gehörst jetzt mir! Sehnsucht nach menschlicher Nähe? Nebbich – hab ich nicht, brauch ich nicht. (Denn da, wo es angefangen hätte, Spaß zu machen, war ja sowieso Ende: Also beim Embrazieren dem Gegenüber auch mal tüchtig an den Arsch zu packen.)

 

Wenn ausdrücklich angeboten, sind free hugs okay. Sonstige herzliche Umarmungen bleiben der kleinen, persönlichen Gefühlselite vorbehalten!

 

 

 

Ich weiß, »wir« spielen gerade Fußball gegen den Franzosen … Aber ich gucke gerade das:

 

rosa

 

 

 

Später teilte mir der dreiäugige Rabe mit, dass die Partie FRA:GER mit 1:0 ausgegangen ist, durch ein Eigentor vom Mann von Cathy Hummels. Hah, Dolchstoß – wir sind im Felde unbesiegt!

 

 

 

Mittwoch, 16. Juni 2021

Inzidenz: 10

 

 

Jetzt, da Corona schwächelt, muss der Thrill dann doch vom Platz kommen:

 

Bei der EM ist am Samstag ein dänischer Spieler auf dem Platz quasi tot umgefallen und musste reanimiert werden. Und gestern ist ein Umweltaktivist auf dem Rasen notgelandet/abgestürzt, nicht ohne dabei ein paar Zuschauer zu verletzen und vorher beinahe abgeschossen worden zu sein. (Wegen des Logos auf seinem Gleitschirm hat man vom Abschuss abgesehen. Also, liebe Terroristen, wenn Ihr unbehelligt eine Bombe wo reinbringen wollt, schreibt »Greenpeace« drauf!)

 

Beim ersten Vorkommnis hielt die UEFA übrigens – und auch das ZDF – minutenlang munter drauf, als der Däne mit dem Tode rang. Aufnahmen von der Gleitschirmaktion hingegen wurden im Fernsehen nicht übertragen – die mussten sich die Nachrichtensendungen heute von einem privaten Twitter-Konto runterziehen.

 

 

Hierbei wird schön deutlich, dass die landläufige Meinung, Reklame bestehe ausschließlich darin, eine Marke bekanntzumachen und bloß Aufmerksamkeit zu erregen, falsch ist: Zwar redet nun halb Europa über den gemeingefährlichen Stunt des Piloten – aber die Botschaft an den Sponsor Volkswagen, schneller aus der Verbrenner-Technologie auszusteigen, ist völlig untergegangen.

 

 

 

Dass man sich die Autos aus der Innenstadt rauswünscht, dafür gibt es Gründe:

 

Park-Arsch

 

 

Ja, Parkplatz im öffentlichen Raum ist knapp. Sogar für Fahrradfahrer. An der Ostseite des Elisengartens haben sie jetzt etliche der ohnehin raren normalen Fahrradständer entfernt und eine weitere dieser lästigen Miet-E-Bike-Stationen installiert, an denen stets entweder keine oder bloß kaputte Miet-Räder stehen!

 

Velocity

 

 

Lagernde Obdachlose habe ich am Elisenbrunnen heute nicht gesehen. Dafür aber neue Außengastro vor der Tourist-Info linkerhand. Immerhin wird der Sche*ß dadurch symmetrisch.

 

Tourist-Info Elisenbrunnen Aachen

 

 

 

Ich habe bei »The Crown« den Anfängerfehler begangen, zu früh damit zu beginnen: Nun bin ich mit Staffel vier durch – und die haben mit dem Drehen der nächsten Staffel gerade erst angefangen!

 

Aber letzte Staffeln sind ja sowieso immer Mist. Wahrscheinlich lassen diese einfallslosen Drehbuchschreiber einfach Schloss Windsor abbrennen. Und Diana sterben …

 

 

 

Donnerstag, 17. Juni 2021

Inzidenz: 12

Außentemperatur: 35

 

Sorry, ich wünschte es wäre andersrum …

 

Innentemperatur sogar: 27

 

Eiweiß denaturiert zwar erst ab 42,6° C, meine Lebensgeister legen allerdings schon viel früher die Arbeit nieder.

 

 

 

Samstag, 19. Juni 2021

Inzwischen der Höhepunkt im Jahreskreis: Die Abifeier von St. Ursula:

 

Abifeier St. Ursula Gymnasium Aachen ABII2021

 

Abifeier St. Ursula Gymnasium Aachen ABII2021

 

Abifeier St. Ursula Gymnasium Aachen ABII2021

 

Abifeier St. Ursula Gymnasium Aachen ABII2021

 

Abifeier St. Ursula Gymnasium Aachen ABII2021

 

Abifeier St. Ursula Gymnasium Aachen ABII2021

 

Wie ich schon letztes Jahr prophezeit hatte: Der Abschlussjahrgang 2020 kam noch einigermaßen gut davon – der Jahrgang 2021 hatte richtig Stress, mit Distanz- und Wechsel- und Wasweißichnichtnoch-Unterricht. Wie auch alle Jahrgänge darunter.

 

 

 

Potzblitz und Donnerkeil!

 

Potzblitz und Donnerkeil!

 

Übrigens ohne Licht-Trigger aufgenommen. Ich triggere selber: Fenster auf, Kamera raushalten, Auslöser drücken. (Zwar so 50 mal, aber hat ja dann gepasst.) Blitze haben den Nachteil, dass man vorher nicht weiß, wo genau sie wohl einschlagen mögen. Man muss sich da so himmelsrichtungsmäßig schon beizeiten grob festlegen – wenn es blitzt, ist es zu spät.

 

 

 

Sonntag, 20. Juni 2021

Scusi ragazzi, aber nach einem 0:0 gegen Wales spätnachts hupend durch die Innenstadt zu cruisen, ist schon ein wenig stronzo-artig!

 

Aber wenn Ihr das anscheinend nicht sein lassen könnt, möchte ich auch niiie wieder einen gehässigen Kommentar Eurerseits hören, wenn ein germanischer Teutone Sahne in seine Spaghetti Carbonara gießt!

 

(Life-hack: Ohne Sahne sind diese Rührei-Schinken-Nudeln ja auch kaum genießbar.)

 

 

 

Montag, 21. Juni 2021

Regen, hurra!

 

Das Gute am Niedergang der Gastronomie war (und ist), dass ich das Fenster zum Hinterhof ganztägig zum Lüften geöffnet lassen kann. Sonst hatte ich nämlich zwischen 10 und 22 Uhr immer Fritten und Schnitzel im Schlafzimmer, jedenfalls olfaktorisch. Doch da das Café Milano wohl für immer geschlossen hat und das KöPi am Holzgraben gerade kernsaniert wird, gehört der schachtartige Hinterhof wohl wieder ganz der Frischluftzufuhr und den 100 Tauben.

 

 

 

Nachdem man lange glauben mochte, dass die CDU mit dem Motto »Alle anderen sind doof, wählt uns!« zur Bundestagswahl antritt, hat sie heute dann doch noch ihr aktuelles Wahlprogramm präsentiert.

 

Nun heißt es: »Weiter so!« Aber detailliert aufgeschrieben auf 140 Seiten. Ich vermute, der andere, aber abgelehnte Einfall vom Werbeteam lautete: »Wasch mich, aber mach mich nicht nass!«

 

Im Hintergrund der Präsentation wurde »Das Programm für Stabilität und Erneuerung« an die Wand gebeamert. Ich bin ja kein Fachmann, aber wenn ich mein Programm »Erneuerung« nenne und nach der Wahl »erst mal Kassensturz« machen möchte, nachdem ich 16 Jahre regiert habe – bin ich da dann nicht vielleicht irgendwann unterwegs irgendwo falsch abgebogen?

 

 

 

Dienstag, 22. Juni 2021

Ich bin geimpft!!!

 

Heute Nachmittag war es endlich soweit. Da ich mit der Kamera beschäftigt war, hab ich den »Pieks« gar nicht gemerkt.

 

Geimpft!

 

Jetzt sitze ich erstgeimpft hier rum und warte auf Fieber und Schüttelfrost.

 

Aber wahrscheinlich ist das so, wie wenn man einen Schirm dabei hat: Dann regnet's nicht.

 

Meine Temperatur ist zwar in den zwei Stunden seit der Impfung gestiegen: von 35,7° auf 36,5° – aber damit sollte ich ja wohl jetzt erstmal im Normalbereich angelangt sein. Ein leichtes Zittern verspüre ich wohl schon. Aber das dürften Gelüste nach einem für frisch Geimpfte verbotenen Bierchen sein. Denn hey, ich hab was zu feiern: Ich bin geimpft!!!

(Schrieb ich schon, oder?)

 

 

Team Comirnaty© hier!

 

 

 

Mittwoch, 23. Juni 2021

11 Uhr am Tag danach. Anscheinend hat es was genützt, einen Regenschirm dabeizuhaben, denn das Unangenehmste nach der Impfung war bisher, das Pflaster abzureißen.

 

Falls einer fragt, wieso:

 

Pflaster

 

Nicht dass sie mir nur physiologische Kochsalzlösung gespritzt haben!

 

 

 

 

Wieder ein Deutschlandspiel mit Eigentor, diesmal aber geschossen von der UEFA. Was bisher geschah: Manuel Neuer hatte bei letzten Spiel eine regenbogenfarbene Kapitänsbinde an. Das hatte die UEFA zwar zunächst gerüffelt, dann aber dann doch ungestraft gelassen. Nun kam der Münchner Stadtrat auf die feine Idee, heute Abend das Stadion ebenfalls in Regenbogenfarben erleuchten zu lassen. »Wir« spielen gegen Ungarn – da wäre ein farbig illuminiertes Stadion doch ein wunderbares Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Menschlichkeit, wo doch gerade ein ungarischer Gesetzentwurf zur Einschränkung der Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität auf den Weg gebracht worden ist.

 

Da wurde es der UEFA dann aber doch zu bunt, und sie sagte sinngemäß: Nee Leute, wir ham die Bude gemietet, das ist uns zu politisch, die Lampen bleiben mal schön aus!

 

Ja ja, vor jedem Spiel per ritueller Kampagne fetten »Respect« einfordern, aber wenn’s mal konkret wird, direkt kneifen. Von Rassismus ist Homophobie jetzt nicht wirklich weit entfernt.

 

Und billiger als mit einem Regenbogen auf dem Stadion (oder dem Profilbild) wird’s nicht mehr.

 

Es wird doch immer behauptet, dass Fußball der Kitt der Gesellschaft wäre. (Was ich zwar für anmaßenden Quatsch halte, jedoch:) Hier könnte man doch mal einfach zeigen, dass man mit Fußball wirklich Menschen zusammenbringen kann, egal welcher Herkunft, Hautfarbe, geschlechtlicher Ausrichtung oder Schuhgröße.

 

Innerhalb kurzer Zeit machte das Thema voll die Welle. Ja la Ola, die Herrschaften! Dieses Verbot richtete mehr aus, als wenn man die Bude tatsächlich bunt illuminiert hätte. (Grüße gehen raus an Barbra Streisand!) Und Hundertausende änderten ihr Profilbild entsprechend. (Wie gesagt, billiger geht’s nicht.)

 

LGTBIQ+-Organisationen planen nun, vor dem Stadion Tausende Regenbogenfähnchen zu verteilen. Und es spricht ja auch nichts dagegen, in Vereinstrikots zu kommen (Bayern München, Borussia Dortmund, Werder Bremen, Schalke, Erzgebirge Aue) und sich reihenweise hinzusetzen.

 

Sogar Markus Söder hält die Idee mit dem illuminierten Stadion für gut.

(Schon bedenklich, wie oft ich mit dem übereinstimme in letzter Zeit …)

 

 

Eine Konsequenz hatte die Diskussion bereits: Ungarns Viktator Orbán warnte »die deutsche Politik vor weiterer Einmischung« und sagte seine Reise nach München ab. (So kann er das Spiel dann in Ruhe zuhause auf seinem Schwarzweiß-Fernseher anschauen.)

Die deutsche Politik, soso: Hundertausende deutsche Facebooknutzer, Firmen, Vereine und Einrichtungen sind also die deutsche Politik. Wie war das noch mit den getroffenen Hunden? (Wobei, das Bild ist falsch – Hunde sind doch farbenblind!)

 

Der ungarische Außenminister kam sofort mit einem bösen Vergleich um die Ecke: »Es ist äußerst schädlich und gefährlich, Sport und Politik zu vermischen. Die historische Erfahrung zeigt, dass das eine schlechte Sache ist und allen voran die Deutschen wissen das genau.« Ein dezenter Hinweis auf Nazi-Olympia ’36? Kleiner geht’s wohl nicht.

 

Apropos:

Auch Beatrix von Storch ist dagegen. Braucht es noch mehr Gründe für ein buntes Stadion?

 

 

Das Social-Media-Team der UEFA griff in seiner Verzweiflung heute zur Mittagszeit dann zum äußersten Mittel: Es färbte die UEFA-Profilbilder auf Facebook, Insta und Twitter ebenfalls regenbogenfarben ein …

 

 

 

 

Ach übrigens, es sind noch so 15 Monate Zeit, sich was wegen dieser Sache in Katar auszudenken: In Katar kommen Homosexuelle für fünf Jahre ins Gefängnis, Auspeitschen ist eine legitime Bestrafung, Frauenrechte existieren quasi gar nicht, Christen und Angehörige anderer Religionen werden verfolgt, und bei den Vorbereitungen für die WM 2022 starben an die 6.500 Arbeiter.

 

Aber vielleicht hilft ja das Ändern des Profilbildchens.

 

 

 

Fußball wurde auch gespielt. Ich schaute es mir in Briefmarkengröße in einem Eckchen auf dem Moni, während ich nach einem speziellen Motiv auf der Festplatte suchte. Auf groß und mit Ton schaltete ich nur, wenn ich interessante Spielzüge aus dem Augenwinkel erkannte – oder es von draußen Jubel- oder Enttäuschungsschreie gab.

 

Gerüchten zufolge soll Jogi Löw nachher in der Kabine gesagt haben: »Jungs, wenn Ihr nochmal so sche*ße spielt, schmeiße ich hin!«

 

 

 

Donnerstag, 24. Juni 2021

Inzidenz: 5

 

Also noch. Bis demnächst die Fans und Fußballer aus dem Semi- und Delta-Finale zurückkommen.

 

Falls nicht (ich irre mich ja selten, aber gerne): Was machen wir, wenn der Wert negativ wird?

 

 

 

Dass die Corona-Zahlen fallen, weil weniger getestet wird, glaube ich nicht; bin ich doch seit neuestem Dauergast im Büdchen vorm Theater.

 

RapidCare im Container vorm Stadttheater

 

 

 

Ja was soll das denn?!

 

WIN11

 

Es hieß doch immer, nach Windows 10 wäre Schluss mit der Durchnummerierung. Naja, wann wäre Microsoft je zu trauen gewesen! Seit dem letzten Win10-Update hatte ich plötzlich ungefragt ein Wettergadget in der knappen bemessenen Taskleiste. Warum bitte sollte mich die Temperatur von Düsseldorf interessieren?! (Da glaubt Microsoft nämlich, das ich bin.)

 

»Die Ecken von Fenstern werden künftig sanft abgerundet, Pastelltöne überwiegen, halbtransparente Fenster und Beleuchtungseffekte geben dem Betriebssystem einen reduzierten edlen Look.« – Echt, das hat mir bei einem Betriebsystem auch schon immer gefehlt.

 

»Das gilt auch für das neue Startmenü, das […] mittig über der Taskbar sitzt.« Leute, noch mehr so Sperenzchen? Aber es hinzukriegen, dass die Dateiansicht pro Ordner sich nicht ständig ändert oder die Ordnergröße mal gleich bleibt, habt Ihr in Jahrzehnten nicht geschafft!

 

 

 

Ich hatte letztens sogar noch mal eine Anfrage für Computerunterricht. Ja, es geht wieder los! Die Anfrage kam leider nicht aus der näheren Umgebung.

 

Manchmal funktioniert Google ja dann doch. Tatsächlich ist es der Hammer, wie viele Leute mich über Google finden, obwohl ich mich einen Sche*ß um eine bella figura dort kümmere, wie mir ständig von halbseidenen Werbeanzeigen geraten wird. Hallo?! Lasse ich mich etwa von Algorithmen scheuchen?

 

Es kamen auch schon vor Corona Anfragen aus Wien und Hamburg!

 

Die aktuell fragende Dame suchte einen PC-Trainer für ihre Frau Mutter. Wie sehr ich dieses Ansinnen auch begrüße: Als Fernunterricht biete ich Computertraining nicht an! Es hilft niemandem, wenn ich per Webcam in das panische Gesicht des Delinquenten blicke. Ich muss sehen können, wo der gerade hinklickt und was er auf der Tastatur veranstaltet. Und er erfährt im Gegenzug von meinem Konterfei im Angesicht der Agonie auch keinerlei Linderung seiner Pein.

 

 

 

Freitag, 25. Juni 2021

Der Aachener Friedenslauf fiel dieses Jahr etwas kleiner aus: Die Schülerinnen und Schüler aus Stadt und Städteregion Aachen sammelten einzeln und bei schulinternen Aktionen mit sportlichen Aktivitäten Spenden für Friedensprojekte ein. Und die Schirmherrschaften machten einen symbolischen Lauf durch die Innenstadt.

 

Aachener Friedenslauf

 

(Das PACE auf der Regenbogenflagge bedeutet übrigens nicht Geschwindigkeit (englisch), sondern Frieden (italienisch) – wie in R.I.P.

 

Aachener Friedenslauf

 

 

 

Das Rathaus von Herzogenrath – ein Traum in Beton!

 

Das Rathaus von Herzogenrath – ein Traum in Beton!

 

Wobei ich nichts gegen Beton habe! Aber dieser erbswurstgrünliche Anstrich, wo schöner Sichtbeton sein könnte? Schon brutal. Und diese entsetzliche verwaschene Orange/Rot-Kombination geht ja mal gar nicht! Wie wäre es denn mit einem knackigen Bauhaus-Schwarz-Weiß?

 

 

Aber dafür haben sie da keinen Platz für Ausgrenzung:

 

kein Platz für Ausgrenzung  Herzogenrath Bank

 

 

 

Samstag, 26. Juni 2021

Hey, die zweite Abifeier in diesem Jahr: Herzlichen Glückwunsch den Abiturientinnen und Abiturienten des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath!

 

Abiturfeier Städtisches Gymnasium Herzogenrath 2021 SGH

 

 

 

Sonntag, 27. Juni 2021

Bei 60.000 johlenden, sich umarmenden Menschen, ohne Masken, dicht an dicht im Budapester Stadion wird mir schlecht! Die nächste Mutante wird Uefa-Variante B.2021 heißen.

 

 

 

Wolken

 

 

 

Montag, 28. Juni 2021

Das Achtelfinale CRO:ESP ging ungewöhnlich torreich 3:5 aus. Leider konnte ich es nur sehen, nicht hören. Nicht nur, dass da im ZDF unnötigerweise eine zweite Kommentatorin neben der ersten, die sich ständig versprach oder irrte, quatschte – die klang auch noch wie Annegret Kramp-Karrenbauer!

 

Auch in der Partie FRA:SUI fielen viele Tore: 3:3 nach Verlängerung, Endstand 7:8 nach Elfmeterschießen (Hopp Schwiiz!). Was gut war, so konnte man auch das ohne Ton verfolgen. Denn die Jungs laberten sich ebenfalls ein Zeug zurecht! Ich glaube, ich bin derjenige deutsche Mann mit der allerallerallerwenigsten Ahnung von Fußball: Wenn schon ich erkenne, dass die »Journalisten« Blödsinn reden, dann sollte man als Reporter oder Reporterin seine Berufswahl vielleicht doch noch mal überdenken.

 

Was waren das doch schöne Zeiten, als bloß angesagt wurde, wer da grad am Ball ist, weil man das am heimischen 32-Zoll-Röhrenferseher nicht erkennen konnte. N'Abend allerseits!

 

 

 

Dienstag, 29. Juni 2021

Inzidenz: 4

 

Richtig gute Laune kommt trotzdem nicht auf, denn überall höre und lese ich, dass die Delta-Variante droht, dass bei der schon wenige Sekunden Kontakt für eine Ansteckung ausreichen, dass die erste Impfung nichts bringt, dass auch eine zweimalige Impfung nicht unbedingt schützt, dass Leute ihren Termin für die Zweitimpfung verfallen (!!!) lassen, dass viele Menschen nachlässiger und unvorsichtiger werden, dass die Reisefreude im Sommer das Geschehen tüchtig anheizen wird und dass Kinder, Jugendliche und sonstige noch nicht zu Impfende im Herbst voll am A*rsch sein werden.

 

 

 

Aber egal, wir haben ja Fußball! Mit bloß 45.000 Zuschauern im Delta- Wembley-Stadion – was soll da schon schiefgehen?

 

Endspiel gegen Engeland – nen schönen Lebensabend noch, Jogi!

 

 

 

 

So, das war doch mal wieder ein äußerst anregendes Selbstgespräch!

»I’m a missing person doing my thing,
Alone with my one obsession – me, me, me.«

(You fool, that’s three!)

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