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– August 2018 –

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Mittwoch, 1. August 2018

»Liebe Facebook-Freunde, auch ich schließe mich nun an und ändere diesen Facebook-Algorithmus, da ich merke, dass ich blablabla …«, muss man derzeit oft lesen.

 

Zu oft!

 

Liebe Facebook-Freunde, Ihr könnt den Algorithmus nicht ändern!

 

Ihr könnt nur tierisch nerven, indem Ihr diese Meldung gedankenlos kopiert und auf Eurer Seite repostet. Und damit 30 Tage oder gar eine unbefristete Entabonnierung meinerseits riskieren.

 

Wollt Ihr das? – Na also!

 

Es geht die Sage, man bekäme neuerdings nur noch Beiträge von 25 Freunden in seiner Timeline angezeigt, welche darüber hinaus auch noch von einer wohldefinierten Rechenvorschrift ausgewählt werden würde. Skandal! Schikane! Zensur! Was aber gar nicht stimmt – wie ein jeder überprüfen kann, der des Zählens im Zahlenraum der natürlichen Zahlen bis 100 mächtig ist.

 

»Wenn Du diese Nachricht liest, schreibe mir einen kurzen Kommentar, ein ›Hallo‹, einen Aufkleber, was immer Du willst, so wirst Du in meinem News-Feed erscheinen. Ansonsten wählt Facebook aus, wen es mir zeigen soll und ich brauche kein Facebook, um meine Freunde auszuwählen!« Das soll helfen, den bösen, bösen Algorithmus auszutricksen. Wer’s glaubt …

 

Und natürlich soll man den Schmarrn fein weiter verbreiten. Was auch erschreckend viele tun – es lebe der Hoax!

 

Immerhin: Außer höchster Nervigkeit und tiefstem Einblick in die Unbedarftheit der Leute birgt diese perpetuierte Falschmeldung keine Nachteile. Sie bietet höchstens die Gelegenheit, seine Freundesliste einmal gründlich aufzuräumen …

 

 

Donnerstag, 2. August 2018

Die EU führt derzeit eine Befragung zur Akzeptanz der Sommerzeit durch. Hurra, es gibt Hoffnung! Zur Wahl stehen die Regelung wie bisher, ständige »Winterzeit« und ständige Sommerzeit.

 

Uhrenumstellung? - Nein, Danke!

 

Aber aufgepasst: Ja, die Sommerzeit ist schön. Nur die Umstellung auf Sommerzeit ist es nicht. Wenn wir aber dauerhaft Sommerzeit hätten, würde es im Winter morgens erst um 10 Uhr hell werden. Ich befürchte, dann wäre das Geheul auch groß!

 

Es ist übrigens ein Irrtum zu glauben, dass es, wenn wir immerwährend Sommerzeit haben, dann auch immer sommerlich warm wäre. Es werden nur die Uhren umgestellt, nicht die Thermometer!

 

In solch einer Befragung von offizieller Seite pejorativ von »Winterzeit« zu sprechen, ist gelinde gesagt eine Frechheit! Das Ding heißt Normalzeit, fertig! (Gerlinde sagt das auch.)

 

Diese Finte zeigt aber deutlich das allerbeste Argument gegen Volksentscheide: Man kann mit der Fragestellung einer Abstimmung bereits wunderschön manipulieren. Und zack! ist's vorbei mit Volkes vermeintlich freiem Willen!

 

 

Freitag, 3. August 2018

Wacken!!!

Aber wie bitte wollen die da zünftig im Moshpit headbangen, so ganz ohne Matschseen vor der Bühne?!

 

 

Samstag, 4. August 2018

Rund um Dom und Rathaus findet gerade das Radrennen »Rund um Dom und Rathaus« statt – nomen est omen. Ich würde es ja Radrennen »Vor der Haustür« nennen …

 

Rund um Dom und Rathaus findet gerade das Radrennen »Rund um Dom und Rathaus« statt – nomen est omen. Ich würde es ja Radrennen »Vor der Haustür« nennen …

 

Rund um Dom und Rathaus findet gerade das Radrennen »Rund um Dom und Rathaus« statt – nomen est omen. Ich würde es ja Radrennen »Vor der Haustür« nennen …

 

 

Dienstag, 7. August 2018

Impressionen vom Sommer 2018

 

Impressionen vom Sommer 2018

 

 

Mein bester Freund und ich:

 

Mein bester Freund und ich:

 

(Sorry, Stefan!)

 

Mein bester Freund und ich:

 

 

Es ist warm. Weil Sommer ist. Das gehört sich so. Aber das wissen die Kiddies von heute nicht. Denn woher auch? Die Oldies wissen es auch nicht mehr. Der letzte Sommer, der nicht schon nach zwei Tagen wieder eiskalt oder klitschnass war, war der von 2003.

 

Dieses Jahr kann man endlich mal planen! Ausflüge, Grillpartys und Photoshootings.

 

Shooting-Interessenten haben nämlich oft die unsägliche Angewohnheit, nach einem Termin zu fragen, während es ihren Vorstellungen entsprechendes Wetter hat, à la »Oha, die Sonne brennt, lass mal Termin ausmachen!«. Denn hartnäckig hält sich der Aberglaube, man könne bei knalligem Sonnenschein und Temperaturen über 30 Grad auch nur irgendwie ansehnliche Portraits machen. (Achtung Spoiler: Man kann es nicht! Die Modelle werden dann nämlich von der Sonne geblendet, und die schwitzigen Gesichter bekommen harte Schatten, so dass ihre Augenpartie der von Pandabären ähnelt.)

 

 

Mittwoch, 8. August 2018

Ich liebe den Geruch von Petrichor am Morgen!

 

Um 4 Uhr 45 ging der nach Wochen/Monaten erste Regen los. Wer hätte gedacht, dass man sich jemals über Regen so freuen würde, in Aachen. Besonders freuen sich die Getreidebauern, die Gartenbesitzer und die Kinder im Archimedischen Sandkasten – denn endlich hat der Sand wieder Grip!

 

Ich liebe den Geruch von Petrichor am Morgen!

 

Der Archimedische Sandkasten nebst Werkstatt fand heute seinen offiziellen Abschluss:

 

 

Weiter geht’s mit dem lokalen Tourismus. Und zwar hoch auf den Dom, um hoch auf dem Dom ein Hoch auf den Dom auszusprechen!

 

Hoch auf den Dom

 

Hoch auf den Dom

 

Hoch auf den Dom

 

Hoch auf den Dom

 

Hoch auf den Dom

 

Alle Jahre wieder, könnte man sagen … Denn wo war ich letztes Jahr just an diesem Tage ebenfalls?

 

Früher gab es wohl auch schon Festivalbändchen …

 

Hoch auf den Dom

 

 

 

Auf Hochzeiten zu photographieren, ist eine tolle Sache: Man ist ganz nah dabei beim großen Tag des Paares, alle Gäste sind schön angezogen, meist guter Laune, wollen photographiert werden und es entstehen großartige Erinnerungen. Bezahlt wird man im Idealfall auch noch – was will man mehr?

 

Man darf nur nicht versagen – etwa vergessen, einen Film einzulegen …  –, sonst hat man zwei Feinde fürs Leben. Am falschen Ort oder zu langsam zu sein, ist ebenfalls schlecht. »Herr Pfarrer, können Sie das nochmal machen mit dem Segen?!«, kommt gar nicht gut in der Messe! (Obwohl es egal wäre: Die Ehe gilt trotzdem als geschlossen, auch ohne Photo.)

 

Doch wie alles auf diesem miesen kleinen Planeten, kriegen manche Leute es hin, so einen wundervollen Tag zu versauen, auch nachträglich.

 

Dieser Tage rief mich die Schwester eines Bräutigams von letztens an. Es habe einen nicht näher spezifizierten »Vorfall« gegeben, worauf man sich mit dem Brautpaar überworfen habe. Und nun fordert sie von mir die Photos, auf denen sie, ihr Mann und ihre Kinder drauf sind.

 

Normalerweise ist es so: Das Brautpaar bekommt von mir alle gelungenen Aufnahmen zur freien Verfügung. Das bedeutet, dass niemand etwas nachbestellen muss. Folgekosten stelle ich daher auch nicht in Rechnung. In der Regel verteilt das Brautpaar die Bilder als nachträgliches Gastgeschenk an seine Gäste. (Und ich bin bekannt dafür, sehr viele Bilder zu machen; nicht nur vom Brautpaar selbst, sondern auch von den Nebenschauplätzen.)

 

Eine Woche nach dem Anruf folgte eine Mail:

»Hallo, ich hatte versucht sie telefonisch zu erreichen. Ich hatte sie gefragt wegen meinen Fotos von der Hochzeit am **** sie wollten sich melden. Haben sie sich etwas überlegt?

Jedenfalls habe ich mich auch mal schlau gemacht und da ich nur meine Fotos haben möchte sind sie dazu verpflichtet mir diese auszuhändigen. Ich habe zugestimmt das sie Fotos von mir und meinen Kindern machen allerdings nur unter der Voraussetzung das ich diese Fotos auch erhalte. Ich bitte Sie hiermit höflichst mir die Fotos auf denen nur ich und meine Kinder drauf sind auszuhändigen ansonsten sehe ich mich gezwungen rechtliche Schritte einzuleiten. Ich habe kein Interesse daran, ein Foto von irgendeinem anderen Gast oder dem Brautpaar zu bekommen. (sic!)«

 

Mir mit »rechtlichen Schritten« zu drohen, ist übrigens regelmäßig der falsche Weg. Bei Drohungen schalte ich ziemlich auf stur!

 

(Wobei mich schon interessieren würde, auf welcher juristischen Grundlage diese Schritte erfolgen sollten. Etwa gemäß dem Im-Nachhhinein-behaupte-ich-ich-hätte-erlaubt-mich-zu-photographieren-wenn-ich-anschließend-die-Bilder-auch-bekomme-Gesetz?)

 

Und kurz vorher »höflichst« zu bitten ist ja wohl blanker Hohn!

 

Da ich jedoch kein Interesse an näherem Kontakt zu asozialer Klientel hege, habe ich der Dame »ihre« Bilder (in Web-Auflösung) geschickt – natürlich nicht, ohne vorher jeden Pixel, auf dem jemand anderes als sie, ihr Gespons und ihre Brut zu sehen ist, auszugrauen.

 

 

Donnerstag, 9. August 2018

Die Ursache für die meisten Probleme im Flugverkehr, von streikenden Piloten über Schadstoffemissionen und Fluglärm bis hin zu vor Menschenmassen zusammenbrechenden Flughäfen, lässt sich ganz einfach zusammenfassen: Fliegen ist zu billig!

 

Eben las ich: Für 12,98 Euro (!) von Köln nach Palma de Mallorca – das ist schon mehr als pervers. Billiganbieter machen es den Kunden möglich, dreimal im Jahr in Urlaub zu fliegen, mal eben nach Malle zu jetten oder kurz zum Shoppen nach New York zu düsen – kost ja nix! (Die Kundschaft weiß das aber gar nicht zu würdigen. Sondern beschwert sich, dass das Gepäck oder eine Limonade was kostet. Und heult rum, dass das Taxi zum Flughafen das Dreifache kostet.)

 

Hey, mal ein Vorschlag. Wir leben doch ohnehin in einer Welt, die vor Verboten und Steuerung und Gängelei nur so trieft – wieso dann nicht hier auch mal kräftig zuschlagen?

  • Kerosin besteuern
  • Nachtflugverbote einführen
  • Subventionierung von Flughäfen stoppen
  • Umsatzsteuerbefreiungen aufheben
  • höhere Landegebühren gemäß Flugzeug-Lärmklasse verlangen

 

Der Markt wird es dann schon richten!

 

 

Samstag, 11. August 2018

In der Kleinmarschierstraße feiert man 3 Jahre »Monsieur Daniel« (Remacle), Käse, Wein, Brot und feine Backwaren französischer/belgischer Provenienz.

 

In der Kleinmarschierstraße feiert man 3 Jahre »Monsieur Daniel« (Remacle), Käse, Wein, Brot und feine Backwaren französisch-belgische Provenienz.

 

In der Kleinmarschierstraße feiert man 3 Jahre »Monsieur Daniel« (Remacle), Käse, Wein, Brot und feine Backwaren französisch-belgische Provenienz.

 

In der Kleinmarschierstraße feiert man 3 Jahre »Monsieur Daniel« (Remacle), Käse, Wein, Brot und feine Backwaren französisch-belgische Provenienz.

 

 

Nur fürs Archiv nochmal die aktuellen Benzinpreise von heute Abend:

 

Nur fürs Archiv nochmal die aktuellen Benzinpreise von heute Abend:

 

 

Sonntag, 12. August 2018

Morgens beim Brötchenholen sah die Welt schon wieder anders aus …

 

Morgens beim Brötchenholen sah die Welt schon wieder anders aus …

 

 

Auf dem Bend gibt es ihn noch, den Eismohr

 

Auf dem Bend gibt es ihn noch, den Eismohr …

 

Auf dem Bend gibt es ihn noch, den Eismohr …

 

 

Des Weiteren lässt sich ein gewisser Trend ausmachen:

 

Wir sind Flamingos!

 

Wir sind Flamingos!

 

Wir sind Flamingos!

 

Wir sind Flamingos!

 

Wir sind Flamingos!

 

Wir sind Flamingos!

 

Die Einhorn-Zeit ist vorüber!

 

 

Dienstag, 14. August 2018

Heute erkundeten wir die morbide Schönheit von Spa, dem Kurort in den befreundeten Ardennen, nach dem der englische Gattungsbegriff Spa für »Heilbad« benannt ist, um nochmal klugscheißerisch etwas Wikipedia-Wissen einfließen zu lassen. (Hey, wozu bezahle ich dafür?!)

 

Der Glanz vergangener Tage ist Gilb und Rost und Patina gewichen. Das nieselige Wetter unterstrich diese stimmungsvolle Atmosphäre noch.

 

Spa, Belgien

 

Spa, Belgien

 

Spa, Belgien

 

Spa, Belgien

 

Spa, Belgien

 

Spa, Belgien

 

Spa, Belgien

 

Spa, Belgien

 

Spa, Belgien

 

 

Die Kirche Saint Remacle ist wenig überraschend dem heiligen Remaklus gewidmet, von dem ich bislang nie etwas vernahm. Doch höret: Als Missionsbischof soll Remaklus im siebten Jahrhundert unserer Zeitrechnung von einem Wolf begleitet worden sein, der in der Lage war, den Teufel zu vertreiben, der die neu errichteten Kirchen zerstören wollte. Böse! Darüber hinaus soll Remaklus mit seinem Stab Quellen entdeckt haben, die als Heilwasser galten. (Wikipedia ist herrlich!)

 

Komisch, in Aachen verkauft Remacle bloß Croissants …

 

Spa, Belgien

 

Ein Wolf in der Kirche hätte bestimmt auch Kevin und seine Familie Respekt gelehrt, die augenscheinlich heute zum allerallerersten Mal in einer Kirche waren und sogleich den Beichtstuhl als Abenteuerspielplatz missbrauchen mussten!

 

Spa, Belgien

 

Chhhut! Die Belgier wissen schon, warum sie solch ein laminiertes Schild in ihre Kapelle pappen.

 

Spa, Belgien

 

Der Bildhauer hat St. Remacle bestimmt genau in dem Moment modelliert, als dieser gerade blinzelte!

 

Spa, Belgien

 

Spa, Belgien

 

 

Spa, in Wallonien, in Belgien – im Land der Fritten. Aber glaubt einer, dass es in der Stadtmitte von Spa vielleicht mal eine nette Portion Fritten zu kaufen gegeben hätte? Nein!

 

Obwohl die dem Mädchen mit der Pommesgabel eigens ein Denkmal gewidmet haben …

 

Spa, Belgien

 

Man hätte nur großartig mehrgängig einkehren können. Oder sich teure Croque-Monsieurs kredenzen lassen können – aber langweiliges Toastbrot mit Käse kann ich selber. (Und mache ich aus gutem Grund nicht.)

 

Spa, Belgien

 

 

Nächstes Ziel: Neuerburg in der Südeifel.

 

Nach Neuerburg muss man wirklich wollen – zufällig da vorbeikommen tut nämlich niemand!

 

Wer es nicht kennt: Neuerburg liegt zwischen Koxhausen, Muxerath, Daudistel, Niederraden, Fischbach-Oberraden, Plascheid, Grimbach und Neuhütten.

 

Wenn man aber den kurvigen Weg ins Nirgendwo hinter den sieben Bergen auf sich genommen hat, erwartet einen ein nettes, kleines Eifelstädtchen mit diversen historischen Errungenschaften.

 

Lohnenswert ist der Weg über die in den Schiefer gehauenen Stufen hinauf zur namensgebenden Burg aus dem zwölften Jahrhundert, welche ziemlich gut erhalten beziehungsweise instandgesetzt heute als Jugendherberge dient. Da möchte man doch noch mal jung sein!

 

Zum Glück war keine Jugend zugegen. Sonst hätten wir die Außenanlagen nicht besichtigen dürfen. (Sowieso ist es meist ratsam, sich von Ansammlungen freilaufender Jugendlicher fernzuhalten – solange kein wirksames Mittel gegen Pubertät erfunden ist!)

 

Neuerburg

 

Neuerburg

 

Neuerburg

 

Neuerburg

 

Neuerburg

 

Neuerburg

 

Neuerburg

 

Neuerburg

 

Neuerburg

 

Neuerburg

 

Neuerburg

 

Neuerburg

 

Neuerburg

 

 

Die Innenstadt von Neuerburg erfährt das Schicksal aller Mittelzentren auf dem Lande: In der City herrscht Leerstand. Zum perfekten Bild fehlen nur umherrollende Tumbleweeds.

 

Dafür quillt der Ortseingang vor Discountern über!

 

Neuerburg

 

Das »E« neben dem Balken auf dem Handy steht übrigens für »Eifel« …

 

 

Mittwoch, 15. August 2018

Kurztrip nach Lëtzebuerg: Tanken!

 

Kurztrip nach Lëtzebuerg: Tanken!

 

 

Dann ging es weiter nach Augusta Treverorum. Obwohl Trier im Ruf steht, ein Nest zu sein und vor zehn Jahren noch an der Grenze zur Großstadt knapste, dauerte es heute ziemlich lange, motorisiert in den Stadtkern zu gelangen. (Ich sage nur Sandsteinserpentinen und Römerbrücke!) Es war fast unmöglich, dort auch noch einen Parkplatz zu ergattern, an diesem hungrigen Mittwoch!

 

Zunächst vermutete ich, die Anzeige des Parkleitsystems wäre defekt. Viermal die Null. (»ist Null, ist Null …«) Tatsächlich war sie intakt. Nur gab es in diesem verd***ten Ka** dieser mondänen Metropole von weltläufiger Grandezza einfach keinen einzigen legalen Parkplatz. Selbst die illegalen waren rar.

 

Trier

 

Das nächste Mal wird mit der Eisenbahn angereist!

 

Wie es nämlich guter Brauch ist. Vor ungefähr 30 Jahren gab es von der Deutschen Bundesbahn ein Ferienangebot, das selbst Ryanair, Easyjet und Germanwings die Tränen in Augen schießen ließe: Für nëmmen 25 Mark konnten Schüler sechs Wochen lang in Rheinland-Pfalz bahnfahren. Jeden Tag und hin und her und hoch und runter und vor und zurück – meine erste Flatrate! Da die erlaubte Strecke von Gerolstein nach Norden arg beschränkt war (hinter Jünkerath hörte die Welt auf), verleitete diese Offerte dazu, jeden zweiten Tag nach Süden, eben nach Trier zu juckeln. Genau das taten wir. (Oft nahm mich auch außerhalb der Ferien eine befreundete Familie im Auto mit.)

 

Das Programm war damals stets das gleiche: McDonald’s und Plattenläden. Meist nahm ich eine Langspielplatte von Genesis mit nach Hause. (Sowie einen Hamburger für die Mikrowelle daheim …) Heute allerdings bin ich keiner neuen Genesis-Platte habhaft geworden. Weder gibt es neue Platten von Genesis. Noch Plattenläden! Wer weiß, wofür das gut ist.

 

Den McDonald’s am Markt allerdings gibt es noch. In ihm wurde ich in die Kochkunst der Amerikaner eingeführt – von meiner lieben Frau Mama. Und auch heute war er so überfüllt wie damals. (Das muss man sich mal vorstellen, ich wohne jetzt 20 Meter Luftlinie von einem Mäcces entfernt – und bin seit drei Jahren nicht mehr drin gewesen …)

 

Trier

 

Das Restaurant im Kellergewölbe des Karstadt gibt es auch noch. Hey, ich denke, die sind pleite!?

 

Trier

 

Sogar etwas Neues konnte ich entdecken: Obwohl ich schon hunderte Male dran vorbeigeschlappt sein dürfte, habe ich Sankt Gangolfus mitten in der Innenstadt einfach mal immer übersehen …

 

Trier

 

Trier

 

 

Ebenso nicht sehen konnte ich den ahle Kittel im Dom. Dieselbe Enttäuschung wie vor 38 Jahren, als man mit uns Kommunionskindern zum Heiligen Rock pilgerte – und dann lag der da nur licht- und sichtgeschützt in seinem hermetisch abgeschlossenen Schaukasten!

 

Trier

 

Trier

 

Trier

 

Trier

 

Trier

 

Trier

 

Dafür konnte man auf der Bimmelbahnrundfahrt mit dem Römer-Express eine Menge erblicken, unter anderem das neue Marx-Denkmal, das die Chinesen den Trierern aufs Auge gedrückt haben.

 

Trier

 

Trier

 

Trier

 

Wer sich unbeliebt machen will, fragt einen Einheimischen, wo es denn die berühmten Trierer Hornis zu sehen gibt …

 

Trier

 

Trier

 

Trier

 

Trier

 

Trier

 

Die Spritpreise in Trier sind der Hammer! Wahrscheinlich, weil da ohnehin niemand tankt, dessen Tankuhr nicht schon violett blinkt, hochfrequente Warnsignale sendet und kleine Kieselsteinchen auf den Fahrer wirft.

 

Trier

 

Im Stau auf der Heimfahrt. Was ist das denn? Ein Parkhaus mit freien Plätzen?!

 

Trier

 

Ich bekomme bestimmt Mörderstress mit meinem Erbonkel, dass ich quasi vor seiner Haustür (A1) vorbeigefahren bin und nicht guten Tag gesagt habe!

 

(Grüße!)

 

 

Zum Abschluss ging es auf eine Julischka zu Janko.

 

Zum Abschluss ging es auf eine Julischka zu Janko.

 

Zum Abschluss ging es auf eine Julischka zu Janko.

 

Zum Abschluss ging es auf eine Julischka zu Janko.

 

(Ich wäre ja auch gerne nochmal auf einen Ouzo zu Μιχαήλ gegangen, doch der hat mittwochs zu.)

 

 

Donnerstag, 16. August 2018

Das Ahrtal musste bisher auf meine Anwesenheit verzichten. Doch das änderte sich heute schlagartig, zunächst mit einem Besuch der flatterhaften Wesen im Eifalia Schmetterlingsgarten in Ahrhütte.

 

Schmetterlinge im EIFALIA Schmetterlingsgarten in Ahrhütte

 

Schmetterlinge im EIFALIA Schmetterlingsgarten in Ahrhütte

 

Schmetterlinge im EIFALIA Schmetterlingsgarten in Ahrhütte

 

Schmetterlinge im EIFALIA Schmetterlingsgarten in Ahrhütte

 

Schmetterlinge im EIFALIA Schmetterlingsgarten in Ahrhütte

 

Schmetterlinge im EIFALIA Schmetterlingsgarten in Ahrhütte

 

Schmetterlinge im EIFALIA Schmetterlingsgarten in Ahrhütte

 

Schmetterlinge im EIFALIA Schmetterlingsgarten in Ahrhütte

 

Während es höllisch schwer ist, die Biester in flagranti im Fluge zu knipsen, nutzen sie den hinteren Teil der erschreckend dünn bewaldeten Kalotte schon mal gerne heimtückisch als Landeplatz!

 

Schmetterlinge im EIFALIA Schmetterlingsgarten in Ahrhütte

 

 

Draußen frei verfügbar tummelten sich etliche der coolsten aller heimischen Schmetterlinge, die oft mit Kolibris verwechselte Taubenschwänzchen, auf Sommerflieder.

 

Schmetterlinge im EIFALIA Schmetterlingsgarten in Ahrhütte

 

Schmetterlinge im EIFALIA Schmetterlingsgarten in Ahrhütte

 

 

Es war in Altenahr, wo ich den Alten sah. Nein, den sah ich da nicht. Also nicht nur den einen … Gekachelte Fassaden zwischen Fachwerkhäusern und Mittagstischangebote, die Sülzkotelett und Bratkartoffeln anpriesen, weisen auch hier auf den Glanz vergangener Tage und eine eher betagte Gästeschar hin, die aus einer Zeit stammt, als es rund um die Uhr Bedarf an Strümpfen gab, derentwegen man eigens entsprechende Münzautomaten in die Wand eingelassen hatte. Dennoch schienen die Hotels wohl gefüllt. Und auch jüngeres Gemüse wusste sich an der Sommerfrische im Ahrtal zu Füßen der Burg Are zu delektieren.

 

Es war in Altenahr, wo ich den Alten sah.

 

Es war in Altenahr, wo ich den Alten sah.

 

Es war in Altenahr, wo ich den Alten sah.

 

Es war in Altenahr, wo ich den Alten sah.

 

Es war in Altenahr, wo ich den Alten sah.

 

Es war in Altenahr, wo ich den Alten sah.

 

Es war in Altenahr, wo ich den Alten sah.

 

Es war in Altenahr, wo ich den Alten sah.

 

 

Glückes Geschick ließ mich einen Zugangskennworts für Netflix habhaft werden. Die erste Stunde verbrachte ich gerade damit, deren Angebot an Filmen und Serien zu inventieren.

 

Doch genug Netflix! Jetzt wird erst mal gechillt!

 

 

NINA geht grad einer ab: In Alsdorf ist wegen eines Brandes Stromausfall. Und diese Frühwarn-App bellt jetzt schon den vierten Alarm deswegen.

 

NINA

 

Süß: Es sei mit Strom und Internetausfall zu rechnen. Diese Meldung ist besonders tröstlich für die Betroffenen – wenn sie sie in ein paar Tagen lesen können werden!!!

 

 

Freitag, 17. August 2018

Mitten in der Nacht, NINA eskaliert wieder mal. Es ist ja prinzipiell schön, dass Alsdorf jetzt wieder Strom hat. Aber muss man das der ganzen Städteregion Aachen mitten in der Nacht gleich drei Mal melden?

 

NINA

 

Ich könnte mir vorstellen, dass die Alsdorfer auch selbst merken, dass sie wieder Strom haben. Und wer es nicht merkt, der braucht auch keinen!

 

 

Der Archimedische Sandkasten nebst Werkstatt fand heute seinen offiziellen Abschluss:

 

Der Archimedische Sandkasten nebst Werkstatt fand heute seinen offiziellen Abschluss:

 

Der Archimedische Sandkasten nebst Werkstatt fand heute seinen offiziellen Abschluss:

 

Der Archimedische Sandkasten nebst Werkstatt fand heute seinen offiziellen Abschluss:

 

 

Montag, 20. August 2018

Heute Abend waren sie alle da. Alle!

  • Der Typ mit der knarrenden Nuschelstimme:
    »Ham Se mal n bisschen Kleingeld? Für ne warme Maaahlzeit?
    Schullijung, könn Se mir mit en bissjen Kleingeld aushelfen?«
  • Der zombieeske Kinderschreck:
    »Eine Spennnde bitte, eine Spennnnnde!
    Hallo! Spenden Se mal was! Eine! Spende!!!
    Hallo?! Spennndet mir doch mal was!!!«
  • Und der komplett Durchgeknallte, der heulend durch die Straßen rennt und deklamiert, was er doch immer für ein guter Jung gewesen sei. Neuerdings schreit er einfach nur noch:
    »Hilfe, Hilfe, Hilfe!«

 

Da sollten dringend mal Streetworker drauf losgelassen werden. Und auch vor Zwangseinweisungen nicht zurückschrecken!

 

 

Dienstag, 21. August 2018

In der Presse feiert man in der Tiefe des Sommerlochs den Erfolg dieser Manschetten, die vor einer Weile um Laternen montiert wurden, um daran Gelbe Säcke zu befestigen, auf dass sie nicht davonfliegen und ihren Inhalt in die Landschaft ergießen.

 

Gelbe Säcke

 

Im Prinzip eine gute Idee. Aber: Anscheinend denken gewisse Anwohner, dass man nun jederzeit seinen Müll daran befestigen kann – auch wenn die nächste Abholung im ungünstigsten Fall 13 Tage später erfolgt, und daher zu jeder Zeit eine unschöne Traube Wohlstandsmüll präsentiert wird.

 

 

Mittwoch, 22. August 2018

Zufall? Der gestrige im Fernsehen erzappte Indiana Jones war die ideale Vorbereitung auf den heutigen Besuch des Völkerkundemuseums in Köln (am Rhein).

 

Köln

 

Welches korrekterweise »Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt« zu nennen ist und mit seinen abschirmenden gläsernen Vitrinen im harten Licht der Spotlight-Scheinwerfer im ansonsten schummrigen Hallenbau so gar nicht mit dem übereinstimmte, was ich einst in Micky-Maus-Heften als Völkerkundemuseum kennengelernt habe. Nur an wenigen Stellen hatte man unbeschränkten Anblick auf die Exponate ohne Spiegelungen. Ich hätte mehr Wildwuchs der Ausstellungstücke aus Afghanistan, Afrika, Ägypten, Altperu, Amerika, den Andamanen, dem Andengebiet, Angola, Ascona, Asien, dem Babar-Archipel, Bali, dem Bismarckarchipel, Borneo, Botswana, Brunei, Central-Celebes, China, Deutsch-Neuguinea, Europa, Guatemala, Guayana, Gujarat, Hawaii, der Huon-Halbinsel, Japan, Java, Kalimantan, Kamerun, Kanada, Kolumbien, Kongo, Kuba, Luristan, Malaysia, Melanesien, Mesoamerika, Mexiko, Mikronesien, Mittelamerika, den Molukken, Namibia, Neuguinea, Neukaledonien, Nigeria, den Nikobaren, Nordamerika, Nordrhein-Westfalen, Nordwestkamerun, dem Orient, Ostfafrika, Ostindonesien, Ozeanien, Palästina, Panama, Peru, den Philippinen, dem von mir so geschätzten Polynesien, Samoa, den Santa-Cruz-Inseln, Sarawak, Sri Lanka, Südafrika, Südamerika, Südostasien, Südostneuguinea, den Südostsalomonen, der Südsee, Südsumatra, den Südwesterinseln, Sulawesi, Sumatra, den Sundainseln, Syrien, Taiwan, Thailand, Tobago, Togo, den Trobriand-Inseln, der Türkei, Zentraljava und den Zentralsalomonen sowie Tegucigalpa, Antananarivo und Bandar Seri Begawan erwartet. (Die Schrumpfkopfsammlung liegt wahrscheinlich politisch korrekt wohlverwahrt im Depot.)

 

Köln

 

Köln

 

Köln

 

 

RHENUS FLUVIUS EST. Wobei: Es war nicht viel Rhein da. In Ermangelung ergiebiger Niederschläge war er nur ein eher flaches Rinnsal, erkennbar an der Steilheit der Gangways zu den Ausflugsschiffen.

 

Köln

 

Köln

 

Köln

 

Köln

 

Köln

 

Köln

 

Köln

 

Köln

 

Unser Schloss ist noch da. Bestimmt!

 

Köln

 

 

Ich dachte, Catweazle wäre letztes JahrIch bin ein externer Link - folgen Sie mir! gestorben. Dabei macht er jetzt Straßenmusik mit einem Hang auf der Domplatte!

 

Köln

 

Ein Hang (Neutrum) ist trotz der klanglichen Ähnlichkeit zu einer abfallenden Böschung übrigens ein linsenförmiges Musikinstrument aus zwei miteinander verklebten Halbkugelsegmenten aus gasnitrierten Stahlblech. – Leute, haut ordentlich was raus, wenn die nächste Wikipedia-Spendenaktion startet!

 

 

Ich finde immer noch, die mäandernden Kacheln im Brunnen sehen aus wie Hakenkreuze.

 

Köln

 

 

Auch im alten Colonia konnte ich nach etlichen Besuchen immer noch etwas Neues entdecken – beziehungsweise mir zeigen lassen: Die römische Hafenstraße.

 

Ich bin mir ziemlich sicher, die ist neu!

 

Köln

 

 

Ebenfalls neu für mich war bisher das Motivprogramm »Monochrom mit Körnung« an meiner Kamera. Es simuliert einen Schwarz-weiß-Film. Hey, back to the roots!

 

Köln

 

Köln

 

Köln

 

Da fühlt man sich doch gleich wieder wie in den Achtzigern! Und jedes noch so belanglose, aus der Hüfte geschossene Motiv bekommt sogleich einen künstlerischen Touch …

 

 

Freitag, 24. August 2018

R.I.P. Dieter, R.I.P. Thomas, R.I.P. Heck †

 

 

Während eines Shootings am Elisenbrunnen stromerte ein Fernsehteam vom WDR umher und trat an uns heran. Zunächst filmte man, dann wollte man auch noch ein Kurz-Interview.

 

Gratis O-Töne, da stehe ich ja drauf! Ich bin ohnehin kein Freund von Filmaufnahmen, von ungefragten bei einem Shooting schon gar nicht. (Ich kann nicht, wenn einer guckt!)

 

Und wenn sie einem dann auch noch so einen Puschel vor die Fresse halten und sinnbefreite Fragen stellen, endet meine Contenance schlagartig.

 

Die aktuelle, allen Menschen sicher auf den Nägeln brennende Frage der Gegenwart lautete in etwa, was man mit Aachen verbinde, glaub ich, oder war zumindest von ähnlicher nabelschauender Relevanz.

 

WDR hat nix zu senden

 

Oh Leute, habt ihr wieder nichts zu senden? Zeigt doch noch mal irgendwas mit Wetter! Oder wahllos rausgepickte Mädchen, die überraschenderweise im Sommer Eis lecken, das hat man noch nie gesehen, und alle freuen sich, hurra!

 

Okay, wenn ich geistesgegenwärtig genug gewesen wäre, hätte ich irgendwie hemmungslos Reklame machen können. Von wegen Aachen ist voller toller Motive, kommt alle her und lasst euch von mir shooten!

 

Nächstes Mal!

 

 

Samstag, 25. August 2018

Heute und morgen findet das Kulturfestival »Kleinstadtecho« im alten Tuchwerk in der Soers statt. Ohne mich. Denn selbst wenn ich keine Hochzeit, kein Shooting und kein Konzert im EGMONT gehabt hätte, wäre ich da nicht hingegangen, weil mich bereits die Ankündigung in der Zeitung aufgeregt hat:

 

»Festival Kleinstadtecho ist für alle, die vom Mainstream genervt sind«

 

Ach Gottchen, der böse, böse Mainstream mal wieder! Wie schön, wenn man ein Feindbild hat. Wer oder was auch immer das sein soll, der Mainstream. Gegen welche Windmühlen kämpft ihr da denn wieder an? Kultur ist so vielfältig, und ständig wird Toleranz eingefordert. Da wird man wohl ein paar unterschiedliche Ausprägungen von Kultur nebeneinander aushalten und etwas Eigenes zaubern können, ohne das Andere gleich dissen zu müssen.

 

»Die Aachener Kulturszene kann mehr – das will das noch junge Festival Kleinstadtecho beweisen. […] Die Idee dahinter ist aber weiterhin die eine: weg vom Mainstream. ›Wenn man sich die Aachener Kulturszene anguckt, ist man schnell genervt, weil immer das gleiche angeboten wird‹, erklärt Robert Meyer vom Festivalteam.«

Na herzlichen Glückwunsch! Und was wird bei diesem tollen neuen Festival geboten? Das gleiche wie immer: Die gleichen alternativen Leute stellen ihre gleichen alternativen Kunstwerke aus und von den gleichen alternativen DJs wird die gleiche alternative Musik laufen gelassen. OK, diesmal sind Jongleure dabei, das ist neu. Und die Location Tuchwerk ist anders; allein die würde einen Besuch lohnen!

 

»Dort wollen sie dann rund 500 Menschen mit Kultur konfrontieren.« Welch hehrer Anspruch! Kommt man schön her, Ihr Leute! Aufgepasst! Immer ran hier, hier wird endlich mal gezeigt, was Kultur ist! Jetzt mal festhalten alle! Und lösen Sie jetzt schon die Tickets für die nächste Fahrt!

 

»›Wir wollen das schon größer aufziehen. Dazu bräuchten wir vor allem Sponsoren‹, sagt Meyer.« Aha. Wo genau war jetzt nochmal der Unterschied zum »Mainstream«? Als Minimaldefinition würde ich grade so gelten lassen: Mainstream ist da, wo Geld ist.

 

Apropos Geld: »Karten kosten 15 Euro (Samstag) und zehn Euro (Sonntag).« – Also, wenn es zwei Sachen gibt, die die Mitglieder der sogenannten alternativen Szene nicht haben, dann sind das erstens Geld und zweitens die Bereitschaft, es auszugeben!

 

Mich würde brennend interessieren, um wieviele Personen die Veranstalter am Sonntagabend hinter ihrem Ziel entfernt geblieben sein werden!

 

 

Sonntag, 26. August 2018

Widersprich mir nicht! Warte ein Weilchen, dann tue ich es selber …

 

Da ich nun nicht nur Amazon Prime nutze, sondern seit Neuestem auch Zugriff auf Netflix habe, habe ich mir die spanische Serie »Casa del papel – Haus des Geldes« komplett reingezogen. Der Plot: Ein Gruppe Diebe will die spanische Banknotendruckerei überfallen, gewaltfrei Geiseln nehmen und selbst Geldscheine drucken, um in bisher unerreichtem Ausmaß abzusahnen. Die weiteren Details spoilere ich nicht; aber soviel schon: Wenn ich mehrere Jahre lang solch einen Heist plane und alle möglichen Eventualitäten einkalkuliere, sehe ich zu, dass ich mir da keine Gruppe von psychisch labilen Egomanen als Komplizen engagiere! (Nur so als Tipp!) Die Polizei als Gegenspieler handelt übrigens unwesentlich professioneller …

 

 

Montag, 27. August 2018

Der neueste Trend bei Instagram:

Ich bekomme täglich ein halbes Dutzend neuer, mir komplett unbekannter Follower weiblichen Geschlechts aus der ganzen Welt und drumherum, deren einziger Lebensinhalt darin zu bestehen scheint, mords gesundes Zeug in kleine Müslischüsselchen mit Joghurt zu füllen, gedünsteten Lauch, Macadamianüsse, Gojibeeren, Erdmandeln, Acerolakirschen und Chiasamen dekorativ darauf zu arrangieren, das Ganze zu photographieren und schließlich zu posten.

 

(Mädels, Ihr müsst höllisch aufpassen, damit man auch Euren Ausschnitt gut sieht – und nicht die Gummibärchen, Chips, Schokolade, Eiskrem und Piccolöchen im Hintergrund!)

 

 

Dienstag, 28. August 2018

Nach einem neuerlichen Shooting wie neulich in der Brunssumer Heide, …

 

Brunssumerheide

 

Brunssumerheide

 

Brunssumerheide

 

Brunssumerheide

 

Brunssumerheide

 

Brunssumerheide

 

Brunssumerheide

 

… wo vor quasi auf den Tag genau 20 Jahren Schreckliches geschah, aber vor zwei Jahren »Darth Maul: Apprentice« von Shawn BuIch bin ein externer Link - folgen Sie mir! gedreht wurde, stolperte ich bei den A&M-Treppen in Dreharbeiten von Julian Bam.

 

Zeit für ein Selfie!

 

Julien Bam

 

Und eine kleine Statistenrolle im Videoclip, der nächste Woche Freitag online geht. Stay tuned!

 

Julien Bam

 

 

Mittwoch, 29. August 2018

Pünktlich zum Schuljahresanfang postete ich auf Instagram das Selfie mit Julien von gestern.

 

Hätte ich meine Photo-AG noch, wäre ich sicher der King!

 

Ja, richtig gelesen, ich hab die Photo-AG abgegeben. Der Grund? – Wie seit Altersher: Die Jugend von heute …

 

Das Betragen einiger Schüler ließ dann doch sehr zu wünschen übrig. Und wir reden hier von einer harmlosen AG, die sie sich aussuchen durften und in der bloß Bilder geknipst werden. Es gibt schlimmere Schicksale, möchte man meinen: Büffeln, Klausuren, Notendruck. Und das Bonbon: Entgegen der strikten Schulregel durfte man in der AG sein Handy als Photoapparat benutzen!

 

Was sich einige heutige Fünft- und Sechstklässler an Respektlosigkeit rausnehmen, ist bedenklich. (Allerdings auch nicht verwunderlich; man beobachte mal den normalen Alltag auf der Straße und im öffentlichen Personennahverkehr. Wenn schon die Eltern enorme Defizite haben – von wem sollen die Kinder soziales Verhalten denn lernen? Von einem Tablet oder einer App?!)

 

Nun bin ich den professionellen Umgang mit renitentem Jungvolk ja gewohnt. Auch wenn’s auf die Dauer nervt. Aber der letzte Kurs war der Hammer: Sie kamen entweder ganz ohne Handy oder mit leerem Akku oder mit vollem Speicher. Und die, die ihr Handy einsatzbereit dabei hatten, wollten nicht photographieren! Photographiert werden auch nicht … Nun, das stellt den sinnvollen Betrieb einer PHOTO!!!-AG vor gewisse Schwierigkeiten.

 

Auf die Frage, warum sie sich denn eigentlich für die Photo-AG entschieden hätten, antworteten sie: Weil man da ja das Handy benutzen darf …

 

 

Donnerstag, 30. August 2018

Heute vor 50 Jahren wurde auf dem Standesamt ein Bund geschlossen, dem ich letztendlich irgendwie meine Existenz verdanke. Herzlichen Glückwunsch zur Goldenen Hochzeit, liebe Eltern!

 

 

Freitag, 31. August 2018

SpOn: »Samsung und LG kündigen neue TV-Technik an: 8K soll das Fernsehen richtig scharf machen.« – Ich verrate an dieser Stelle mal ein Geheimnis: Mangelnde Auflösung ist nicht das Problem des deutschen Fernsehens!

 

Es soll Leute geben, die sehen sich ihre Serien auf dem Handybildschirm an …

 

Zum Beispiel »Breaking Bad«: Auf Anraten meines Lieblingsbruders und nach einer nichtrepräsentativen Umfrage auf Jodel gab ich dieser oft prämierten Serie nochmals eine Chance:

 

Bei dem überqualifizierten High-School-Chemielehrer Walter White aus Albuquerque in New Mexico wird im Alter von 50 Jahren Lungenkrebs festgestellt, worauf er beginnt, Crystal Meth herzustellen, um mit dem Verkaufserlös seine Behandlung zu bezahlen und über seinen Tod hinaus für die finanzielle Sicherheit seiner Familie zu sorgen.

 

Nachdem ich mich bis Mitte der zweiten Staffel durchgequält habe, muss ich sagen: Meine Güte, wie öde ist das denn inszeniert? Wie kann man eine so tolle Grundidee mit einer dermaßen langatmigen Verfilmung bloß so verhunzen? Und warum finden alle das toll?!

 

Die typisch TV-amerikanischen, drögen, verlogenen Dialoge nerven höllisch. Sagt doch einfach mal was! Zehn Schnitte pro Sekunde brauche ich nicht; aber auch keine minutenlangen Einstellungen, in denen nichts passiert. Den ganzen Familienkram hätte man bedenkenlos straffen oder gleich ganz weglassen können. Es ärgert mich immer maßlos, wenn eine großartige Idee für einen Film so uninspiriert umgesetzt wird. (Ich hoffe schwer auf einen Anzug in der Dramaturgie in den nächsten Staffeln!)

 

 

Wie geil war stattdessen letztens der Tatort aus der Schweiz! 90 Minuten in nur einem Take gefilmt – hallo?!

 

 

 

»Aus welchem Grunde befindet sich ebendort drunten die leere Hinterlassenschaft gedroschenen Getreides?« –

»Belanglos! Vollführet nun die Fellatio!«

 

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