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– August 2011 –

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Montag, 1. August 2011

In der schönen Eifel bahnt sich eine Protestbewegung an: Gerolstein 21. Es soll allerdings nicht der Bahnhof renoviert werden (obwohl der es sicher mal nötig hätte …), sondern bloß ein Brunnen neu gebaut werden.

 

Wir erinnern uns wehmütig: Auf dem Platz vor dem Rondell befand sich bis zum Frühjahr noch der bisherige Brunnen, eine Halbkugel aus Buntsandstein, aus deren Mitte es lustig blubberte. (Im Volksmund auch Eichelbrunnen genannt. Warum – och, frooch misch net …) Das kleine Bassin und die runde Einfassung als Sitzgelegenheit für zwei Bronzefiguren und vom Shopping ausruhen wollende Passanten drumherum passten sich hervorragend ins Ensemble ein. Rund, Rondell – ein Zusammenhang ist denkbar!

 

Rondellbrunnen Gerolstein, Aufnahme von 2007

 

Nun war der alte Brunnen aber marode und man entschied stadtlicherseits, im Rahmen der Innenstadterneuerung eine moderne Fassung zu installieren, und ließ sich zu diesem Behuf drei Entwürfe kommen.

 

Als ich sie sah, dachte ich nur: »Was für eine hässliche Sch***e!«

 

Entwürfe Rondelbrunnen - was für eine hässliche Sch***e!

 

 

Volkes Zorn schwoll aber nicht nur ob der abgrundsätzlichen Hässlichkeit des Dargebotenen an, sondern vor allem über das pseudodemokratische Prozedere der Entscheidungsfindung: Die Stadtoberen hatten die drei Entwürfe im Rahmen einer »Bürgerbeteiligung« zwar zur öffentlichen Bewertung ausgeschrieben. Dies jedoch nur für wenige Tage, zudem mitten in der Urlaubszeit und überdies ohne größere Bekanntmachung. Und vor allem ohne die Option »nichts von alledem!«

 

Inzwischen tauchte außer Konkurrenz ein weiterer Entwurf für die Brunnengestaltung auf, der auf großes Interesse stieß; auf größeres als für alle anderen Entwürfe zusammen. Ferner formiert sich die oben erwähnte Protestbewegung.

 

Bei den auf Wer-kennt-wen.de tobenden Diskussionen (ja, WKW – doch noch nicht tot) wird – wie in solchen Fällen üblich – jedoch auch gerne mal übers Ziel hinausgeschossen und über »die Politik« an sich und »die da oben« im Allgemeinen hergezogen. Wenn der arme »kleine Mann von der Straße« so generell auf Politikern rumhackt, boah ey, das nervt so dermaßen! Es gibt zwar eine Menge Flaschen, die an die Öffentlichkeit gespült werden, aber eine große Anzahl tut gute Arbeit.

 

Bevor ich jetzt zuviel lobe:

Es gibt natürlich auch ausgesprochene Pfeifen, die zum Beispiel ein kommunales Grundstück auf dem Wüllersberg verkaufen, das bisher dafür sorgte, dass dieser nicht komplett abgebaggert werden konnte. (Jetzt komme mir keiner mit »Die Fassade nach Westen soll doch stehen bleiben«! Ich gucke von Osten drauf und schere mich nicht darum, was die Autofahrer wohl sehen, die aus Prüm angerauscht kommen!)

 

Aber ich schweife ab.

 

Man darf jedenfalls gespannt sein, welcher Springbrunnen in Zukunft die prominente Rundung des Fleckens zieren wird.

 

Hier wären ja meine Vorschläge für den Rondellvorplatz:

 

Neue Vorschläge für den Rondellvorplatz

 

Oder eben Parkplätze!

 

 

Dreestreppchen weg! Nach einem kleinen Shooting außer der Reihe schlenderten wir abends über den Kirmesplatz und durch das, was von der Innenstadt noch übrig ist:

Nachdem die gleichnamige Kneipe schon planiert wurde, musste das Dreestreppchen nun auch dran glauben! Bin gespannt, wann der Drees selbst auch weg sein wird …

Vielleicht machen sie ja da einen McDonald's hin.

 

Das obligate Feuerwerk zum Ende der Kirmes schauten wir uns jedoch fernab vom Qualm des Tales aus erhabener Perspektive an:

 

Kirmesfeuerwerk

 

 

Dienstag, 2. August 2011

Schon vor Jahren hatte mir mein Patenonkel angeboten, ihn und seine Frau doch noch mal für länger besuchen zu kommen. Stets sprachen diverse Gründe dagegen. Nicht zuletzt kam es mir dann doch etwas komisch vor, mit Mitte dreißig noch das Ferienkind zu spielen.

 

Jetzt, mit vierzig, dachte ich mir: Was soll’s?

 

Ein Schlückchen Mosel kann nicht schaden!

 

So wurden wir zur Sommerfrische im Moselland herzlich empfangen. Unsere Gastgeber hatten auch schon ein hübsches Unterhaltungsprogramm ausgearbeitet: Zunächst ging es heute auf den Erbeskopf, seines Zeichens die höchste Erhebung in Rheinland-Pfalz (816 Meter über Normalnull) und gleichzeitig höchster Berg im Hunsrück sowie der höchste deutsche linksrheinische Berg. Dies steht hier nur, falls Jauch mal fragt! Auf seinem Gipfelplateau befindet sich ein hölzerner Aussichtsturm und eine Kachelmannsche Wetterstation. Was ich zunächst für eine Moschee auf dem Berg hielt, war in Wahrheit eine Radarstation im militärischen Sperrbereich; einst konnte man hier gut ablauschen, was der Russe im Schilde führte.

 

Auf dem Erbeskopf

 

Viel interessanter als der platte Gipfel aber waren die weitgehend unverbaubare Aussicht bis in die tiefe Eifel an der Bergkante und der Pflanzenbewuchs an der im Sommer weitgehend schneefreien Skipiste. Desgleichen das Hunsrückhaus und der Sinneserfahrungsweg am Fuße des Hanges.

 

POV Sexy feet

 

 

Den würdigen Abschluss fand der Tagesausflug natürlich in Bernkastel-Kues, wo es nach profunder Meinung der Reiseleitung das beste Tartufo gibt. In den engen Gassen des Moselstädtchens, das ganz augenscheinlich am morgigen Tage die Müllabfuhr sehnlichst erwartet …, versuchen sich die Fachwerkhausbesitzer in sinnigen Sinnsprüchen zu übertrumpfen.

 

Meine Favoriten:

»Wenn Du einen Onkel hast,

und der hat gute Weine,

so sorge, dass er Dich nicht hasst,

sonst trinkt er sie alleine.«

 

»Küss beizeiten schöne Mädchen,

trink beizeiten guten Wein.

Bald zerreißt Dein Lebensfädchen

und ein andrer küsst die Mädchen

und ein andrer trinkt den Wein.«

 

»Dosenwurst eig. Herstellung

10 Stück ca. 380 g 26,50«

 

Sinniges aus Bernkastel und Kues

 

 

Mittwoch, 3. August 2011

Alles Gute zum Geburtstag, Emilija!

 

 

In Mülheim an der Mosel gab’s heute den Mülheimer Markt: Ein im Jahr 1555 eingerichteter Markt- und Gerichtstag, der inzwischen ein Weinfest mit Umzug, Marktständen und Rummelplatz ist und stets am ersten Mittwoch im August stattfindet – und den wir ohne unsere orts- und sachkundigen Reiseleiter glatt verpasst hätten.

 

Der Weinfestumzug hat große Ähnlichkeit mit einem Karnevalszug, denn hier wie dort paradieren bunte Mottowagen und kostümierte Fußgruppen die Straße entlang. Im Unterschied zu Karneval werden jedoch keine Kamellen geschmissen. Auch keine Weinbeeren oder ganze Trauben davon, wie man vielleicht denken könnte …

Es wird gar nichts geschmissen, es wird ausgeschenkt: Der önophile Besucher tut gut daran, sich ein kleines Weingläschen mitzubringen. Denn dieses wird in der Zeit des Umzugs nicht mehr leer werden! Die feiernden Zugteilnehmer gießen beständig nach, und ich hatte den Eindruck, dass sie sogar ein bisschen enttäuscht waren, wenn man entweder ein noch volles Glas oder gar kein Glas besaß …

 

Wer es darauf anlegte, konnte in der Dreiviertelstunde des Umzugs zwei, drei Flaschen Wein abpumpen. Da ich aber weiterhin zielsicher und tiefenscharf auf die Weinköniginnen anlegen wollte, die zahlreich vorbeidefilierten, ließ ich solcherlei sein … (Und konnte ich wissen, dass der Umzug schon so rasch zuende sein würde? Nein! Ein hereinbrechendes Gewitter bereitete dem fröhlichen Treiben ohnehin ein nasses Ende – pünktlich nachdem der letzte Wagen an uns vorbei war.)

 

Was ein schöner Brauch jedenfalls. Und Brauchtumspflege ist doch so wichtig! …

 

Wein, Weib und Weinköniginnen auf dem Mülheimer Markt

 

 

Donnerstag, 4. August 2011

Bei Ürzig entsteht gerade die Hochmoselbrücke, die das Moseltal in circa 150 Metern Höhe queren soll. Der Bau dieses Betonviadukts ist – ähnlich wie der des Bahnhofs in Stuttgart oder der des Brunnens in Gerolstein … – heftig umstritten, da er wohl das Landschaftsbild des Moseltals und einige gute Weinlagen zerstören wird. Also noch schnell ein paar Flaschen Riesling eingekellert und einige Bilder für den Vorher/Nachher-Vergleich gemacht:

 

Hochmoselbrücke bei Ürzig

 

 

In der Tante Garten wimmelte es nur so von Blüten, Früchten und Tieren, die sich ebenso geduldig wie farbenfroh ablichten ließen:

 

Blüten, Früchte und Tiere in der Tante Garten

 

 

Freitag, 5. August 2011

Die Heimfahrt vom Moselurlaub unterbrachen wir mit Stationen im schon bekannten Kloster Himmerod und auf dem mir bis dahin noch nicht bekannten Schloss Malberg im gleichnamigen Örtchen an der Kyll. (Man renoviert derzeit dort zwar heftig, falls man aber damit je fertig werden sollte, dürfte sich ein abermaliger Besuch lohnen.)

 

Schloss Malberg

 

 

Samstag, 6. August 2011

Weiß noch einer, was er am 6. August 1991 gemacht hat? Wohl kaum. Aus weiter unten begreiflichen Gründen kann ich nicht eben im Online-Tagebuch nachschauen … Ich glaube jedoch, dass ich an der jungen Engländerin rumgeschraubt habe, die gerade ihr Praktikum in den Westeifel Werkstätten machte – hey, Jugend, Ihr solltet echt traurig sein, dass es den Zivildienst nicht mehr gibt!

 

Was ich eigentlich sagen wollte:

Happy 20th Anniversary, WWWFolge mir! Ich bin ein Link! (externer Link)!

 

 

Montag, 8. August 2011

Es wurde mal wieder scharf geschossen: Shooting mit Yasmina:

 

Es wurde mal wieder scharf geschossen: Shooting mit Yasmina

 

 

Der fetteste Regenbogen, den ich je sah! Sie zeigten ihn grad live über Aachen. (Bevor einer fragt: ISO 100, 1/60, f5, out-of-the-box)

 

Der fetteste Regenbogen, den ich je sah!

 

 

Donnerstag, 11. August 2011

Und nun auf den fehlenden Vokal achten: Zweites Shooting mit Yasmin:

 

Shooting mit Yasmin

 

 

Samstag, 13. August 2011

Ein bisschen versteckt im Sandkaulbach 16–18, einem Sträßchen ganz in der Nähe der Hotmannspief, eröffnete heute das »Happy Bobas«Folge mir! Ich bin ein Link! (externer Link). Dort offeriert man den dürstenden Aachenern nun endlich Bubble Tea.

 

Babbelwas …?! Bubble Tea. (Auf deutsch etwa Perlentee. Nicht zu verwechseln mit Blasentee – den gibt’s nur in der Drogerie.)

 

Bubble Tea ist ein ursprünglich aus Taiwan stammendes Erfrischungsgetränk, das über den Umweg USA nun auch nach Deutschland schwappt. Es bestehend aus schwarzem oder grünem Tee und oft Milch. Die Hauptzutat sind jedoch die kleinen Bobas in verschiedenen, meist fruchtigen Geschmacksrichtungen. Diese saugt man mit den extradicken Strohhalmen auf und zerbeißt sie. So kommt zu dem Getränk ein Imbiss hinzu. Es gibt Tapiokaperlen, mit kaugummiähnlicher Konsistenz, und Popping Bobas, kaviarähnliche Kügelchen aus der Molekularküche, die im Mund zerplatzen und zusätzliche Geschmäcker freisetzen.

 

Eröffnung Happy Bobas Bubbletea Sandkaulbach Aachen

 

Es stellt sich hier die sicher berechtigte Frage: Müssen wir eigentlich alles übernehmen, bloß weil's aus dem Ausland kommt?! – Ja, unbedingt! Wenn’s so lecker ist …

 

 

Mein bisheriger Favorit ist M5 mit B4, »Coconut & Taro Tea Latte« mit »Tapioka-Perlen«.

 

Tapioka? Taro? Klingt interessant. Denn der Taro ist eine tropische Pflanzenart aus der Familie der Aronstabgewächse. Doch Wikipedia weiß noch mehr: »Neben den Rhizomen bildet Taro lange, sich horizontal ausbreitende, Stolone aus. Die Stolonen bilden verdickte Nodien aus.« – Diese Sätze sind ebenso mysteriös wie die Frucht an sich …

 

 

Montag, 15. August 2011

Ein bisher nicht näher in Erscheinung getretener CDU-Politiker aus dem an Skandalen nicht eben armen Schleswig-Holstein (haben die eigentlich auch noch andere Bodenschätze?!) namens Christian von Boetticher trat heute von allen Ämtern zurück. Er hatte letztes Jahr was mit einer Sechzehnjährigen. Nee, das geht natürlich mal gar nicht!

 

Rechtlich wäre es zwar O.K. gewesen. (Was mir bisher auch noch nicht bekannt war.)

 

Moralisch allerdings fragwürdig.

 

Und aus Neidgründen undenkbar!

 

(Manch einer hatte noch nie was mit einer Sechzehnjährigen. Noch nicht mal als Sechzehnjähriger …)

 

 

Dienstag, 16. August 2011

Alles Gute zum Geburtstag, Jens!

 

 

Die wenigen Sonnentage dieses Sommers sollte man für Ausflüge nutzen. Taten wir:

 

Zunächst kletterten wir auf den Indemann, eine 36 Meter hohe Stahlkonstruktion, die auf der künstlichen Abraumhalde »Goltsteinkuppe« den Ausblick ins Umland und in den Tagebau Inden ermöglicht. Der Aussichtsturm besteht aus 20.000 Einzelteilen – und ich hab sie alle photographiert …

 

Indemann Goltsteinkuppe

 

 

Am Aussichtspunkt beim Tagebau Inden selbst kann man direkt in die Grube schauen. Und als ich das so sah, dachte ich mir, was stelle ich mich eigentlich so an mit diesem Wüllersberg …

 

Aussichtspunkt beim Tagebau Inden

 

 

Ein bisschen weiter östlich, wo im Moment noch kein Loch ist, liegt das weitgehend verwaiste Örtchen Pier (Inden) – sieht man mal von durchrasenden Autos ab. Nicht nur im deutschen Osten gibt es leere und verfallende Landstriche. Der Ort wirkte so verlassen, es gab noch nicht einmal Graffiti oder Vandalismus! Da die Bewohner massig Braunkohle unter dem Popo hatten, mussten sie ihre Häuser einpacken und in Pier (Langerwehe) wieder aufstellen. Diese traurige Location wollte ich doch unbedingt mal besuchen, bevor sie 2013 endgültig abgebaggert wird. Parkplätze waren genug da …

 

Pier (Inden), noch nicht abgebaggert

 

Außer der Frage, wie es wohl all den Leuten ergehen muss, die da ihre Heimat verlieren – sogar die, äh, Bewohner des Friedhofs wurden schon umgesiedelt –, quälte mich eine Frage: Wer lässt sich denn da noch neue Möbel liefern?!

 

 

Einen versöhnlichen Ausklang fand der Tag am Blausteinsee im Norden von Eschweiler-Dürwiß: Weil er das Resultat einer Rekultivierungsmaßnahme des ehemaligen Braunkohletagebaus »Zukunft« ist, gibt es ihn noch nicht lange. Als ich 1995 das erste und einzige Mal dort war, war er nur ein Krater auf der grünen Wiese mit einer Pfütze in der Mitte. Doch daran hat sich einiges getan: Das Areal hat sich zum Naherholungsgebiet für die an Wasserflächen arme Euregio gemausert.

 

Blausteinsee Eschweiler-Dürwiß

 

(Aufgepasst: Die WC-Benutzung wird streng überwacht!)

 

 

Mittwoch, 17. August 2011

Alles Gute zum Geburtstag, Sabrina!

 

 

Ich mach’s auch gern mal zu dritt: Paar-Shooting mit Simona und German:

 

Paar-Shooting mit Simona und German

 

 

Denn jetzt ist genau die Zeit für schöne Aufnahmen. »Denken Sie nun schon ans nahende Weihnachtsfest!« Wie wär's mit einem Photobuch für den Schatz? Oder einem Kalender für die Eltern? Oder einem edlen Portrait für die Großeltern?

 

Falls also jemand Interesse hat: Ich habe demnächst wieder Shootingtermine frei!

Einfach mal unverbindlich melden: 0241 / 33819 oder TLangens@aol.com

 

 

Donnerstag, 18. August 2011

Hier kommt gerade die Quittung für einen warmen Tag mit Sonnenschein …:

 

Hier kommt gerade die Quittung für einen warmen Tag mit Sonnenschein …

 

 

Etwas später:

 

 

Liebes Tagebuch,

 

wie oft habe ich mir schon vorgestellt, wie es wohl sein würde, wenn einem in unserer durchtechnisierten Welt auf einmal so mir nichts, dir nichts die Elektrizität abhanden kommen würde. Nun, in diesen Minuten, da ich bäuchlings in fahles grünes Licht getaucht auf der Matratze fläze, kann ich von dieser Erfahrung aus erster Hand berichten: Es ist nicht so schön.

 

Was war passiert? In der einen Minute noch hatte ich meine 239 engsten Freunde auf Facebook mit dem grandiosen Lichtbild des dräuenden Unwetters beglückt. Kurz darauf ging ein heftiger Prasselregen hernieder. (Woher nehmen diese Wolken in diesem Sommer eigentlich das ganze Wasser?!) Die gewittrige Untermalung ließ mich dünken, ob es nicht gescheit wäre, sämtliche Elektrik kurzfristig abzuschalten, um einer schadenbringenden Überspannung im Netz zuvorzukommen.

 

Einen weiteren Augenblick später machte es ZAPP! – und alles war entsprechend duster. Eine kurze Unfrage im Haus ergab: Ich war nicht allein mit diesem Schicksal. Die Nachbarn gegenüber hingegen blieben von der Misere augenscheinlich verschont – denn da leuchtete noch alles in gewohnter Opulenz.

 

Wie oft schon habe ich die Provinzial-Reklame vom Dach vis-a-vis verflucht, weil sie zu den unmöglichsten Zeiten mitten in der Nacht plötzlich wieder angeht und ihr fahles Grün verstrahlt. Meine dünnen Vorhänge sind dem harten Neonlicht wahrlich kein würdiger Gegner. Wohl dem, der mit festem Schlaf gesegnet! Wache ich nämlich wegen betrunkener Stechmücken oder surrender Flaneure auf der Straße gegen drei Uhr dreißig auf, war’s das fürs Erste mit erholsamem Schlummer! Die Lux-Zahl der öffentlichen Versicherungsgesellschaft der Sparkassen mit Sitz in Düsseldorf legt dann eher ausgiebige Zeitungslektüre nahe. Oder eben Tagebucheinträge in ein Notizbuch aus Papier. (Ja, sowas gibt's noch!)

 

Stromausfall

 

Hm, gegenüber scheinets Licht, nur Nummer 12 ist stromlos? Als meines Vaters Sohn machte ich mich taschenlampenbewehrt auf, einen scheuen Blick auf die zentralen technischen Anlagen im Keller zu werfen. Indes – soweit kam ich gar nicht! Auf den untersten Stufen begrüßte mich bereits ein trübes Gewässer. Wiewohl ich vollgelaufene Keller mag (Oh, ich liebe Wortspiele, wenn sie gut gemacht sind …!), gereichte mir dieser doch zu Unbehagen.

 

Nanu?

 

So plötzlich, wie das Licht weg war, kam es auch wieder. Dann kann ich ja genausogut wieder in Arial schreiben.

 

Die ganze Zeit schon versuchte ich, mit dem Handy die 112 zu erreichen. Die ständig tönenden Martinshörner und Sirenen hätten mir eigentlich klarmachen müssen, dass dies ein einstweilig fruchtloses Unterfangen ist.

 

Irgendwann erreichte ich dort tatsächlich jemanden. Der diensthabende Feuerwehrmann sagte, es könne noch ein Weilchen dauern, und fragte, wie hoch denn der Wasserpegel im Keller sei. Wahrscheinlich wird eine Rangfolge fürs Retten, Schützen und Bergen festgelegt, was verständlich ist. (Mittlerweile hatte ich im Internet erfahren, dass anderswo in Aachen sehr viel mehr Wasser auf der Straße stand.) Ferner sollte ich doch mal schauen, ob sich das Wasser inzwischen nicht vielleicht schon von selbst zurückgezogen hat. Echt? Das geht?! Das verschwindet von alleine wieder? So ganz von selbst? Ich tat wie mir geheißen und tatsächlich, Klein-Venedig im Souterrain war verschwunden. Eine kurze Messung ergab, dass es 44 Zentimeter hoch im nördlichen Bereich gestanden haben muss. Und dass die neuerdings im Keller stehende Waschmaschine abgesoffen ist …

 

 

Samstag, 20. August 2011

Die Geschäftsführung von Happy Bobas ist fit: Sie veranstaltete ein »Bubble Tea Casting« und stellte die Bilder ins Facebook. Die Freunde der Bobas-Gäste können diese Bilder nun »liken«. (Farewell German language …) So erreicht man viral viele Adressaten. Wer die meisten Klicks kassiert, kann was gewinnen; zum Beispiel ein Happy-Bobas-T-Shirt, mit dem man Prozente bekommt, wenn man’s trägt, wenn man was bestellt – und mit dem en passant wiederum schön Werbung im Straßenbild gemacht wird.

 

Ich eitler Geck musste natürlich mitmachen dabei:

 

Drink Bubble Tea - Be happy!

 

 

Und ich könnte schwören, dass der Westwall gestern noch nicht vor meiner Haustür stand …

 

Westwall vor der Haustür - across the borders

 

 

Dienstag, 23. August 2011

Zu Besuch bei den süßen Kindern von Landau:

 

Bei den süßen Kindern von Landau

 

 

Mittwoch, 24. August 2011

Sagen Sie jetzt nichts! Vorgestern verstarb Loriot.

 

Die Bild-»Zeitung« sagte allerdings doch was und titelte mit der tiefstpreisverdächtigen Schlagzeile: »Loriot tot« …

 

 

Moooment, hier noch die Menüfolge bei Loriots Leichenschmaus:

  • Hefezopf
  • Jägerspieß
  • Kräuterrahmsuppe
  • aufgebratener Kartoffelbrei
  • ein hartgekochtes Ei von Berta
  • Königsberger Klopse, aus der Dose
  • Birne Helene – in diversen Ausführungen
  • ein Schlückchen Mosel (kann nicht schaden)
  • Fischstäbchen mit gedünstetem Kohlrabi und Remouladensoße
  • Kosakenzipfel (das ist ein Mokka-Trüffel-Parfait mit einem Zitronencremebällchen)
  • Und natürlich eine Nudel!

 

 

 

Mosel schön und gut, aber Pfalz ist ja auch nicht von schlechten Eltern. Immer noch am Fuße des Godramsteiner Münzhangs:

 

Am Fuße des Godramsteiner Münzhangs

 

 

Donnerstag, 25. August 2011

Auf der Heimfahrt besuchten wir en passant die Bundesgartenschau in Koblenz. (BUGA-BUGA-Partys, hai capito?) Dort gab’s fast so viele Blüten zu sehen wie bei meiner Tante im Garten. Hoch zur Feste Ehrenbreitstein nahmen wir die neue Seilbahn über den Rhein (rhenus fluvius est!) – was angesichts der örtlichen Straßenlage auch die effizienteste und intelligenteste Art der Fortbewegung sein dürfte.

 

Bundesgartenschau Koblenz 2011, Seilbahn Ehrenbreitstein

 

 

Auf dem Gelände mussten wir feststellen, dass raumtäuschende Röhren in öffentlichen Brunnenanlagen nun nicht unbedingt das Innovativste unter der Sonne sind …:

 

Raumtäuschung

 

 

An dieser Stelle mal ein herzlicher Dank an all die fleißigen Helfer, ohne die die Bundesgartenschau nicht zustande gekommen wäre:

 

Fleißige Helferlein

 

 

Freitag, 26. August 2011

Mal hört und sieht man monatelang nichts von der Hausverwaltung (und gut so!), dann wieder umso mehr: Auf halber Treppe zum fünften Stock hat sie eine weitgehend sinnbefreite Tür anbringen lassen. Weder ich noch mein Weitwinkelobjektiv können es fassen. (Grandiose Regenbogenpanoramen und Dachterrassenshootings werden also einstweilen Mangelware sein.)

 

Sinnbefreiung

 

Im Keller hingegen hat sie eine kleine Empore für die Waschmaschine bauen lassen, um sie vor weiteren Überflutungen zu schützen – ich bin ja fast sowas wie überrascht!

 

 

Och nö, nicht schon wieder:

 

Och nö, nicht schon wieder!

 

Der oben abgebildete Sturm hat Aachen zwar verschont, ist dafür aber übers Rheinland gefegt und hat große Teile der BUGA in Koblenz zerfetzt. Was ein Timing!

 

 

Sonntag, 28. August 2011

Alles Gute zum Geburtstag, Kristof!

 

 

Montag, 29. August 2011

Die Schlagzeilen vom Wochenende ließen mich aufhorchen: Die Amerikaner hätten Angst vor Irene. Was mochte mein Model von neulich da bloß angestellt haben …?!

 

Lesen hilft: Es war vom gleichnamigen Hurrikan die Rede, ach so.

 

Irene verliert mittlerweile an Kraft – und wurde nun von Standard & Poor’s herabgestuft auf einen durchschnittlichen Aachener Sommer.

 

 

Mittwoch, 31. August 2011

Shooting mit Julia:

Shooting mit Julia

 

 

Weil einem letzten Hamsterkauf von 60-Watt-Glühbirnen kein Erfolg beschieden war, erwarb ich eben ein Tütchen mit krisensicheren Teelichten, pah!

 

 

Shooting pretty models is nice work.

But someone has to do it!

 

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