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– Mai 2018 –

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Dienstag, 1. Mai 2018

In Gerolstein ist was los! Und zwar eine Menge Dampfrösser. Scheiß mal auf Feinstaub! Mein heutiger Tagesbefehl lautete, aussagekräftige Bilder der Dampfloks vor regionaltypischer Kulisse zu schießen. Von vier Ankünften und Abfahrten wusste ich. Also versuchte ich mein Glück erstmals früh um acht:

 

Dampfspektakel Gerolstein

 

Donnerknispel, was sind diese Biester schnell! Man muss direkt richtig stehen, denn eine Positionsänderung ist nicht möglich. Auch für einen Zoom reicht kaum die Zeit. Dampflok Nummer eins schoss nur so in den Bahnhof. Von der – noch in der jetzigen Form bestehenden – Hochbrücke gelang eine erste Aufnahme mit der Munterley im Hintergrund. Leider war ich etwas weit entfernt. (Und moderne Bebauung wie die Volksbank stört ein wenig die Nostalgie, da kann auch der Sepiafilter nicht viel retten …)

 

Dampfspektakel Gerolstein

 

Bei Lok Nummer zwei ein paar Stunden später stand ich dann goldrichtig: Nah an den Geleisen, mit unverbaubarem Blick auf Eisenbahn und Dolomitgestein. Doch: Diese Mistbiene fuhr ohne Dampf!

 

Dampfspektakel Gerolstein

 

OK, dritter Versuch. Lokomotive Nummer drei mit Namen 01 202 (Kenner wissen jetzt sofort, wer gemeint ist) erwischte ich bei der Ausfahrt. Doch weil die Kiste einen Tacken zu lang für die Drehscheibe beim Lokschuppen ist, konnte sie nicht wenden und musste rückwärts zurück nach Trier fahren … Bilderbuchbilder werden daraus dann nicht, so mit Tender voraus und Qualm nach hinten.

 

Dampfspektakel Gerolstein

 

Bei der Einfahrt von Zug Nummer vier am Nachmittag stand ich lange Zeit recht günstig – bis sich im letzten Moment zwei Tuppesse in knallbunten Funktionsjacken zwischen mich und die Dampflok stellten …

 

Aber dennoch gelangen ein paar ansehnliche Aufnahmen.

 

Dampfspektakel Gerolstein

 

Dampfspektakel Gerolstein

 

Dampfspektakel Gerolstein

 

Dampfspektakel Gerolstein

 

Dampfspektakel Gerolstein

 

Dampfspektakel Gerolstein

 

Dampfspektakel Gerolstein

 

 

Der Rest des Bahnhofs Gerolstein wirkt auch ohne Sepia-Bearbeitung altertümlich …

 

Der Rest des Bahnhofs Gerolstein wirkt auch ohne Sepia-Bearbeitung altertümlich …

 

Der Rest des Bahnhofs Gerolstein wirkt auch ohne Sepia-Bearbeitung altertümlich …

 

Allerdings auch sympathischer als all die Bahnhöfe nach ihrer Renovierung in letzter Zeit!

 

 

Zwischendurch lauerte ich den Teilnehmern des Vulkantags auf, die von Pelm aus rund um die Baarley wanderten.

 

Vulkantag Baarley Pelm

 

Beziehungsweise um das, was von ihr noch übrig ist …

 

Vulkantag Baarley Pelm

 

Vulkantag Baarley Pelm

 

Vulkantag Baarley Pelm

 

Vulkantag Baarley Pelm

 

Vulkantag Baarley Pelm

 

 

Interessante Perspektiven. Und interessant, dass ich es in 47 Jahren noch nie auf die Baarley geschafft hatte … Und bis vor Kurzem auch gar nicht wusste, wie dieser Lavakrater zwischen Pelm, Gees und Berlingen eigentlich heißt. So weit weg ist er ja gar nicht.

 

View from Baarley to Gerolstein

 

View from Baarley to Gerolstein

 

View from Baarley to Gerolstein

 

(Bei Gelegenheit spendiere ich den Bildern hier auch mal mehr als 550 Pixel Breite, versprochen!)

 

 

Die photographische Aufgabe Nummer drei bestand darin, Impressionen vom frühlingshaften Treiben im letztjährig renovierten Kurpark einzufangen. Doch an Menschen fehlt’s im Revier – ich nehm geputzte Blumen dafür.

 

Kurpark Gerolstein

 

Die wenigen versprengten Leute im Park waren zumeist in dicke Jacken gehüllt; da kam wenig Lenzenstimmung auf. Auch wurde ich von vereinzelten Vätern kritisch beäugt, als sie mich mit Kamera da rumlaufen sahen … Also kein Wimmelbild!

 

Kurpark Gerolstein

 

Kurpark Gerolstein

 

 

Was sich jedoch trotz eher niedriger Temperaturen bereits deutlicher Nachfrage erfreute, war die neue Eisdiele »La Fontana« in diesem Pavillon beim Rathaus, der jahrelang leerstand und in dem früher gratis Mineralwässer direkt aus der Quelle ausgeschenkt wurden. Gerne ließ ich mich vom netten Besitzer auf ein Kügelchen Eis einladen.

 

Kurpark Gerolstein

 

Eigentlich mache ich mir ja nichts aus Eiscreme. Aber deren Amarena ist der Hammer! Das beste, das ich kenne. (Außerdem greife ich gerne zu Malaga, der Horrorsorte der Jugend …)

 

 

Das ehemalige Wirtz-Gebäude vor der ansonsten malerischen Kulisse des devonischen Kalkriffs, das von ausgestorbenen Rugosen, Tabulaten und Stromatoporen gebildet wurde, würde ich bei Gelegenheit allerdings mal sprengen! Ist echt nicht der Hit.

 

Kurpark Gerolstein

 

 

Na, wer weiß, wo das überflüssigste Verkehrsschild der ganzen Eifel steht?

 

Kurpark Gerolstein

 

 

Mittwoch, 2. Mai 2018

Gesundheit!

 

Sagt man nicht mehr.

 

Und zwar aus gutem Grund: Da niest jemand. OK. Das ist lästig genug. Punkt. Warum sollte man diese Begebenheit durch ein zackiges »Gesundheit!« auch noch betonen, hervorheben und in ein Drama verwandeln? Dass man einem Kranken Genesung wünscht, dürfte auch ohne Worte klar sein.

 

Denn was ist, wenn auf eine Nies-Kaskade eine Gesundheit!s-Kaskade folgt? Einer niest und ein Dutzend muss Gesundheit wünschen? – Wir haben Weihnachten doch alle was vor!

 

Der Wunsch »Gesundheit!« stammt übrigens aus Zeiten, in denen die Pest grassierte, und richtete sich in erster Linie nicht an das niesende Gegenüber, sondern vielmehr an einen selbst. Man handelte also nicht aus Höflichkeit, sondern aus Eigennutz und Angst vor Ansteckung.

 

Wirklich höflich ist, wer dem Nieser unauffällig (!) ein Tempo zukommen lässt.

 

 

Höchst unfreundlich ist ebenfalls, jemanden, der zum Beispiel humpelt, darauf hinzuweisen, dass er humpelt. »Hey, du humpelst ja!« Danke für die Anteilnahme, aber: Ja, weiß ich selbst. Es ist mühsam und schmerzvoll und nervig. Und sollte ich es mal kurz vergessen haben, kommt sicher einer, der mich dran erinnert.

 

Viele Menschen glauben auch – wohl aus Reflex –, weil sie eine körperliche Beeinträchtigung entdeckt haben, detaillierte medizinische Auskünfte verlangen zu dürfen. (»Wie ist das denn passiert?!«, »Was sagt der Arzt?«, »Brauchst du jetzt eine OP?«)

 

Die besonders Wohlmeinenden neigen dazu, ungebeten therapeutische Ratschläge zu erteilen: »Nimm Salbei!«, »Also bei meinem Schwager haben ja Sulfuricum-Globuli geholfen«, »Unser Omma Elsa schwörte ja auf kalte Wadenwickel, und die ist hundert Jahre alt geworden!« – Danke, du bist heute schon der Fünfzigste mit hilfreichen Tipps – lass uns über das Wetter sprechen!

 

 

Freitag, 4. Mai 2018

Na prima, der Nobelpreis für Literatur wird 2018 nicht vergeben. Wenn die Pulitzers und Büchners nun auch noch rumspacken, kann ich ja gleich ganz mit dem Schreiben aufhören!

 

 

Zwei Vernissages heute Abend:

 

Silke Schoener in der Galerie freitag 18.30 – Landschaftsbilder, bei denen etwas fehlt, die aber beim Betrachten vollständig werden:

 

Silke Schoener in der Galerie freitag 18.30 Aachen

 

Silke Schoener in der Galerie freitag 18.30 Aachen

 

Silke Schoener in der Galerie freitag 18.30 Aachen

 

Silke Schoener in der Galerie freitag 18.30 Aachen

 

 

Und sechs Künstlerinnen bei initio in der Galerie Frutti d'ell Arte:

 

initio in der Galerie Frutti d'ell Arte Aachen

 

initio in der Galerie Frutti d'ell Arte Aachen

 

initio in der Galerie Frutti d'ell Arte Aachen

 

initio in der Galerie Frutti d'ell Arte Aachen

 

initio in der Galerie Frutti d'ell Arte Aachen

 

 

Samstag, 5. Mai 2018

Ein Trierer Horni wird 200. Alles Gute zum Geburtstag, Karl Marx!

 

200 Jahre. Ein Trierer Horni wird 200. Alles Gute zum Geburtstag, Karl Marx!

 

Hier eine Aufnahme von vor knapp zehn Jahren; ein Selfie von mir …, äh ihm mit seinen Kumpels Wladimiriljitschulja… Lenin und Fritze Engels. Noch ohne Studio-Equipment gemacht, nur mit Schreibtischlampe per Selbstauslöser vor Rauhfaserwand. Damals hießen Selfies auch noch gar nicht Selfies. Sehr spontan, mit ungebügeltem Hemd.

 

Und der Bart war noch nicht von alleine weiß!

 

 

Das EGMONT-Sommerfestival 2018 startete mit dem Charlotte Haesens Trio:

 

EGMONT-Sommerfestival 2018 startete mit dem Charlotte Haesens Trio

 

EGMONT-Sommerfestival 2018 startete mit dem Charlotte Haesens Trio

 

EGMONT-Sommerfestival 2018 startete mit dem Charlotte Haesens Trio

 

 

Sonntag, 6. Mai 2018

Der Pulse of Europe schlägt übrigens noch:

 

Der Pulse of Europe schlägt übrigens noch

 

Der Pulse of Europe schlägt übrigens noch

 

Der Pulse of Europe schlägt übrigens noch

 

Der Pulse of Europe schlägt übrigens noch

 

 

Montag, 7. Mai 2018

Noch mal »Matrix« geguckt. Gute Güte, der ist von ‘99! Wie süß, Röhrenmonitore und Handys aus Holz! Der Film birgt zwar damals wie heute nette erkenntnisphilosophische Ansätze, aber – die Story ist immer noch so lausig wie damals.

 

 

Dienstag, 8. Mai 2018

Die Belgier werden auch immer mehr zu Spielverderbern …

 

Bahnhof Montzen

 

Dabei ist's doch so schön da!

 

Bahnhof Montzen

 

Bahnhof Montzen

 

Bahnhof Montzen

 

Bahnhof Montzen

 

Bahnhof Montzen

 

Bahnhof Montzen

 

 

Mittwoch, 9. Mai 2018

Nur fürs Protokoll:

 

Emmanuel Macron is in the Hood! Um sich morgen den Internationalen Karlspreis abzuholen, traf er schon heute ein und beglückwünschte die Gewinner des Karlspreises der Jugend.

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

 

Zuvor ließ er sich – Pflichtprogramm! – den Hohen Dom zu Aachen zeigen. Im Unterschied zu manchen Vorjahren war das Fest auf dem Katschhof nicht ganz so heimelig wie sonst … Wo man früher schon mal »Huch, ein designierter Karlspreisträger!« rufen konnte, weil der auf den Platz schlappte, während man um Bier und Fritte anstand, war diesmal alles verrammelt mit Absperrgittern; die zehn Meter direkt vor der Bühne waren gleich ganz leergehalten.

 

Sicherheit ist wichtig, ja klar. Aber Scharfschützen mit Maschinengewehren auf dem Dom (!) sind pervers … Macron wird uns sicher auch so nichts tun!

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

 

Doch auch mit solchen Sicherheitslagen bin ich vertraut und antizipiere, wie wohl die Laufwege der Protagonisten sein mögen, und positioniere mich bei Zeiten am richtigen Fleck. Das ist bei einer standesamtlichen Hochzeit nicht groß anders als beim Auftritt eines französischen Präsidenten – nur die Anzahl der Sniper ist unterschiedlich …

 

 

Viele glauben ja, Photographie hätte was mit Blende, Brennweite und Belichtungszeit zu tun – tatsächlich sind es Standortwahl und Timing, die das Bild ausmachen! Deshalb langweilen mich auch immer diese professionellen Photographenkollegen und ambitionierten Hobbyknipser so unglaublich, die ständig imposante technische Details aufsagen und entsprechende gegnerische Werte abfragen. Zur rechten Zeit am richtigen Ort sein (und vielleicht auch eine Kamera dabei haben …), so macht man Bilder!

 

Mist, nun hab ich Euch das Geheimnis verraten! Nun muss ich Euch alle töten!!!

 

 

Wenn man als offizieller Photograph akkreditiert ist, darf man in den Sicherheitsbereich. Aber du liebe Zeit, ist das langweilig! Im Pressetross fällt die Herausforderung im Kampf um Ort und Zeit ja völlig flach. Also gerierte ich mich heute abermals wie ein normaler Besucher und stand – nach Herausgabe meiner stets im Holster mitgeführten Getränkeflasche – im Pferch für die Normalos. Der Gedankengang war einfach: Wie kommen Monsieur le Président wohl vom Dom auf die Bühne vorm Rathaus? Und warum wurde da wohl so ein breiter Bereich vor dem Centre Charlemagne abgesperrt …?

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

Dä Prenz kütt!

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

 

Frühzeitig stationierte ich mich dort am Zaun – und mein Sinnen wurde von Erfolg gekrönt: Emmanuel Macron wurde durch die Räume der Domsingschule auf den Katschhof geführt und sollte eben jenen Weg begehen.

 

Ich nahm an, er würde flinken Fußes, umringt von massig Security, flugs gen Bühne schreiten und nur ein bisschen in die jubelnde Menge winken.

 

Doch weit gefehlt: Le Président ging beschwingt an die Absperrung und machte sogar Shake-hands mit den Wartenden! Ja supi, dachte ich. Da habe ich meine Kamera ja völlig umsonst auf 1/250 Sekunde mit Blende f3.5 bei ISO 3200 eingestellt. (Dies nur für die, die’s interessiert … Technik-Freaks und so.) So sehr beeilen musste ich mich ja gar nicht.

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

Es gelangen auch von diesseits des Zauns inmitten der Plebs ein paar prima Portraits.

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

Unter anderem diese süße Aufnahme, auf der Ex-OB Linden ihn am Händchen führt.

 

Oder ihm den Puls misst, so genau kann ich das nicht sagen.

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

Doch es kam noch besser: Einen Meter/eine Sekunde, bevor der amtierende französische Staatspräsident vor mir stand, dachte ich mir »Hm, wer nennt sich hier nochmal Selfieman?!« und drehte mich und die Canon zum Selfie um:

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

Chapeau!

 

Unter Dauerfeuer natürlich. Es wäre sogar ein weitaus besseres Bild gelungen – bei dem ich nämlich auch in die Kamera gucke –, allerdings hat so ein Tuppes von hinten seinen Arm zwischen mich und die Kamera gestreckt …

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

Aber egal. Selfie im Kasten, voilà!

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

 

Später stellte sich heraus, dass der Präsident der Fünften Französischen Republik Selfies gar nicht abgeneigt ist – Monsieur le Président macht seine Selfies auch gerne selbst:

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

Man konnte jedoch in den ersten Minuten auf dem Platz noch nicht ahnen, dass er sich auch schon mal Zeit für Selbstportraits nimmt. Sonst hätte ich nicht ganz so hektisch agiert.

 

Seine Bodyguards schauten schon recht kritisch, da macht man besser keine allzu plötzlichen Bewegungen …

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

Vielleicht haben sie aber auch nur meine imposante Brustbehaarung beäugt …

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

 

Was übrigens sehr viel mehr nervt als Absperrgitter und Security, sind fucking Luftballons!

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

 

Nanu, Gaffer oder Best Boy hatten da aber einen schrägen Sinn für Humor …

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

 

Hey, Macron heißt der Mann. Nicht Macaron!

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

Na also!

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

 

Wo liegt eigentlich dieses Europa?

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

 

Abends erfuhr ich, dass das Staatsoberhaupt der Französischen Republik und der in Personalunion Kofürst von Andorra in seiner Entourage auch einen Berichterstatter dabei hatte, der meinen Selfie-Stunt mit dem Handy live auf Facebook streamte:

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

Emmanuel Macron Karlspreis Aachen Katschhof

 

www.facebook.com/EmmanuelMacron/videos/2157772497788658/Ich bin ein externer Link - folgen Sie mir!

 

 

Donnerstag, 10. Mai 2018

Heute erhielt besagter Emmanuel Jean-Michel Frédéric Louis Seize Macron also den Karlspreis. Nach gerade mal einem Jahr im Amt, Chapeau! Das hat selbst Obama nicht geschafft.

 

Als Oberhaupt des Französischen Staats ist er mit 24,1 Prozent der Anteile an Engie SA der größte Einzelaktionär dieser Société Anonyme, die das belgische Atomkraftwerk Tihange in der Nähe der deutschen Grenze mehr schlecht als recht betreibt. Frankreich, Belgien, Deutschland – c'est l'Europe, mes chers!

 

Für nicht besonders europäisch hielt jedoch die Anti-Tihange-Bewegung diese Auszeichnung und begleitete den Festakt im Krönungssaal mit Trillerpfeifen draußen vor der Tür. Kann man machen. Ob das aber was bringt, ist fraglich. Mal abgesehen davon, dass Macron von zuhause ganz andere Sitten gewohnt ist … (Hier haben kaum Autos gebrannt! Auch das meiste Kopfsteinpflaster liegt noch da, wo es immer liegt.)

 

Eleganter ging eine andere Protestgruppe vor: Sie sang nukleargefahrwarngelbbeschirmt das umgetextete Kinderlied »Frère Jacques«, in dem sie ihn auf Deutsch und Französisch aufforderte: »Herr Ma-cro-hon, Herr Ma-cro-hon, Stop Ti-hange, Stop Ti-hange! Rette unsere Leben, rette unsere Leben, Stop Ti-hange, Stop Ti-hange!«

 

Denn: Wenn ich mir einen Gast einlade und ihn ehren möchte, aber dennoch etwas von ihm will, dann stelle ich mich nicht mit Pfeifen dahin und trillere ihn nieder. Ich mache es eine Spur raffinierter. So wie Oberbürgermeister Marcel Philipp: Er hat bei der Begrüßung nicht nur die Potentaten, Erlauchtigkeiten, Hochwohlgeborenen, Exzellenzen und sonstige Großkopferten aufgezählt, sondern auch – nicht ganz protokollgemäß – seine Sorgen und Hoffnungen in Sachen Tihange an den Preisträger adressiert.

 

 

Monsieur Macron hielt nach der nicht weiter in Erinnerung verweilenden Laudatio von Madame Chancelier eine furiose Rede, die man in diese vier einprägsamen Punkte gliedern kann:

 

»Für Europa:

  1. Seien wir nicht schwach! Entscheiden wir uns!
  2. Lassen wir uns nicht spalten! Handeln wir gemeinsam!
  3. Seien wir nicht ängstlich! Seien wir mutig!
  4. Warten wir nicht ab! Lassen Sie uns jetzt handeln!«

 

En français s'il vous plaît!

 

»Pour l'Europe:

  1. Ne soyons pas faibles. Choisissons.
  2. Ne soyons pas divisés. Unissons-nous.
  3. N'ayons pas peur. Osons faire.
  4. N'attendons pas. Agissons maintenant.«

 

Et ne pas couvrir, naturellement.

 

È pericoloso sporgersi!

 

 

Nach Festakt und lecker Mittagessen trat Macron zur Verdauung nachmittags noch vor Studenten im Hörsaalzentrum C.A.R.L. auf. (Ohne den auen Karl geht in Aachen grad mal gar nix!) Er begrüßte die Zuhörer und verkündete, statt einen Vortrag zu halten, direkt ins Gespräch kommen zu wollen. Er habe heute Vormittag eine Rede gehalten und hoffe, die Studentenschaft habe sie gehört.

 

In Gedanken konnte man fast hören: »Hefte raus, Klassenarbeit!«

 

 

Freitag, 11. Mai 2018

Damit aber nun genug der EU-Euphorie. 70 Jahre ohne Krieg sind eine feine Sache. Echt nett, könnte man sich dran gewöhnen. Danke auch. Doch ein Gespenst geht um in Europa!

 

Ja, ich meine die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)!!!

 

Wobei: Ein Gespenst wäre ja harmlos. Mit selbstverständlich besten Absichten haben die europäischen Datenschützer ein riesiges Monster erschaffen. Ausgehend von der eigentlich charmanten Idee, datenhungrige große Konzerne im Zaum zu halten, kommen nun sämtliche kleinen Firmen, Vereine, Einrichtungen und Privatleute als Kollateralschaden unter die Räder der Bürokratie. Beim Abwägen Freiheit versus Sicherheit kriegt die Freiheit einen auf die Zwölf; mal wieder.

 

Es herrscht jedenfalls Rechtsunsicherheit, wohin man blickt – je mehr ich lese, desto weniger verstehe ich. Und es blüht abartig viel Aufwand, der niemandem nützt. (Mal abgesehen von Anwälten und DSGVO-Beratern …) Nicht nur, dass die DSGVO einem die berufliche – aber auch private – Tätigkeit als Photograph erschwert, wenn nicht gar unmöglich macht.

 

Juristisch wasserfest lebendige Menschen abzulichten, wird demnächst zum Spießrutenlauf. Kriegt man eine Einwilligung des Abgebildeten? (Und zwar vor der Aufnahme – im Prinzip war es das jetzt mit spontanen Momentaufnahmen; verkrampfte Blicke und In-die-Kamera-Winkebildchen werden überhand nehmen.) Wird dieses Einverständnis vielleicht schon nächste Woche widerrufen, und die ganze Arbeit war vergebens? Liegt eventuell doch berechtigtes Interesse an einem Bild vor? Was ein Bohei! Vielleicht sollte ich mich auf Blümchen spezialisieren. Ja, Blümchen! Und Steine; Steine gehen! (Tote Menschen darf man übrigens knipsen. Zu der Art und Weise, wie sie in diesen Zustand kommen, steht in der Verordnung nichts …)

 

Aber auch kleinste Firmen, die nichts mit Photographie zu tun haben, müssen jetzt ihr eigentliches Alltagsgeschäft für diese Verordnung und ihre komplexen Wechselwirkungen mit anderen Gesetzen vernachlässigen und umfangreichen bürokratischen Pflichten nachkommen.

 

(Das Bußgeld bei Verstößen kann bis zu 20 Millionen Euro, beziehungsweise bis zu vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes betragen; je nachdem, was mehr ist. Und zwar pro Fall! Warum werde ich den Verdacht nicht los, dass ich da so gaaar nicht die Zielgruppe bin …? Sondern eher die Big Five Google, Apple, Microsoft, Amazon und Facebook.)

 

Ganz wichtig ist zunächst, das Online-Impressum upzudaten, um nicht den bereits mit den Hufen scharrenden Abmahnvereinen unnötig Futter zu geben. Beim umtriebigen RA Solmecke gibt’s zu diesem Zwecke einen probaten GeneratorIch bin ein externer Link - folgen Sie mir!: Nachdem man ihn mit den nötigen Angaben gefüttert hat, spuckt er weitgehend angepasste Datenschutzerklärungen für die Homepage aus.

 

Nun klären 8.928 Wörter mit 73.325 Zeichen den interessierten Besucher meiner Webpräsenz über alle Eventualitäten auf. (Ich habe dem Text platzsparende 6-Punkt-Schrift mit 8 Punkt Zeilenabstand spendiert – denn Platz ist doch so wertvoll im Internet! Natürlich uppercase, das machen die bei den EULAs ja auch so.)

 

Datenschutz

 

Ausgedruckt in Times New Roman (12/15) mit 2,5 cm Rand wären das 7,19 Meter DIN-A4-Papier. Und dann passt auf das letzte Blatt noch locker die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.

 

Dass Angela Merkel gestern ankündigte, nochmal »grundsätzlich über die Datenschutzgrundverordnung und ihre Umsetzung beraten zu wollen«, nimmt mir wenig von Enttäuschung und dunkler Vorahnung.

 

 

Samstag, 12. Mai 2018

Apropos sinnlose Worte: Happy Birthday, Disclaimer!

 

»Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seiten ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesem Inhalt distanziert.«

 

Erschreckend, auf wievielen Websites diese sinnbefreite gecopy- und gepastete Floskel noch vegetiert. Wenn ich mich vom Inhalt einer Seite distanzieren will, verlinke ich erst gar nicht dahin, oder?

 

 

Noch schwachsinniger ist nur der grassierende Hinweis, dass auf einer Website Cookies verwendet werden, wenn auf einer Website Cookies verwendet werden, und man diese Website, auf der Cookies verwendet werden, nicht nutzen darf, wenn man nicht damit einverstanden ist, dass auf dieser Website Cookies verwendet werden.

 

Und nur die Komplettversager unter den Webdesignern kriegen es hin, dass sich die Website diese Entscheidung pro Cookie nicht per Cookie merkt, und man immer wieder deswegen um Einverständnis gefragt wird!

 

 

Die einzigen Cookies, die ich nutze, sind übrigens diese hier:

 

Cookies!

 

Zwecks Degustation. Klicken Sie hier, wenn Sie damit einverstanden sind:

 

Und wenn Sie nicht klicken, ist's auch egal!

 

Mehr Informationen über Cookies erhalten Sie hier.

 

 

 

Im Hof buddelt grad die STAWAG. Dass die Anrainer deshalb auf die schon tradionellen Hof-Konzerte verzichten würden, kam nicht in Frage. Also wurde die Technik kurzerhand nach innen gepackt, und zahlreiche Musiker beschallen nun das Areal bei den Fenster-zum-Hof-Konzerten. Los ging's mit Hessam Rassouli und dem Renaud Marquart/Martin Rohdich Duo.

 

Fenster-zum-Hof-Konzerte Domkeller Aachen

 

Fenster-zum-Hof-Konzerte Domkeller Aachen

 

(Bin übrigens gespannt, wann dieses historische Café wegen grasierender Political Correctness seinen Namen ändern muss …)

 

Fenster-zum-Hof-Konzerte Domkeller Aachen

 

Fenster-zum-Hof-Konzerte Domkeller Aachen

 

Fenster-zum-Hof-Konzerte Domkeller Aachen

 

Fenster-zum-Hof-Konzerte Domkeller Aachen

 

Fenster-zum-Hof-Konzerte Domkeller Aachen

 

 

Sonntag, 13. Mai 2018

Wir kriegen Punkte? Von anderen Ländern? Was? Deutschland kommt auf Platz vier beim Eurovision Song Contest?! – Nein, nein, nein, das ist nicht mehr mein Europa …

 

Gewonnen hat allerdings Israel:

 

Winkekatzen

 

(Symbolbild)

 

 

Kommunion im Dom.

 

Kommunion

 

Pink

 

Zeitungsmuseum Aachen

 

 

Montag, 14. Mai 2018

90 Jahre Che Guevara.

Man kann von dem ja halten, was man will: T-Shirts verkaufen kann er!

 

 

Mittwoch, 16. Mai 2018

R.I.P., Glenn Branca!

 

Glenn wer? Ich kannte ihn bis heute Morgen auch nicht. Aber er ist tot. Die Nachricht seines Ablebens auf Wikipedia bescherte mir einen prokrastinativen Vormittag der tiefgreifenden Recherche solch illustrer Begriffe wie Minimal Music, Naturtonreihe, Drone Doom, Skordatur, Noise-Rock, Flageolettton und Serielle Musik nebst Querverweisen und zugehörigem Fußnotenapparat.

 

 

 

Mittags Protestfahrt der Aachener Droschkenkutscher. Man will sich gegen Dumping-Konkurrenz aus dem Umland und dem Internet wehren.

 

Süß!

 

Liebe Soziologen, Germanisten und sonstige Taxifahrer: In ein paar Jahren werden 90 Prozent von euch sowieso arbeitslos sein, dann werden selbstfahrende Autos Euren Job machen. Das wird dann zwar auch nicht gerade billig sein, aber man muss sich dann auch nicht bei jeder Fahrt das Gejammere über Steuern, Benzinpreise oder Lebenshaltungskosten anhören.

 

Geplant war, zwei Stunden lang mit den Taxis konzertiert die Straßen der Innenstadt zu verstopfen. (Nichts macht bekanntlich sympathischer auf ein Anliegen aufmerksam, als stundenlang hupend den Verkehr zum Erliegen zu bringen …) Doch irgendwie hab ich's wohl verpasst. Oder es war kürzer. Als ich kurz nach zwölf bei der Kundgebung am Elisenbrunnen eintraf, um ein Symbolphoto für meine werte Leserschaft zu schießen, war der Zauber auch schon vorbei. (Na, stellt’s Euch einfach so vor: Ein paar Autos in hellelfenbein (RAL 1015), die in der Gegend rumstehen.) Verständlich. Denn hey, zwei Stunden Verdienstausfall sind ganz schön happig! Denn Steuern, Benzinpreise und Lebenshaltungskosten werden auch immer höher.

 

hellelfenbein

 

 

 

Aufgrund eines geringkalorisch-niedrigsaccharidischen Experiments sehe ich derzeit wenige Bäckereien von innen. Tatsächlich war ich seit anderthalb Monaten in keiner mehr. Eben lachte mich dann aber ein Rhabarberstreuselteilchen in der Auslage an. Beim Bezahlen lachte ich die augenscheinlich neue Verkäuferin an: »Es bediente Sie Frau Probetag«, stand auf dem Display. Die junge Frau Probetag lachte dann auch mich an.

 

 

Samstag, 19. Mai 2018

Happy 70th Birthday, Grace Jones!

 

Happy 70th Birthday, Grace Jones!

 

 

Ausflug in die nordöstliche Eifel. Erste Station war Zülpich, ein nettes Städtchen mit unerwartet imposanten Stadtmauern, -türmen und -toren, sowie samstagnachmittags aufklappbaren Gehsteigen.

 

Zülpich

 

Zülpich

 

Zülpich

 

Zülpich

 

Zülpich

 

Zülpich

 

 

Sowie mindestens einer Metzgerei mit massig herabhängenden Wurstwaren vor beigefarbenen Kacheln und angejahrter Typographie auf der Türe, in der gestandene Fleischereifachverkäuferinnen mit Pockenimpfungsnarben auf dem Oberarm ihren Kundinnen mit frisch ondulierten weißen Haaren DLG-prämierte Schweineschnitzel aus der Oberschale zu Top-Preisen verhökern – oder von der zarten Hüfte. So, wie es sich gehört!

 

Zülpich

 

 

Wer da wohl wohnt? Peter Lustig? Petterson & Findus?

 

Zülpich

 

 

Ich kann mir nicht helfen: Gotteslob oder PDF?

 

Gotteslob oder PDF?

 

Gotteslob oder PDF?

 

 

Anschließend machten wir uns auf den für Hüftkranke und Pollenallergiker beschwerlichen Weg zur Bruder-Klaus-Kapelle, einem leergeköhlerten Betonklotz von Peter Zumthor im Dunst auf dem Felde in Mechernich-Wachendorf.

 

Bruder-Klaus-Kapelle Betonklotz Peter Zumthor Mechernich-Wachendorf

 

Bruder-Klaus-Kapelle Betonklotz Peter Zumthor Mechernich-Wachendorf

 

Bruder-Klaus-Kapelle Betonklotz Peter Zumthor Mechernich-Wachendorf

 

Bruder-Klaus-Kapelle Betonklotz Peter Zumthor Mechernich-Wachendorf

 

Bruder-Klaus-Kapelle Betonklotz Peter Zumthor Mechernich-Wachendorf

 

Bruder-Klaus-Kapelle Betonklotz Peter Zumthor Mechernich-Wachendorf

 

 

Halt mich fest!

 

Bruder-Klaus-Kapelle Betonklotz Peter Zumthor Mechernich-Wachendorf

 

 

 

Abschließend gelangten wir ins Heino Café im historischen Kneipp-Kurhaus hoch über Bad Münsteroutlet; leider jedoch einen Tacken zu spät, um noch ein Stück der berühmten original Heino-Nusstorte ergattern zu können. (Schlimmer als Christian Lindners Angst vor einem gebrochen deutsch sprechenden Menschen unklarer Motivation in der Schlange einer Bäckerei ist die Angst, dass der einem auch noch das letzte Teilchen vor der Nase wegschnappt!)

 

Heino selbst war ebenfalls nicht da. Aber Hannelore, die uns begrüßte und unaufgefordert eine Autogrammkarte von ihm zusteckte. (Hm, wohin damit jetzt …)

 

Heino Café Bad Münsteroutlet

 

Dummerweise versäumte ich es, ein Selfie zu machen. Wer weiß, wie lange das noch geht.

 

 

(Sowohl Heino als auch Hannelore ahnen nicht, dass sie seit 18 Jahren Thema in allen meinen Internetkursen sind: Um meine Kursteilnehmer einigermaßen sinnvoll zum Tastaturtippen anzuhalten, habe ich mir seinerzeit einen Übungstext ausgedacht: Ich weiß nicht, wieviele PC-Eleven seither eine Einladung zur Party an den lieben Heino und die liebe Hannelore in Bad Münstereifel abgetippt haben – es dürften inzwischen Hunderte sein!

 

Um »Speichern unter« zu lernen, wird derselbe Text übrigens anschließend auch an Marianne und Michael in Baldham adressiert.

 

Und bei der hernach anzufertigenden Danksagung werden die Möglichkeiten der 105-Tasten-Tastatur vollends ausgereizt:

»Vielen Dank für Deine Einladung zur Feier. Es war ein tolles „Fest“. Sehr gefreut hat uns, dass Du den Kartoffelsalat mit Crème fraîche gemacht hast. Das hat uns zu 100 % davon überzeugt, dass Du ein Spitzenkoch bist! Den Kostenbeitrag von 5,- € pro Person überweisen wir Dir natürlich gerne auf Dein Konto.

Wenn es in der Nacht von Freitag > Samstag kälter wird, also ~ minus 5° Celsius, bekommen wir weiße Weihnachten. Schnee = Schlittenfahren! (Aber leider auch Stau auf der Autobahn. Dann müssen wir vorsichtig fahren und uns an die §§ der Straßenverkehrsordnung halten …)

 

Viele Grüße + Küsse

Gerhard & Doris :-)

 

PS: Hier ist unsere neue E-Mail-Adresse: gerhard_und_doris@t-online.de«

Während beim è viele noch mitkommen, blicke ich bereits beim î meist in ratlose Gesichter …)

 

 

Wie schon im alten Rathauscafé unten in der Stadt waren die Vitrinen auch hier voller Devotionalien: Goldene Schallplatten, Goldene Stimmgabeln und Goldene Löwen von Radio Luxemburg.

 

Heino Café Bad Münsteroutlet

 

Ich weiß nicht, was ich am 11. Mai 1981 gemacht habe, aber ich könnte wetten, dass ich an diesem Montag die Hitparade im ZDF geguckt habe und somit eine alte Bekannte wiedergetroffen habe …

 

Heino Café Bad Münsteroutlet

 

 

Pfingstsonntag, 20. Mai 2018

»An dem Wacholderbusch sind Wacholderbeeren!« –

»Ein Wunder, ein Wunder!«

 

An dem Wacholderbusch sind Wacholderbeeren! – Ein Wunder, ein Wunder!

 

Natürlich sind da Wacholderbeeren dran, weil es ein Wacholderbusch ist. Was habt Ihr denn erwartet?! Nein, das einzige Wunder besteht darin, dass ich die Ginfruchtbüsche auf dem Kalvarienberg in Alendorf niemals zuvor besucht habe, obwohl diese Toskana der Eifel gerade mal 20 Kilometer von Gerolstein entfernt liegt!

 

An dem Wacholderbusch sind Wacholderbeeren! – Ein Wunder, ein Wunder!

 

An dem Wacholderbusch sind Wacholderbeeren! – Ein Wunder, ein Wunder!

 

An dem Wacholderbusch sind Wacholderbeeren! – Ein Wunder, ein Wunder!

 

An dem Wacholderbusch sind Wacholderbeeren! – Ein Wunder, ein Wunder!

 

An dem Wacholderbusch sind Wacholderbeeren! – Ein Wunder, ein Wunder!

 

An dem Wacholderbusch sind Wacholderbeeren! – Ein Wunder, ein Wunder!

 

 

Pfingstmontag, 21. Mai 2018

Als ich vor Jahren das erste Mal auf der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang war, wehte dort noch der Wind der etwas dunkleren Geschichte. Oberhalb der Urfttalsperre prangen Bauwerke im Stil der Dreißiger Jahre, die man so pur nicht mehr oft vorfindet. Es hätte damals nicht verwundert, wenn plötzlich Herrenmenschen in braunen Uniformen um die Ecke gestiefelt wären.

 

Ordensburg Vogelsang

 

Aber auch denen ist der Durchgang verboten!

 

Ordensburg Vogelsang

 

 

Inzwischen hat sich die Anmutung dieses historischen Ortes stark gewandelt: Barrierefreie Wege, automatische Türöffner, Blindenleitsysteme und sonstige Behindertengerechtigkeit hätte es unter dem Führer wohl eher nicht gegeben …

 

Busladungen von Touristen können nun auf der Sonnenterrasse und in der Kantinenhalle mit Fritten und Wurst verköstigt werden, was dem Areal ein wenig den Grusel nimmt. (Dafür aber eine andere Art Grusel beschert …)

 

Ordensburg Vogelsang

 

Und was sich der Denkmalschutz dabei gedacht hat, den futuristischen Eingang zur Dauerausstellung »Bestimmung: Herrenmensch« aus Glas und Stahl zu genehmigen, entzieht sich meinem Verständnis.

 

Ordensburg Vogelsang

 

Genauso wie die Eintrittspreise zur Ausstellung: Wenn ich die Menschen davon überzeugen will, dass der Nationalsozialismus böse war und ist, dann frage ich mir doch nicht acht Euro für den Eintritt!

 

Ordensburg Vogelsang

 

 

Nach Weiterfahrt und einer Mahlzeit im Restaurant Baraque Michel noch kurz ins Hohe Venn.

 

Nach einer Mahlzeit im Restaurant Baraque Michel noch kurz ins Hohe Venn.

 

Nach einer Mahlzeit im Restaurant Baraque Michel noch kurz ins Hohe Venn.

 

Nach einer Mahlzeit im Restaurant Baraque Michel noch kurz ins Hohe Venn.

 

 

Dienstag, 22. Mai 2018

Du liebe Zeit: Gerade bekam ich eine knappe, aber ernst klingende Mail von AOL, das mit Yahoo zusammen nun Oath ist, das wiederum Teil von Verizon ist: Ich möge die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Oath akzeptieren, sonst könne ich meine AOL-Adresse ab Freitag nicht mehr nutzen! Was, man will mir eiskalt den Stuhl vor die Tür stellen? Frechheit!

 

Ein Wechsel der E-Mail-Adresse ist übrigens keine Option: Denn erstens verwende ich sie seit fast 20 Jahren; die ist also noch gut. Und zweitens bin ich mit ihr bei dreizillionen Services angemeldet!

 

Ich dürfe auch ein Konvolut von Bedingungen im »Datenschutzcenter« durchlesen und hömmele Optionen einzeln ab- oder anwählen. Alles für ein besseres Online-Erlebnis selbstverständlich. Danke! Ich stelle mir gerade mal vor, dass ich diese Mail übersehen hätte. Dann wäre meine E-Mail futsch! Von jetzt auf gleich, Man wird ja tagtäglich wegen irgendwelcher Belanglosigkeiten angemailt, wie schnell ist da was gelöscht.

 

 

 

Mittwoch, 23. Mai 2018

Auch schon wieder 400 Jahre her: 1618 – während des Ständeaufstandes in Böhmen kommt es zum Zweiten Prager Fenstersturz, der als Auslöser des Dreißigjährigen Krieges gilt. Defenestration in Prahanesenland Hauptstadt – Mahju, die Zeit vergeht!

 

Defenestration

 

Aber passt mal auf, übermorgen kommt es noch dicker!

 

 

Donnerstag, 24. Mai 2018

So, ab morgen findet also diese ver&'§*$%~te VERORDNUNG (EU) 2016/679 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung)Ich bin ein externer Link - folgen Sie mir! in der EU Anwendung. Die Verunsicherung ist nach wie vor groß. Hilfreiche Informationen, aber dennoch keine Entwarnung bieten diese Links:

 

 

Du willst nur harmlos einen Blog schreiben, deinen Laden im Internet präsentieren, über dein Hobby auf einer Homepage berichten oder ein paar Bilder knipsen? Oder einfach nur Deinen Job machen? – Ja Piependeckel! Dann musst du dich entweder mit Juristerei beschäftigen oder direkt einen Juristen beschäftigen. Danke, Merkel! Äh, Schulz!

 

Danke, Merkel! Äh, Schulz!

 

 

Ich habe sämtliche mir unterstehenden Websites nun fristgerecht mit kilometerlangen Datenschutzerklärungen ausstaffiert und werde bis auf weiteres nur solche Bilder posten:

 

Bild könnte enthalten: …

 

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Außerdem dokumentiere ich Veranstaltungen zunächst nur noch, wenn ich ausdrücklich angefragt, beauftragt und gebucht bin. So verfahre ich, bis sich der Staub etwas gelegt hat und man weiß, wieviel juristischen Ärger man sich einhandeln kann. (Aus diesem Grunde erscheint die Ausgabe des diario zum ersten Mal seit Menschengedenken bereits heute, lange vor Monatsende, ätschi!)

 

Bin mal gespannt. Vielleicht wird das Internet ja morgen geschlossen, dann ist endlich Ruhe! Dann sind wir endlich, endlich sicher und ausreichend geschützt.

 

 

Achtung, Spoiler: EU-DSGVO – das Y2K-Problem war ein Pfurz im Wind dagegen!

 

 

Folgt Fortsetzung …?!

 

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