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– August 2019 –

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Donnerstag, 1. August 2019

Verständlich: Nachdem vor ein paar Tagen am Frankfurter Hauptbahnhof ein Kind vor einen einfahrenden Zug gestoßen wurde und starb, macht sich das Gefühl breit, etwas für die Sicherheit tun zu müssen.

 

Zwei Polizisten mit Maschinenpistolen im Anschlag zur Begrüßung am Bahnsteig steigern mein Sicherheitsgefühl jedoch nicht!

 

Und was würden die wohl ausrichten können, wenn tatsächlich jemand auf die Schienen gestoßen wird? Den Täter erschießen? Aus dem Gleisbett heraus bekommen sie das Opfer damit jedenfalls nicht.

 

 

Doch tote Kinder als Aufmacher? Nee! Lieber mal was Schönes: Anlass meiner Bahnreise war die Anfertigung des Titelbilds für das neue Stolberger Hochzeitsmagazin.

 

Stolberg

 

 

Freitag, 2. August 2019

Mehr noch als Gemälde zu schaffen, schaue ich mir dementsprechende Tutorials auf Youtube an. Von einigen Anleitern kann man sich eine Menge technischer Kniffe abgucken und Dinge lernen, von denen man nicht gedacht hätte, sie jemals zu brauchen. Wobei sie allesamt den Schwerpunkt auf das kunsthandwerkliche Vermögen und eine naturalistische Darstellung, nicht aber auf künstlerischen Anspruch legen. (Hey, Photograph bin ich schon!)

 

Toll sind Kirsty Partridge (mit ihrem grandiosen englischen Akzent) und Stan Prokopenko. Einige Ratgeber haben eine herrlich kontemplative Art zu sprechen, die dennoch anspornt, zu den Farben zu greifen. Hier ist natürlich Wilhelm »Bill« Alexander an erster Stelle zu nennen. Und einigen Youtubern sollte man dringend empfehlen, die Fresse zu halten! Dieses ständige »Hallo, ihr Lieben …« in Mädchenstimme macht einen wahnsinnig.

 

 

Der YT-Algorithmus muss irgendwie mitbekommen haben, dass ich mich für Malen und Zeichnen interessiere, und serviert mir nur noch Werbungen, die folgendermaßen lauten:

»Do you wanna learn to do professional and impressing artwork that will blow people’s minds?« oder »Do you want to learn to draw and to create amazing artwork that will wow everyone around you?« in breitem American English.

 

Das klingt verdammt nach: »Im Mittelpunkt stehen – Freunde haben!«

 

Nix da, ich male nur das, was mir gefällt! Und ob ich das jemals jemandem zeige, ist auch noch nicht raus.

 

 

Samstag, 3. August 2019

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will, dass die Post nur noch an fünf Tagen ausgetragen wird. Denn montags wäre das Briefaufkommen ja geringer. Na, kein Wunder, dass montags kaum Post kommt – wenn die Briefkästen ja Samstag am späten Vormittag zum letzten Mal geleert werden! (So man denn das Glück hat, überhaupt einen zu finden.)

 

Die Deutsche Post AG ist ohnehin auf dem besten Weg, das gleiche zu werden wie die Deutsche Bahn AG: teuer und unzuverlässig! Planen kann man mit denen jedenfalls nicht mehr. Seit Juli kostet ein einfacher Brief fürstliche 70 Cent. Mitunter dauert es aber drei Tage, bis ein Schreiben zugestellt ist – innerorts. Früher ging das mal am nächsten Tag, deutschlandweit. Ich hatte auch schon den Fall, dass eine Sendung komplett verschwunden ist. Von der kilometerlangen Schlange am Schalter in der Postfiliale gar nicht zu reden. Meine Briefmarken kaufe ich inzwischen im Schreibwarenladen, da bin ich meist der einzige Kunde.

 

Und die ganzen Briefträger erst! Die wirken doch alle so, als hätten sie was eingeworfen!

 

(OK, 50 Euro in die Kalauerkasse …)

 

 

Sonntag, 4. August 2019

Bienchen beim Snacken erwischt:

 

Bienchen beim Snacken erwischt:

 

 

»Babulo ist ein osttimoresischer Ort und Suco im Verwaltungsamt Uato-Lari (Gemeinde Viqueque). Der Suco ist eines der Zentren der Ethnie der Naueti, hat aber auch eine größere Minderheit von Makasae.«

 

Man lernt nie aus …

 

Aber warum teilt mir Wikipedia das auf seiner Startseite mit? Klingt für mich wie die abchasische Hauptstadt Suchumi.

 

(Osttimor indes mag ich, allein schon wegen der Toplevel-Domain, dem Kfz-Kennzeichen und der ISO 3166.)

 

 

Montag, 5. August 2019

Bei Zeit Online stolperte ich über einen großartigen Kommentar: »Bitte, bitte mehr Verbote!« Ich könnte jetzt eine Menge zitieren, verlinke aber der Einfachheit halber den ganzen Artikel. Es geht – bestens geschrieben – darum, dass sich durch Aufklärung und Einsicht des einzelnen nicht viel ändert, sondern nur durch Regeln und Verbote von »oben«. So löblich es auch ist, wenn einige Leute im Unverpackt-Laden einkaufen, so bringt es doch mehr, wenn man unnötige Verpackungen schlicht verbietet, damit die breite Masse eine einfache Möglichkeit der Verpackungsvermeidung im Alltag erhält.

 

Ich würde noch ergänzen: Zu den Verboten gehören auch entsprechende Verfolgung und Ahndung.

 

Und das bitte nicht nur in Umwelt- und Naturschutzbelangen, sondern auch im Straßenverkehr, bei Eigentumsfragen, in der sonstigen Öffentlichkeit und sowieso allen Lebensbereichen!

 

 

Dienstag, 6. August 2019

Ist schon mal aufgefallen, was für ein Mist in Kinderliedern gesungen wird?:

»In einen Harung jung und schlank … verliebte sich, o Wunder, ne olle Flunder …«

Mich hat das als Pennäler jahrelang massiv gestört. Was soll das sein, ein Harung?! Einen Harem kannte ich. In einem eben solchen könnte man sich verlieben, wenn’s gut/schlecht läuft. Aber dann bitte »in einem Harem«! Auch Safran war in der Eifeler Küche eher nicht vorrätig, und wozu sollte man »den Kuchen gehl« machen wollen?! Da ergeben ja in Geflügelstallungen auf zweirädrigen Kraftfahrzeugen umherfahrende Großmütter und Früchte der Kokospalme, die man in der Absicht wegnimmt, sie sich selbst oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, mehr Sinn!

 

(Und von der Sinnhaftigkeit von »sit tata, tirallala« red ich noch gar nicht. Und auch nicht von den ganzen Aramsamsams und Heißahussassas!)

 

Volkslieder, der gleiche Quatsch: »Kein schöner Land in dieser Zeit« Ja ja, Lyrik! Wie kann man bloß unschuldige Sextaner dazu zwingen, so einen grammatischen Unsinn auswendig lernen zu müssen!

 

 

Samstag, 10. August 2019

14:21 Uhr. Der Polizeihubschrauber, der seit halb elf über der Stadt kreiste, ist verstummt. So langsam nervte er beträchtlich. Warum? Es lag eine Gefahrenlage vor! 22 Leute wollen im Tivoli Fußball spielen, und irgendwelche Idioten nehmen das gerne zum Anlass auszurasten. Championsleague oder Pokalfinale oder was weiß ich. Auf jeden Fall ein »Risikospiel«. Das Taxameter lief tüchtig: Eine Heli-Flugminute kostet zwischen 75 und 100 Euro. Der Steuerzahler hat’s ja. (Solange für diesen Mumpitz allwöchentlich hömmele Geld ausgegeben wird, heule bitte niemand rum, wenn die Polizei bescheidene Mittel verwendet, um die Durchführung eines Bürgerrechts wie zum Beispiel eine friedliche Demo zum Erhalt des Planeten zu ermöglichen!)

 

Dafür ziehen schwarz-gelbe Männergruppen durch die Innenstadt und bringen nicht ganz versmäßige Gesänge dar. Kostprobe:

 

»Ihr steht auf Schwänze und nicht auf Buuusen,

ihr seid die Fans von Bayer Leverkuuusen.«

 

Wie mir Google verriet, handelt eine heute nicht vorgetragenen zweiten Strophe von der nicht zufriedenstellenden Länge der Gemächte und dem Fehlen der Gonaden der angesprochenen Personengruppe, um sich dann auf »und feiert jedes Jahr die Vizemeisterfeier« zu reimen.

 

Wenn man wie die Alemannia in der vierten Liga rumpimmelt, sollte man fein ganz stille sein!

 

Ach, wenn ich was zu sagen hätte …

 

 

18:10 Uhr. Der Hubi fliegt wieder. Na klar, die Gestörten müssen ja auch wieder weg. Der Endstand der Partie des Aachener Turn- und Sportvereins Alemannia 1900 e.V. gegen die Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH lautet 1:4 – mir dünkt, nun werden da andere Lieder angestimmt …

 

 

Sonntag, 11. August 2019

In den Nachrichten wird vor dem vermehrten Aufkommen und den Gefahren elektrischer Tretroller gewarnt. Wenn man in Aachen qohnt, denkt man sich: »Häh, was?! E-Scooter? Alles friedlich hier.« Noch nie gesehen, so ein Dingen.

 

Und dann fährt man nach Köln …

 

E-Scooter Tretroller Plaque am Arsch Köln

 

E-Scooter Tretroller Plaque am Arsch Köln

 

E-Scooter Tretroller Plaque am Arsch Köln

 

E-Scooter Tretroller Plaque am Arsch Köln

 

E-Scooter Tretroller Plaque am Arsch Köln

 

E-Scooter Tretroller Plaque am Arsch Köln

 

Die Dinger sind echt wie Plaque am Arsch, stehen überall in der Gegend rum, und kein einziger Roller, den ich gesehen habe – und ich habe eine Menge gesehen! –, wurde vorschriftsmäßig geführt. Entweder auf dem Gehweg und/oder mit mehreren Personen besetzt. Und das alles natürlich gerne am schönen Rheinufer, wo schon die Fahrräder und die albernen Segways eine Plage sind.

 

 

Nach skandalösen Jahrzehnten der Absenz war ich nochmal im Museum Ludwig, wo ein paar meiner Lieblinge unverdrossen rumhängen. Doch lasst Bilder sprechen!

 

Dummerweise ist photographieren erlaubt. Dummerweise, weil ich das erst erfahren habe, nachdem ich die große Kamera verstaut hatte … Egal, ein Handy macht weniger Aufhebens und lässt der Kunst mehr Aufmerksamkeit.

 

Es gibt einen Platz auf dem Dach des Museums, da ist man dem Dom ganz nah. Und in der Regel auch allein.

 

Museum Ludwig Köln

 

Picasso enttäuschte ein wenig. Wenn man davorsteht, denkt man sich, OK, nettes Gekrakel, könnte ich aber auch. Als Kunstdruck in DIN A 4 macht es echt mehr her.

 

Museum Ludwig Köln

 

Einige Werke erschienen mir etwas verblichen. Ich kann nicht glauben, dass die Künster früher bei ihren feinst abgewogenen Farbkompositionen kein reines Weiß zur Verfügung hatten!

 

Museum Ludwig Köln

 

Bei Mondrian war mir nie aufgefallen, dass sein Weiß gar kein Weiß ist!

 

Museum Ludwig Köln

 

Museum Ludwig Köln

 

Museum Ludwig Köln

 

Dalí! ♥

 

Museum Ludwig Köln

 

Selfie mit Dalí! ♥

 

Museum Ludwig Köln

 

Es waren etliche Bekannte aus dem Kunst-Unterricht zugegegen.

 

Museum Ludwig Köln

 

Selfie mit Edgar:

 

Museum Ludwig Köln

 

Dass Richters »Ema (Nude on a Staircase)« von 1966 verglast ist, versüßt den Securitys sicher den Tag. Allerdings macht das schützende Glas aus dem schönen Bild auch einen Spiegel.

 

Museum Ludwig Köln

 

Beim nächsten Richter ist diese Idee konsequent fortgesetzt:

 

Museum Ludwig Köln

 

Joseph Beuys irrte also: Nicht jeder ist ein Künstler – aber jeder ein Kunstwerk!

 

O Roy! M-maybe he became ill and couldn’t leave the studio!

 

Museum Ludwig Köln

 

Leopard Lilly von Richard Lindner sah ich zum ersten Mal in »Figürliches Gestalten« von Gottfried Bammes, VEB Volk und Wissen, Berlin 1978.

 

Museum Ludwig Köln

 

Ein Standardwerk der Künstleranatomie. Ich hatte es 1988 in Prag für kein Geld gekauft (für echt ganz wenige Kronen und Krönchen; ich sag nur 1:40). Ich dachte, zwischen der Anatomie der Menschen der verschiedenen Blöcke dürfte es keine allzu großen Unterschiede geben … Weit gefehlt: Der beschreibende Text war dann doch stark ideologisch geprägt: »Viele Symptome der Veränderung der Kunst im staatsmonopolitischen Kapitalismus werden besonders deutlich im Hinblick auf die Zerstörung des Menschenbildes.« Mit Ost-Künstlern stramm auf Linie wurde sehr viel wohlmeinender verfahren.

 

 

Museum Ludwig Köln

 

Einen Verwandten eines alten Oecher traf ich auch: den doppelten Elvis von Andrew Warhola. Im Neuen Kurhaus in Aachen hing er jahrelang dreifach an einem schlichten Haken.

 

Museum Ludwig Köln

 

Museum Ludwig Köln

 

Museum Ludwig Köln

 

Es ist wenig verwunderlich, dass mein Handy – und Euer Display … – das Yves-Klein-Blau nicht hinkriegt …

 

Museum Ludwig Köln

 

Also alle mal hin da zum Selbergucken! (Geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Montags geschlossen.)

 

Museum Ludwig Köln

 

 

Zur Stärkung darf's danach auch Hemmel, Eäd un Blootworsch und ein Kölsch bei FRÜH sein!

 

FRÜH

 

 

Wo ich vorher auch noch nie war: im Schokoladenmuseum der Firma Lindt. Und das als langjähriger Lindt-Testesser!

 

Schokoladenmuseum der Firma Lindt Köln

 

Schokoladenmuseum der Firma Lindt Köln

 

Tipp: Die ersten Ausstellungshallen skippen – es sein denn, man ist ein experimentierfreudiges Kind oder hat noch nie die Sendung mit der Maus gesehen und sich von Armin Maiwald haarklein erklären lassen, wie der Kakao in die Schokotafel kommt. In einem Museum gelüstet es mich nicht, lange Texte durchzulesen – dafür gibt es Wikipedia. Ich habe gerne mehr Zeit dafür, mir den miniaturisierten Produktionsprozess und historische Verpackungen anzuschauen.

 

Schokoladenmuseum der Firma Lindt Köln

 

Schokoladenmuseum der Firma Lindt Köln

 

Schokoladenmuseum der Firma Lindt Köln

 

Und hey, man kann frisch produzierte Schokotäfelchen abgreifen!

 

Schokoladenmuseum der Firma Lindt Köln

 

Und sich natürlich am sagenumwobenen Schokoladenbrunnen laben.

 

Schokoladenmuseum der Firma Lindt Köln

 

Schokoladenmuseum der Firma Lindt Köln

 

Schokoladenmuseum der Firma Lindt Köln

 

Sowie ein Selfie mit Rodolphe Lindt, dem Erfinder der Conche, machen.

 

Schokoladenmuseum der Firma Lindt Köln

 

Ein Lob auf ihn, denn zuvor war »Schokolade« wohl eher so etwas wie sandig-bröselige Blockschokolade.

 

Schokoladenmuseum der Firma Lindt Köln

 

 

Schokoladenmuseum der Firma Lindt Köln

 

Schokoladenmuseum der Firma Lindt Köln

 

Schokoladenmuseum der Firma Lindt Köln

 

Hier gibt's auch noch den Sarotti-Mohr! ♥

 

Schokoladenmuseum der Firma Lindt Köln

 

 

Angesichts der von Peter Ludwig gestifteten Werke ist das Museum Ludwig strenggenommen auch ein Schokoladenmuseum!

 

 

Mittwoch, 14. August 2019

So langsam kann ich verstehen, wenn die Bevölkerung »den Medien« kritisch gegenüber steht oder gar feindselig ist. Hier ein zwar nur anekdotisches, aber sehr deutliches Beispiel aus dem wie man meinen könnte eigentlich verlässlichen öffentlich-rechtlichen Rundfunk:

 

Da mir die Tagesschau zu knapp gefasst ist, sehe ich zur Sättigung meines Informationshungers meist die Aktuelle Stunde des WDR um 18:45 Uhr. Anschließend dann um 19:30 die Lokalzeit aus Aachen. Heute begab es sich, dass in beiden Sendungen ähnliche Beiträge liefen: Waschbären in Deutschland. Zunächst dachte ich, aha, da verwursten sie das Filmchen eben zweimal. (Man muss ja sparen, wo man kann – mit 17,50 Euro pro Monat von 40 Millionen Haushalten kommt man ja nicht weit …) Doch nach den ersten Sätzen von zwei verschiedenen Sprechern zu teilweise denselben Bildern fiel mir die unterschiedliche Ausrichtung auf. Im Beitrag der Aktuellen Stunde »Waschbär, du nervst« ist von einer Plage die Rede und dass solch ein kleiner Rascal in Kassel 10.000 Euro Schaden verursacht hat. Ein Experte der Städteregion Aachen warnte zudem vor der Gefahr tödlicher Spulwürmer!

 

Im Beitrag »Waschbäralarm in Dedenborn« der Lokalzeit schilderte derselbe Experte etwas ausführlicher, dass Gesundheitsgefahren bestehen – aber lange nicht so dramatisch wie nur 20 Minuten zuvor. Außerdem solle man sie nicht auch noch füttern und dadurch anlocken; bejagen würde nichts bringen – und man wird sich an sie gewöhnen müssen. Der Photograph zeigte sich, anders als im ersten Bericht, recht angetan von den kleinen Rackern. Und dass er jetzt einen Waschbärenkalender veröffentlicht hat!

 

Höchst absurd, wenn kurz vorher auf demselben Sender noch ein ganz anderer Tenor herrschte. Mir ist das alles noch nicht zugespitzt genug! Da geht noch mehr. Mich würde interessieren, welche »Wahrheit« man aus dem Filmmaterial noch so zusammenschneiden kann. Etwa »Waschbären: Tödliche Gefahr aus Amerika!!!« kontra »Waschbären: Possierliche Photomotive aus Übersee«.

 

 

Freitag, 16. August 2019

Die Aachener Schüler streikten wieder, trotz Ferien.

 

FFF Fridays for Future Aachen in den Ferien

 

FFF Fridays for Future Aachen in den Ferien

 

FFF Fridays for Future Aachen in den Ferien

 

FFF Fridays for Future Aachen in den Ferien

 

FFF Fridays for Future Aachen in den Ferien

 

Für den 20. September wurde sogar ein Generalstreik ausgerufen, und zwar gleich mal weltweit: Es mögen bitte alle Berufsgruppen ihre Arbeit niederlegen, um ein Zeichen zu setzen. Doch auch wenn Generalstreik erst mal toll klingt und andere Länder sowas ja auch haben – in Deutschland wird sich das nicht durchsetzen.

 

Ein Photographenkollege raunte mir vor Ort zu, dass da bestimmt irgendwelche Mächte dahinter stecken oder PR-Unternehmen oder gleich »die Wirtschaft«

 

Nun würde mich brennend interessieren, welche Mächte, welche PR-Unternehmen oder welche »Wirtschaft« das denn sein sollen, die die zusammengewürfelten Schüler in Aachen beeinflussen könnten – ohne dass einer was davon mitkriegt.

 

 

Die Urheberin der Fridays-for-Future-Bewegung, Greta Thunberg, hat vor ziemlich genau einem Jahr angefangen, für das Klima zu streiken. Ob sie damals auch nur eine blasse Ahnung davon hatte, was sie damit lostreten würde, als sie mit ihrem Schild alleine von dem Schwedischen Reichstag stand? (Ach nein, da waren ja »Mächte« am Werk.)

 

Um demnächst beim Klimagipfel der Vereinten Nationen dabei sein zu können, bestieg sie jetzt ein Segelboot für die Überfahrt, denn eine Flugreise käme gemäß ihren eigenen Maßstäben für sie nicht in Frage. Nun ja, jeder wie er will. Konsequenz in allen Ehren, aber ich finde, der Zweck heiligt die Mittel. Wenn sie wirklich etwas fürs Klima ausrichtet – und ganz danach sieht's ja aus –, darf sie gerne täglich fliegen und Steaks essen.

 

Indes: Eine zarte Sechzehnjährige, die den Atlantikfluten trotzt – das ist Zucker für die Medien! Leider ist das 24/7-Medienspektakel rund um Greta nicht hilfreich – weil es vom Eigentlichen ablenkt. Und die ganzen Hater bekommen dadurch natürlich auch frisches Futter. Was das alles kostet! Es ist für andere nicht praktikabel! Es verbraucht auch Ressourcen! Und wie kommt das Boot wieder zurück? Und was die Berichterstattung einen Energie verbraucht! – Jesses, wie kann man sich an einer arglosen Jugendlichen nur so abarbeiten? Selbst wenn sie in einer Nussschale dahinüber gepaddelt wäre, wäre irgend ein Schlaumeier gekommen und hätte ihr vorgeworfen, sie habe einem Fisch damit auf dem Kopf gehauen!

 

Einer – nun ehemaligen – Facebookfreundin fiel als erstes ein, den geposteten Zeitungsartikel über die Segelbootüberfahrt dergestalt zu kommentieren, dass »Gretel« sie nerve, sowie diversen anderen Unflat auf ihrem Profil loszuwerden. Bitte! Wir schreiben 2019 und leben in einer Mediengesellschaft – natürlich wird da über alles berichtet, was passiert! (Mich nervt das Herunterbeten dieser unsäglichen Fußballergebnisse jede Woche auch wie die Sau – aber hören die Medien deshalb damit auf? Nö.)

 

Im Moment ist Greta übrigens da, wie ich aufgrund ihres Positionspostings weiß:

 

Im Moment ist Greta übrigens da:

 

 

Sonntag, 18. August 2019

Let's do the timewarp again (72nd edition).

 

Let's do the timewarp again (72nd edition).

 

Wie so oft in der Eifel: Tagsüber Blitz, Donner und Regensturm – und abends backen die Engel Plätzchen.

 

Wie so oft in der Eifel: Tagsüber Blitz, Donner und Regensturm – und abends backen die Engel Plätzchen.

 

Wie so oft in der Eifel: Tagsüber Blitz, Donner und Regensturm – und abends backen die Engel Plätzchen.

 

 

Montag, 19. August 2019

Eupen (BE) auf der Fahrt von daheim nach zuhause:

 

Eupen

 

Eupen

 

Eupen

 

Eupen

 

Eupen

 

Eupen

 

Eupen

 

 

Dienstag, 20. August 2019

»Day 7. About halfway across the Atlantic Ocean. Very pleasant conditions.«

 

Man kann von Greta ja halten, was man will: Aber warum hat sie mitten auf dem Atlantik besseres Internet als ich in der Eifel?!

 

 

Donnerstag, 22. August 2019

Mal wieder wurde ich zu einem fulminaten FB-Event eingeladen:

»Sag Deinen Freunden & Kollegen Bescheid und vergesst für eine Nacht gemeinsam den Alltag! Jetzt Tickets sichern!«

Also, kleiner Lifehack: Das Geheimnis eines glücklichen Lebens besteht nicht darin, den Alltag zu vergessen – sondern ihn zu genießen! (Aber ich hab ja leicht reden, ich habe ja keinen Alltag, leider. Everyday's rich with its current accounts.)

 

Ferner kann es nicht mehr hören; ständig dieser Eskapismus: Loslassen, Stress vergessen, achtsam sein, ausspannen, dem Alltag entfliehen, abschalten, die Eier baumeln lassen!

 

 

Samstag, 24. August 2019

Explosiver Bigmac am frühen Samstagmorgen:

 

Explosiver Bigmac:

 

 

Sonntag, 25. August 2019

Ich habe hier schon lange keine Musikempfehlung mehr abgegeben. Aber jetzt:

 

»Elbow«, eine britische Rockband aus Manchester, benannt nach dem sinnlichsten Wort der englischen Sprache. Ich tu mich immer schwer mit Beschreibungen und Einordnung in einen der 763 Musikstile. Man höre sich das Zeug an und entscheide selber. Anfangen würde ich mit »Gentle Storm«, »Magnificient«, »Grounds für Divorce«, »Wheather to fly«, »Scattered Black and Whites« und »Mirrorball« (PG hat’s schon gecovert!).

 

Und ja, das ist WERBUNG!!!

Das muss man jetzt so auszeichnen #werbung, weil sonst womöglich irgendwelche »Mitbewerber« oder andere Pissnelken zu einem Anwalt rennen.

 

 

Dienstag, 27. August 2019

Über Karma spricht man nicht …

 

Jodel-Karma 500k

 

 

Sommer in Crocs™:

 

Sommer in Crocs™

 

(Skandalöse zwölf Dutzend Likes! Ein Gros.)

 

 

Mittwoch, 28. August 2019

Alles Gute zum 50sten Geburtstag, Perlenflasche!

 

(Oder prosaischer: 0,7 Liter fassende Normbrunnenflasche für Mineralwasser aus Klarglas mit Schraubverschluss – perfektes Design!)

 

0,7 Liter fassende Normbrunnenflasche für Mineralwasser aus Klarglas mit Schraubverschluss

 

 

Donnerstag, 29. August 2019

Und wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt Donald Trump und ruft: »Hold my beer!«

 

Letztens erst wollte er Dänemark Grönland abkaufen. (Bodenschätze unter Eis, das demnächst abschmilzt, Dollarzeichen in den Augen *blingblingbling*.) Und während in Südamerika und Sibirien gigantische Waldflächen munter vor sich hin brennen, fordert er nun, die Urwälder Alaskas für Abholzung und Bergbau freizugeben.

 

Was machen John Wilkes Booth und Lee Harvey Oswald grade eigentlich so?

 

 

Freitag, 30. August 2019

So langsam werden diese Schüler unverschämt: Nun streiken sie schon freitagnachmittags! Ja worüber soll man sich denn dann noch aufregen, wenn sie noch nicht mal mehr schwänzen und Fehlstunden kassieren?!

 

So langsam werden diese Schüler unverschämt: Nun streiken sie schon freitagnachmittags! FFF

 

So langsam werden diese Schüler unverschämt: Nun streiken sie schon freitagnachmittags! FFF

 

So langsam werden diese Schüler unverschämt: Nun streiken sie schon freitagnachmittags! FFF

 

So langsam werden diese Schüler unverschämt: Nun streiken sie schon freitagnachmittags! FFF

 

So langsam werden diese Schüler unverschämt: Nun streiken sie schon freitagnachmittags! FFF

 

So langsam werden diese Schüler unverschämt: Nun streiken sie schon freitagnachmittags! FFF

 

So langsam werden diese Schüler unverschämt: Nun streiken sie schon freitagnachmittags! FFF

 

So langsam werden diese Schüler unverschämt: Nun streiken sie schon freitagnachmittags! FFF

 

So langsam werden diese Schüler unverschämt: Nun streiken sie schon freitagnachmittags! FFF

 

So langsam werden diese Schüler unverschämt: Nun streiken sie schon freitagnachmittags! FFF

 

 

Samstag, 31. August 2019

Auf, auf, Genossen! Heute ist die letzte Möglichkeit, sich als SPD-Chef zu bewerben. (Drei Monate Vakanz – hat’s geschadet?!) Eine Doppelspitze soll den Laden laufen lassen. Nachdem die drei Interimsvorsitzenden alle abgewinkt hatten, erschien die Wahl für den sozialdemokratischen Parteivorsitz noch unbeliebter als die Wahl für den Elternsprecher in der Unterstufe.

 

Doch in den letzten Wochen krochen taten sich peu à peu etliche Zweierteams aus der hintersten, mittleren und oha! vorderen Reihe hervor. Alexander Ahrens, Boris Pistorius, Christina Kampmann, Dierk Hirschel, Gesine Schwan, Hilde Mattheis, Karl Lauterbach, Klara Geywitz, Michael Roth, Nina Scheer, Olaf Scholz, Petra Köpping, Ralf Stegner und Simone Lange.

 

Und zuletzt sogar Jan Böhmermann! Ausgerechnet Böhmermann, dieser bleiche, geltungssüchtige, stets unsicher wirkende, dennoch überhebliche Lauch mit den unmöglichen Umgangsformen. Also die Idealbesetzung für den Posten … (Gar keine dumme Idee, sich mal eine ehemalige Volkspartei zu kapern. Wer weiß, wozu man die mal brauchen kann. Und bestimmt auch nicht unmöglich; wenn schon Die PARTEI im Handstreich zwei Sitze im EU-Parlament holen konnte. Demnächst schickt Bundeskanzler Böhmermann den Außenminster Sonneborn zu den Krisenherden dieser Welt.)

 

Der weitere Ablauf der Castingshow sieht so aus:

Bewerbungsphase, Vorstellung der Kandidaten auf 23 Regionalkonferenzen, erste Mitgliederbefragung, Duell im Morgengrauen, Veröffentlichung des Ergebnisses der ersten Mitgliederbefragung, Schlag den Raab-Sondersendung, zweite Mitgliederbefragung mit Stichwahl zwischen Erstem und Zweitem aus der ersten Mitgliederbefragung, Gladiatorenkampf im Olympiastadion, Veröffentlichung des Ergebnisses der zweiten Mitgliederbefragung, Elfmeterschießen, TED-Abstimmung, Parteitag und abschließend Schnick-schnack-schnuck-Spiel der Überlebenden.

 

Und schon im Dezember hat diese bundesdeutsche Regierungspartei zwei neue Vorsitzende!

 

Seit Monaten greift bei den Spezialdemokraten der (von mir) so genannte Brexit-Effekt um sich: So langsam kannnnn man’s nicht mehr hören! Das Wahl-Prozedere erinnert mich an einen Professor, der damals sagte: »Ein Team kann sich prima mit sich selbst beschäftigen. Man kann ihm die Klientel wegnehmen – das bemerken die frühestens nach Monaten!«

 

 

Apropos Brexit, hier ein Veranstaltungstipp für Halloween am 31. Oktober:

»Gezellig op het strand de Brexit kijken«

Met Hollandse chips, Franse wijn en Duits bier in een strandstoel naar Groot Brittannië kijken wanneer het wakker wordt als gesloten inrichting. Eventueel de bootjes van Europavaarders opvangen.

 

 

 

Träume nicht Dein Leben,

sondern halt einfach Dein Maul!

 

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